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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Regenmond
Eingestellt am 22. 04. 2001 17:19


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Jasmin
Autorenanw├Ąrter
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Regenmond

Regenmond

Es regnet. es ist, als w├╝rden alle meine tr├Ąnen vom himmel herabst├╝rzen. die sehnsucht streut schwarze kiesel in mein herz und ich weiss nicht mehr, wonach und nach wem ich mich sehne. es ist eine allgemeine, allumfassende sehnsucht, die mich beherrscht. zu verworren alles in meinem kopf die gedankenm├╝hle mahlt und mahlt ewig. gef├╝hle, was sind gef├╝hle, sie kommen und gehen in wellen, verschwinden, wenn sie ihren hoehepunkt erreicht haben...ich weiss nicht mehr aus noch ein. und dann das. dieser brief von dir, wirklicher als alles andere. ich sp├╝re alles, was du mir schreibst, es ist ein traum, es ist fiktion und doch nimmt es von mir besitz. ich folge den bildern und worten aus deinem brief.
da sind wir in diesem dunklen zimmer, nur die lichter der flackernden kerzen und das fahle licht des mondes, der durch den schleier des weissen vorhanges hindurchschimmert. ich auf dem bett liegend, meine haare ausgebreitet, ein brauner seidenf├Ącher. da liege ich und zittere und versuche, mich zu bedecken. und du sitzt da auf der bettkante und blickst in mein gesicht ernst und stumm. ich sehe dich nicht, du bist nur ein schatten. lange verharren wir so und lauschen dem regen, die wolken verdunkeln nun endg├╝ltig den mond. du hast mich nie ber├╝hrt und ich weiss auch nicht, wie du hierher gekommen bist. die t├╝r stand offen, sagtest du. ich bin eine nachtwandlerin, antwortete ich.
erschrocken versuchte ich, meine nacktheit zu verbergen. und nun sitzt du da und starrst mich an. ich habe angst, denn ich weiss, es wird etwas passieren. der regen fl├╝stert mir zu, diese nacht werde ich meine unschuld verlieren.




ein wind kommt pl├Âtzlich auf, heult um die aussenmauern, der vorhang weht bedrohlich, es h├Ârt sich an, wie der fl├╝gelschlag einer eule.
angespannt liege ich da, voller angst, aber auch begehren. etwas geht von dir aus, ich vermag es nicht zu benennen. der wind schl├Ągt die fensterl├Ąden gegen die mauer und ich stehe auf, werfe das seidentuch, das auf dem Sessel liegt, um mich. ich befestige die fensterl├Ąden und schliesse das fenster. du stehst auf und stellst dich hinter mich, ganz nah bist du bei mir, ich sp├╝re deinen atem. du ber├╝hrst mich mit den lippen in der halsbeuge und dann beisst du mich mit deinen lippen, sie sind heiss und ich bekomme eine g├Ąnsehaut und sp├╝re mein blut, es klopft und ist auch ganz heiss pl├Âtzlich. und dann f├Ąllt das tuch auf den boden und du ber├╝hrst meine brust so sch├╝chtern, so vorsichtig und ich nehme meine h├Ąnde und lege sie auf deine h├Ąnde und du k├╝sst mich immer wieder, mein hals erschauert. und dann nimmst du mich und tr├Ągst mich auf deinen armen und legst mich auf das bett. du f├Ąllst auf die knie und legst deinen kopf auf meinen schoss, ich streichle deine haare aus dem gesicht, streichle z├Ąrtlich dein ohr.
deine knie tun weh, sage ich, komm zu mir. du legst dich neben mich und dann legst du deinen kopf auf meine brust und ich streichle dein haar und so schlafen wir ein, w├Ąhrend der wind den regen an das glas wirft.

ich wache auf pl├Âtzlich und der regen prasselt leise und gleichm├Ą├čig gegen die scheibe. der mond scheint auch hinein und malt muster auf dein haar. du liegst da mit dem kopf auf meinem schoss, es ist nichts passiert. meine hand in deinem dunklen, vollen haar. z├Ąrtlich streiche ich eine str├Ąhne aus deinem gesicht und du wachst z├Âgernd auf. du schaust mich an und ich verstehe. mit deinen zarten h├Ąnden schiebst du meine schenkel sanft auseinander, als w├Ąren es porzellanbeine. ich lasse dich gew├Ąhren, mein herz klopft wild. du wirfst mir noch einmal einen blick zu, voller bedeutung, und ich nicke. und dann sp├╝re ich deine brennenden lippen dort unten in meinem zentrum, meine h├Ąnde fassen deinen kopf und mein herz klopft immer schneller und schneller. das hier ist so sch├Ân wie nichts anderes, das ich je gekannt. du bist es, ja, du bist der prinz. du k├╝sst mich leer und ich seufze und fl├╝stere dir s├╝├če liebesworte zu. mit jeder bewegung deiner lippen, deiner zunge, liebe ich dich mehr. oh, wie ich dich liebe, wie ich dich will...kurz bevor ich den gipfel der lust erreiche, ziehe ich dich zu mir hoch. komm, fl├╝stere ich, bitte komm. und du legst dich auf mich und bedeckst meinen hals und mein gesicht mit k├╝ssen und ich sp├╝re deine erregung auf meinem pulsierenden schoss und meine ungeduld erreicht ihre grenze und ich drehe uns so, dass ich auf dir liege und dann mache ich, dass du in mich eindringst, ganz sanft wie ein boot in den hafen leise gleitend, und ich sp├╝re, wir passen zusammen, vollkommen, und nun bist du ein teil von mir, einverleibt, in mir f├╝r immer, ich lass dich nie wieder fort, nie wieder, h├Ârst du, und dann spiele ich einige augenblicke lang mit meinem becken und lache dich an, bevor ich auf dir zusammensinke, v├Âllig aufgel├Âst, zufrieden und gl├╝cklich.

__________________
Jasmin

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Ralph Ronneberger
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Hallo jasmin,

das ist ja mal was ganz anderes. Aber sch├Ân. Wirkt, wie aus einer momentanen Stimmung heraus einfach so hingeworfen.
Ich habe den Eindruck, je mehr deine Texte an der detailgetreuen Beschreibung von Liebesakten (furchtbares Wort - ich wei├č) verlieren, um so mehr gewinnen sie an Erotik. Hab nur ich diesen Eindruck?

Gru├č Ralph
__________________
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Renee Hawk
???
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wow, Jasmin, das war toll. Die Bilder spiegeln etwas wider, eine Erinnerung im innersten eines Menschen werden geweckt. Die Worte wecken Sehnsucht und N├Ąhe.

Liebe Gr├╝├če
Rene├Ę

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Jasmin
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Beschreibung von Liebesakten

Hallo Ralph,

ja, es ist tatsaechlich aus einer momentanen Stimmung heraus entstanden, einfach so hingeworfen mit Kleinbuchstaben.
Und - dein Eindruck ist richtig. Eigentlich gefaellt es mir gar nicht Liebesakte zu beschreiben im Detail, ich wollte - und jetzt bin ich knochenehrlich - Leser sammeln. Aber nun denke ich inzwischen, dass ich das nicht (mehr) noetig habe.

Hallo Renee,

das freut mich sehr, dass du das so empfindest. Ja, es ist Sehnsucht in diesem Text...


Liebe Gruesse an euch beide

Jasmin





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Jasmin

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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

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Der Geschmack des Ruhmes ist s├╝├č wie Honig und gef├Ąhrlich wie der Abgrund, du gehst einen Schritt weiter, um im Applaus zu baden.


Liebe Jasmin,

du musst nicht posten um Leser zu gewinnen, dass hast du nicht n├Âtig.

Liebe Gr├╝├če
Rene├Ę

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Jasmin
Autorenanw├Ąrter
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Am Abgrund

Liebe Renee,

du hast Recht. Ich weiss, es ist nicht richtig, aber ich bin sehr abhaengig von Anerkennung. Die Anzahl der Aufrufe, der Antworten, die Punktzahl - daran messe ich den Wert meines Textes. Ich bin noch nicht soweit, dass ich meine Texte selbst beurteilen kann. Kann das ueberhaupt jemand?

Liebe Gruesse

Jasmin



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Jasmin

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