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Leselupe.de > Gereimtes
Radikalreform
Eingestellt am 21. 04. 2004 22:26


Autor
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LuMen
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

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Radikalreform


Die Politik schreit nach Reformen
und setzt nicht mehr auf feste Normen!
Die Norm war viel zu gro├č bemessen,
ein jeder hat zu viel gegessen
und mancher sich dann ├╝bergeben ÔÇô
es war ein rechtes Prasser-Leben!

Die Menschen lebten immer l├Ąnger,
vorm Tod ward niemandem mehr b├Ąnger,
und selbst so mancher Pension├Ąr
war schon beinah ein Million├Ąr!
Man spielte doch in dieser Welt
nur noch das St├╝ck: ÔÇ×Wie┬┤s euch gef├Ąllt!ÔÇť

Reformkost ist nun das Gebot:
Fettarm und mit viel trocken Brot.
Wird vielen die Di├Ąt auch leid,
gesund zu schrumpfen, ist es Zeit!
Der Schrumpf-Germane aufersteht,
wenn es ans Eingemachte geht!

Noch besser ist das gro├če Fasten:
Man braucht sich nicht mehr zu belasten
mit Rechenwerk und Kalorien
und kann ganz radikal vollzieh┬┤n
den Wechsel vom gef├╝llten Bauch
zum schwerelosen W├Âlkchen Rauch,

das sich am Himmel fern verliert
und schlicht auf "Nichts" sich reduziert.
Bleibt nur der reformierte Geist,
der jetzt in ferne Welten reist
und dort von unserm Schicksal k├╝ndet -
ob einstmals es im Chaos m├╝ndet?



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Harald
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo LuMen!

H├Âchst unterhaltsam, Dein Gedicht, wenn der Inhalt nicht so schockierend w├Ąre. Unfug, der ├╝bersatte Geist, der dreist ÔÇ×in ferne Welten reist und dort von unserm Schicksal k├╝ndet, das im Chaoten-Dasein m├╝ndet.ÔÇť

Deshalb sind neuerdings Chaoten
von Amtes wegen auch verboten,
dar├╝ber lachen schon die Toten
und hei├čen uns schlicht: Idioten!

Weit haben wir ┬┤s gebracht mit der antiautorit├Ąren Erziehung und der Technikgl├Ąubigkeit! *)

Beste Gr├╝├če
Harald

*) Das sind nur zwei Stichworte, wahllos herausgegriffen aus der Ursachenskala unserer Degenerationserscheinungen.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Fasten

Lieber LuMen,

radikal fasten darf man nur unter ├Ąrztlicher Aufsicht, sonst ist es lebensgef├Ąhrlich, denn der gefr├Ą├čige Deutsche kann eben nicht mehr selbst unterscheiden, was sein K├Ârper ben├Âtigt und was nicht. Noch weniger wei├č er, was in Lebensmitteln nun wirklich enthalten ist und was nicht.
Der Geist lernt durch das Fasten tats├Ąchlich, sich in h├Âhere Dimensionen aufzuschwingen, weil der hungernde K├Ârper die fehlenden Teilchen nun im Feinstofflichen zu gewinnen versucht.
Aber auf so ein Programm von heute auf gleich umzusteigen, das geht nun einmal nicht.

Ja, d├╝stere Aussichten mit dem wiederestandenen Schrumpfgermanen.

Ich denke, die Deutschen werden wieder lernen m├╝ssen, sich besser alleine durchzuwursteln, wenn doch Papa Staat nun auch nicht mehr weiter wei├č.

├ťbrigens, willst Du Dir nicht einen Bahnhof kaufen f├╝r einen EUR? Wenn Du dann doch einmal auf dem Abstellgleis gelandet sein solltest, kommst Du ganz schnell wieder in Fahrt.
Aber Spa├č beiseite, uns geht es noch relativ gut, die j├╝ngeren Leute tun mir leid.

Ich finde es wieder sehr gelungen, wie Du dieses Thema behandelst.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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IKT
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo LuMen der Inhalt ist wirklich heftig! Aber gerade Deine Art des "verdichtens" zeigt sehr gut die Probleme der "heutigen Zeit" (in Anf├╝hrungsstrichen, weil ich den Ausdruck eigentlich nicht mag). Und mit einem kleinen L├Ącheln, oder Zwinkern liest sich manch grausige Wahrheit einfacher und l├Ądt zum nach/mit -denken ein.
LG IKT

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Beteigeuze
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, LuMen!

Da Du mir so gute Tipps beim "Rabenwind" gegeben hast, statte ich doch mal einen Gegenbesuch ab ;-)

Mir gef├Ąllt das Gedicht, vor allem auch wegen dem Thema - nur kann man manchmal gar nicht mehr dr├╝ber lachen.

An zwei Stellen, ist mir eine kleine Unterbrechung des Vorlesefluss aufgefallen. Ich bin bestimmt kein Metrikgenie, aber vielleicht bringen Dir die Hinweise doch etwas:

Strophe 2 schreibst Du:

"und selbst so mancher Pension├Ąr
war beinah schon ein Million├Ąr!"

W├╝rde sich meiner Meinung nach besser so anh├Âren:

"und selbst so mancher Pension├Ąr
war schon beinah ein Million├Ąr!"

Strophe 5 schreibst Du:

"und dort von unserm Schicksal k├╝ndet -
ob es einstmals im Chaos m├╝ndet?"

W├╝rde, auch wieder meiner Meinung nach, besser so klingen:

"und dort von unserm Schicksal k├╝ndet -
ob einstmals es im Chaos m├╝ndet?"

Hoffe, ich lag nicht ganz daneben, sondern konnte ein bisschen helfen.

Gr├╝├če

Beteigeuze

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LuMen
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

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echte Variante

Hallo B.,

danke f├╝r Deinen "Besuch"! Du hat Recht - es geht zwar beides, aber Dein Vorschlag ist von der nat├╝rlichen Wortbetonung her die bessere L├Âsung, es liest sich fl├╝ssiger! Ich werde das so ├╝bernehmen.

Einen sch├Ânen Sonntag w├╝nscht
LuMen

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