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Leselupe.de > Humor und Satire
Ratte am Morgen.
Eingestellt am 19. 05. 2010 13:11


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hohlbirne
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: May 2010

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Hallo. Dieser Text ist für einen Poetry Slam gedacht und ich bin noch nicht hundert Prozent zufreiden, drehe mich aber im Kreis ohne richtig voran zu kommen. Freue mich über jegliche ernstgemeinte Kritik.
Ach und die Rechtschreibung bitte überlesen, ich weiß sie ist Duden erweichend.



Draußen hustete der Wind den Schnee von den Dächern, als ich gerade dabei war den Müll weg zu bringen. Bis zu den Knöcheln im marschmallowweiß versunken und in einiger Entfernung zur Haustür, sah ich vor mir etwas Braunes hocken.
Erst dachte ich einen dieser erregierten Kothaufen zu sehen die der Winter aus lieblos weggeworfenen Exkrementen machte aber nein, es war eine Ratte, mit einer Tätowierung auf dem Oberarm, in Berlin. Das Berlin voller Ratten ist, war mir klar, spätestens seit dem Umzug aus Bonn. Aber vor meiner Haustür?
Sie hatte keinen Schwanz. Wahrscheinlich bei einer Prügelei mit den Krokodilen aus der Kanalisation verloren.
Ich stehe also, den Müll in den Händen, in dieser etwas unwirklichen High- Noon- Scenerie mit winzigen Rotzzapfen in der Nase, und blicke der Ratte tief in die Augen. In die kleinen, süßen, knuffigen Kopfaugen in den das Wort HASS stand.
Sie musste auf mich gewartet haben. Was wollte sie nur? Wir starrten uns einige Minuten an.
Ich fing an zu frieren.
Sie nickte mir zu, leckte sich die Lippen, lies ein paar Knochen ihrer geballten Faust knacken, zeigte auf meinen Müllbeutel und winkte mir zu als wollte sie sagen: stell ihn einfach dort ab! Sie winkte abermals, als würde ihr Nagelack nicht schnell genug trocknen, was mir sagen sollte: Verpiss dich!
Nun war alles klar. Sie hatte es auf meinen Müll abgesehen. Die Ratte musste mich beobachtet haben. Wahrscheinlich ist meine ganze Wohnung verkabelt. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke parkte dieser Fernsehübertragungswagen schon verdächtig lange vor meiner Tür.
Ich bringe nur Sonntags den Müll weg und das an ständig wechselnden Sonntagen höchstens einmal im Monat, wenn überhaupt, sie konnte nicht wissen dass ich hier auftauchte, und sie wusste es doch.
Verdammt und ich hab nie etwas bemerkt. Wie viel wusste sie? Wusste sie dass ich ein paar Kartoffelschalen in den Gelben Sack getan hatte?
Die Ratte runzelte ihre Augenbrauen zu kleinen Apostrophen zusammen. Konnte sie etwa meine Gedanken lesen? „Verschwinde!“ dachte ich mit der mir möglichsten Eindringlichkeit. Keine Reaktion.
Es gab keine andere Möglichkeit als auf den ungesicherten schneebedeckten Rasen links oder rechts auszuweichen. Ich fasste all meinen Mut zusammen, machte meine beste Marlon Brando Imitation, dachte in Gedanken daran einen Schritt nach rechts zu machen ( nur falls sie doch Gedanken lesen konnte) täuschte kurz rechts an, trat dann aber doch nach links. Die Ratte zuckte verblüfft, wackelte langsam in meine Richtung um mir schlussendlich doch den Weg abzuschneiden. Meine Bewegung fror ein.
Zurück bis zur Tür würde ich es nicht mehr schaffen und wer weiß wie viele seiner Freunde noch im Busch mit ihren dosenöffnerscharfen Zähnen nur darauf warteten mir meine Füße im laufen abzunagen.
Mein Handy. Na klar. Ich würde einfach die Polizei rufen. Ich müsste nur eine halbe Stunde hier ums überleben kämpfen bis mein Freund und Helfer hier ist mal von der Schwierigkeit abgesehen denen klar zu machen das ich hier von einer Ratte bedroht werde während mich die Ratte bedroht.
Es ist aussichtslos.
„Wo verdammt noch mal ist Amnesty International jetzt?“ dachte ich.
Nein verdammt ich bin die Krone der Schöpfung und die Ratte höchsten ein Urinspritzer auf Darwins Notizen.
Ich werde einfach über sie rüber steigen. Ja, so einfach und doch so unmöglich.
Ich ging auf die Ratte zu. Sie zuckte zusammen. Sie erkannte wie Ernst es mir war und zog ihre kleinen Apostrophe noch enger zusammen! Es half nichts ich war willens und mein Wille war stark.
Die Ratte jedoch war der Fels in der Brandung. Sie nahm ihre kleinen Hepatitispfötchen, steckte sie sich zwischen ihre noratschirnerscharfen Zähne und Pfiff. Sie pfiff den Pfiff der Apokalypse. Das Horn von Mordor erschallte über den modrigen Altbaukomplex. Heerscharen kleiner brauner Pelze wackelten über den Schnee und verharrten zu erregierten Kothaufen. Eine Invasion bleckender Dosenöffner montiert an Krankheitserregern auf vier Pfoten umzingelte mich.
In einem kurzen Moment geistiger Klarheit bemerkte ich die halbvolle Hygiene Reiniger Sprühflasche in meinem Müllbeutel. Als die Pelzbrigade sich kurz verschwörerisch zunickte griff ich beherzt in den Müllbeutel tastete vorbei an einer Woche alten Kartoffelschalen, vorbei an meinem abgelaufenen Jogurt, dessen Verfallsdatum mir leider erst nach Verzehr desselbigen bewusst wurde, mich mitten durch die verbrauchten Binden meiner Freundin bohrend, bis zur Hygiene Reiniger Sprühflasche hindurch greifend. Mit einem frenetischen Befreiungsschrei legte ich an.
Die Ratten tapsten einige Pfötchen zurück.
Ausgleich.
Hygienische Sauberkeit überall da wo es darauf ankommt.
Mit seiner sanften Formel trat ich den Ratten in ihren Kotverschmierten Arsch und konnte gerade noch entkommen um euch diese Geschichte zu erzählen.

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KaGeb
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo hohlbirne,

willkommen erst mal hier im grünen Forum. Ein paar wirklich neckische Ideen stecken schon in deinem Text, aber sich durch diesen durchzuarbeiten ist fast eine Zumutung. Bitte geh doch mal im Selbstlektorat über deinen Text und korrigiere die Fehler. Auch passen manche Worte nicht und einige Sätze sind auf deine ganz intellektuelle Weise rattenscharf verhaspelt

LG KaGeb

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