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Leselupe.de > Science Fiction
Qook ist ein friedlicher Planet ohne Neid, Haß und das Böse! Noch!
Eingestellt am 25. 12. 2000 00:19


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vanHelsig
Hobbydichter
Registriert: Dec 2000

Werke: 5
Kommentare: 9
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Hallo liebe Leser. Hier handelt es sich um den Anfang einer Märchensaga. Daher entschuldigt die vielen Zeichen und Rechtschreibfehler, oder den einen oder anderen Fehler in der Logik. Für Hinweise über Ungereihmtheiten danke ich euch. Genauso für konstruktive Kritik.
Jeder Rat, Hinweis oder Einwand kann mir helfen zu sehen, ob es sich lohnt weiter zu schreiben oder nicht.
Ich danke euch jetzt schon mal ganz herzlich
Euer
vanHelsig


QOOK


Jemand sagte mir mal, daß Märchen nur so stark seien, wie seine Leser.
Daher habe ich mal sehr detailliert die Umgebung, die Handlung und die Gefühle in diesem Märchen beschrieben. Und an anderer Stelle dagegen mag es für viele sehr spärlich erscheinen, wie wenig Informationen ich euch zukommen lasse.
Das ist aber beabsichtigt, ich möchte, zwar mit euch meine Gedanken meine Phantasien und Gefühle teilen, aber ich möchte auch, daß ihr eure Phantasien mit einbringt, so daß aus diesem Märchen nicht mein Märchen, sondern unser Märchen wird.
Also ein Märchen voller Märchen.
So bitte ich euch, laßt uns gemeinsam stark sein.
Erlaubt mir euch in den folgenden Seiten mit auf eine Reise voller unglaublicher Erlebnisse zu nehmen.
Laßt uns gemeinsam stark und schwach sein.
Laßt uns gemeinsam lachen, grübeln, lauschen und weinen um am Ende wieder fröhlich zu sein.
Laßt uns den Geist des Träumens wieder wach werden.
Laßt es uns erlauben, wieder ein bißchen Kind zu sein.
Kurz laßt uns alle zusammen Teil dieses Märchens werden.

Euer vanHelsig



I



Wie fast alle Märchen fängt auch dieses mit es war einmal in einem fernen fernen Land.......an.
Seine Einwohner nannten es Qook.
Es war ein schönes Land, geradezu malerisch. Viel grün, die Wege waren gepflastert von wunderschönen Blumen und Blüten in den unterschiedlichsten Farben. Es war eine Freude durch diese Land zu wandern, und dieses wußten auch die Wesen die in diesem Land lebten. Seine Wesen waren zwar merkwürdig und ein bißchen überdreht, aber Worte wie Habsucht, Neid oder Haß wie es in anderen Ländern gang und gäbe war, gab es hier nicht.
So war es denn auch das alle friedlich und glücklich nebeneinander wohnten.
Da gab es z. B. den Bauern Ludwig der schön brav seiner Ernte nachging, und sich andauernd über die Vögel ärgerte, die ihm seine Samen wegfraßen.
Und da gab es den Fischer Jack, der wenn man ihn ansprach, was nur Fremde taten, jedesmal von dem Riesenfisch den er angeblich ganz allein gefangen hätte erzählte. Doch keiner kann sich je daran erinnern, daß er überhaupt mal einen Fisch gefangen hat. Warum er dann Fischer war, keine Ahnung! Wie schon gesagt dieses Land hatte schon ganz schrille Bewohner, z.B. Lucy und Lu. Ich glaube es gibt im ganzen Universum, kein Paar das mehr streitet. Sie sind seit 70 Jahren verheiratet und streiten sich ununterbrochen. Mal meckert Lucy, daß sie mehr Kobold sei als Lu, oder Lu meckert daß Lucy andauernd meckert, oder beide meckern, weil sie nicht wissen worüber sie meckern sollen. Man sagt, sie würden sich sogar in ihren Träumen streiten. Vielleicht sollte ich fairerhalber sagen, daß es sich trotzdem hier um das am längsten verheiratete Koboldpaar handelt.
Und das sind nur ein paar der Einwohner dieses merkwürdigen Landes mit dem Namen Qook, von den anderen noch skurrileren Figuren werdet ihr im Laufe der Geschichte erfahren. Z.B vom Druiden.
Ja sogar einen Druiden hatte dieses kleine Land. Wie er denn aussah dieser Druide?
So wie man sich halt einen Druiden vorstellt. Ein alter Mann mit einem langen weißen Bart mit dem Namen Mira..ähmm das war glaub ich jemand anderes. Unser Druide heißt ganz schlicht Isak. Er war ein sehr schlauer und weiser Druide mit Sinn für Gerechtigkeit, allerdings ein bißchen tolpatschig, was ihm das ein oder andere Mal beinahe das Leben gekostet hätte.
Diesem Tolpatsch ist es auch zu verdanken, daß er an diesem Tag was anderes als seine üblichen Kräuter finden sollte.
Wie an jedem Morgen begab sich Isak auch an diesem Morgen in den Wald um Kräuter für seine Medikamente zusammen zu suchen. Schließlich gab es viele die dieser Medikamente bedurften.
Ein Blättchen pflückte er an diesem Strauch, ein anderes an jenem, wobei er immer zu sich sprach, was ungefähr so klang....
....ahh, der Grünbutt, herrlich das wird ein schönes Allheilmittel, oh und dort, ja was sehen denn dort meine entzückenden Augen, den Klangelwurz, welch ein Glück, daß ich ihn schon so früh gefunden habe, und wie er riecht, so frisch und jung. Da werde ich doch gleich ein Stück abschneiden, aber nur ein Stück, daß es ja weitergedeihen kann. Diese Stelle muß ich mir merken.
Wie schön ist es doch ein Druide zu sein, noch ein paar weitere Zutaten, und mein Allheilmittel ist noch rechtzeitig vor Winterbeginn fertig.
Welch ein Tag, ich könnte ja glatt wieder singen....Schön ist ein Druide zu sein, fallera, schön ist ein Druide zu sein trallera, in den Wald da geh ich gern, denn Druid das bin, das weiß dort oben jedes Stern.
„Hey Isak kannst du bitte leiser trällern, ist ja nicht aus zu halten so früh am Morgen“, rief Lu Isak nach, der gar nicht mitbekommen hatte, daß er schon vorm Baum war, wo Lucy und Lu ihr Wohnstätte hatten. Es war ein großer alter und sehr schöner Baum mit großen und vielen Ästen. Die Blätter hatten sich zum Leidwesen von Isak am oberen Ende des Baumes befunden. Und es war jedesmal mit viel Mut verbunden da raufzusteigen.
Er hätte auch durch das Haus von Lucy und Lu ganz leicht daran kommen können. Da das Haus in der Baumhöhle war, und bis zu den oberen Ästen reichte, wo die Blätter waren.
Doch Lucy und Lu erlaubten es ihm nicht, weil sie sich jedesmal über ihn lustig machten, wenn er mit Mühe den Baum hochkletterte, und die Hoffnung hatten was zum Lachen zu haben.
Aus dem Haus kam Lucy raus und sagte: „Hallo Isak, einen schönen Morgen wünsche ich dir, hat mein geliebter Mann mal wieder den ganzen Wald mit seinem Gemeckere geweckt?“
„Hey was heißt Gemeckere? Ich habe nur Tatsachen klargestellt!“, erwiderte Lu.
„Tatsachen. –Pah-, das ich nicht lache. Die einzige Tatsache ist doch, daß du sauer bist weil du nicht singen kannst!“, brachte Lucy entgegen.
„Ich und nicht singen, meine Liebe du vergißt wohl wer dreifacher Champion im Karaoke singen ist.“
„Du nicht!“
„Ich nicht, daß die Hühner lachen. Hab ja vergessen, daß du nicht eingeladen wurdest, weil man den anderen Gästen deine Stimme nicht antun wollte. Die wären ja alle abgehauen.“
„Meine Stimme, lieber Lu, du vergißt wohl, daß sogar die berühmte Opernsängerin Octave mich persönlich gebeten hat bei ihrer Jubiläumsparty mitzusingen.“
„Und wieso hast du nicht?“, fragte Lu schnippig.
„Ich war leider erkältet.“
„Pah, du und erkältet, wem willst du das denn erzählen, deiner schizophrenen Schwester.“
„Meine Schwester ist nicht schizophren!“
„Nein, und was sollte dann das mit dem Sprung vom Mammutbaum letzte Woche?“
„Das nennt man Suizid!, mein Schatz nicht schizophren. Ich glaube ich werde dir mal einen Sprachkurs schenken.“
Isak hörte sich das eine Weile an, in der Hoffnung eine Gelegenheit zu finden, anzufragen, ob er nicht durch das Baumhaus zur Krone gehen könne, doch als er merkte, daß das ein langes Warten werden könnte, entschloß er selbst rauf zu klettern.
Da der Baum noch vom Morgentau befallen war, mußte Isak ganz vorsichtig sein, ja das er nicht ausrutschte.
Ein Vorteil hatte dieses Klettern, unzwar um so höher man kommt um so weniger hört man die beiden Streithähne unten, dachte sich Isak, da Lucy und Lu immer noch voll bei der Sache waren. Nach vorsichtigem hinauftasten gelangte Isak endlich an die Krone und sammelte seine noch fehlenden Blätter. Da er sich nicht öfter dieser Tortur aussetzen wollte, sammelte er immer auf Vorrat, wenn er sie trocknete konnte er diese Blätter für zwei Winter benutzen, so daß es ausreichte, wenn er einmal in zwei Jahren diesen Aufstieg auf sich nahm.
Gerade als er wieder runter wollte merkte er, wie aus dem Himmel etwas runterfiel. Reflexartig griff er mit der rechten Hand nach diesem Ding
und hielt sich mit der linken am Ast fest. Doch was er nicht ahnte, daß das Ding was er reflexartig schnappte viel schwerer war, als er halten konnte, so daß er ausrutschte und mit dem Ding in den Armen vom Baum fiel.
Das Geschrei vom fallenden Isak führte dazu das Lucy und Lu ihren Streit prompt abbrachen und Lucy Lu aufforderte was zu unternehmen.
Sie beide mochten vielleicht sich darüber amüsieren, wenn sich andere tolpatschig verhielten, aber wenn es darauf ankam waren sie zur Stelle. Schließlich war Isak ja ihr Freund, und sie im Herzen gute Kobolde.
Als auch Lu erkannte, daß diesen Sturz Isak nicht überleben würde, brauchte es nicht lang und Lu benutze seine Zauberkraft, die Lucy nicht besaß, um den Sturz abzubremsen.
Der Zauberspruch von Lu bewirkte, daß Isak gemächlich runtergleitete und wohlauf mit dem Ding in den Armen auf den Beinen landete.
„Danke Lucy, danke Lu, ich dachte jetzt wär’s gelaufen. Hab mich schon bei meinen Ahnen gesehen.“
„Wie konntest du denn so unvorsichtig sein, Isak?“, fragte Lucy, und Lu fügte hinzu, „was ist denn das was du in den Armen hältst?“
„Das weiß ich auch nicht, aber das ist der Grund warum ich gestürzt bin. Es fiel vom Himmel, und irgend etwas in mir, veranlaßte mich danach zu schnappen.“
„Was ist es denn, Isak!“, fragte Lucy und Lu, in dem sie wie Kinder um Isak kreisten.
„Ich schau mal.“, antwortete Isak, und legte das Ding auf den Boden, und wickelte es auf. Es sah, wie ein Korb aus, welches in Laken gehüllt war. Vielleicht hatte es irgendein Botentier auf Ausflug fallen lassen. Botentiere waren große Flugsaurier ähnliche Vögel, die gezähmt waren und vielen Rassen dienten, vor allem den Yaggas und den Sibs.
Yaggas waren menschenähnliche Wesen, nur das sie im Gegensatz zu Menschen reine Vegetarier waren. Sie benötigten die Flugsaurier um große Strecken zurück zu legen, weil die Nahrung die sie zu sich nahmen, je nach Jahreszeit immer wo anders wuchs. Man nannte die Yaggas auch das Volk der Wanderer, weil sie wegen der Nahrung ständig unterwegs waren, und so etwas wie Seßhaftigkeit nicht kannten. Die Sibs dagegen hielten sich Flugsaurier zum reinen Vergnügen. Um mit Flugsaurier bequem an verschiedene Orte zu gelangen. Sibs waren sehr vermögende Wesen. Quasi der Adel in Qooks, und weiten Teilen der Galaxie. Es gehörte so mit zum guten Ton Flugsaurier zu haben, um so mehr um so besser.
Und so konnte es schon mal passieren, daß bei einem Flug mal was unabsichtlich runterfällt, meistens ist es dann Nahrung, aber so recht wollte Isak nicht daran glauben, denn je mehr er den Laken entfernte desto bewußter wurde ihm, daß es wohl beabsichtigt war, dieses was auch immer da drin war fallen lassen zu wollen, denn was da an Polster ihm entgegenkam hätte den Sturz abgefangen.
Und sollte was lebendes dort sein, wäre diesem Wesen nichts passiert.
Je mehr der Korb unter dem Polster und Laken zum Scheine kam, desto unwohler wurde Isak, da er eine Befürchtung hatte, die sich als wahr erwies.
In dem gut verhüllten Korb, war ein Wesen ein Baby, welches menschliche Gestalt hatte.
„Oh, ein Baby, wie süß!“, sagte Lucy, und lächelte es an.
„Du bist Papa geworden, Isak!“ fügte Lu hinzu.
Isak der es nicht glauben konnte, was er sah, war sprachlos und lief kreidebleich an und fiel in Ohnmacht.
Als er denn kurze Zeit später wieder zu sich kam, befand er sich im Baumhaus von Lucy und Lu.
Lucy hatte das Kind auf dem Arm und fütterte es mit einer provisorisch zusammengebastelten Milchflasche.
„Na ist der Papa endlich wieder zu sich gekommen?“. fragte Lu schnippisch.
„Wieso Papa, ich kann dieses Kind nicht behalten. Meinetwegen könnt ihr es behalten.“
„Wir? Isak, sieh es an, es ist von deiner Rasse. Wir sind alt, und Kobolde wie wir können kein Kind deiner Rasse aufziehen. Außerdem hast du es gefunden. Du bist verpflichtet dieses Kind aufzunehmen oder du mußt es...“ „Lu sprich nicht weiter. Sag nicht so was!“, unterbrach Lucy Lu scharf, weil sie wußte, was er sagen wollte.
Aber so waren die Gesetze des Waldes, wer was findet trägt die Verantwortung.
Die zweite Alternative würde den Tod des Kindes bedeuten.
Das hört sich vielleicht grausam an, aber so funktionierte es schon Jahrtausende, so wurde sicher gestellt, daß nur starke Wesen, die auf sich selbst aufpassen konnten überlebten.
„Oh meine Ahnen was hab ich nur getan“, seufzte Isak und fuhr fort, “aber ihr wißt doch, daß ein Druide sein, nicht eine Laune, sondern eine Lebensaufgabe ist. Und eine Druide zu sein bedeutet, die Einsamkeit, die Enthaltsamkeit und die Wissenschaft gewählt zu haben, und nicht die Erziehung eines Kindes. Was werden meine Druidenkollegen von mir halten. Sie werden mich nicht mehr ernst nehmen. Was soll ich nur tun. Gibt es keine andere Möglichkeit?“
„Nein, außer jemand anderes, wie z.B. ein kinderloses Paar erklärt sich bereit, das Kind aufzunehmen, aber so lange mußt du es bei dir aufnehmen, es sei denn du willst, daß das Kind....“ und wieder unterbrach Lucy Ihn im scharfen Ton: „Lu ich hab dir doch eben gesagt, du sollst es nicht sagen.“ „Ja aber es ist doch das Gesetz des Waldes. Was ist daran verwerflich.“ „Es könnte dich hören Lu.“ „Wie soll es denn verstehen, was ich sage, es ist doch noch viel zu klein.“ „Ich fühle es Lu, das es alles versteht. Isak ich glaube du hast ein ganz besonderes Kind gerettet. Sieh dir nur diese schönen blauen Augen an.“, in dem sie sprach hielt sie das Baby Isak entgegen, der zum ersten mal sah, wie schön dieses Baby war, auch wenn er es nicht zugab, konnte man doch gleich sagen, daß ein Band zwischen dem Kleinen und ihm entstand.
„Na gut, ich muß ja wohl diesen Bengel aufnehmen, aber ihr müßt mir versprechen, wenn ich keine Zeit habe auf das Kind auf zu passen, daß ihr es dann tun werdet. Und außerdem müßt ihr mir bei der Suche nach geeigneten Eltern helfen!“
„Wieso sollen wir auf den Kleinen aufpassen. So ein Streß in meinem Alter muß nicht mehr sein!“, antworte Lu.
„Lu jetzt halt doch einmal deinen Mund. Isak wir werden natürlich auf das Kind aufpassen, wenn du mal auf einem deiner Druidentreffen sein solltest. Und auch sonst kannst du es gerne mal vorbei bringen, wenn es dir nicht gut geht.“
„Gut Lucy, das betrifft aber nur dich, ich werde bestimmt nicht die Windeln von so einem kleinen Hosenscheißer wechseln. Ich werde geeignete Eltern finden, damit wir alle Ruhe haben.“, in dem er das sagte blickte Lu auf das Kind, und bemerkte wie dieses Kind ihn mit seinen strahlenden Augen und der reinsten Unschuld anlächelte, und da war es auch um Lu geschehen. doch ein Dickkopf wie er würde es nicht zu geben.
„Es hat dich angelächelt, Lu. Hast du es gesehen. Es scheint dich zu mögen. Sieh es streckt seine Hand nach dir aus.“, antwortete Lucy.
„Stimmt.“, fügte Isak hinzu und reichte, daß schon lieb gewonnene Kind Lu. Dieser tat, als würde es sich winden, und nahm es widerwillig an sich.
Doch im Herzen hatte auch Lu, dieses kleine Kind schon lieb gewonnen.
Und einen Augenblick der Unachtsamkeit von Lucy und Isak nutze Lu um dieses Kind zu streicheln. Es war ein wunderschönes Gefühl. Ihm wurde ganz warm, als das Kind durch seine Streicheleinheiten lächelte, und mit seinen kleinen Fingern den Zeigefinger von Lu hielt.
„Es mag dich wirklich Lu.“, antwortete Lucy.
„Ach, Quatsch das ist nur ein Reflex.“, entgegnete ihr Lu, und fügte leise hinzu: “Meinst du wirklich?“, woraufhin Lucy nur lieb nickte.
Isak der sich inzwischen wieder fit fühlte, stand auf und wollte gehen.
„Gut, es wird bald dunkel. Ich werde mich mal auf den Heimweg machen.“
„Du kannst gerne hier übernachten, falls du dich nicht wohl fühlst“, sagte Lu.
Das hatte er noch nie Isak oder jemanden anderen der nicht in arger Bedrängnis war angeboten. Da waren die Kobolde ganz eigen.
„Nein, nein das ist nett von dir. Aber ist besser wenn ich gehe, wenn ich die Kräuter nicht rechtzeitig verarbeite werden sie schlecht.“, antwortete Isak und nahm das Kind und legte es in den Korb und wollte sich auf den Weg machen.
Lu und Lucy begleiteten ihn ein ganzes Stück und bevor sie sich verabschiedeten fragte Lucy:“ Wie soll das Kind denn heißen?“
„Hmm darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Habt ihr vielleicht eine Idee?“
„Nenn es doch Sieben Wind!“, antworte Lu.
„Hmm, warum denn gerade Sieben Wind?“
„Na weil es vom Wind runter getragen wurde, und sieben, weil es noch sieben Monde bis Neujahr sind.“
„Du hast recht Lu. Ich werde es Sieben Wind nennen. Ist es dir auch recht Lucy!“
„Ja, danke das du fragst Isak. Ich glaube es ist ein schöner Name für dieses besondere Kind.“
„So jetzt muß ich aber!“, sagte Isak noch und begab sich weiter auf den Heimweg.
Lu und Lucy begaben sich zurück zum Baumhaus.
„Jetzt wo Isak weg ist kannst du ja zu geben, daß du Sieben Wind lieb gewonnen hast.“
„Hab ich nicht. Du weißt Lucy, daß ich mit Kindern noch nie konnte.“
„Du alter Sturrkopf, wen willst du denn anlügen. Deine Augen haben doch Bänder gesprochen, als du ihn in den Armen hieltest.“
„Nein, nein, das war ein Staubkorn, welches ich im Auge hatte.“
„Ein Staubkorb, daß ich nicht lache. Aber gut, wenn dem so ist, werde ich, Isak sagen, daß wir doch nicht aufs Kind aufpassen können.“
„Nein, das hab ich nicht gesagt. Was hat denn aufpassen mit Liebe zu tun.“
„Siehste, also hast du es doch gerne. Komm schon gib es zu. Lu!“
„Na gut, ich hab dieses Kind lieb. Alles andere würde mir auch schwer fallen. Es ist schon was besonderes. Und wer weiß, was das Schicksal noch mit ihm vor hat?“
„Ich glaube großartiges, Lu. Wir werden ein Teil einer großartigen Geschichte. Warte nur ab, ich fühle es, das da was großes auf uns alle zukommt. Es wird eine wunderbare Zeit werden.“
„Ich glaube es auch“, antwortet Lu, und legt seinen Arm um Lucy, und sie gingen wie ein frisch verliebtes Paar in ihr Baumhaus.
Auf dem Heimweg grübelte Isak die ganze Zeit nach, wieso dieses Kind gefallen sein könnte. Viele Theorien schwirrten ihm durch den Kopf.
War es vielleicht einer dieser Botentiere, die die Kinder zu ihren Eltern brachte, wenn ja, denn wäre jetzt da draußen, ein junges Elternpaar, das sich nach ihrem Kleinen sehnen würde, und schlaflose und tränenreiche Nächte vor sich hätte.
Der Gedanke machte ihn traurig, vor allem wenn man sah, wie schön dieses Kind war, und was für eine Wärme es ausstrahlte.
Es könnte aber auch sein, daß es jemand absichtlich hat fallen lassen, so gut wie es gesichert war, lag dies wohl näher. Und er war froh, daß er dieses Kind gerettet hatte, und es nun aufziehen konnte.
Aber warum wurde es dann fallen gelassen?
Welche Angst veranlaßte, das dieses Kind ausgesetzt wurde?
Welcher Schleier der Ungewißheit lag auf diesem Neugeborenen?
Welches Geheimnis hatte dieses Kind?
Und wäre das Kind bei ihm sicher?
Viele Fragen, die durch seinen Kopf schossen. Doch heute war es schon spät. Heute hatte er schon mehr Aufregung, als er in seinem Alter vertragen konnte.
Doch eins, das konnte er auch zu so später Stund ganz sicher sagen, daß er alles für das Kind tun werde, damit es ihm gut ginge.
Er hatte es schon jetzt als sein eigenes betrachtet.
Und dieser Gedanke ließ sein altes Herz vor Freude erstrahlen.




II


Die Zeit verging wie im Fluge.
Sieben Wind war inzwischen 6 Jahre alt, und war ein Kind welches überall beliebt war, trotz seiner frechen Streiche, oder vielleicht gerade deswegen.
Isak, war der Meinung, daß er diese vorlaute Klappe dem Einfluß von Lucy und Lu zu verdanken habe. Er verbrachte viel Zeit bei den beiden und nannte sie liebevoll Tante und Onkel, obwohl er wußte, daß dem nicht so war.
Was er nicht wußte, war, daß Isak nicht sein Großvater war. Isak wollte ihn noch nicht aufklären, bevor er das ihm sagen wollte, wollte er noch das Dunkel um seine Geburt lüften.
„Sieben Wind ich muß für die nächsten Tage wieder auf unser alljährliches Druidentreffen. Und ich möchte, daß du in meiner Abwesenheit bei Lucy und Lu bleibst.“ „Yuhu“, unterbrach ihn Sieben Wind. “Und daß du mir ja keinen Ärger machst. Klar?“ „Klar doch, Opa. Ich werde ganz brav sein.“, antwortete Sieben Wind. Daraufhin packte Isak noch schnell ein paar Sachen ein, und nahm Sieben Wind an den Arm, um mit ihm zu Lucy und Lu zu gehen. Wie jedesmal riß sich Sieben Wind von der Hand Isaks um voraus zu eilen. Er war ein sehr aktiver Junge. Es war schwer ihn mal fünf Minuten bei der Leine zu halten.
Nach einer kurzen Zeit traf Isak bei Lucy und Lu ein. Sieben war schon längst da, und trollte mit Lu rum.
„Hallo Lucy, hallo Lu. Tut mir leid ihr beiden, aber Sieben hat sich einfach von meiner Hand losgerissen. Ich hoffe er hat nicht schon irgendwelchen Ärger verzapft.
Ich wollte euch bitten, ob ihr ein paar Tage auf ihn aufpassen könnt, da ich zu meinem Druidentreffen muß.“
„Hallo Isak, aber selbstverständlich kannst du ihn hier lassen. Es ist uns immer wieder eine Freude ihn bei uns zu haben. Und was den Unfug anbelangt, den er anstellt sei mal unbesorgt, daß ist in Ordnung“, antwortete Lucy.
„Außerdem ist es das Temperament der Kobolde, welches er in sich hat. Ich war als Kind genauso wie Sieben“, fügte Lu hinzu, woraufhin Lucy ironisch bemerkte: „Wieso, nur als Kind?“
Nach einem kurzen Aufenthalt, machte Isak sich auf den Weg.
Lucy packte ihm noch ein wenig Verpflegung ein, die Isak dankender weise annahm.
Es war schon erstaunlich wie Sieben Wind das Verhältnis zwischen den beiden Kobolden und Isak änderte. Klar mochten sie sich auch bevor Sieben Wind in ihr Leben trat, doch seitdem er da war, war es schon eine familiäre Bindung, was nicht hieß, daß die Kobolde ihren Koboldkodex et acta legten.
Sie spielten immer noch Streiche und stritten sich immer noch gerne, das konnte und würde in der Zukunft nichts ändern, das war ihr Wesen.
Der Mittag neigte sich langsam und allmählich dem Ende, die Sonne war im Begriff den Tag friedlich und leise zu verabschieden.
Lu und Sieben Wind waren nach wie vor am trollen. Sie spielten Bauk. Das war ein Ballspiel, welches ungefähr so ging. Der der gerade im Besitz des Balles war, mußte versuchen den Ball länger in der Luft zu halten, wie derjenige vor ihm den Ball in der Luft hielt, und dann mußte er noch den Ball in ein kleines Loch plazieren. Erst dann würde er einen Punkt bekommen.
Der als Erster anfangen durfte hatte bei diesem Spiel große Vorteile, da er natürlich am Anfang den Ball nicht so lange in der Luft halten braucht, und die Strategie bestimmt, je nachdem wie stark der Gegner ist. Wer anfangen durfte wurde durch Würfe bestimmt, und derjenige der als erster drei mal traf, durfte anfangen. Was schon ziemlich schwierig war, da das Loch auf dem Boden, wie beim Golf, war, und das Loch war kaum größer als beim Golf. Und auch die Bälle hatten ungefähr die gleiche Größe.
Also wenn Lu anfing und am Anfang den Ball sagen wir 10 Sekunden in der Luft hielt und danach es schaffte den Ball in das Loch zu versenken, dann hatte er einen Punkt und mußte abgeben. Es wurde jede Runde gewechselt, ob man trifft oder nicht. Nun müßte Sieben Wind den Ball länger als 10 Sekunden in der Luft halten und dann noch in das Loch treffen, um zu punkten. Und so geht es dann von Runde zu Runde, bis jemand als erster 10 Punkte hat. So eine Partie konnte schon mal über Stunden gehen. Bei den Profis, ja unglaublich, aber diese Sportart war sehr beliebt, gab es Partien die bis zu 2 Tage dauerten. Der Rekord liegt bei 12 Tagen.
Als Zeitmesser diente eine große Sanduhr ähnliche Konstruktion. Die automatisch startete, wenn der Gegner den ersten Kontakt mit dem Ball hatte.
Für seine sechs Jahre war Sieben Wind erstaunlich gut. Lu bekam immer mehr Schwierigkeiten gegen ihn zu bestehen. Sieben Wind konnte sehr schnell Abläufe hervorsehen im Kopf durchspielen und dann umsetzten. Es war schon erstaunlich wie gut er dieses Spiel schon beherrschte, vor allem wenn man bedenkt, daß ein halbwegs guter Spieler mind. 10 Jahre braucht, ehe er halbwegs treffsicher wird.
Beim Stand von 9:9, war Lu an der Reihe. Er wollte unbedingt gewinnen, egal wie sehr er Sieben Wind mochte, aber absichtlich zu verlieren, das war ganz gegen seine Natur. Wie würde er vor seinen Koboldfreunden dastehen, wenn sie erführen, daß er gegen einen sechs Jährigen verloren hatte. Egal wie besonders dieses Kind war.
10 Minuten mußte er den Ball in der Luft halten, und dann auch noch das Loch treffen. Wichtig war es erstmal die 10 Minuten zu erreichen, denn erstens so lange hatte er noch nie einen Ball in der Luft gehalten, und zweitens auch wenn er nicht treffen würde, Sieben Wind müßte auch den Ball dann länger halten als die 10 Minuten wenn Lu nicht das Loch traf, wichtig für die Zeitmessung war, daß die vorherige Zeit überschritten wurde. Es gab dann zwar keinen Punkt, da das Loch nicht getroffen wurde, aber immerhin stand die Zeit.
Was ich vielleicht erwähnen sollte dieses in der Luft halten bedeutete, den Ball die ganze Zeit in der Luft zu halten ohne auch nur einmal während der Zeit den Ball zu berühren, und zwar mit der eigenen mentalen Kraft. Das war auch der Grund warum dieses Spiel so lange dauern konnte, und eigentlich es nur ganz wenige Wesen gab die dieses Spiel aufgrund ihrer mentalen Stärke spielen konnten. Zu ihnen gehörten die Kobolde, die Trolls, im begrenzten Umfang Druiden, Nallapos-Schildkröten, die Feen und die Bongoliden, das war eine ziemlich seltene und sehr kauzige Rasse. Sie lebten in den Sümpfen, und wanderten von einem Planeten namens Bongopo ein, welches vor abertausenden Jahren durch ein Mysterium zerstört wurde. So erzählen jedenfalls Gerüchte.
So richtig kannte keiner die Bongoliden. Sie waren sehr scheu. Und versuchten möglichst wenig aufzufallen. Doch dem geistigen Sport waren einige oder besser gesagt einer mit dem Namen Mediales nicht abgeneigt. Er war auch der Rekordhalter im Ball in der Luft halten. Sage und schreibe vier Stunden und 15 Minuten hielt er den Ball in der Luft, und versenkte ihn noch in das Loch. Absoluter Wahnsinn, wenn man bedenkt, daß der Schnitt bei 25 Minuten liegt, wird einem deutlich was für eine mentale Stärke diese Wesen haben müssen.
Es gibt viele die der Meinung sind, daß es Bongoliden gibt die noch besser sind, z.B. deren Prophet Genosus. Er hat den Untergang des Planeten hervor gesehen und dafür gesorgt, daß die die an ihn glaubten fliehen konnten, die anderen mußten leider sterben.
Bongoliden wurden sehr alt. Genosus Alter schätz man auf über 2000 Jahre ein. Ihr Alter hätten sie zum größten Teil ihrer enormen geistigen Kraft zu verdanken.
Nicht mehr lang und Lu hätte die 10 Minuten geschafft. Hätte er das erstmal erreicht konnte er beruhigter seinem Sieg entgegen gehen, da Sieben Wind vom Aussehen her der Druidengattung zu zu rechen war, und dort die wenigsten 10 Minuten den Ball in der Luft halten können, würde auch Sieben Wind keine Chance haben.
Als er dann den Gong vernahm, daß die 10 Minuten erreicht waren versuchte Lu den Ball in das Loch zu plazieren, doch seine mentale Kraft reichte nicht aus, und er verfehlte das Loch. Zu allem Überfluß hatte der Ball noch soviel Antrieb, daß er über den Vorhof ins Gebüsch fiel.
„Tja, Onkel Lu, das sieht schlecht aus. Sieht fast so aus, als würdest du von einem Kind besiegt werden.“
„Sei nicht so frech Sieben Wind. Noch hast du nicht gewonnen. Allerdings ist der Ball ziemlich weit gerollt und es wird langsam dunkel. Laß uns reingehen und morgen nach dem Ball suchen.“
„Nein Onkel. Ich suche den Ball.“. kaum hatte Sieben Wind das gesagt war er auch schon hinterm Busch verschwunden. Lu rief ihm noch nach nicht zu gehen, doch wenn sich Sieben Wind was in den Kopf gesetzt hatte tat er das, da konnte ihn keiner von abhalten. Also ging Lu ihm hinterher, damit dem Kleinen nichts passieren konnte.
Auf einmal hörte er einen Schrei. Er konnte den Schrei niemanden zuordnen. Er rief nach Sieben Wind, doch dieser meldete sich nicht, dabei drang er immer tiefer in den Wald. Und dieser konnte nachts ziemlich gefährlich sein. Nicht weil es böse Wesen gab, sondern eher wegen der vielen Fallen, die Jäger ausgelegt hatten, um Wild zu fangen.
Dann hörte er noch einen Schrei, und dies war eindeutig die Stimme von Sieben Wind. Hoffentlich war ihm nichts passiert, dachte sich Lu, denn wenn, das würde er sich nie verzeihen. Ganz zu schweigen was Lucy aus ihm machen würde.
„Sieben Wind. Sieben Wind, Sieben Wind, wo steckst du?“, rief er immer wieder, doch keine Antwort. Ehe er sich versah, rutschte er aus und fiel in ein Loch, welches wohl der Eingang eines geheimem steil nach unten verlaufenden Weges war und ihn etliche Meter runterrollen ließ. Es gab viele dieser geheimen Gänge, weshalb sie existierten wußte so recht niemand. Es gibt Sagen, in denen berichtet wird, daß sie vor Jahrtausenden zum Schutze vor gefährlichen Wesen angelegt worden, die alles was sich ihnen in den Weg stellte vernichtet ausnahmslos, auch Kinder u. Frauen. Und diese Gänge dienten zum Schutz der Kinder und Frauen, während die Männer tapfer den Kampf aufnahmen, auch wenn er aussichtslos war. Wie gesagt, es sind nur Sagen. An die Lu nicht recht glaubt, schließlich war er jetzt über 300 Jahre alt, und hatte nie einen Krieg miterlebt in Qooks, und auch seine Eltern hatten nie von einem gesprochen, andererseits hatte er auch nie einen Geheimgang gesehen. Und da wo er runterrollte, war definitiv ein Geheimgang. Langsam fing die ganze Sache an sehr mulmig zu werden.
Gestoppt wurde das Rollen durch einen Baum, welches am unteren Ende des Weges lag. Zum Glück war der Baum da, denn hinter dem Baum war ein See. Bei dem Gedanken, daß er vielleicht hätte ins Wasser fallen können, wurde ihm bleich. Da Kobolde, ganz besonders er sehr wasserscheu waren. So tat ihm auch der Aufsturz nur kurz weh.
Doch wo war er, diese Ecke kannte er nicht. Wie kam dieses Loch dahin. Vielleicht war es eine dieser vielen Geheimgänge, die es in diesem Wald gab, von denen er bisher aber nur vom Hörensagen wußte.
Aber wo war Sieben Wind? Es wurde immer dunkler und Sieben Wind müßte sich doch fürchten im dunkeln, dachte er sich. Daher war jetzt Eile geboten. Nach seinen Namen rufend suchte Lu nach Sieben Wind.
Sieben Wind, der auch in dieses Loch fiel, im Gegensatz zu Lu aber absichtlich, weil er einen Schrei von da unten vernahm, traute seinen Augen nicht. Nicht weit von dem Baum wo Lu aufprallte, aber noch weit genug, daß man Lus Schreie nicht hörte, lag ein junger Drachen. Anscheinend verletzt, dachte sich Sieben Wind, und ging näher auf den Drachen zu. Als er nah genug war erkannte er, daß der Drachen bewußtlos dalag. Schnell ging er an das Ufer des Sees, und füllte seine Hände mit Wasser. Ganz sorgsam ließ er das Wasser aufs Gesicht des Drachen tropfen, welcher durch die frische wieder zu sich kam.
„Ist mir schwindelig.“, sagte der Drachen noch ganz benommen.
„Wo bin ich hier? Und wer bist du.“, fragte der Drachen und zuckte leicht irritiert und ängstlich zusammen. „Du brauchst keine Angst haben. Ich habe dich hier bewußtlos gefunden. Du bist in ein Loch gefallen und ich hab deinen Schrei gehört und bin dir gefolgt. Ich bin Sieben Wind.“
„Ich kann mich noch ganz schwach erinnern, das da ein Baum war gegen welches ich prallte, und das ich mich noch bis zu dieser Höhle bewegte, danach muß ich wohl ohnmächtig geworden sein. Ich bin Canawvr, aber du kannst mich Can nennen, wie meine Freunde.“
„Bist du verletzt?“
„Ja, ich glaube ich habe mir meinen Flügel gebrochen.“, antwortete der Drachen.
„Was machst du denn hier? Ich habe hier noch nie einen Drachen gesehen.“
„Das weiß ich auch nicht. Ich kann mich an gar nichts mehr erinnern.“
„Ich nehme dich mit zu Tante Lucy und Onkel Lu die werden wissen was zu tun ist.“
Can stütze sich auf Sieben Wind und sie machten sich auf dem Weg. Zum Glück war es noch ein junger und somit sehr kleiner Drachen, dachte sich Sieben Wind. Vielleicht würde er ja jetzt endlich mal einen richtigen Freund haben. Klar konnte er sich Lucy, Lu oder Isak anvertrauen. Es war aber halt was anderes, sie waren erwachsen und machten sich seiner Meinung nach unnötig zu viele Sorgen.
Die Sorge, daß sich Sieben Wind im dunkeln fürchten oder verlaufen könnte, beunruhigte Lu. Die Sonne war inzwischen schon fast von der Bildfläche verschwunden. Man konnte nur noch einen roten Schleier am Himmel sehen. Unter normalen Umständen war es ein herrliches Schauspiel welches dort sich fast jeden Abend zu dieser Jahreszeit ereignete. Wie gesagt unter normalen Umständen. Aber jetzt hatte Lu keine Zeit dieses Schauspiel zu genießen.
Wo steckte nur Lu, daß war seine einzige Sorge. Während er Lu suchte, schrie er seinen Namen in den dunklen Wald, aber seine Stimme fand keine Antwort.
Kein Antwort, doch war da nicht was, dachte Lu. Er schrie noch mal: „Sieben Wind, Sieben Wind wo bist du.“
„Hier Onkel Lu.“
Diesmal war er sich sicher dies war Sieben Winds Stimme. Ein Stoß der Erleichterung drang durch seinen Körper.
„Bleibe wo du bist Sieben Wind. Ich komme dich holen.“
So folgte der alte Kobold dem Ruf des Kindes, und traf Sieben Wind kurze Zeit später an. Doch er war nicht allein.
An ihm stützte sich ein....ein, nein das kann nicht sein, dachte Lu.
An Sieben Wind gestützt war ein Drache. Er schien verletzt zu sein.
Ein Drache in dieser Region, das hatte er sein Lebtag nicht gesehen.
Erst dieser Geheimgang dann dieser Drache.
Schreckliche Gedanken durchstoßten Lus Körper. Was wenn die Sagen und Mythen wahr waren. Was wenn die Drachen wieder auf Feldzug waren.
Bei dem Gedanken wurde ihm ganz mulmig, und er mußte erstmal den Gedanken runterschlucken, bevor er sich um Sieben Winds Verfassung kümmern konnte.
„Ach Sieben Wind wie freue ich mich dich zu sehen. Ist dir irgend etwas passiert. Was hast du dir denn dabei gedacht. Und wer ist das neben dir?“, fragte Lu ganz aufgeregt und nahm dabei Sieben Wind in den Arm. Dem es offensichtlich etwas peinlich war vor seinem neuen Freund, sich von Lu umarmen zu lassen. Aber er war erleichtert, daß sein Onkel da war.
Er hätte den Weg auch alleine zurückgefunden. Er wußte zwar nicht warum er sich dessen so sicher war, aber dem war so. Er hatte keine Angst, jedenfalls dachte er das bis jetzt.
„Hallo Onkel Lu. Das ist Canawvr . Aber alle nennen ihn Can. Deswegen bin ich ins Loch gesprungen, weil ich ihn schreien hörte. Und er ist ein echter Drachen. Kann er bei uns bleiben?“
Die Fragen und Sätze schossen ihm geradezu aus dem Kopf, das er gar nicht wußte, was er als erstes sagen wollte.
„Aha, ein echter Drache also. Wir werden erstmal nach Hause gehen und seine Wunden behandeln. Dann sehen wir weiter.“, antwortete Lu, wobei ihm bei dem Wort Drachen der Puls auf 250 stieg. Dann wandte er sich an den Drachen und sagte: „Can sei mir gegrüßt, und lehne dich an mich. Ich bringe dich in Sicherheit.“, dabei war Lu nicht sicher ob die Sicherheit Cans auch ihre Sicherheit war oder eher sie in Gefahr brachte.
„Danke Herr Lu.“, antwortete Can.
„Nenn mich einfach nur Lu.“, sagte Lu auf nette und ernstgemeinte Art zu Can.
„Werde ich tun, Herr Lu, danke.“
Er konnte es sich selber nicht erklären, warum er dem jungen Drachen das du anbot. Schließlich handelte es sich hier um einen echten Drachen, und das könnte bös enden, wenn die Sagen stimmten, dieser Gedanke ließ ihn erschaudern. Jedoch wenn Sieben Wind diesen Drachen mochte, wie konnte Lu ihn dann nicht mögen. Ausreden wie Sieben Wind wäre zu jung um objektiv urteilen zu können hätte er bei anderen Kindern gelten lassen, aber nicht bei Sieben Wind. Für sein Alter hatte Sieben Wind einen erstaunlich scharfen Verstand und einen sehr gut Ausgeprägten Sinn. Dies erinnerte Lu daran, daß er vor gar nicht allzu langer Zeit Sieben Wind sein Leben verdankte. Sie waren beide im Wald und Lu erklärte Sieben Wind den Sinn des Waldes. Das Zusammenleben zwischen den einzelnem Pflanzen und Bäumen. Sieben Wind wollte alles wissen, alles noch so unwichtige. Für sein Alter war er erstaunlich aufnahmefähig. Er verstand nicht nur, er konnte auch Zusammenhänge erkennen und Verknüpfungen bilden. Dies erstaunte Lu immer wieder.
Dann standen beide vor einem Busch, welches wunderschöne Beeren an seinen Ästen hatte. Der Busch ähnelte den anderen Beerenbüschen, die Lu sehr gut kannte, so daß er von den Beeren essen wollte, doch Sieben Wund riet ihm davon ab. Auf die Frage, warum, gab ihm Sieben Wind keine Antwort, nur daß er ihm bitte glauben solle, weil er so ein Gefühl hätte. Auch wenn Lu ein bißchen unwohl war, willigte er ein, da er eigentlich den Wald sehr gut kannte. Und er hatte schon viele Beeren gegessen. Aber er wollte nicht Sieben Wind verärgern oder zum weinen bringen, da dieser es sehr ernst meinte. Dafür hatte er Sieben Wind zu gerne.
Und wie recht Sieben Wind haben sollte, sollte Lu kurze Zeit später sehen. In gar nicht allzu weiter Entfernung von dem Beerenbusch lag ein kleines Eichhörnchen ähnliches Wesen. Aus dessen Mund kam weißer Schaum, und in seinem Händen umklammerte es einige dieser Beeren.
Es konnte sich nicht mehr bewegen, und schien sich sehr zu quälen. Lu erkannte sofort, daß die Beeren der Grund waren. Also hatte Sieben Wind recht, dachte sich Lu. Die Beeren waren vergiftet, aber woher wußte er das?
Sieben Wind fragte ihn: „Wird das arme Hörnchen sterben, Onkel Lu?“, dabei gruben sich Tränen in sein noch so junges und unschuldiges Gesicht.
„Ja, Lu es wird ins Hörnchenhimmel kommen. Dort wird es ihm gut gehen. Hier quält es sich. Ich werde ihm die Qualen nehmen.“, antwortet Lu, und sprach einen Zauberspruch, welches dem armen Eichhörnchen die Qualen nahm, und es sanft sterben ließ. In diesem Moment war er froh, daß er Zauberkräfte besaß die noch dies vermochten, aber lieber wäre es ihm gewesen, wenn er soviel Zauberkraft gehabt hätte, daß er daß Eichhörnchen hätte entgiften können. Leider war dem nicht so.
Lu und Sieben Wind begruben noch das Eichhörnchen und schwiegen. Als sie fertig waren, sprach Lu noch ein paar Worte des Abschieds vor dem Grab und Worte die nach dem Glauben der Kobolde den Toten das Tor zum nächsten Leben öffne sollten.
Sieben Wind hatte Lu ganz fest umklammert und war immer noch am weinen. Lu führte dies darauf zurück, daß er noch so jung war, und noch nie einen Toten gesehen hatte.
Kurz bevor sie den Heimweg antraten sprach Sieben Wind einen Satz den Lu dem Schockzustand des Jungen zuordnete und somit diesem kaum Beachtung schenkte. „Warum tut er das? Onkel Lu, warum tut er das?“
Aber jetzt wo er sich wieder in so einer merkwürdigen Situation befand, und Lu sich wieder an diese Worte erinnerte, war er sich über deren Bedeutungslosigkeit nicht mehr sicher.
Aber Sieben Wind wollte er darauf nicht ansprechen. Er wollte ihn nicht unnötig verunsichern. Nur die Götter wüßten, was für ein Schicksal sie für Sieben Wind bereithielten.
Irgendwann dessen war er sich sicher, würden sie mit Sieben Winds Herkunft konfrontiert werden. Aber jetzt noch nicht, und das war gut so. Und wenn es nach Lu ging könnte es noch eine Weile andauern.
Lu wischte seine letzten Bedenken vorerst gegenüber dem Drachen weg, und in dem er Sieben Winds Hand mit seiner Linken Hand und den Drachen mit der rechten Hand hielt begaben sich alle drei auf den Heimweg. Und für einen kurzen Augenblick schien es, als hätten alle drei den Gleichen Gedanken. Was für ein schöner Sonnenuntergang.




III


Nach tagelangem Wandern erreichte Isak den Wald der Seelenlosen. Nicht mehr weit und er würde den geheimen Ort erreichen. An dem sich schon seit Jahrhunderten die Druiden alljährlich trafen. Die Wanderung dorthin gehörte mit zum Ritual. Es war den Druiden verboten, irgendwelche Hilfsmittel, wie Flugboten, oder selbst gebastelte Erfindungen zu benutzen, um dort schneller und bequemer anzukommen.
Wer dies tat, konnte mit Ausstoßung rechen. Das Wandern, war eine Art waschen der Seele. Durch diesen langen Marsch und der Einkehr ins Ich, sollte dem Druiden die Reinheit gegeben werden.
Denn nur wer im Geiste rein war, durfte diesen heiligen Ort betreten.
Eine Sage besagt, daß wer nicht rein wäre, und diesen Ort betreten würde, seine Seele verlieren würde. Und die Seele würde dann zwischen dieser Welt und jener Welt, die die Druiden nach dem Leben betreten, ziellos umher schwirren.
Wenn es etwas gab was Druiden ernst nahmen dann ihre Rituale.
Isaks Gedanken waren schon bei seinen Druidenfreunden. Bald würde er sie wieder sehen, sehr bald.
Und sie könnten diskutieren, meditieren, Wissen austauschen und Wttkämpfe bestreiten um den Meister der Druiden zu krönen.
Nur ein Gedanke ängstigte ihn seit 6 Jahren, das ein Druide die Eltern oder Verwandten von Sieben Wind gefunden haben könnte.
Klar auf der einen Seite wollte Isak nur das beste für Sieben Wind, aber auf der anderen Seite hatte er ihn schon so lieb gewonnen, daß der Gedanke ihn zu verlieren ihn sehr schmerzte.
Manchmal gab es Augenblicke, wo er bereute seinen Druidenfreunden über Sieben Wind erzählt zu haben, aber dann kurz darauf besann er sich, und wußte daß es das richtige war. Denn wenn seine Eltern noch leben dann gehört er zu ihnen, und das mußte er akzeptieren.
So tief in Gedanken, hatte er auch schon den Wald der Seelenlosen hinter sich gelassen und war am Fuße des Berges Menao angelangt. Dort auf halber Höhe zum Gipfel lag ihr geheimer Ort.
Es war nicht irgendein gewöhnlicher Berg. Allein die Landschaft um Menao herum konnte man als Paradies bezeichnen. Ein Fluß verlieh dem Berg majestätisches Ansehen. Der hellblaue Himmel und die sehr bunt gewürfelte Flora und Fauna, wie grüne Wiesen, immergrüne Laubbäume, herrliche Weizenfelder, Seen voller Rosen, friedliche Häschen die neben Menoaäffchen herumtrollten ließen ein Gefühl der Besonnenheit, des Friedens und der inneren Ausgeglichenheit vermitteln. Hier mußte man sich einfach wohl fühlen.
Hier gab es genug Herausforderungen für die Wettbewerbe der Druiden.
Von hier unten waren es höchstens noch zwanzig Minuten Fußmarsch bis zum geheimem Treffpunkt.
Von außen konnte man nichts ungewöhnliches am Berg feststellen, doch als Druide wußte man, wie weit man klettern mußte um an einen Geheimgang zu gelangen. So auch Isak, der nach kurzer Wanderung auf halber Berghöhe angelangt war. Die Wege die den Berg umkreisten waren im Gegensatz zu den meisten anderen Wegen sehr groß und bequem, so daß es keine Mühe war diesen Berg zu besteigen.
Nach einem prüfenden Blick, das ihn keiner beobachtete richtete er seinen Blick auf einen bestimmten Punkt und blieb stehen. Berührte mit seiner rechten Hand den Berg, und kniete sich daraufhin nieder, wie zum Gebet und sprach:
„ Ihr Ahnen gewandert bin ich, gereinigt hab ich, voller Ehrfurcht und Respekt ich euch gegenüber bin, so bitte ich euch, gewährt mir Einlaß, denn Druide meine Bestimmung ist.“
Nach seinen Worten stand es erschien ein Spalt im Felsen, der eindeutig ein Geheimgang war.
Zügig bewegte sich Isak durch den Geheimgang.
Nun war er fast da. Er mußte nur noch durch den Geheimgang gehen, der ins tiefe Innere des Berges führte, wo sie ihren Treffpunkt hatten.
Nach 150 Metern endete der Geheimgang im Höhleninneren.
Es war ein großer hohler Raum, nicht gerade hell, aber heller, als man es von anderen Höhlen gewohnt war.
Das lag daran, daß die Decke und Wände aus weiß reflektierenden kristallen bestand, daher wurde dieser Raum, unter den Druiden auch der Thronsaal genannt, weil er sehr pompös wirkte.
Rund um den großen Raum, waren viele kleine Gänge, die den Eingang zu weiteren kleinen Höhlen bildeten.
In diesen Höhlen übernachteten die Druiden.
In der Mitte des Thronsaals bildeten 12 Steine einen Kreis, deren Durchmesser ca. 20 Meter maß.
Die Steine dienten als Sitzplatz für die 12 Druiden.
Und in der Mitte dieses Kreises war ein großes Symbol gestanzt.
Eine Sichel bildete einen goldenen Halbkreis unterhalb des weißen Taube. Und auf dem Kopf trug die weiße Taube einen Rosenkranz.
Das Symbol der Druiden.
Isak begrüßte alle Anwesenden, und man tauschte erste Gedanken aus.
Isak war mal wieder der Letzte der ankam, das brachte ihn jedesmal, den einen oder anderen Scherz auf seine Kosten ein.
Wie z.B, ob er zu spät war, weil die Mami noch das Baby ins Bett bringen müßte, oder ob ihm auf halben Wege eingefallen sei, daß er das Fläschen fürs Kind nicht gefüllt habe.
Doch dies machte Isak nichts, da er wußte, das dies nicht böse gemeint war.
Außerdem muß auch erwähnt werden, daß seit den letzten 20 Jahren Isak immer als Gewinner aus dem Wettbewerb hervorging.
Dies brachte ihm sehr viel Respekt unter seinen Druidenfreunden.
Als sie dann auf Sieben Wind zu sprechen kamen, war Isak froh, daß keiner etwas neues in Erfahrung gebracht hatte.
Es war schon reichlich spät, und gewöhnlich gingen sie am ersten Tag alle frühzeitig schlafen, um voller Energie für den Nächsten zu sein.
Doch an diesem Abend bat Mazinkus, der älteste und weiseste Druide von ihnen um eine Sondersitzung.
Dies beunrugigte die anderen Druiden. Eine Sondersitzung gab es schon ewig nicht mehr, auch nicht als Isak Sieben Wind aufnahm und den Druiden davon berichtete. Selbst da wurde keine Sondersitzung einberufen. Und schon gar nicht von Mazinkus. Er war der besonnenste von allen. Bevor er die anderen Druiden verunsicherte, mußte es schon sehr ernst sein.
So nahmen alle ihre Plätze ein, und Mazinkus trat in ihre Mitte um sein Anliegen kund zu tun.
„Meine Freunde, alljährlich treffen wir uns hier, um unsere Gedanken auszutauschen. Um unsere Freundschaften zu festigen, um einfach mal spaß zu haben. Aber heute muß ich diese Sondersitzung einberufen, weil mich große Sorgen plagen.
Vor gar nicht allzu langer Zeit begegnete ich im Wald wo ich immer meine Kräuter sammele einem schwer verletzten Wesen, welches ich nicht identifizieren konnte. In ganz Qook ist mir noch nie so ein Wesen begegnet.
Es sah aus wie eine Mischung zwischen(). Nicht weit davon fand ich sein Raumschiff, und mir wurde sofort klar, das dieses Wesen hier in Qooks notlandete.
Da ich es für meine Pflicht als Druide hielt für diesen Verletzten zu sorgen, nahm ich diesen mit zu mir.
Ich versuchte jedmögliches Heilmittel, doch alle schlugen fehl.
Ich versuchte mit diesem Wesen zu sprechen, doch es antwortet nicht, es sprach unmißverständliche Worte. Ich führte dies auf sein Fieber zurück.
Doch dann eines Abends sagte er: „Er wird uns alle holen.“
Ich erschrak. Was konnte er damit meinen. Auf meine Fragen schien es, als wäre er gelähmt zu sprechen.
Doch die ganze Nacht, sprach er im Fieberwahn diese Worte. Nichts anderes als diese Worte und da wußte ich, dies war kein Fieberwahn, dies war irgendetwas vertrautes. Ich wußte nur nicht es ein zu ordnen.
Die ganze Nacht grübelte ich, woher mir das bekannt vor kam.
Und dann wie ein Blitz, viel mir die Sage ein. Die Sage von den Drachen, die damals versucht haben, alles Leben zu zerstören.
Auch damals kam ein fremdes Wesen, und sprach die gleichen Worte ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Es hieß, daß das Wesen einem Bann unterlag, und nicht mehr Herr seiner Sinne war. Nur durch direkte Fragen und einem speziellen Rezept könnte man diese Trance soweit aufheben, das man zwei Fragen stellen könnte.
So bereitete ich eilig die Rezeptur vor, da wenn dies der Wahrheit entspräche, er bald sterben würde.
Ich hoffte, das die Rezeptur stimmte, schließlich wurde es nie erwiesen, das das alles tatsächlich passierte.
Nun denn, nach dem ich die Suppe fertig hatte gab ich sie dem Wesen zu trinken.
Und fragte ihn, ob es die Drachen seien, die wieder im Lande seien.
Doch er lächelte kurz unter schmerzen und antwortete: „Drachen, du Narr, was für Drachen!“
Daraufhin erzählte ich ihm die Geschichte, und es erweckte sich in mir die Angst, das es etwas viel gefährlicheres sein könnte, und fragt ihn, ob es denn die gleiche Gefahr wie damals war.
Was er antwortete versetzte mir einen eiskalten Schauer, er sagte: „Ja, es ist wieder zurück. Nur noch stärker. Wir sind alle verloren. Ich werde sterben. Eine bitte habe ich verbrenne meinen Körper. Mein Schiff, mein Schiff dort findet....“, daraufhin starb er.
Ich überlegte was er mit seinem letzten Satz meinte, und beschloß nachdem ich ihn wie von ihm gewünscht verbrannte, mich auf dem Weg zum Schiff zu machen.
Ich suchte die ganze Nacht nach Hinweisen die mir weiter helfen könnten, doch fand nichts. Schließlich schlief ich auf dem Pilotensessel des Schiffes ein.
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, muß ich unbeabsichtigt an einen Schalter gekommen sein, und es öffnete sich ein Bildschirm.
Was sich mir da offenbarte war das schrecklichste was ich je sah.
Es war eine Aufzeichnung seines Planeten, oder das was davon übrig war.
Es schien keine Sonne, alles war bedeckt durch schwarzen Staub, und alle Bäume schienen verbrannt.
Ich weiß nicht was das war, was ich da sah. Doch wie es scheint, sind die Sagen wahr.
Ich fand in einem sehr sehr alten Buch, welches die Aufzeichnungen von meinen Ur-Ur-Ur-Großvater beinhaltete eine Seite die halb ausgerissen war. Ich konnte nur soviel lesen, daß es mal eine Zerstörung gab, die von einem Mysterium ausging. Es soll vor Tausenden von Jahren alles Gute zerstört haben. Aber wie sie entstand oder verschwand konnte ich nicht herausfinden, da die Seiten rausgerissen waren.
Bevor ich irgend jemanden einweihen wollte. Oder Rat von jemanden holen wollte, wollte ich dies mit euch bereden, ob euch irgend etwas zu Ohren gekommen ist.“
Die Druiden schauten sich schweigend und nachdenklich an, und verneinten. Keiner hatte von so etwas gehört.
Das was sie hörten bestürzte sie sehr. Was sollten sie dagegen tun?
„Wir müssen in der nächsten Zeit sehr sorgsam sein, und jeden noch so kleinen Vorfall genauestens beobachten und untersuchen, um sicher zu gehen, ob die Sagen stimmen...“
„Stimmen die Sagen wohl tun!“, wurde Mazinkus unterbrochen.
Die Druiden schauten erschreckt in alle Richtungen, woher kam diese Stimme und von wem war sie.
Aus der Ecke trat ein Wesen hervor. Es war klein bege/grau, hatte einen kleinen silbernen Bart und einen spitzen vom Kinn runterragen und hatte einen aufrechten Gang. Hielt in der linken Hand einen Wanderstock. Seine Ohren waren spitz und verliehen ihm etwas Unantastbares. Die großen Augen wirkten etwas schwerfällig. Und der etwas dicke Körper ließ einen gesunden Appetit vermuten. Es war ein Bongolide.
Doch wie kam er hier her?
„Wer bist du?, fragte ihn Mazinkus.
„Ich bin Genosus“
Es war der Prophet der Bongoliden. Niemand hatte ihn je gesehen.
Es gab nur die wildesten Gerüchte, die besagten, daß er wohl das älteste Lebewesen in Qooks, oder gar im Universum sei, oder das er der Retter der Bongoliden sei. Aber wenn jemand was wüßte, dann vielleicht er, dachte sich Isak und nutzte die Gelegenheit ihn zu fragen, was er denn über das Mysterium wisse.
„Existieren er tat. Wahrlich. Doch zuerst setzen ich mich muß. Schwer meine Beine sind, und hungrig der Magen.“
Die Druiden fühlten sich durch diese Antwort auf die Schippe genommen. Schließlich waren sie voller Neugier. Wollten ihre Ängste beruhigen, und der Bongolide dachte daran, etwas zu essen. Wie konnte man in so einer Situation so ruhig sein.
„Aber was ist denn jetzt mit dem Mysterium“, fragte Arookia, ein anderer Druide.
„Zeit nach dem Essen genug ist. Den Magen sättigen, ich jetzt tun möcht.“
„Recht hat er. Wie unhöflich von uns. Setzten sie sich auf meinem Platz. Wir alle haben noch nicht gegessen. Und auf gesättigtem Magen läßt sich besser nachdenken.“, antwortete Mazinkus.
„Gut. Danach wir werden reden.“, gab Genosus zurück.
Daraufhin saßen sie alle in der Runde und aßen.
Nach dem Essen richteten alle Druiden erwartungsvoll ihren Blick auf Genosus um ihn reden zu hören. Genosus atmete tief ein, und hob den Kopf nach vorn, und begann zu sprechen: „2000 Jahre es nun ist. Tot dachte er wäre. Doch täuschen ich mich mag. Wenns wirklich das Mysterium unermeßlich stark er jetzt sein wird. Und alles er wird sich nehmen. Hindern, wir wohl schwer ihn können. Sorgen, große Sorgen ich mir mach“, seine Stirnfalten bewegten sich zu seinem tiefen Atem.
„ Wer ist genau dieses Mysterium. Wie kommt er zu dieser Macht, und wie kann er seit über 2000 Jahren noch am leben sein?“, fragte Michelikus. Einer der jüngsten Druiden.
„Alter“, lächelte ganz leicht Genosus, und richtete seinen Blick auf Michelikus „Alter ist nur eine Zahl. Seht mich 3000 Jahre nun ich bin. Und ein Ende ich nicht seh.
Viel Älter als ich er sein mag. Genau dies keiner weiß. Nur er stärker wird, mit jedem Jahr. Der Haß er ist"
-FORTSETZNG FOLGT-
van Helsig





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Alex
Wird mal Schriftsteller
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Irgendwie hatte ich bei dem Titel etwas zynisches erwartet.

'Denn der Mensch wartet im Orbit', oder so.

Aber dein Text gefällt mir auch ganz gut!

Alex
__________________
Das Herz ist eine Festung! Uneinnehmbar

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vanHelsig
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Laß dich überraschen, Alex!

Hallo Alex,

danke für deine ehrliche Anzwort.
Das war erst der Anfang der Geschichte. Es wird noch viele Überraschungen geben, die ich noch nicht an dieser Stelle verraten möchte.
Ich wollte erstmal sehen, wie der Text bei euch ankommt.
Also würd mich freuen wieder mal was von dir zu hören
Gruß
vanHelsig

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flammarion
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lieber van helsing!

habe die geschichte mit großem interesse gelesen. wo bleibt die versprochene fortsetzung? und was genau meinst du mit "gemeinsam schreiben"? lieben gruß
__________________
Old Icke

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vanHelsig
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hallo flammarion!

Erstmal vielen Dank das dir meine Geschichte gefällt.
Sie wird auf alle fälle fortgesetzt.
Leider bin ich zeitlich gerade etwas eng, um die Geschichte druckreif fortzusetzen.
Das mit dem gemeinsam schreiben, ist im weiteren Sinne zu verstehen. Damit meine ich das ich sehr gerne Kritik, Anregungen oder Gedanken von euch bezüglich dieser Geschichte entgegen nehmen würde.
Gruß

vanHelsig

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flammarion
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also

wie jetzt? es is bald weihnachten und du hast die fortsetzung noch nich geschickt! gleich werd ick saua.
nein, ehrlich, deine geschichte ist so fantasievoll und spannend, sie muß weitergehen! ganz lieb grüßt
__________________
Old Icke

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