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Leselupe.de > Kindergeschichten
Quasselstrippen
Eingestellt am 17. 04. 2002 19:47


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Katjuscha
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Meerschweinchen und andere Quasselstrippen

Wusstet ihr eigentlich schon, dass Meerschweinchen und Zwergkaninchen sprechen können? Ganz ehrlich – das ist kein Scherz! Sie sprechen nur eine andere Sprache als wir, die man aber lernen kann. Man kann sich ja nicht nur durch Laute ausdrücken (sprechen, weinen, lachen), sondern auch durch Körpersprache (lächeln, Stirnfalten ziehen, mit den Händen fuchteln). Bei den Tieren gibt es sogar noch mehr Möglichkeiten, sich zu äußern. Schmetterlinge senden zum Beispiel Duftstoffe aus, um einen Partner anzulocken. Na, und das Stinktier kennt doch jeder. Glühwürmchen „unterhalten“ sich mit Lichtsignalen, ob sie aber das Morsealphabet kennen, darf bezweifelt werden. Aber kommen wir zurück zu den Meerschweinchen und Zwergkaninchen, die bestimmt jeder kennt und vielleicht sogar selbst einen kleinen wuscheligen Freund zu Hause hat. Wenn man die Tiere genau beobachtet, kann man feststellen, dass sie in bestimmten Situationen ähnliche Bewegungen machen oder bestimmte Laute von sich geben. Das Meerschweinchen zum Beispiel kann eine ziemliche Quasselstrippe sein. Wenn ihr es zum Beispiel streichelt, wird es ganz leise quieken und glucksen. Das bedeutet dann so viel wie: „Ach ist das schön! Ich fühle mich sauwohl!“ So ähnlich „spricht“ es auch mit seinen Artgenossen. Wird das Quieken aber laut und durchdringend, kann das entweder bedeuten: „Aua – das tut mir weh!“, wenn ihr es zu hart anfasst oder es krank ist. Es kann aber auch heißen: „Hallo du – ich habe tierischen Hunger!“. Das wird es bestimmt sagen, wenn ihr nach einem langen Schul- oder Kindergartentag nach Hause kommt. Manchmal klappert das Meerschweinchen auch mit seinen Zähnen. Meist passiert das im Streit mit Artgenossen und sie wollen damit sagen: „Ey du – ich bin jetzt sauer! Leg Dich bloß nicht mit mir an!“ Wenn unsere kleinen kuscheligen Freunde ein unbekanntes Geräusch hören, blubbern sie ganz leise vor sich hin. Sie blubbern aber auch, wenn zum Beispiel ein Männchen einem Weibchen einen Hochzeitsantrag macht. Blubbern heißt hier also: „Willst Du meine Braut werden?“
Zwergkaninchen sind dagegen recht stumme Gesellen. Nur wenn ihnen etwas gegen den Strich geht, können sie auch mal fauchen. Manchmal kommt es zu Mißverständnissen mit den Meerschweinchen, Zähneknirschen bedeutet bei den Langohren nämlich: „Mir geht es gut!“, wenn ihr es streichelt. Allerdings knirschen sie auch mit den Zähnen, wenn sie bei einer Krankheit Schmerzen haben. Das Zwergkaninchen äußert sich mit verschieden Körperhaltungen. Es kann zum Beispiel sagen: „Du – ich mag dich sehr!“, wenn es sein Köpfchen unter Deine Hand schiebt oder die Hand leckt. Dann solltest Du es sanft mit dem Finger streicheln, denn dann antwortest Du: „Ich dich auch!“ Du kannst es auch hinter den Ohren kraulen – dort wo besonders weiches Fell ist. Das mögen kleine Kaninchen am liebsten. Du kannst ihnen damit sagen: „Du brauchst keine Angst haben – ich werde dich immer beschützen.“ Es wirkt auf sie beruhigend. Ihr mögt es ja bestimmt auch, wenn euch jemand den Nacken krault. Stupst euer Hoppel kräftig Eure Hand weg, heißt das soviel wie: „Okay – ich habe genug Streicheleinheiten gehabt.“ Reibt das Kaninchen sein Kinn an Deiner Hand oder an Möbelstücken, bedeutet das: „Du gehörst zu mir!“ So markieren sie zum Beispiel auch Futter, das sie erst später essen möchten, weil sie noch keinen Hunger haben.
„Ich habe Angst!“ kann ein Zwergkaninchen auf verschiedene Weise sagen. Drückt es sich ganz flach auf den Boden und rührt sich nicht, hat es irgend etwas entdeckt oder gehört, was ihm Furcht einflößt. Wenn ihr ein noch nicht zahmes Kaninchen aus dem Käfig nehmt, kann es passieren, dass es plötzlich anfängt zu zappeln und büschelweise Haare verliert. Das ist noch eine Reaktion von ihren Vorfahren, den Wildkaninchen. Denn die konnten manchmal damit ihr Leben retten, wenn sie von einem Fuchs erwischt wurden - lieber ein paar Tage ne Glatze als das Leben verlieren. Hört der kleine Zimmergenosse ein lautes Geräusch, klopft er mit den Hinterläufen auf den Boden. Damit haben die Wildkaninchen Artgenossen vor möglichen Gefahren gewarnt. Macht das Kaninchen Männchen und stellt die Ohren nach vorn, dann sagt es: „Was war das? Habe ich irgend etwas verpasst?“ Es stellt sich aber auch auf, um Euch zu begrüßen oder um an leckeres Futter zu gelangen. Wenn der kleine Frechdachs sauer ist, dann duckt er seinen Kopf, legt die Ohren an und streckt sein Hinterteil empor. Dann solltet ihr Euren kleinen Freund nicht anfassen, denn das bedeutet: „Lass mich ja in Ruhe, sonst kann ich für nichts garantieren!“
Es gibt noch vieles mehr, wie sich große und kleine Tiere ausdrücken können. Manche Tiere entwickeln auch lustige Eigenarten, um zum Beispiel auf sich aufmerksam zu machen, wenn sie Hunger haben. Wenn ihr Eure Lieblinge artgerecht pflegt und füttert, ihnen ein sauberes Heim bietet und euch regelmäßig mit ihnen beschäftigt, dann können sie alle ganz schön redselig werden. Zwar können sie Euch keine aufregen-den Indianergeschichten erzählen und sich mit euch über das Fernsehprogramm unterhalten, aber dazu hat man ja schließlich auch Menschenfreunde.

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Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist wirklich ein Mensch. (Erich Kästner)

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flammarion
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hallo

katjuscha, da haste dich aber sehr eingehend mit den tierchen befaĂźt. liest sich gut. lg
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Old Icke

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Katjuscha
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Quatschende Minischweine etc.

Habe ja auch einen Minzoo bei mir zu Hause und die quatschen in einer Tour, sag ich dir! Ist kaum zum Aushalten (o:
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flammarion
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na,

da wünsche ich dir noch viel vergnügen. als meine kinder teenys waren, hatten wir mal gleichzeitig 4 hamster, 3 meerschweinchen, 1 nymphensittich, 2 molche, 25 weiße mäuse und 1 schäferhund. irgendwann waren es 100 mäuse, da hab ich sie rausgeworfen. die mäuse, nicht die kinder. lg
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Old Icke

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Katjuscha
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Riesenzoo

Meine Güte! Aber so einen Zoo hätte ich mir auch gewünscht als Kinde (o: Aber ich hatte keine Geschwister, an die ich das Käfigmachen abschieben konnte (o
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