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Leselupe.de > Gereimtes
Quälen
Eingestellt am 24. 06. 2007 13:37


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Walther
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Quälen


Willst Du Dich lang durchs Leben quälen,
Mußt Du Deinen Körper stählen.
Auch musst Du viel Gewichte wuchten,
Um die Muskeln auszubuchten.

Anstatt vorm Fernsehn mitzutalken,
Mußt Du Kilometer walken,
Die Stöcke dabei fleißig schwingen
Und den Schweinehund bezwingen.

Damit sich festigen die Wadeln
Heißt es weit und schnell zu radeln
Durch das Gelände, Berg und Täler.
Dann wird’s Bäuchlein auch gleich schmäler.

Durch das Joggen und das Rennen,
Man wird Dich nicht mehr erkennen,
Ist mancher schlank und rank geworden,
Wo Fettpolster überborden.

Beendet ist das Bierchen trinken
Und im Kaloriensumpf versinken.
Auch des Burgers Klops Transfette
Weichen Schlankdrinks mit Limette.

Die Antwort liegt in der Askese,
Nicht im Magnum von Langnese:
Ein langes Leben, das heißt hungern,
Vorm PC nicht rumzulungern,

Ein langes Leben ist sich quälen
Und den Körperbau zu stählen.
Und wenn die Muskeln elend schmerzen,
Weißt Du doch, es nutzt dem Herzen.

Ein langes Leben ohne Spaß,
Fragt sich der Dichter, was soll das,
Und läßts bei dem Versuch bewenden,
Das Lotterleben zu beenden.


__________________
Walther
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petrasmiles
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Volltreffer :-)

Lieber Walther,

jedem das Seine, kann ich da nur sagen.
Es gibt ja Menschen, denen tut das gut, die brauchen das. Und hinter dem Quälberg soll ja bekanntlich das Endorphin-Tal dräuen. Ich sage mir, ich muss nicht überall gewesen sein, und lasse beide Orte links liegen.
Problematisch wird es ja nur, wenn man das, was einem selbst leicht fällt, zur Regel erheben will.
Ich habe noch nie einen Lebenslüstling predigen hören, im Genusse liegt das Heil allein! - vielleicht, weil sie den Mund öfter voll haben, mit dem man ja bekanntlich nicht spricht.
Alles ist doch irgendwie Politik.
Wohl bekomms!

Noch ein paar Stolpersteinchen:

quote:
Durch das Joggen und das Rennen,
Man wird Dich bald nicht mehr kennen
Ich würde vorschlagen: Er-kennen.



quote:
Ist Mancher schlank und rank geworden,
Wo Fettschwallen überborden

Hier würde die Melodie retten der Einschub einer Silbe, z.B. Wo Fettschwallen 'sonst' überborden.



Zum guten Schluß:

quote:
Ein langes Leben, das heißt hungern,
Nicht vorm PC rumzulungern

Hier würde ich vorschlagen, 'Nicht vorm PC 'herum' zulungern.

Ein feiner Leckerbissen,
meint
Petra

__________________
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Walther
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Hallo Petra!

quote:
Es gibt ja Menschen, denen tut das gut, die brauchen das. Und hinter dem Quälberg soll ja bekanntlich das Endorphin-Tal dräuen. Ich sage mir, ich muss nicht überall gewesen sein, und lasse beide Orte links liegen.
In der Tat.
quote:
Problematisch wird es ja nur, wenn man das, was einem selbst leicht fällt, zur Regel erheben will.
Ich habe noch nie einen Lebenslüstling predigen hören, im Genusse liegt das Heil allein! - vielleicht, weil sie den Mund öfter voll haben, mit dem man ja bekanntlich nicht spricht.
Das Schöne am Computern ist, daß man beim "Sprechen" essen kann, und keiner siehts!
quote:
Alles ist doch irgendwie Politik.
Genau, Politik.
quote:
Wohl bekomms!
Sag ich da auch immer. Es wird aber meistens teuer, wenn es Politikern (zu) wohl wird.

Zum Retten der Melodie: Das Metrum ist so gestaltet, daß der erste Vers immer mit einer unbetonten, der zweite aber mit einer betonten Silbe startet. Ausnahme: letzte (Kata-)Strophe. Daher sind die Stolpersteinchen richtig gesetzt. (Es sei denn, ich habe mich sonst irgendwo verzählt, was mir aber manchmal unterkommt.)

Allerdings ist ein Vers wirklich optimierbar, und den Vers habe ich geändert von
quote:
Nicht vorm PC rumzulungern
in
quote:
Vorm PC nicht rumzulungern
. Man könnte außerdem
quote:
Man wird Dich bald nicht mehr kennen
in
quote:
Man wird Dich nicht mehr erkennen
ändern. Das habe ich ebenfalls übernommen.

Danke für Tips, Vorschläge und Lob.

Sonnengruß W.


__________________
Walther
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petrasmiles
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... mea culpa und so ...

... ich bin ja gar nicht der große Aufspürer von Metrik-Knicken und kaum wage ich mich mal auf das dünne Eis, pardauz :-) Ich habe mich gemäß Deiner Anleitung ans Nachsingen gemacht, und siehe da ... der Text gefällt mir immer noch :-)
Liebe Grüße
Petra


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Walther
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Hallo Petra!

quote:
... ich bin ja gar nicht der große Aufspürer von Metrik-Knicken und kaum wage ich mich mal auf das dünne Eis, pardauz Ich habe mich gemäß Deiner Anleitung ans Nachsingen gemacht, und siehe da ... der Text gefällt mir immer noch
Singen ist OK und erlaubt. Ich hoffe, die Nachbarn ziehen jetzt nicht aus.

Soweit mußt Du's also mit meinen unerheblichen Dichtversuchen nicht kommen lassen. Dichte äh dicke Luft will ich nicht produzieren. Laßt Dicke um mich sein, sagte zwar weiland Caesar, aber nur bis zu den Iden des März. Und die haben wir für dies Jahr schon hinter uns gelassen.

Gelassen grüßt

der W.

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Walther
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Walther
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Hallo Marie-Louise,

danke für die Tips. Habe "mancher" kleingeschrieben, war in der Tat falsch.

Leider kann ich das Thema

quote:
Wo Fettschwallen überborden.
nicht in
quote:
Wo Rettungsringe überborden.
ändern, weil das Wort eine Silbe zuviel hat. In den Strophen - mit Ausnahme der kursiv gesetzten letzten - ist immer der erste und dritte Vers mit unbetontem und der zweite und vierte mit unbetontem Auftakt. Daher bleiben nur Fettschwallen als Wort übrig.

In der letzten Strophe habe ich die unbetonte Silbe im ersten Reimpaar "verloren". Das ist aber auch so geplant.

So muß ich leider mit dem "falsch" unbetonten "Fett" in den Fettschwallen leben. Es sei denn, irgendjemand hilft mir - ohne Veränderung der Aussage - "auf die Sprünge".

Alles Gute und Grüße

W.
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Liebe Marie-Louise,

die Strophen des Gedichts haben die Form 9-8-9-8 Silben, dabei ist die erste Silbe unbetont. Die von Dir kritisierte Zeile ist ein 8 silbiger Vers. Daher kann er nicht in der gewünschten Form geändert werden. Ich habe habe jedoch einen Vorschlag, der bereits eingebaut ist. Vielleicht löst das Dein Problem auf: Fettpolster.

Danke für Deine Unterstützung, denn ohne Dein Nachfassen wäre ich kaum drauf gekommen.

Lieber Gruß W.
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Walther
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