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Leselupe.de > Ungereimtes
Raben sehen
Eingestellt am 28. 01. 2002 20:21


Autor
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Khalidah
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sie sahen
sie am Galgen sitzen
und aus dem Schatten
sie bespitzeln

Raben haben H├Âllengaben

sie h├Ârten
sie um Schlachtfelder kreisen
und mit knarrend' Kr├Ąchzen weisen
dem Anderen Wege zur Seelent├╝r

Raben schreien Totenklagen

und sprachen
Schwarzkunstmusen
Drecksgetier

Raben laben sich an Sagen

Ich
sah Raben
Nebel teilen
zwischen G├Ąnsebl├╝mchen weilen
Tango tanzen
zwischen Winden
Tr├Ąume tragen
ihren Kindern.








__________________
"Naddel, ich habbn Fadden verloren...!"

Bohlo Mann

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lapismont
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Gereimse

Hallo Khalidah,

weil ich den Text mag, schreib ich Dir.

Mir gef├Ąllt die Form nicht.
Du zerbrichst das an sich schon faserige Reimmuster zu oft.
Strophe und Gegenstrophe zerbrechen, kaum das sie sichtbar werden, Reime sind extrem und zum Teil sehr weit von einander entfernt...
(Ich B├Âsling kann es nicht besser!)
Aber es zerreisst den Text gerade, wenn es wichtig wird.
Wenn das gerade gefundene Muster zerschlagen wird, ohne das tats├Ąchlich ein Blitz an dieser Stelle einschl├Ągt, warum tust Du es dann?
Hat Dir der Anfang nicht so recht gefallen?

Der letzte Block k├Ânnte sogar ganz allein bestehen....

lap
__________________
Kunst passiert.

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Khalidah
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Hallo lap,

und wenn ich es etwas umstelle? Ich glaub, dann wird es klarer/verst├Ąndlicher/einheitlicher...Ich war mir bei der Anordnung selbst nicht ganz sicher.

Isch tu dann mal ├Ąndern - sach mal, ob jetz besser is...

Liebe Gr├╝├če

Khalidah
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Bohlo Mann

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lapismont
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Interessanter

Hallo Khalidah,

nu ist der alte Text weg...

Die Konzentration der Reime und die Verbesserung der Symmetrie machen das Gedicht besser - es ist noch nicht so recht rund, aber es wirkt konzentrierter - f├╝r einen echten Vergleich fehlt einfach der alte Text.
"dem Anderen Wege zur Seelent├╝r "
scheint mir zu lang.
K├Ânnte "dem Anderen die Seelent├╝r" auch reichen?

War die letzte Strophe nicht anders in der ersten Version?

Ich hoffe, Du f├╝hlst Dich nicht verpflichtet, Deinen Text mir ollem Kritiker zuliebe umzunuddeln - hey es ist Dein Kind!

Sch├Âne Tr├Ąume w├╝nscht
lap
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Khalidah
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Hallo lap,

naja, ich w├╝rd' es nicht ├Ąndern, wenn ich mir sicher w├Ąre. Wei├č n├Ąmlich selbst nicht genau, wie ich's denn nun haben will. Mehr lied-f├Ârmig, hei├čt sch├Ân geordnet oder doch gebrochen... hm... ich wei├č es wirklich nicht.

"Dem Anderen die Seelent├╝r" - ich glaube, das ├Âffnet Interpretationstore, die nicht in meinem Sinne liegen.
So wie es jetzt dasteht , k├Ânnte "dem Anderen" = "der Andere"= der Teufel sein (was ich auch urspr├╝nglich schreiben wollte), also Raben zeigen dem Teufel den Weg zur Seele der armen braven B├╝rger, sie sind der D├Ąmon, das B├Âse in uns, das uns verr├Ąt. "Das Andere" kann aber auch auf die Transformation weisen, mit dem Rabe verkn├╝pft ist, er f├╝hrt sie sozusagen in das Innere der Seele ein.
"dem Anderen die Seelent├╝r weisen" w├Ąre genau das Gegenteil davon. Ich opfere mal an dieser Stelle das Versma├č der Bedeutung.

Die letzte Strophe war nicht anders, der Absatz zwischen "ich" und "sah Raben" ist nur neu. Soll das ICH (...hingegen) hervorheben. (eigentlich) Ändert aber nicht so viel, soweit ich sehen kann.
(Bemerkung ganz am Rande : "Huch! ich hab mein "&" ja gar nicht hergenommen - naja, es will wohl ned...")

Ich werd noch ein wenig daran herumdoktern, und schauen, wie es akustisch am besten klingt.

Liebe Gr├╝├če

Khalidah
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Bohlo Mann

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stemo
???
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Raben sehen

Der letzte Abschnitt hat Qualitaet, ist fast schon spielerisch lyrisch. Versuch doch den vorangegangenen Teil formal und inhaltlich als Kontrast aehnlich hinzukriegen und verzichte auf pathetische Ausdr├╝cke und hingew├╝rgte Reime.
Gruss! stemo
__________________
stemo

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