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Leselupe.de > Kurzprosa
Reizwortgeschichte
Eingestellt am 31. 07. 2005 21:30


Autor
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sohalt
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

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......Der Wissenschaftler betrachtet mit dem Klonen dieser Kinder seinen Beitrag zur Arterhaltung als geleistet und konzentrierte sich wieder auf seine Forschung. Da seine Frau mittlerweile zu der Erkenntnis gelangt war, dass sie mit ihrer von nun an ja auf ewig konservierten strahlenden Sch├Ânheit kaum mehr zu ihrem eher unscheinbaren, wenig fitnessbewussten Gatten passte und da sie als moderne Powerfrau mit eigenem Einkommen auch auf finanzielle Belange keine R├╝cksicht nehmen musste, hatte sie ihn schon bald f├╝r den knackigen Tennislehrer verlassen und somit war niemand da, der sich um die beiden Jungs gek├╝mmert h├Ątte. Daddy steckte sie daher ins katholische Elite-Internat, verschaffte Georgie durch gro├čz├╝gige Spenden f├╝r den schuleigenen Hubschrauber-Landeplatz einen Abschluss und anschlie├čend einen gem├╝tliche Posten bei jenem Pharma-Konzern, an dem er beteiligt war, wo Georgie gl├╝cklich und zufrieden bis zur Pension verblieb, in der er sich dann endlich voll und ganz seiner gro├čen Passion, dem Briefmarkensammeln widmen konnte bis er schlie├člich in hohem Alter an einer Leberzirrhose verstarb. Der 2. Sohn entwickelte sich allerdings zu einem etwas problematischeren Charakter. Anders als der mit einem schlichten Gem├╝t gesegnete Georg, der in seinem Briefmarkensammelverein und in seinem, sich dank des medizinischen Fortschrittes erst sehr sp├Ąt gesundheitssch├Ądigend auswirkenden Alkoholkonsum einen Ausgleich f├╝r die mangelnde emotionale Zuwendung innerhalb der Familie finden hatte k├Ânnen und abgesehen davon Zeit seines Lebens im Grunde ganz gl├╝cklich gewesen war, von seinem desinteressierten Vater nicht durch besondere Erwartungen belastet zu werden, geriet der 2. Sohn in eine schwere Identit├Ątskrise. Die verschriebenen Anti-Depressiva schlugen nicht an und er begann d├╝stere Gedichte zu verfassen, in denen permanent Herzen am Erfrieren und Seelen am Ersticken waren. Leider schaffte er es nicht mehr, es darin zu einer gewissen Meisterschaft zu bringen, weil er kontraproduktiver Weise zuvor aus lauter Frust im zarten Alter von 15 Jahren auf recht originelle Weise Selbstmord begegangen hatte. Er schlich sich unter dem Namen seines Bruders in eine Versammlung radikal-islamistischer Hardcore-Fundis, outete sich in einer Kamikaze-Aktion als genetisches Abbild von deren Erbfeind Georg W. Bush und wurde von ihnen in religi├Âser Extase zur h├Âheren Ehre Allahs massakriert. Diese doch etwas ungl├╝ckliche Geschichte warf zwar einen gewissen Schatten auf das Familienidyll, inspirierte aber immerhin den Vater zu einem neuen Forschungprojekt ├╝ber effizientere Anti-Depressiva.
__________________
.A mesure qu'on a plus d'esprit, on trouve qu'il y a plus d'hommes originaux. Les gens du commun ne trouvent pas de diff├ęrence entre les hommes. (Pascal)

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Marius Speermann
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Der Text leidet an den zu langen Schachtels├Ątzen. Diese machen es sehr schwer, zu folgen.
Ist leider auch einer meiner Fehler.

Mario

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sohalt
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

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Mach ich normal auch nicht, das mit den Schachtels├Ątzen. (Weil wirklich schwer lesbar, das liegt nicht an dir.)

Aber hier geh├Ârts ein bisschen dazu.
__________________
.A mesure qu'on a plus d'esprit, on trouve qu'il y a plus d'hommes originaux. Les gens du commun ne trouvent pas de diff├ęrence entre les hommes. (Pascal)

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Henry Lehmann
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo sohalt,

das war ja klar, dass sich bei einem Text, der lange Schachtels├Ątze als pr├Ągendes Stilelement hat, jemand ├╝ber die langen Schachtels├Ątze beklagt. Solche Leute bestellen sich wahrscheinlich auch eine Salami-Pizza ohne Salami.



LG Henry

P.S: Ach ja, ich mag Deine Texte. Sie sind sehr abwechslungsreich und machen einfach Spa├č!

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Penelopeia
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Nov 2002

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Hallo sohalt,

gegen die "Schachtels" ist nichts einzuwenden, aber mit ein paar Kommas mehr w├╝rden sie ├╝bersichtlicher.

LG

P.

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Josie
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2005

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Hallo Sohalt

Ich bin ein Liebhaber von Schachtels├Ątzen, wenn sie als Stilmittel zum Vorantreiben der Handlung eingesetzt werden.
Und in deinem Text dienen sie zwar eindeutig als Stilmittel - denn ohne diese Schachtels├Ątze w├Ąre dieser Text vermutlich sehr eint├Ânig und nichtssagend, so aber wirkt er auf mich am├╝sant und es hat mir Spa├č gemacht ihn zu lesen - doch weil du stellenweise zu viele Details aneinander reihst,wird hin und wieder nicht nur der Leseflu├č abgebremst sondern der Leser auch zu oft aus dem Handlungsablauf geworfen.

...Anders als der mit einem schlichten Gem├╝t gesegnete Georg, der in seinem Briefmarkensammelverein und in seinem # sich dank des medizinischen Fortschritts erst sehr sp├Ąt gesundheitssch├Ądigend auswirkenden # Alkoholkonsums einen Ausgleich f├╝r die mangelnde emotionale Zuneigung...

An dieser #...# Stelle, z.B., holpert der Text. Um an der Handlung dran zu bleiben k├Ânntest du ihn, z.B. so formulieren:

...Anders als der mit einem schlichten Gem├╝t gesegnete Georg, der in seinem Briefmarkensammelverein und in seinem ├╝berm├Ą├čigen Alkoholkonsum einen Ausgleich f├╝r die mangelnde emtionale Zuneigung...

Besonders gut gefallen hat mir an deinem Text die Pointe am Schlu├č! Toller Schlu├čsatz.

LG Josie

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