Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5552
Themen:   95276
Momentan online:
105 Gäste und 1 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Rauchen kann tödlich sein
Eingestellt am 16. 11. 2014 17:14


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
SnowMan
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2014

Werke: 4
Kommentare: 3
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um SnowMan eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Rauchen kann tödlich sein


Mike drückte die Kippe im Aschenbecher aus, welcher schon wieder überlaufen zu drohte, und steckte sich gierig erneut eine in den Mund. Mit zitternder Hand hielt er das Feuerzeug und versuchte krampfhaft die Zigarette anzuzünden. Genussvoll zog er den Tabakrauch in seine Lungen, stoß ihn mit langem Atem wieder aus. Der Innenraum füllte sich mit blauen Rauchschwaden.
„Ach, was soll’s. Ich bin und bleibe überzeugter Kettenraucher", dachte Mike mit einem Grinsen im Gesicht und zog erneut an seinem klimmenden Stummel.

Er musste sich beeilen, wollte er seinen heutigen Arzttermin nicht verpassen. Ein Blick auf die Armbanduhr zeigte ihm unmissverständlich, das er spät dran war. Termine bei einem Facharzt zu bekommen war ein Schwieriges unterfangen.
Er trat erneut auf das Pedal und sein Mustang beschleunigte heulend. Die Tachonadel zeigte unmissverständlich einhundert Stundenkilometer. Eigentlich keine Geschwindigkeit, die er und sein Mustang mochten.

Erneut durchzuckte ihn ein Schmerz im linken Bein. Er griff danach und versuchte diesen durch Massieren zu vermindern. Seit mehreren Tagen wurde der Schmerz schlimmer und sein Bein sah aus wie verschimmelter Käse. Kleine schwarze Blasen und Adern traten hervor und drohten jederzeit zu platzen.
„Sie müssen etwas unternehmen. So können sie nicht weitermachen", schoss ihm der Satz wieder durch den Kopf. Sein Hausarzt hatte ihm diesen in Letzter zeit oft gesagt. „Suchen sie sich professionelle Hilfe. Hören sie auf zu rauchen, oder sie müssen mit den Konsequenzen leben.“

Aber für ihn kam das nicht in Frage. Zumindest nicht jetzt, nicht heute und in dieser Minute. Unvernunft überwiegt der Vernunft. Das war sein Leitspruch.

Mit einem Ruck und gezielter Präzession legte er den nächsten Gang ein. Sein Wagen beschleunigte erneut. Er genoss das Rauschen des Blutes in seinen Ohren von der Geschwindigkeit.
Gekonnt und routiniert, fuhr er die enge Straße entlang. Gesäumt von Bäumen, die links und rechts majestätisch in die Höhe ragten. Es erinnerte ihn an Häuserschluchten, solche, wo sich Touristen verirrten und ständig nach dem richtigen Weg fragten.
Erneut pumpte er sich die Lunge mit Nikotin voll, dann zwang er sich, sich wieder auf die Straße zu konzentrieren.
Ihn amüsierte es immer wieder, die Sprüche auf den Zigarettenschachteln zu lesen. „Rauchen kann tödlich sein“, stand auf jener.
Er dachte, „Kann“, ist ein dehnbarer Begriff.
Er grinste.
Verdammt.
Das Rauchen würde ihn dennoch irgendwann ins Grab bringen. Das wusste er, und sein Arzt hatte vielleicht doch Recht?
Seine Gedanken schweiften umher.
Und er dachte sehnlichst an seine geliebte Frau. Erst vor kurzem war sie an Krebs verstorben.
Der verdammte Krebs.
Sie nie geraucht. Bekam ihn aber trotzdem. Warum sollte er jetzt damit aufhören?

Mit einer Hand am Lenkrad zündete er sich am Stummel seiner Marlboro die nächste Zigarette an, und versuchte währenddessen seinen Wagen auf der Straße zu halten. Abgelenkt für einen Augenblick, geriet dieser auf die andere Fahrspur. Zu spät sah er die herannahende Gefahr.
Er riss instinktiv das Lenkrad herum. Einer der Reifen rutschte auf den unbefestigten Seitenstreifen, und der Wagen geriet aus dem Gleichgewicht, ruckte zur Seite, und das Gummi scheuerte über den Asphalt. Dann schlug die Massenträgheit mit voller Wucht zu, ließ den Wagen vom Boden abheben. Wie ein Eiskunstläufer drehte er sich in der Luft um seine eigene Achse. Der Horizont verschwand für Sekunden, bevor das Blau des Himmels wieder auftauchte.
Niemand schrie auf. Einen kurzen Augenblick zuvor war die Welt verstummt, verkehrt herum gewesen.

Dann: das schreckliche Knirschen von Metall auf Asphalt.
Das Kreischen und Splittern von Sicherheitsglas.
Das Entfalten des Airbags und der pulverige Geruch einer Explosion.
Das Knirschen des Daches auf der Straße, als es schlitternd auf dem Asphalt zum Stillstand kam.
Das Letzte, was Mike sah, war das Aufblitzen eines hellen Lichtes, wie eine Supernova, als sein Kopf im Wageninneren mit voller Wucht auf das Innere des Daches knallte.

Dann herrschte Dunkelheit, und er hauchte sein Leben mit einem blauen Dunst aus. Seine Zigarette neben ihm glimmte noch eine Weile, bis auch sie letztendlich erlosch.

ENDE

__________________
Das Leben ist zu kurz für langweilig Geschichten

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


DocSchneider
Foren-Redakteur
Häufig gelesener Autor

Registriert: Jan 2011

Werke: 137
Kommentare: 2459
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um DocSchneider eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Snowman,
Deine Geschichte enthält leider viele Fehler, die das Lesen erschweren.

quote:
Genussvoll zog er den Tabakrauch in seine Lungen, stoß ihn mit langem Atem wieder aus.

Genussvoll zog der den Tabakrauch in seine Lungen, stieß ihn mit langen Atem wieder aus.


quote:
dachte Mike mit einem Grinsen im Gesicht und zog erneut an seinem klimmenden Stummel.

... und zog erneut an seinem glimmenden Stummel.


quote:
Ein Blick auf die Armbanduhr zeigte ihm unmissverständlich, das er spät dran war.

...zeigte ihm unmissverständlich, dass er spät dran war.


quote:
war ein Schwieriges unterfangen.

war ein schwieriges Unterfangen.


quote:
Die Tachonadel zeigte unmissverständlich einhundert Stundenkilometer.

Hier könntest Du unmissverständlich weglassen, da es zwei Sätze zuvor bereits auftaucht.


quote:
Seit mehreren Tagen wurde der Schmerz schlimmer und sein Bein sah aus wie verschimmelter Käse. Kleine schwarze Blasen und Adern traten hervor und drohten jederzeit zu platzen.

Wenn das Bein inzwischen so aussieht, kann er nicht erst seit ein paar Tagen Schmerzen haben! Der Prozess müsste sich über eine längere Zeit hingezogen haben.


quote:
So können sie nicht weitermachen",

"So können Sie nicht weitermachen",

quote:
Sein Hausarzt hatte ihm diesen in Letzter zeit oft gesagt.


Sein Hausarzt hatte ihm diesen in letzter Zeit oft gesagt.


quote:
„Suchen sie sich professionelle Hilfe. Hören sie auf zu rauchen, oder sie müssen mit den Konsequenzen leben.“

Sie immer groß!


quote:
Mit einem Ruck und gezielter Präzession

Mit einem Ruck und gezielter Präzision


quote:
Gekonnt und routiniert, fuhr er die enge Straße entlang. Gesäumt von Bäumen, die links und rechts majestätisch in die Höhe ragten.

Hier entsteht der Eindruck, dass sein Fahrverhalten von Bäumen gesäumt wird. Besser:

Gekonnt und routiniert fuhr er die enge Straße entlang. Sie wurde links und rechts von majestätisch in die Höhe ragenden Bäumen gesäumt.



quote:
Es erinnerte ihn an Häuserschluchten, solche, wo sich Touristen verirrten und ständig nach dem richtigen Weg fragten.


Besser: Das Ganze erinnerte ihn an ...

quote:
Und er dachte sehnlichst an seine geliebte Frau. Erst vor kurzem war sie an Krebs verstorben.
Der verdammte Krebs.
Sie nie geraucht. Bekam ihn aber trotzdem. Warum sollte er jetzt damit aufhören?

Unklare Sätze. Es wird der Eindruck erweckt, als habe die Frau auch Lungenkrebs gehabt, obowhl sie nie geraucht hat. War das so?

quote:
Zu spät sah er die herannahende Gefahr.

Welche? Ein anderes Auto?



quote:
Einen kurzen Augenblick zuvor war die Welt verstummt, verkehrt herum gewesen.

Besser: Einen kurzen Augenblick lanf war die Welt verstummt und verkehrt herum gewesen.


LG Doc


__________________
Manchmal denke ich, der Himmel besteht aus ununterbrochenem, niemals ermüdendem Lesen. (Virgina Woolf)

Bearbeiten/Löschen    


SnowMan
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2014

Werke: 4
Kommentare: 3
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um SnowMan eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo @all,

erstmal vielen herzlichen Dank für das lesen der Geschichte und die konstruktive Kritik.

@DocSchneider
Danke für die Verbesserungen die ich einbauen werde. Natürlich gehen solche Fehler nicht, ein Unding (Gross/Kleinschreibung!)

quote:
Unklare Sätze. Es wird der Eindruck erweckt, als habe die Frau auch Lungenkrebs gehabt, obowhl sie nie geraucht hat. War das so?
Vertipper. Es sollte so gezeigt werden, das seine Frau nie geraucht hatte und trotzdem an Krebs gestorben ist.
Wird verbessert.
Danke für die Tollen Tips.

@Steky
Ja, die Geschichte sollte ironisch rüberkommen. Denn, wie Du schreibst, millionen Male vorkommen ist war für mich zu langweilig. Daher dieser Weg.
Immer wieder spannend wie Geschichten auf andere Wirken. Die Ironie lasse ich so bestehen, werde aber überarbeiten und sie noch besser herausarbeiten. Vllt. mach ich für Dich extra eine andere? Wer weiss.
Auch Dir danke für die Tips und deine Ehrliche Meinung.

LG an Euch alle.

SnowMan
__________________
Das Leben ist zu kurz für langweilig Geschichten

Bearbeiten/Löschen    


1 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Werbung