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Leselupe.de > Ungereimtes
RELIQUIEN
Eingestellt am 19. 01. 2007 08:18


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kata
One-Hit-Wonder-Autor
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Durch Sprachlabyrinth
irrte ich im Dufthauch
der Erinnerungen

MĂĽde machte ich mich
auf den Weg, um Dich
zu treffen und
das Geheimnis des GlĂĽcks
zu entdecken

Deinen Namen lernte ich
auszusprechen …
Er war
die Garantie fĂĽr Spannung

Von da an, brauchte ich
keine Reliquien mehr,
die ich wundertätig
verehrt habe …

nur Faszination des Feuers
die Vertrautheit,
welche von Deinem Wesen
auf meine Haut,
ein Brandmal
als Siegel setzt

__________________
Kata

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
Manchmal gelesener Autor

Registriert: Oct 2003

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Hallo Kata

Ich gebe gerne zu, dass ich allgemein mit dieser Art Dichtung nicht viel im Sinn habe. Schon bei Deinen anderen Werken ist mir Deine Metaphorik zu laut und oft zu weit hergeholt.
Das ist selbstverständlich ein Stück weit reine Geschmackssache aber im vorliegenden fall masse ich mir nun doch ein Urteil an:
Dieses "Gedicht" ist stellenweise sprachlich sehr schwach. Schon in der ersten Strophe empfinde ich die Formulierung nicht als Sprachspiel und als grammatikalisch in mehrfacher Hinsicht schlichtweg falsch und hässlich.

Die folgenden Strophen sind wieder ok (auch wenn mir so etwas immer noch nicht gefällt) und ich muss sogar zugeben, dass die Dramaturgie der Bilder stimmig ist.

Dann allerdings endet das Gedicht noch schlimmer, als es begonnen hat. Grauenhaft formuliert mit einem in sich nicht stimmigen Bild.
Warum zum Teufel kein Brandzeichen; das drängt sich doch regelrecht auf. "Von Deinem Wesen ... das Brandzeichen" ist doch kein Deutsch, das ist eine Grausamkeit.

So, das war sie, meine zugegebenermassen höchst subjektive Meinung.

Gruss

JĂĽrgen
(Der Reich-Rainitzky der LL ;-) )
__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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kata
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2005

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danke dir fĂĽr deine grausame offenheit
kritiken sind wirklich eine subjektive sache
wenn alle sprachlich stark und schön, statt sich hässlich auszudrücken könnten, so hätten wir mehr als einen goethe oder rilke
da ich fremdsprachlich schreibe, kenne ich meine grammatikalische defizite
und wenn ich an die pisa-studie denke, dann kenne ich die defizite der anderen

einen schönen morgen

PS. nicht einen konstruktiven änderungsvorschlag habe ich von dir gelesen, sah nur steine in meiner richtung fliegen
als eine analyse des gesamten textes kann ich es auch nicht auffassen

__________________
Kata

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kata
One-Hit-Wonder-Autor
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Diese Art Dichtung kann nicht deinem Stil entsprechen, denn es ist mein Stil
auch erwarte ich nicht, dass dieser text jedem gefallen mĂĽĂźte,
doch auf die wörter wie:
hässlich,
grauenhaft
grausamkeit
könnte ich in einer kritik, die für mich gar keine hilfestellung bietet(oder die qualität verbessert), ruhig verzichten
es klingt so, als ob ich die sprache vergewaltigen wollte

ich kann kritik sehr gut vertragen, bin nur nicht auf so einen kritikton gewöhnt




__________________
Kata

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
Manchmal gelesener Autor

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Hallo Kata

...ja, genau so klingt es in der ersten und letzten Strophe fĂĽr mich.

Entschuldige, die Kritik war sicher sehr harsch aber ich habe es nun mal so empfunden.

Ich habe aber auch nicht versäumt zu erwähnen, dass die Dramaturgie stimmt. Ich meinte sogar mit dem Brandmal statt der Tätowierung einen buchstäblich heissen Tipp gegeben zu haben.

Mich würde auch interessieren, wie Du den abenteuerlichen Satzbau der ersten Strophe erklärst. Ich selbst konnte weder einen Sinn, noch eine Notwendigkeit darin erkennen.
Auch ist der Satz verwirrend mehrdeutig und spottet ohne erkennbaren Grund der Sprachlogik. So kann man (sich)im Duft irren, also etwas falsches riechen oder morgens im Bad das falsche Parfum erwischen. Im Duft herumirren kann man nicht, als Metapher ginge hier bestenfalls der Dufthauch. Warum fehlt dem Sprachlabyrinth das "das"? Warum nicht einfach das "im" verschieben? Warum so ein komischer Satz?
Vorschlag

Im Sprachlabyrinth
irrte ich durch den Duft
der Erinnerungen


...wobei ich dann die Verbindung von Sprache und Duft dann immer noch etwas unglücklich fände. Diese bedarf einer Erklärung, eines Hinweises, eines Bezuges. So unwillkürlich wirkt sie auf mich statt kunstvoll eher gekünstelt. Zum Pathos und zum Gekünstelten scheinst Du mir ohnehin einen ausserordentlichen Hang zu haben. (Wenn wir schon gerade bei der Offenheit sind.)

Die selbe Mühe habe ich mit der letzten Stophe. Vom gramm. Bezug her setzte die Faszination oder die Vertrautheit (man weiss es nicht genau), und nicht wie man meinen sollte das Wesen des LyrDu oder er selbst, ein Siegel, dass der Logik nach wegen des Bezuges zum Feuer nur ein Brandmal, niemals aber eine Tätowierung sein kann. Dieser Bezug funktioniert nur im Plural, also wenn er eindeutig auf beides verweist (siehe nachfolgenden Vorschlag).
Der Hinweis auf die Dauerhaftigkeit des Tatoo ist übrigens tautologisch und somit nach Möglichkeit zu unterlassen (schlechter Stil).

nur die Faszination des Feuers
die Vertrautheit
welche von Deinem Wesen
auf meine Haut
ein Brandmal
als Siegel setzten


Gruss

JĂĽrgen
__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Zarathustra
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

Werke: 108
Kommentare: 471
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Da hast du, liebe Kata
versucht etwas mitzuteilen, du verbleibst allerdings in Andeutungen und forderst so den Leser heraus.

Das ist erstmal gut! Dichtung darf ja ver/dichten und weglassen.

1. Das Sprachlabyrinth lässt mehrere Deutungen zu. Zuerst mal: Babylon, auch das kretische Labyrinth von Minos und Deadalus; Vielleicht auch Platons Höhlengleichnis. - Es kann natürlich auch sein, dass du mit dem Sprachlabyrinth die Probleme ansprichst die zwischen zwei Menschen, .. oder Menschen und Göttern bestehen.

Letztlich hast du eine Nuss zum knacken gebeben..

2. Auf den Weg machen, Pilgern, Selbsterfahrung, Selbstfindung und den (das oder die) entdecken, der so sehr Rätsel war.. .

3. Den Namen aussprechen lernen, die Bedeutung ist für mich klar. Tatsächlich, dies ist so intim, da braucht man keine Reliquien mehr. Von der Verehrung hin zur Erkenntnis...

4. Das Feuer und die Tätowierung/ Brandmahl: Gut gelungen. Erkenntnis brennt wie Feuer und wird in unser Herz geschrieben, unauslöschlich vielleicht.
(in diesem Zusammenhang, meine ich wĂĽrde fast Brandmahl besser passen...) Aber du hast die Hoheit ĂĽber Interpretation...
______________________________

So darf jeder Leser seine eigene Interprätation finden...

Trotz einiger (von mir empfundener) Holprigkeiten im Rhytmus, - ein gelungenes Gedicht.

L.G.
Hans
__________________
Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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