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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Rendezvous auf der Milchstraße
Eingestellt am 29. 08. 2002 17:15


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marveline
Schriftsteller-Lehrling
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Eines morgens fuhr ich mit dem Auto meiner Mutter zum Supermarkt um einen Karton Milch zu holen. Sie hatte mich einkaufen geschickt, weil sie sich noch um meine kleineren Geschwister kümmern musste. Zwar waren die beiden aus dem Säuglingsalter heraus, doch dann kam erst die eigentliche schwierige Phase, in der sie immer unter Beobachtung sein mussten. Meine Eltern hatten sich als ich 16 war entschieden nochmal ein Kind zu kriegen. Das es gleich zwei werden würden, konnte ja keiner ahnen. Meine Rolle als große Schwester gefiel mir jedoch sehr gut und ich half gerne. Außerdem konnte ich mich dadurch von meinem ersten Liebekummer erholen und meinen Beschluß, der Männerwelt erst einmal Lebewohl zu sagen, weiter ausführen. Das hat zwei einhalb Jahre auch geklappt. Doch dann kam, wie soll es auch anders sein, der besagte Tag, an dem er in meinem Leben trat und es bis heute nicht verlassen hat. Aber eins nach dem anderen. Denn wie es zu einer richtigen Liebesgeschichte gehört kommt man erst durch einige Umwege und Missverständnisse ans Glück. Zuerst fand ich das er ein aufgeblasener Gockel sei, was ich ihm ziemlich deutlich zu verstehen gab. Seine ganze Erscheinung, Anzug und Krawatte, der perfekte Schwiegersohn. Diese Art von Männern, diese karrieregeilen Erfolgstypen gingen mir zum damaligen Zeitpunkt gegen den Strich. Da stand er also mit seinem Erfolgsfreund auf dem Parkplatz des Supermarktes und unterhielt sich. Natürlich ist er mir aufgefallen, er sah schon übernatürlich gut aus für so einen Typ von Mann. Eigentlich passte es nicht zu ihm. Sie verstehen schon was ich meine. Doch der Beschluß war vor langer Zeit getroffen und der Karton schwer. So schleppte ich also die Milch an ihm vorbei zu meinem Auto. Während ich ziemlich umständlich versuchte den Schlüssel aus meiner Tasche zu kramen, fiel mir auf das die zwei die Unverfrorenheit besaßen, mich doch tatsächlich beobachteten wie mein Vorhaben in die Hose ging. Scheiße. Das war es, dass ich in dem Moment dachte als die Palette Milch zu Boden fiel, der größte Teil davon aufplatzte und den Parkplatz abwärts floß. Heute sagt Marvin liebenswürdiger Weise, dass wir uns auf der Milchstraße kennen gelernt haben. Dann schaue ich ihn immer ein bisschen vorwurfsvoll an, doch richtig übel kann ich ihm diese Aussage nicht nehmen. Was ich dann tat, war wohl meiner Überzeugung entsprechend, aber dass ich so was wirklich tuen würde hätte selbst ich nicht gedacht. Aufgebracht und wütend drehte ich mich um und ging direkt auf die zwei zu. Das alles spielte sich in sekundenschnelle ab, so dass sich die zwei gar nicht angemessen auf die Situation vorbereiten konnten. Doch das war ja gerade der Trumpf den ich noch auspielen konnte. Und das wollte ich. Ich regte mich fürchterlich auf über deren Arroganz und schimpfte und fluchte, wieso die beiden, die jeder Oma über die Straße helfen, einer jungen Frau wie mir nicht mal zur Hand gehen könnten. Als ich die verdutzten Gesichter der zwei Männer sah, musste ich laut los lachen. An deren Stelle hätte ich mich für verrückt gehalten. Die ganze Angelegenheit war total verrückt. Mein Lachanfall war zu Ende und gleich darauf begann mir die Sache peinlich zu werden. Ich wollte nur noch nach Hause, aber auch mein Gesicht bewahren. Wollte mir keine Blöße geben. Wegrennen und losfahren wie ein Teenager war also nicht drin. Um etwas Zeit zum Überlegen zu gewinnen hob ich den Kopf schaute ihm direkt in die Augen. Wir waren hin und weg. Schwebten auf Wolke sieben, wenn nicht noch höher. Da keiner was sagte wollte ich dieses Gefühl das in mir aufstieg nicht weiter beachten, mich umdrehen und weggehen. Doch er hielt meinen Arm fest und lud mich zum Cafe trinken ein. Den Rest muss ich wohl nicht mehr erzählen.
__________________
Erinnerungen sind kleine Sterne,
die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.

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flammarion
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hm,

ich finde deine geschichte sehr originell. aber an ausdruck, form, grammatik und interpunktion mußt du noch viel tun, damit sie druckreif wird. ganz lieb grüßt
__________________
Old Icke

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marveline
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Danke,

für deine Antwort. Dies war mein erster Versuch eine Kurzgeschichte zu schreiben. Normalerweise schreibe ich Gedichte. Diese Geschichte ist mir gestern eingefallen als ich Einkaufen war. Habe mich dann nachmittags hingesetzt und einfach zu schreiben begonnen. Jetzt freue ich mich das jemand so schnell darauf antwortet. Könntest du mir einige Verbesserungsvorschläge geben? Wäre nett. Denn ich will natürlich dazu lernen.
Grüßlies Angi
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flammarion
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Eines morgens fuhr ich mit dem Auto meiner Mutter zum Supermarkt, um einen Karton Milch zu holen. Sie hatte mich einkaufen geschickt, weil sie sich noch um meine kleineren Geschwister kümmern musste. Zwar waren die beiden aus dem Säuglingsalter heraus, doch dann kam erst die eigentliche schwierige Phase, in der sie immer unter Beobachtung sein mussten. Meine Eltern hatten sich, als ich 16 war, entschieden, noch mal ein Kind zu kriegen. Das es gleich zwei werden würden, konnte ja keiner ahnen. Meine Rolle als große Schwester gefiel mir jedoch sehr gut und ich half gerne. Außerdem konnte ich mich dadurch von meinem ersten Liebeskummer erholen und meinen Beschluss, der Männerwelt erst einmal Lebewohl zu sagen, weiter ausführen. Das hat zwei einhalb Jahre auch geklappt. Doch dann kam, wie soll es auch anders sein, der besagte Tag, an dem er in mein Leben trat und es bis heute nicht verlassen hat.
Aber eins nach dem anderen. Denn wie es zu einer richtigen Liebesgeschichte gehört, kommt man erst durch einige Umwege und Missverständnisse ans Glück. Zuerst fand ich, dass er ein aufgeblasener Gockel sei, was ich ihm ziemlich deutlich zu verstehen gab. Seine ganze Erscheinung, Anzug und Krawatte, der perfekte Schwiegersohn. Diese Art von Männern, diese karrieregeilen Erfolgstypen, gingen mir zum damaligen Zeitpunkt gegen den Strich.
Da stand er also mit seinem Erfolgsfreund auf dem Parkplatz des Supermarktes und unterhielt sich. Natürlich ist er mir aufgefallen, er sah schon übernatürlich gut aus für so einen Typ von Mann. Eigentlich passte es nicht zu ihm. Sie verstehen schon, was ich meine. Doch der Beschluss war vor langer Zeit getroffen und der Karton schwer. So schleppte ich also die Milch an ihm vorbei zu meinem Auto. Während ich ziemlich umständlich versuchte, den Schlüssel aus meiner Tasche zu kramen, fiel mir auf, dass die zwei die Unverfrorenheit besaßen, zu beobachten, wie mein Vorhaben in die Hose ging. Scheiße. Das war es, was ich in dem Moment dachte, als die Palette Milch zu Boden fiel, der größte Teil davon aufplatzte und den Parkplatz abwärts floss.
Heute sagt Marvin liebenswürdiger Weise, dass wir uns auf der Milchstraße kennen gelernt haben. Dann schaue ich ihn immer ein bisschen vorwurfsvoll an, doch richtig übel kann ich ihm diese Aussage nicht nehmen. Was ich dann tat, entsprach wohl meiner Überzeugung, aber dass ich so was wirklich tun würde, hätte selbst ich nicht gedacht. Aufgebracht und wütend drehte ich mich um und ging direkt auf die zwei zu. Das alles spielte sich in Sekundenschnelle ab, so dass sie sich gar nicht angemessen auf die Situation vorbereiten konnten. Doch das war ja gerade der Trumpf, den ich noch ausspielen konnte. Und das wollte ich. Ich regte mich fürchterlich auf über ihre Arroganz und schimpfte und fluchte, wieso die beiden, die jeder Oma über die Straße helfen, einer jungen Frau wie mir nicht mal zur Hand gehen könnten. Als ich die verdutzten Gesichter sah, musste ich laut los lachen. An deren Stelle hätte ich mich für verrückt gehalten.
Die ganze Angelegenheit war total verrückt. Als mein Lachanfall zu Ende war, begann mir die Sache peinlich zu werden. Ich wollte nur noch nach Hause, aber auch mein Gesicht wahren. Wollte mir keine Blöße geben. Wegrennen und losfahren wie ein Teenager war also nicht drin. Um etwas Zeit zum Überlegen zu gewinnen, hob ich den Kopf, schaute ihm direkt in die Augen. Wir waren hin und weg. Schwebten auf Wolke sieben, wenn nicht noch höher. Da keiner was sagte, wollte ich dieses Gefühl, das in mir aufstieg, nicht weiter beachten, mich umdrehen und weggehen. Doch er hielt meinen Arm fest und lud mich in ein Cafe ein. Den Rest muss ich wohl nicht mehr erzählen.

da die lupe von mir weder kursiv gesetztes noch unterstrichenes annimmt, mußt du leider sehr aufmerksam vergleichen. lg
__________________
Old Icke

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