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Leselupe.de > Ungereimtes
Rasender Stillstand
Eingestellt am 12. 04. 2008 14:52


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Christel Tjoa
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jan 2008

Werke: 27
Kommentare: 58
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Rasender Stillstand


Die Zeit lÀuft, rast dahin
in aufschiebender Slowmotion.
In der Warteschlange
ein bevorzugter
Hintenansteller des Lebens,
mit dem beklemmenden GefĂŒhl
stehengelassen zu werden,
nicht dranzukommen,
hÀngengelassen zu werden,
nicht voranzukommen,
als Kassenpatient,
im Berufsalltag,
in der musizierenden Warteschleife
einer ĂŒberlasteten Telefonhotline,
auf dem Fitnesslaufband,
auf der Autobahn.
Alles steht, ĂŒberall Stau,
Widerstand zwecklos.
Vollgas geben im Leerlauf,
Speed-Metal hören.
Er schließt die Augen.
Leuchtstoffröhrender
Lichtgewitterkollaps
auf dem Neuronenhighway.
Von den BĂ€umen
winken leere Nummernschilder
mit LĂ€chelgesichtern.
Buchstaben und Zahlen
hocken zusammengekauert
auf den BlÀttern,
gealtert von Regen und Wind.
Roulettierendes Leben
auf schwarzem Celluloid.
Rien ne va plus.
Letztes Asyl, Psychopharmakon.
Fenster zu,
rasender Stillstand ausgebremst,
KlapsmĂŒhle.
Vorsicht an der Bahnsteigkante,
die TĂŒren des Zuges
schließen selbsttĂ€tig.

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nofrank
???
Registriert: Oct 2004

Werke: 44
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hallo christel,

schön, dass du dich auch auf lÀngeren texten einlÀsst.

im großen und ganzen finde ichs auch gelungen. vielleicht zu aufzĂ€hlend, aber das setze ich mal als gewollt voraus. der tempobogen steigert sich in etwas rasendes, leider zur mitte hin und nicht aufs ende zu. die atemlose hast könnte auch da ihre entsprechung finden.

muss aber nicht, ist dein gedicht.

grĂŒĂŸe
nofrank
__________________
„Die Preisgabe der Diskretion im öffentlichen Raum ist eine Vorstufe zum faschistischen Ordnungsdenken, sage ich." (Wilhelm Genazio "Die Liebesblödigkeit")

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