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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Regengedanken
Eingestellt am 04. 09. 2001 02:55


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G├Ąnsebl├╝mchen
Hobbydichter
Registriert: Apr 2001

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Regengedanken

F├╝r heute hatte der Wetterbericht Schauer gemeldet.
Wir hatten nur einen, doch der blieb uns auch den ganzen Tag erhalten..

Und ├╝berhaupt, dieser Regen war ganz anders als in den letzten Monaten.
Es war kein kindlich ungest├╝mer Regen wie im April,
kein warmer Maienregen, den ich so gern auf meiner Haut sp├╝re,
und auch keiner der entweder verw├╝nschten oder lang ersehnten Sommerregen.
Nein, dieser Regen war anders und auch die Reaktionen auf ihn waren anders.

Machmal, w├Ąhrend eines heftigen Platzregens, kann man beobachten, wie sich die gerade noch vergn├╝gt herumtobenden Kaninchen unter die B├╝sche verkriechen,
wie die V├Âgel unter dem sch├╝tzenden Bl├Ątterdach der gro├čen Buchen Zuflucht suchen
und die Menschen in der Fu├čg├Ąngerzone eilig in L├Ąden oder unter die bunten Markisen fliehen, um den Schauer abzuwarten,
- wohl wissend, da├č es sich zwar um ein heftiges aber nur kurzes Gastspiel handelt.

Ein sommerlich warmer Spr├╝hregen scheint das genaue Gegenteil zu bewirken.
Munter hoppeln die Kaninchen ├╝ber die Wiese, jagen sich spielerisch, springen ├╝berm├╝tig in die Luft und sch├╝tteln sich ab und zu die Ohren trocken, was recht putzig ausschaut.
Die V├Âgel strecken ihre K├Âpfchen geradezu dem Wasser entgegen, genie├čen die willkommene Erfrischung, plustern sich auf, um auch ja ├╝berall das kostbare Na├č zu sp├╝ren und putzen sich anschlie├čend ausgiebig und vergn├╝gt.
Auch kaum einen der Passanten in der Fu├čg├Ąngerzone st├Ârt dieser Hauch von Regen, sie empfinden ihn eher als angenehme Abwechslung und gehen wie gewohnt, vielleicht der ein oder andere kurz mit ausgestreckter Hand, ihrer Wege. Ach nein, nicht so ganz, denn die ├Ąltere Dame, die gerade mit frischer Dauerwelle den Friseursalon verl├Ą├čt, h├Ąlt sch├╝tzend eine Hand ├╝ber den Kopf, w├Ąhrend sie mit der anderen in ihrem T├Ąschchen nach einer dieser durchsichtigen Plastikhauben sucht.

Ganz anders heute.

Der Himmel war gleichm├Ą├čig grau und der Regen fiel in einer solch eint├Ânigen Regelm├Ą├čigkeit, da├č alle zu wissen schienen, da├č es eine unausweichliche Gegebenheit ist und so bleiben wird.
Die Tauben auf dem Dach zeigten keine Reaktion sondern schlenderten gem├Ąchlich vor sich hin, die Kaninchen auf dem Rasen hoppelten nicht unter die B├╝sche sondern knabberten, mit angelegten Ohren zwar, aber doch relativ unger├╝hrt am Klee weiter und die Menschen warteten nicht auf die n├Ąchste Trockenphase sondern radelten in Regenjacken zum Einkaufen.
Alle schienen sich damit abgefunden zu haben, da├č dies nun in der n├Ąchsten Zeit unab├Ąnderlich dazugeh├Âren wird und da├č man sich einfach darauf einzustellen hat.

Und da wu├čte ich pl├Âtzlich,
dies war die Art von Regen, die den Herbst ank├╝ndigt.



Ein klein wenig wehm├╝tig

G├Ąnsebl├╝mchen

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Fee
Wird mal Schriftsteller
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Liebes G├Ąnsebl├╝mchen,

ja, Du hast es auf den Punkt gebracht.
Der Regen, der den Herbst einl├Ąutet. Unsere ersten Kaminfeuer haben auch schon gebrannt.

Lass Dich nicht unterkriegen!!
Dr├╝ck Dich mal ganz doll!

Die auf einen Altweibersommer hoffende
Fee
__________________
Wo die Natur am freiesten und wildesten ist, sind Feen und Elfen nicht weit.
Ted Andrews

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