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Leselupe.de > Gereimtes
Rauchsignale
Eingestellt am 25. 11. 2004 21:57


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Perry
Manchmal gelesener Autor
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Rauchsignale


wieder einmal
habe ich meine Liebe
auf dem Altar der Hingabe
dargebracht

ihr Rauch stieg
wei├č kr├Ąuselnd auf
in den Himmel
der Erwartungen

wieder einmal
wurden die Opfergaben
verschm├Ąht
meine Anbetung nicht erh├Ârt

erloschen ist
das Feuer der Sehnsucht
Wolken ziehen auf
am Horizont

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vexierbild
Guest
Registriert: Not Yet

warum starb das Feuer der Sehnsucht, weil die Opfergaben verschm├Ąht wurden? Muss es da nicht umso h├Âher lodern?

LG Heri

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Perry
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Hallo Heri,
danke dass Du dir Zeit genommen hast meinen Text zu lesen. An der Metapher einer Opferzeremonie habe ich versucht die Abweisung eines Liebesantrages zu spiegeln. Man gibt sein Wertvollstes hin, wenn es nicht angenommen wird bleibt nur die Verdammnis und das Feuer erlischt.
LG
Manfred.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Hallo Perry,

ich finde auch, dass Dein Text einen Widerspruch enth├Ąlt.Man kann jemanden sogar aus der Entfernung lieben, ohne dass der ├╝berhaupt etwas dar├╝ber wei├č. Das macht einen gl├╝cklich. Zu lieben macht immer gl├╝cklich. Wenn die Liebe erwiedert wird, ist das eine feine Sache,aber das ben├Âtigt man nicht, um gl├╝cklich zu sein. Zu lieben ist das einzige Gl├╝ck.

Ich wei├č aber, das die meisten Menschen das anders sehen und insofern macht Dein Text eine Aussage,die man leicht nachvollziehen kann.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Gabriele
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2004

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Die Idee mit der Opferzeremonie gef├Ąllt mir ganz gut, aber auch ich kann nicht nachvollziehen, warum das Feuer erlischt, wenn die Anbetung nicht erh├Ârt wird.
Ich muss Vera-Lena rechtgeben: Das Gef├╝hl zu lieben allein macht - vielleicht nicht immer gl├╝cklich, aber doch "reich" (wenn es wirklich Liebe und nicht nur Haben-wollen ist), selbst wenn die erhoffte Erf├╝llung ausbleibt.
Allerdings kann die unerf├╝llte Sehnsucht dann schon mal sehr schmerzen, sodass wir das Feuer manchmal gern ersticken w├╝rden... Von selber erlischt da aber - aus meiner Erfahrung heraus - gar nichts.
Aber da hat wohl jeder seine eigenen Erfahrungen - und M├Ąnner scheinen das, glaube ich, ohnehin etwas anders zu sehen.
Trotzdem: Vielleicht magst Du noch einmal ├╝ber eine ├ťberarbeitung der letzten Strophe nachdenken?
Liebe Gr├╝├če
Gabriele

__________________
Be yourself - no matter what they say!

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Also, ich finde schon, da├č eine "Liebe" ein Begehren
erl├Âschen kann, sofern es nicht auf Gegenliebe auf ein
Gegenbegehren st├Â├čt. Wir lieben gar nicht so selbstlos,
wie uns oft eingeredet wird. Und wenn es manchmal so scheint, dann ist es meist keine selbstlose Liebe, sondern
die Macke der Selbstaufopferung, also eine Art Masochismus:
Ich liebe so unerwidert, aber es macht mir doch eigentlich Spa├č zu leiden - im Grunde w├Ąre ich eher ungl├╝cklich, wenn ich Gegenliebe bek├Ąme

Ich glaube fest daran, da├č wir nur lieben k├Ânnen auf Gegenseitigkeit - ansonsten verlieren wir das Interesse
aneinander. Es ist kr├Ąnkend auf Ablehnung zu sto├čen.
Wieso sollten wir also einen "Kr├Ąnker" lieben? -
Es sei denn wir sind dieser Masochist, der sein Leiden liebt
und somit so gerne "gl├╝cklich-ungl├╝cklich" ist.
Deswegen "lieben" viele Frauen auch so "gl├╝cklich-ungl├╝cklich",weil sie einen ziemlichen masochistischen
Zug haben.Ich sage ausdr├╝cklich viele -nicht alle
Ich habe es pers├Ânlich erfahren, da├č wenn mich jemand
wirklich abgelehnt hat, meine Zuneigung zu ihm erlosch.
Nat├╝rlich gibt es verschiedene Stufen einer Zuneigung
oder "Liebe". An jemandem, dem wir ├╝ber l├Ąngere Zeit
zugetan waren, k├Ânnen wir noch ├╝ber l├Ąngere Zeit h├Ąngen,
mit einer k├╝rzeren Beziehung ist man schneller fertig.
Hier hat die lange Zeit eine "gewohnheits-Abh├Ąngigkeit"
geschaffen, so da├č wir, selbst wenn uns derjenige
nicht mehr mag, trotzdem noch an ihm h├Ąngen k├Ânnen.

Die folgen Zeilen von Vexierbild:

"warum starb das Feuer der Sehnsucht, weil die Opfergaben verschm├Ąht wurden? Muss es da nicht umso h├Âher lodern?"

deute ich nur als ein Ergebnis vom "haben-wollen-um-jeden-Preis" - das ist eine Begierde des "nich-Bekommens" und sie hat was mit unserem fr├╝hkindlichem Verhalten zu tun:
"ich will...ich will...ich will..." Ganz besonders M├Ąnner leiden darunter, siehe den Jagdtrieb (hier mu├č der betreffende Mann alles, aber auch alles haben, je weniger er es bekommt, desto gr├Â├čer die Gier danach)

Alles in allem, Perrys Gedicht ist realistisch.

Liebe Gr├╝├če
Klopfstock

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Perry
Manchmal gelesener Autor
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Hallo ihr Lieben,
ich bin nahezu sprachlos, was ihr in mein einfaches Entt├Ąuschungsgedicht alles hineininterpretiert habt. Ich werde sie weiter verehren meine G├Âttin, auch wenn sie mein Opfer abgewiesen hat. Doch meine Glut ist erloschen. Wahre Liebe kann auf die Dauer nur brennen, wenn sie erwidert wird oder sie irgendwann Erf├╝llung finden kann.
Danke Vera-Lena, danke Gabriele, danke Klopfstock und LG
Manfred

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