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Leselupe.de > Gereimtes
Realitas und Romeo
Eingestellt am 14. 02. 2010 09:22


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JeanJeudi
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Realitas Du böser Held
Komm stell dich mir! Der Recke gellt
Steh nicht so steinern, ruhig, stumm
Mich treibt die blanke Wut. Zu dumm

Du weichst mir nicht mit Schritten aus
Bleibst stehen dort im Weltenhaus
Denkst Du, ich beug mich sanft heut und ergeben
Mich treibt die blanke Wut zu Leben

Komm stell Dich, riesig, meiner Wut
verweile nicht, gib frei die Glut
die mich nicht nÀhrt, nicht wÀrmt, nicht speist
weck auf in mir des Ritters Geist

Wir sind geschaffen, nicht fĂŒr Leiden
und keiner wird den andren meiden
Lass Dir nur sagen, ohne Hohn
in jeder Zeit besiegt ich schon

das was fĂŒr mich Du vorgesehn
kann streiten, kÀmpfen, vorwÀrts gehn
Nur eines kann ich wirklich nicht
allein stehn, ohne Licht

Ich laufe, springe, weiss vor Glut
mit kaltem Herz, doch voller Mut
Du vor der Sonne, starr wie Stein
ab heute wirst Du anders sein


__________________
In dieser Welt gibt es nur zwei Tragödien. Die eine ist, nicht zu bekommen, was man möchte, und die andere ist, es zu bekommen. (Oscar Wilde)

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Rhea_Gift
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Hi,

die zwei Zeilen, die holpern,

Denkst Du, ich beug mich sanft heut und ergeben

allein stehn, ohne Licht

sind wirklich bedeutsam - aber dann hĂ€tte ich auch in die letzte noch nen Hopser eingebaut - dann passen Form und Inhalt auch komplett zusammen... und kommt ĂŒberzeugend als gewollt rĂŒber

Hier wĂŒrd ichs umdrehen, muss aber nicht unbedingt, nur ein LesegefĂŒhl:

in jeder Zeit besiegt ich schon

das was Du fĂŒr mich Du vorgesehn

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Sta.tor
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Hallo JeanJeudi,

ein bisschen viel Wut zu Anfang fĂŒr meinen Geschmack.
Warum die aus der Reihe tanzenden Verse besonderer Bedeutung unterliegen, erschließt sich mir, ehrlich gesagt, auch nicht so ganz. Warum kann es nicht heißen:

Denkst du, ich beug mich sanft ergeben

bzw.
Denkst Du, ich beug mich heut ergeben
oder
alleine stehen, ohne Licht.?

Was macht den Unterschied? Ich kann keinen erkennen.

Viele GrĂŒĂŸe
Sta.tor
__________________
schlimmer geht immer

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Rhea_Gift
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Hey Sta.tor -

die genannte Zeile beugt sich eben nicht - auch formal nicht. Ist auch die lÀngste Zeile. Bricht aus aus dem Schema... hab sowas auch schon versucht, kommt bei Lesern aber oft nicht an.
Ebenso das allein stehn - steht halt allein da - auffÀllig klein und nicht reinpassend in seine metrisch sonst glatte Umgebung.

So verstehe ich es - aber genau deswegen muss die letzte Zeile dann auch wirklich "anders" sein als der Rest - vielleicht kursiv setzen??

Mit der Wut hast du recht, ist wirklich etwas viel - aber die blanke Wut scheint mir hier absichtlich wiederholt in S1 und S2 - und dann geht Lyri in der S3 genau auf diese ein - wĂ€re komisch, wenn es dann plötzlich Zorn hieße... fĂŒr mich passt es daher.

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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JeanJeudi
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Liebe Rhea,

ĂŒber dem "Du", dem vorgezogenen, habe ich lange gesessen. Ehrlich gesagt, hat es so zuerst auch auf dem Blatt gestanden. Der Inhalt passt eh, weil voller Wut. Ich hab es verrĂŒckt. Es klingt sperriger, altbacken. Es vertrĂ€gt aber am Schluss keine Korrespondenz.

Was holpern soll ist das, was die Wut erst entstehen lÀsst. Das Heute. Die Hoffnungslosigkeit.
Dem gegenĂŒber steht ein klassischer Schluss. Ohne "Un"reim. Wenn sich der Bauch an den richtigen Stellen zusammenzieht, dann wird Realitas heut anders sein. Der Schluss vertrĂ€gt keinen Holperer. Sry. Er ist die Lösung dessen, was mir vorher Bauchschmerzen bereitet hat.

Lieben Dank fĂŒr Deine BeschĂ€ftigung mit meinen Zeilen. Ich bin romantisch, nicht wagemutig.


Lieber Sta.tor,

natĂŒrlich kann ich auch Schiller nachĂ€ffen oder mit meinem Finger beim Schreiben auf dem Tisch klopfen. Das möchte ich aber nicht. Ich hab schliesslich eine Feder zu halten. Ich weiss nicht einmal, ob ich das in lesbarer Form könnte.
Da Du den Unterschied selbst niederschreibst, gibt es ihn wohl. Genau der ist es, der "ein bischen viel Wut" ausdrĂŒckt. Ich hatte nicht vor episch zu dichten, sondern voller Wut habe ich.

Auch Dir danke ich sehr fĂŒr Lesen und Kritik.

Jean
__________________
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