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Leselupe.de > Feste Formen
Regen (Haiku)
Eingestellt am 02. 08. 2007 13:17


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Vera-Lena
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Tropf! Plumps! Klatsch! H├╝pf! Platsch!
Viele Tropfen in Lachen,
feuchtfrohes Lachen!




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Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Vera-Lena
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Haiku?

Lieber Walther,

Die Silbenzahl stimmt jedenfalls 5-7-5. Was h├Ątte denn anders ein m├╝ssen , fragt Vera-Lena, die sich das schon vor der Ver├Âffentlichung selbst gefragt hatte. Vielleicht
kannst Du mir ja eine Erl├Ąuterung geben.
Liebe Gr├╝├če!
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Walther
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Guten Tag, Vera-Lena und NDK,

Haikus sind ein Fall f├╝r sich. H├Ąufig wird gemeint, die Form 5-7-5 sei kontituierend; dem ist nicht so. Das moderne Haiku, besonders das nicht-japanische, kennt durchaus Abweichungen dazu.

Aus der Tradition kommt zudem die Trennung in Senryu (der Protagonist, der Mensch also, steht im Zentrum) und Haiku (naturbezogen, Naturdichtung). Heute verflie├čen diese Grenzen zunehmend.

Das Haiku beschreibt ein Bild und l├Ą├čt Raum f├╝r die Fertigstellung desselben im Leser / Betrachtung. Fr├╝her waren dem Haiku Federzeichnungen und/oder Holzschnitte beigegeben, und, wie wir wissen, sind die chin. Schriftzeichen, die ja auch das Japanische verwendet, selbst "Bilder". Im Haiku scheinen Shintoismus und Buddhismus auf, ebenso das ZEN.

Letztlich ist ein Haiku niemals lautmalend, und es reimt sich auch nicht. Effekte sind nicht die Sache des Haijin (= Haikudichter). Er nimmt sich zur├╝ck, betrachtet sich sozusagen als Linse, in der sich das Naturereignis "bricht".

Wichtig sind "kigo" (Jahreszeitenwort) und "kigai (= Jahreszeitenthema). Dopplungen sollten vermieden werden - was gesagt ist, ist gesagt, keine Platzverschwendung, wozu auch, denn: gerade beim Kurzgedicht liegt in der K├╝rze die W├╝rze.

Mehr findet man unter Hier klicken, der Seite des Hamburger Haiku-Verlags, der derzeit besten deutschen Haikusiete (neben der der Deutschen Haikugesellschaft, deren Mitglieder meine Wenigkeit seit einigen Jahren ist; dort bekommt man ein gutes Quartalsbrevier, das ├╝ber das Haiku einiges vermittelt).

Ich ├╝berlasse es den Lesern und den wirklichen Experten zu entscheiden, ob dies ein Haiku ist oder nicht. Meiner unerheblichen Meinung nach ist der Eintrag wohl eher keines, das aber tut dem Gedicht selbst wenig Abbruch, weil ich es f├╝r sehr gelungen halte.

Wir streiten uns also ein wenig um des Pudels Kern: Hier klicken Aber warum auch nicht. Was gibt es denn Sch├Âneres als Grundsatzdebatten, sage ich immer, wenn sie denn ruhig, sachlich und mit einen kleinen Schu├č wohlmeinenden Humors gew├╝rzt gef├╝hrt w├╝rden.

Aber das werden sie meistens leider nicht. Und daher will ich es auch bei diesem unma├čgeblichen Hinweis auch belassen, bevor ich wieder in der Besserwisserecke lande, in der ich mich eigentlich so gar nicht wohlf├╝hle.

Liebe Gr├╝├če W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Vera-Lena
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Danke

Lieber Walther,

ganz herzlichen Dank f├╝r Deine ausf├╝hrlichen Erl├Ąuterungen und die angegebenen Links!
"Was das/die "Lachen" betrifft, so handelt es sich ja um keinen reinen Reim, wegen lang "a" und kurz "a", aber es so zu verwenden, wie ich es hier getan habe, der Anreiz war f├╝r mich doch zu gro├č, obgleich ich schon vermutete, dass es f├╝r ein Haiku unpassend ist.
Auch bei der Lautmalerei der fallenden Tropfen, dachte ich mir, da ich so etwas noch nie bei einem Haiku gefunden habe, geh├Ârt es da sicher nicht hin. Aber dann siegte mein Trotzkopf und der Wunsch in eine bestehende Form eine Ver├Ąnderung hineinzubringen. (Ja, ich wei├č schon, wie anma├čend ich gelegentlich sein kann)

Ich danke Dir sehr f├╝r die Bezeichnung "Kurzgedicht", denn die werde ich in Zweifelsf├Ąllen vielleicht ├Âfter benutzen.

Dir ein sch├Ânes Wochenende!
Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena
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