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Leselupe.de > Ungereimtes
Raue ohne Ende
Eingestellt am 14. 12. 2002 15:20


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VanOldi
AutorenanwÀrter
Registriert: Aug 2000

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Raue ohne Ende

Salzbrennend gischtet das Meer in den rostigen Kadaver
und spĂŒlt heraus die schleimig, öligen Eingeweide.
Im Untergang schickt er die letzten verpeßteten GrĂŒĂŸe,
welche noch lange die Trauergesellschaft am Ufer begleiten werden.

Es erbt, wer nicht erben wollte und doch das Erbe mit erschuf.
Wer Stumm war schreit auf , warum man ihn vorher nicht erhörte.
Es trauert zu spÀt, wer vorher hÀtte sich trauen sollen zu handeln.
Und jeder verzweifelt, der schon lÀngst hÀtte Zweifeln sollen.

Das schwarze Blut der pulsierenden Welt bedeckt die erdige Haut
als Leichentuch das nicht mit in den Sarg mochte und zur Raue bleibt,
damit die Erinnerung an den Toten lÀnger bleibt, als den GÀsten lieb sein kann.

__________________
(C) 2003 by Stefan Mollenhauer
Gedichte berichten verdichtet Geschichten

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Waldemar Hammel
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"Was will uns der Autor damit sagen?" (Reich-Ranitzki)

Ich hab diesen Schnellschuss nicht bewertet, warte darauf, dass Du z.B. die paar Schreibfehler noch beseitigst.


__________________
Alles bleibt anders ...

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Vera-Lena
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Raue

Lieber VanOldi,

ich finde es "Klasse" wie Du das Thema der Ölpest bearbeitet hast. Ja, die Leiche ist noch anwesend beim Leichenschmaus, ein besseres Bild lĂ€ĂŸt sich kaum finden.

Die Pest schreibt sich mit "s" und nicht mit"ß", also muß es heißen "verpestet".

Und jeder verzweifelt, der vorher schon lÀngst hÀtte "zweifeln" sollen. Ja, da wird "zweifeln" klein geschrieben.

In der letzten Strophe kommt hinter "Leichentuch" ein Komma.

Ansonsten kann ich keine Fehler entdecken.

Liebe GrĂŒĂŸe Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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VanOldi
AutorenanwÀrter
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Hallo Waldemar,

es ist schade das Du eine Bewertung von meinen RechtschreibekĂŒnsten abhĂ€ngig machst - hĂ€ttest ja zumindest eine B-Note fĂŒr den kĂŒnstlerischen Wert vergeben können ;-)

Bei Herrn Reich-Ranitzki bin ich mir nun nicht so sicher, dass er eines meiner Werke gelesen hat, somit vermute ich mal, dass sein Zitat hier vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen wurde ;-). Ich nehme an, das aber bei dem Literatut-Papst nach einer solchen Aussage eine langatmige Interpratation seinerseist folgt.

Muß ein Schreiber sein Werk erklĂ€ren ? Nunja, Du forderst es ja - also bitte:

Die Idee war es ein Bild - das eines sinkenden Öltankers (wie komme ich nur darauf?) mit Worten zu fassen. Beim schreiben bewegte sich dann das Bild weg zu den Menschen an Land, gerade so wie die Ölteppiche. Dort stehen die Leute die ihre Existenz bedroht sehen, aber auch jene die direkt verantwortlich sind fĂŒr solche Katastrophen.
Die Frage ist doch aber, ob wir nicht alle irgendwo unseren beitrag leisten das solche Sachen passieren.
Schließlich sind wir alle Ölverbraucher und die meißten wollen einfach nur billig Öl haben und machen sich um solche Dinge verrottete Tanker nur Gedanken wenn irgendetwas passiert (solange wie die Halbwertszeit dieser Katastrophe ist).

Das aber solche VorgĂ€nge ĂŒber Jahrzehnte ihre Spuren hinterlassen ist uns allen bekannt. Muß ich damit noch wirklich erklĂ€ren wer die sind, die das Wrack beerben und jene die erst anfangen zu schreien wenn alls zu spĂ€t ist?

Nur eines ist klar - das ausgelaufene Öl wird noch auf lange zeit die KĂŒste bedecken.



viele Liebe GrĂŒĂŸe - Stefan

P.S. Andre Heller hat die Kinder vergessen in denen Gott lebt :-(
__________________
(C) 2003 by Stefan Mollenhauer
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VanOldi
AutorenanwÀrter
Registriert: Aug 2000

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Hallo Vera-Lena

danke :-)

Gruß Stefan
__________________
(C) 2003 by Stefan Mollenhauer
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