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Leselupe.de > Gereimtes
Quod errat demonstrandum (gelöscht)
Eingestellt am 06. 11. 2005 22:01


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Walther
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Walther
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Ohrenschützer
???
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Tolle Sprachspielerei, wie aus einer kurzen Eingebung hingeworfen, luftig und gelungen. Da mutet es schon wieder wie ein bewusster Witz an, dass es eigentlich "Quod erat demonstrandum" heißen müsste ("errat" als ein Anklang an "errata"?).

Schöne Grüße,
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Der Ohrenschützer

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Walther
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Lb. Ohrenschützer!

(a) Du hast mich erwischt, war wirklich falsch. Ist auch schon, Deinen Gedanken folgend, "korrigiert".

(b) Es war, wie bei so vielen Gedichten, erst eine Eingebung, aus der eine Beschreibung unserer heutigen Lebensart wurde. Ähnlich, wie in "Essenz", Rubrik "Tagebuch" bereits versucht.

(c) Sprachspiele decken häufig Dinge auf, die man gerne dem Erkennen entziehen möchte. Semantik hat so ihre Stärken, man darf sie durch als Selbstzweck verstehen.

Liebe Grüße W.
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Walther
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MH
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hallo walther,

im gesamten ein recht gelungener text, finde ich.
einzig die dritte strophe erscheint mir aber mangelhaft, die sätze machen den eindruck, nur der reime wegen dazustehen. die aussagen dort zeigen irgendwie ins leere.
konkret:

"Wir stehen da, nichts ist verstanden,"
noch ok, interessanter einstieg.

"Und landen, wo wir alle landen."
wo ist das? in der allgemeinheit geht die aussage und der
bezug auf die erste zeile verloren.

"Wir sandeln, bis wir drin versanden,"
worin?

"Verschwinden, wo wir selbst verschwanden."
ebenfalls ein "wo?", je nach leseart ausserdem
entweder trivial oder widersprüchlich.

vielleicht habe ich die strophe zu streng betrachtet, aber
diese unstimmigkeiten an der stelle fielen mir besonders auf, weil der rest des textes eigentlich durchgängig schlüssig ist!

mfgMH


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Aberglaube bringt Unglück.

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Walther
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Moinmoin MH,

vielen Dank für Deinen Eintrag. Zuerst gebietet es der Respekt vor jeder qualifizierten Kritik, diese in Bescheidenheit anzunehmen.

Die dritte Strophe steckt voller Wortspiele. Im ersten Vers ist das Verb "Stehen", im zweiten das Verb "Landen" mit den Bedeutungen "(an)landen" und "landen" im Sinne von "hinkommen" bzw. "hingeworfen werden". Der dritte Vers spielt mit dem Verb "Sanden", wobei er einerseits die Spielart "sandeln" aufnimmt, die das kindliche Burgenbauen im Sandkasten und am Sandstrand paraphrasiert, und das "Versanden" im Sinne von "von Sand überdeckt" oder "zu Wüste werden / austrocknen", Flüsse "versanden", wenn das Wasser ausbleibt. Der vierte Vers wiederum greift das Verb "Verschwinden" auf, er rundet sozusagen die Tour D'Horizont der Eitel- und Vergeblichkeiten ab.

Man kann in der Tat diese Strophe für überflüssig halten und für eine Fingerübung und das Gedicht durch das Weglassen noch mehr verdichten. Man kann sie aber einfach als ein Stück "Sprachakrobatik" mit evtl. spannenden Einblicken in die Bedeutung von Wörtern akzeptieren und darüber schmunzeln. Und da ich ein Wortspieler bin, bin ich das Wagnis der Länge, für das ich hier möglicherweise zurecht kritisiert worden bin, eingegangen.

So ist das nun einmal mit dem Dichten und dem Wortspielen. Es löst Zustimmung und Widerspruch aus. Wobei ich ehrlich zugestehe, daß - neben dem Schreiben und Lesen selbst - genau das ja das eigentlich Interessante an der Dichtung und ihrer Veröffentlichung ist.

Ich habe die dritte Strophe in Klammern gesetzt, so daß nun quasi zwei Versionen des Gedichts vorhanden sind.

Lieben Gruß und herzlichen Dank

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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