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Leselupe.de > Gereimtes
Rentner's Lamento
Eingestellt am 19. 09. 2005 21:37


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Twaynity
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2005

Werke: 2
Kommentare: 3
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Die Woche ist ein seltsam' Ding,
mit Anfang und mit Ende;
der Montag soll die Woch' beginnen
doch steht er damit ganz allein,
der Mensch, der will nicht mit;
der Dienstag soll dann alles richten,
was montags immer liegen bleibt;
der Mittwoch teilt die Woche in zwei HĂ€lften,
nur hat die Woche eine krumme Zahl,
drum kann's nicht gehn;
am Donnerstag da grummelt schon
des Wochen Ende an den TĂŒr,
doch nur ganz leis' damit's noch keiner hört;
der Freitag ist nicht frei - nicht ganz,
das beginnt erst in den spÀten Stunden;
der Samstag bringt noch einmal Hektik,
zu richten alles fĂŒr des Wochen Ende;
der Sonntag kommt mit Regen - welch Verdruß,
wo doch sein Name anderes verspricht.

Die Woche ist ein seltsam' Ding,
ich kann mich nicht dreinfinden;
ich wache auf - verspĂŒre keine Lust,
mit diesem oder jenem zu beginnen,
nun gut, es muß wohl Montag sein;
ich schlag' die Augen auf - die Sonne scheint -
verdammt, wie konnt' mir das passieren,
hab' Unlust mit der Ruh' vertauscht,
es ist doch Sonntag - sonnenklar;
ich stehe auf, doch nur zur HĂ€lfte,
die grĂ¶ĂŸ're HĂ€lfte will nicht mit,
verwirrt denk' ich: Sollt' heute etwa Mittwoch sein?
dann meldet sich mit Zwicken und mit Kneifen,
der Bauch, verlangt sein Recht auf Leerung,
nun gut, dann ist heut' Donnerstag;
erleichtert, ohne Eingeweides Lasten,
spring' ich dann auf, entschlossen
zur frĂŒhen Stund' den Freitag zu beginnen;
doch vor der TĂŒr erwartet mich Verwirrung,
die Hektik kann doch nur am Samstag sein;
ich frag den Nachbarn, welcher Tag denn sei,
der gibt mir keinen Tag, nur ein Datum;
noch mehr verwirrt gestehe ich mir ein:

Ich hab den Sinn der Zeit verloren,
durchlebe eine Woche jeden Tag,
ein ganzes Jahr in ein paar Wochen;
wenn das so weitergeht, dann werd' ich
neunhundertneunundneunzig;
doch bitte kein Jahr mehr, denn tausend ist -
geschichtlich - zu sehr belastet.

Da fragt doch jemand hinterhÀltig,
ob ich denn keinen Dienstag kenn';
und ob, ein-, zweimal im Jahr,
da schieb' ich einen Dienstag ein,
die Dinge, die - zwangslÀufig - liegen bleiben,
zu regeln, zu erled'gen
und reicht ein Tag nicht,
dann nehme ich mal zwei, mal drei.

Und stelle fest:
Der Dienstag bremst mein Alter,
denn er ist fix, doch auch verÀnderlich;
vielleicht werd' ich nicht
neunhundertneunundneunzig,
nur siebenhundertfĂŒnfzig ....

Na gut -
was soll's -
mir reicht's!



© 2003

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