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Leselupe.de > Kurzprosa
Ratio und Emotio
Eingestellt am 17. 12. 2009 22:32


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Cynthia
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Mar 2005

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Ratio und Emotio

Gef├╝hl:
Hallo, Verstand!

Verstand:
Oh, hallo Gef├╝hl! Was gibt`s, du redest doch sonst nicht mit mir?

Gef├╝hl:
Ich glaube wir m├╝ssen uns mal unterhalten, unserem Menschen geht es gar nicht gut.
Mal folgt er mir ohne Zweifel, dann h├Ârt er dich und schon erreiche ich ihn nicht mehr.

Verstand:
Ich wei├č! Der soll mal zur Vernunft kommen. Ich werde ihm schon helfen.

Gef├╝hl:
Das kann er aber nicht, ich bin ja auch noch da und ich bin ihm willkommen.

Verstand:
Ich sage ihm immer, dass das Gef├╝hl, das er einsetzt nutzlos vergeudet ist. Die Folge sind nur Schmerzen und Hoffnungslosigkeit. Tolle Gef├╝hle!

Gef├╝hl:
Das mit den Schmerzen stimmt...aber wei├čt du eigentlich wie stark unser Mensch ist?

Verstand:
Ist er nicht! Sonst w├Ąr er ja jetzt nicht so traurig.

Gef├╝hl:
Eben, deshalb ist er stark! Er l├Ąsst es zu, dass die Traurigkeit sich ihren Weg sucht um der Fr├Âhlichkeit Platz zu machen.

Verstand:
Kann sein. Dann mu├č er aber doch einsehen, dass es ein ewiger Kreislauf sein wird. Oder kannst du ihm st├Ąndige Fr├Âhlichkeit versprechen?

Gef├╝hl:
Er wei├č, dass nichts von Dauer ist.

Verstand:
Wieso unternimmt er dann nicht wenigstens etwas um die Gef├╝hle, die ihn traurig machen loszuwerden?

Gef├╝hl:
Er macht doch etwas. Er ist traurig.

Verstand:
Er sollte besser hingehen und handeln, damit er schneller fr├Âhlich wird.

Gef├╝hl:
Das geht nicht. Er kann nur abwarten und da bleiben wo er ist.

Verstand:
Dann erstarrt er!

Gef├╝hl:
Nein! Er hat ja mich. Ich bin flie├čend und warm. Selbst wenn er noch so traurig ist wei├č er, dass es wieder anders sein wird. Mit diesem Bewu├čtsein kann er alles ertragen.

Verstand:
Du meinst also ich sollte ihn in Ruhe lassen? Er braucht mich ja nicht.

Gef├╝hl:
Nein. Er braucht auch dich. Ohne dich verliert er die Orientierung. Aber du solltest Geduld mit ihm haben und warten, bis er dich ruft.

Verstand:
Ja aber...du darfst immer da sein?

Gef├╝hl:
Ich bin f├╝r ihn das Kostbarste. Du erinnerst dich? Ohne mich w├╝rde er erstarren.

Verstand:
Gut, ich passe auf, dass er nicht orientierungslos wird.

Gef├╝hl:
Tu das, und ich sage ihm: Halte durch und schick mich nicht weg!

Verstand:
Und was ist mit seiner Ungeduld?

Gef├╝hl:
Ach wei├čt du, in kleinen Dingen ist er sehr ungeduldig. In gro├čen kennt er nur Geduld, kein "UN".

Verstand:
Noch eine Frage.

Gef├╝hl:
Ja, frag nur.

Verstand:
Was erhofft unser Mensch sich eigentlich?

Gef├╝hl:
Gl├╝ckseligkeit. "Verstehst" du?

Verstand:
JA
Sag, wann ist er gl├╝ckselig?

Gef├╝hl:
Wenn er seine Gef├╝hle annehmen kann ohne ins Leere zu fallen.

__________________
Live and learn



Version vom 17. 12. 2009 22:32

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