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Leselupe.de > Gereimtes
Regen
Eingestellt am 16. 01. 2004 13:13


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black sparrow
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Registriert: Jun 2002

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Regen



Wir warten auf Heilung
wie andere auf Regen
und können doch nicht wachsen,
weil wir keine Blumen sind.
Wir holen uns nur nasse Füße,
doch immerhin, wir haben Durst,
und deine Augen sind ein Fluss.
Mein Herz ist eine Wüste,
in der kein Kaktus blüht.
Alles Leben ist gespannt
und wartet auf die Flut,
mit Geduld und Angst,
denn wir könnten ja ertrinken
in all der Trauer und Einsamkeit,
die uns gefangen hält
in unserer Haut,
die wir nie verschmelzen können,
trotz jeden Versuchs,
aber selbst die Sonne stirbt
und strahlt doch
jeden Tag.




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wondering
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Oct 2002

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Hallo black sparrow,

das sind sehr intensive Zeilen und zu meckern gibt es nichts.

Wahrscheinlich hätte ich nach dem "trotz jeden Versuchs" einen Punkt gesetzt und der Sonne einen eigenen Satz ohne "aber" gegeben. Kommt mir noch intensiver vor...

[...]
Alles Leben ist gespannt
und wartet auf die Flut,
mit Geduld und Angst,
denn wir könnten ja ertrinken
in all der Trauer und Einsamkeit,
die uns gefangen hält
in unserer Haut,
die wir nie verschmelzen können,
trotz jeden Versuchs.
Selbst die Sonne stirbt
und strahlt doch
jeden Tag.


vG wondering

__________________
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie woanders zu suchen.

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Daniel Mylow
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo black sparrow,
dein Gedicht ist sehr schön, wie das Strömen eines ruhigen Flusses habe ich deine Sprache empfunden. Spontan gestört hat mich nur "trotz jeden Versuchs", das klingt nicht flüssig.
Vielleicht wäre besser: trotz aller Versuche oder auch Tag und Nacht oder ein ganz anderes Bild, was die Unmöglichkeit der Nähe umschreibt. Herzliche Grüße Daniel

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Minouche
Guest
Registriert: Not Yet

Regen

Ich hoffe, es kommt eine Menge Regen, deiner Seele den Durst zu nehmen.
Wir sind Blumen, wir Menschen. Wir dürsten nach Wasser, nach Substrat und nach Leben. Nach Licht, nach Sonne. Denn ohne das geht es nicht. Wir würden sterben. Auch wir Menschen.
Ich wünsche dir gute Erde. Und Licht,auf dass du leben kannst.

Deine Zeilen rührten mich tief an.
Machten mich unendlich traurig.
Doch Tränen sind salzig. Damit ungeeignet für eine Wüste. Ich werde mich in Süßwassertränen üben.

Liebe Grüße
Minouche

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black sparrow
Häufig gelesener Autor
Registriert: Jun 2002

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Hallo ihr Drei,

ich danke euch für die wohlwollende Kritik!

@wondering und Daniel: Das Gedicht ist noch so neu,
dass ich über eure Vorschläge erst mal nachdenken
muss. Jedesmal wenn ich es lese, fallen mir noch andere
Stellen auf, die ich ändern könnte, als wäre das Ding
noch "flüssig". Kriegs noch nicht gepackt.
Aber eure Anmerkungen sind berechtigt!

@ minouche: Deine Antwort ist fast selbst schon ein
Gedicht!

Schlaft gut

black sparrow

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Monfou Nouveau
???
Registriert: Aug 2003

Werke: 2
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Lieber black sparrow,

dein Name erinnert mich immer an einen Verlag, in dem Bukowski erscheint (Black Sparrow Press, Santa Rosa). Darf ich sagen, dass, wie ich finde, du hier ganz diesen Erwartungen gerecht wirst? Man könnte (ich sage: könnte) das doppelte Relativpronomen beanstanden, also „Einsamkeit, die… in unserer Haut, die…“ Man soll ja bekanntlich nicht einen Relativsatz von noch einem Relativsatz abhängig machen, vor allem wenn das Relativpronomen gleichlautend ist, aber, ehrlich gesagt, es stört mich in deinem Gedicht nicht. Die Schlichtheit im Ton sagt mir sehr zu und die Verbindung von Lakonik und stillem Pathos findet einen schönen Ausgleich. Noch mehr sympathisiere ich mit der dahinter aufscheinenden Haltung des lyrischen Ichs. Ich habe immer auf solche Gedichte von black sparrow gewartet, geht’s noch bitterer? Und bitter bitte mit Superbildern! Die Sonne stirbt und strahlt doch jeden Tag… Solche Sätze brauche ich täglich, um als Leser zu überleben. Danke.

Beste Grüße
Monfou

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