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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Quom - eine Weihnachtsgeschichte
Eingestellt am 30. 09. 2012 11:57


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raineru
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QUOM SABERA




Es begab sich vor aller Zeit, dass man Quom ein zweites Mal um Hilfe anrief. Seit langem hatten die Nebel der Galaxien grundlegende VerÀnderungen vorausgesagt. VerÀnderungen in der Art, dass sich das gesamte Wesen der Sabera ins Gegenteil kehren sollte.
Die Sabera waren Seelenwesen, im unendlichen Raum des Universums in einer Art geistig konzentrierter Energieblase seit langem unterwegs, auf der Suche nach einem Planeten, auf dem sie eine neue Heimat finden könnten. Einen Planet, dessen OberflÀche hohe Temperaturen, kein Leben und möglichst viel atomare Strahlung aufzuweisen hatte. Nun beobachteten sie ein seltsames, einzigartiges PhÀnomen.

Ein Feuerball aus glĂŒhendem, flĂŒssigem Gestein bewegte sich langsam durch ein Sonnensystem. Zwei Monde umkreisten ihn. Einer davon war aus purem, klirrendem Eis und auf einer Innenspirale, auf Kollisionskurs mit der gewaltigen Feuermasse. Mit einem kleinen, sanften Schubs kam es zur Verbindung. Das Eis wurde zu Wasser. Zischend wehrte sich der brodelnde Feuerbrei gegen das neue, kalte Element, das ihn in eine wunderschöne, blaue Kugel verwandelte. Ganz langsam beruhigte sich das stĂ€ndige Auf- und Abtauchen der entstandenen Kontinente. Bolazul, wie ihn die Sabera nun nannten, war bei der Fusion in eine Umlaufbahn geraten, war ein Planet, der sich seit der Verschmelzung langsam drehte. Das war der Beginn von Maat, wie es die Pharaonen spĂ€ter nennen wĂŒrden, der kosmischen Ordnung. Bei etwas höheren Temperaturen und stĂ€rkerer Strahlung wĂ€re das, als neue Heimat der Quom, mehr als ideal.

Doch die Feststellung, dass sich dort plötzlich Leben entwickelte, löste Entsetzen aus. Im Eis waren Zellen konserviert gewesen, die sich nun zu teilen begannen und, entsprechend ihres Umfeldes, unendlich viele Lebensformen hervorbrachten. Alles harmonierte, war in perfektem Zusammenspiel, war im Gleichgewicht. Quom war eine sehr hohe Instanz bei der man um Hilfe bat, Bolazul zu prĂ€parieren, um ihn in Besitz zu nehmen. Quom hatte die geniale Idee, eine Krankheit, ein Virus zu erschaffen und die Biostruktur des neuen Planeten zu impfen. Etwas, das mit tödlicher Sicherheit alles in seiner Umgebung zerstören wĂŒrde. Dabei war es wichtig, dass diese Biowaffe an die Vermehrungsmechanismen der Lebewesen auf dem neuen Planeten angepasst waren. Bomben, die sich selbst vermehrten und durch Gier und Egoismus funktionierten.

Quom nahm die höchstentwickelten Lebewesen, die sich auf Blolazul entfaltet hatten und formte sie um. Er schuf fast selbststĂ€ndig handelnde, denkende Wesen, aufrecht gehend, mit wenig Fell. Jedes Wesen hatte einen individuellen geistigen „Lenker“ und jede neu geborene Einheit wĂŒrde einen Lenker haben, einen Sabera der nur durch die Körperlichkeit seines „Menschen“, die viel zu kalte und strahlenfreie Umgebung ĂŒberdauern konnte. Nun brauchten die Sabera nur zuzusehen, wie auf Bolazul systematisch alles Leben vernichtet und die Temperaturen auf den Pegelstand stiegen, der fĂŒr die neuen Herren angenehm war. Durch die Lenker konnte man, wenn die Zeit gekommen war, Ideen in einzelnen Menschen aufkeimen lassen, die alles ein wenig schneller geschehen ließen. Die Idee der Kernspaltung war vorprogrammiert und wĂŒrde irgendwann zur BlĂŒte kommen. Das Erdöl, das sich durch sterbende WĂ€lder bilden wĂŒrde, sollte durch Ideen verwandelt und in die AtmosphĂ€re gelangen, die Temperatur erhöhen.

Die Lenker waren Sabera und mit ihrer Einheit, ihrem Menschen, eins, eine Einheit. So lernten sie Bolazul kennen und lieben. Schnell stellten sie fest, dass es hier wunderschön war. Die ganze Art der Sabera verÀnderte sich. Sie passten sich den Lebensgewohnheiten immer besser an. Auch die Temperaturen waren plötzlich sogar angenehm.
Sie fĂŒhlten sich hier wohl. In einer Welt die so war und so bleiben sollte. Die Lenker, sie wurden von den Menschen „Schutzengel“ genannt, waren die mĂ€chtigste Instanz bei den Sabera und so kam es zu einem prinzipiellen Umdenken. Auch die Beobachter, draußen im All, auch Quom erkannte, dass es sehr viel mehr Vorteile hatte, wenn man den Planeten so ließ wie er war, sich dem Gleichgewicht anpasste, statt es zu vernichten. Doch die Bombe tickte. Alles war vorbereitet und die Krankheit „Mensch“ machte ihren Job vorbildlich. Bei den Sabera musste man nun schnell handeln. Man musste die Krankheit stoppen oder sie in eine andere Richtung leiten. Quom hatte das Projekt geleitet und Quom war es, der die Sache wieder in Ordnung bringen sollte. Die Sabera hatten sich durch das „Eins sein“ mit den Menschen so stark verĂ€ndert, dass sie nun, auf einem zu heißen, verstrahlten Planeten nicht mehr existieren könnten. Auch waren sie in keiner Weise feindlich gestimmt. Im Gegenteil. Die Liebe die sie ausstrahlten, war ansteckend. Und so baten sie ein zweites Mal um Hilfe. Quom sah eine kleine Chance, die Krankheit, das Virus, umzupolen. Er hatte die Menschen dual gestaltet. FĂŒr jedes Argument gab es ein Gegenargument, so konnte man alles in eine andere, in seine Richtung lenken. Durch Manipulation. Doch wie soll man einer tödlichen Krankheit das „Tödlichsein“, ausreden?

Seine einfache Aufgabe war es also, einem Maschinengewehr, das sich selbst vermehrt, zu erklĂ€ren, dass es, fĂŒr unser aller Wohl, in Zukunft besser sei, sich wie ein BĂŒcherregal zu verhalten und seine Kinder zu lehren, dass auch sie BĂŒcherregale seien. Ganz einfach. Die einzige Möglichkeit fĂŒr Quom und die letzte Chance fĂŒr den Planeten war die Liebe. Gier, Selbstsucht, Hass und vieles andere Negative mit, aus sich selbst strahlender Liebe zu besiegen. Diese Liebe, die die Menschen fast nur hervorholten, wenn es ans Vermehren ging (und fast immer falsch verstanden wurde), musste in den Herzen zum Hauptanliegen des Lebens gemacht werden. Die Menschen sollten sich in jeder Situation fragen: „Was wĂŒrde die Liebe jetzt tun?“ Noch war Hoffnung. Quom beschloss, selbst nach Bolazul zu reisen und bei der Krankheit eine Umformung zu versuchen. FĂŒr die Sabera war es kein Problem, sich in eine Einheit, in einen Menschen zu klinken. Quom wollte einer von ihnen sein und mit seiner Botschaft die Krankheit von sich selbst heilen. Die Botschaft der Liebe. Er bĂŒndelte einige Lichtstrahlen auf denen er reiten konnte und machte sich auf den Weg in den Körper eines Knaben, der Heute in einem Stall in bitterer Armut geboren werden sollte.

In einer klaren WĂŒstennacht waren drei NomadenhĂ€uptlinge unterwegs. Von ihren Lenkern waren sie auf den Stern aufmerksam gemacht worden, der heller als die anderen war und einen Schweif hatte.
Nach spÀterer Zeitrechnung war es der 24. Dezember und es war kalt.


Version vom 30. 09. 2012 11:57
Version vom 30. 09. 2012 14:39
Version vom 01. 10. 2012 01:07

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Grauschimmel
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" PUHH!"


 das war nicht mein Urteil zu dieser Geschichte, es war meine Atemluft, die gemischt aus GefĂŒhlen von innerer Ergriffenheit, jenem Vorgang der mehr ausatmen lĂ€sst, als vordem in die LungenflĂŒgel eingezogen wurde, den Torso verließ!

Zuerst dachte ich, na da kommt einer mit Weihnachtsgebimmel, die BĂ€ume sind noch fastgrĂŒn 
 so wie beim Discounter, in deren Regalen jetzt schon die BartmĂ€nner auf den braunen Herzen herum lĂŒmmeln, profit oder anders gierig versteht sich 
 dann noch diese Fantasysprache, da mußte jedem 2. Begriff hinterhergoogeln 
 so ne moderne Fabel, nur ohne Tiere 

Als ich weiterlas, ich habe natĂŒrlich nicht gegoogelt, stört den Lesefluß ungemein, kamen dann mehr als Tiere und die LIEBE! Da merkte ich plötzlich, man der ist doch garnicht soweit weg von Dir, von dem was dir so im Kasten spukt, auch wenn es sich in meinen Geschichten mehr so von unten heraus entwickelt (der USch hat da so einen Spezialbegriff, den ich hier außerhalb des speziellen Forums nicht wiederholen darf).
Du ackerst doch am gleichen Zusammenhang der so viele schlimme MissverstĂ€ndnisse in den dummen kleinen Verwicklungen menschlicher Beziehungen, wie böse Folgen in der großen Weltpolitik produziert und suchst

Nur Dein Schluss hat mich etwas verwirrt, nicht den „Guten Glauben“, der da am 24. ??? in die Krippe gelegt wurde, der vielleicht auch mehr oder weniger verstĂ€ndlich nachlesbar spĂ€ter in BĂŒcher geschrieben wurde, lĂ€sst mich 
 es sind die 2012 Jahre, die letzten 63 bewusst mitgelebt, in der RealitĂ€t. Aber vielleicht hab ich, was ĂŒberlesen, als dum...

 ich atme jetzt: „NAMASTÈ!
Mache Schluss, muss noch googeln, denken, nachdenken ĂŒber die Geschichte, auch ĂŒber Deine, lieber reineru, das hast Du doch bestimmt beabsichtigt?
Gruß Grauschimmel!

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