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Leselupe.de > Ungereimtes
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Eingestellt am 02. 08. 2008 00:57


Autor
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gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

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Sie sagen, dass der Mensch sich danach sehnt,
dass man ihn anfasst, k├╝sst, sich an ihn schmiegt,
auf das, was er zu sagen habe h├Ârt
und ihm zu Zeiten durch die Haare streicht.

Da bin ich froh, dass mir dergleichen fremd,
und mir von daher keine Pflicht erw├Ąchst.
Auch w├╝sst ich nicht mehr, wie das auf mich wirkte,
die Kuppen fremder Finger auf der Haut.

Was sagt man da? Wie sieht man jene an?
Bedankt man sich? Die Fragen sind zu stellen
doch nur von denen, die es auch betrifft.
So ess ich denn, seh fern noch vor dem Schlafen
und geh dem nach, wof├╝r man mich bezahlt.

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petrasmiles
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Aug 2005

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Wow! Das scheint Dein Thema zu sein, ein Schlaglicht zu werfen auf diejenigen, die anders sind als der gemeine Homo Sapiens.
Ich habe die Erfahrung machen m├╝ssen, dass die Bed├╝rfnisse nach Haut-Kontakt tats├Ąchlich unterschiedlich ausgepr├Ągt sind - wo auch immer das herkommt, ob angeboren oder erlernt - aber als Tatsache muss man das akzeptieren. Auch dieses 'fremde' Verhalten muss man respektieren k├Ânnen, ohne gleich an Psychopathen zu denken.

Einzig mit den letzten beiden Zeilen bin ich nicht recht gl├╝cklich: Das noch ('seh fern noch vor dem Schlafen') ist allein dem Versma├č geschuldet, bringt aber den Inhalt aus dem Tritt, denn es ist ja vollkommen unerheblich, wann er nun fern sieht im Verh├Ąltnis zum Abendbrot.
Und der letzte Vers ist zu schal und bringt ein Spannungspaar hinein, das f├╝r meine Begriffe nicht passt: 'und geh dem nach, wof├╝r man mich bezahlt'.
Ich glaube nicht, dass der im schlimmsten Falle 'Soziopath' ein knallharter Materialist sein muss. Er kann mit dem Du nichts anfangen, ja, vielleicht hat er Null Antennen daf├╝r, wann er als Mensch eine helfende Hand reichen m├╝sste, aber dass er das bewusst macht wie ein Materialist und 'Menschenfeind', das ist im Text nicht so angelegt.

Etwas in der Art scheint mir stimmiger:
'So ess ich denn, lass bunte Bilder mir servieren,
und schau verwundert auf das aufgeregte Treiben.'

Der Mensch neigt ja dazu, seine Absonderlichkeiten f├╝r vollkommen normal zu halten - die anderen spinnen dann f├╝r ihn

Ich hoffe, Du fandest das jetzt nicht anma├čend, dass ich mir Deinen Text so vornehme, aber vielleicht kannst Du ja mit meiner Sicht etwas anfangen.

Liebe Gr├╝├če
Petra
__________________
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gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

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Man muss nicht alles w├Ârtlich nehmen, was die Leute sagen

in ihrer Verzweiflung, petrasmiles.

Der Text ist tats├Ąchlich in dem Sinne geschrieben, in dem Heidrun D. ihn gelesen hat. Ich bin froh, dass sie ihn so auffassen konnte.

Ich glaube, ein wirklicher "Soziopath" w├╝rde nicht all die wichtigen, sch├Ânen Sachen aufz├Ąhlen und sich detailliert mit der Vorstellung von Fingerkuppen auf der Haut auseinandersetzen. Dieser Gegensatz von Ablehnung und genauer Kenntnis war als Schl├╝ssel zum Verst├Ąndnis gedacht.

Es ist in der Tat der Versuch, die Bew├Ąltigung einer eigentlich ├╝berw├Ąltigenden Vereinsamung mit einfachsten Mitteln nachvollziehbar zu machen.

Es ist ja immer so eine Sache, was die Erkl├Ąrung eigener Texte angeht. Am liebsten w├╝rde man ja ganz darauf verzichten (und von anderen erfahren, was man eigentlich sagen wollte :o)), und manchmal ├Ąre es vielleicht auch besser so, aber ich denke, so ist die Leselupe nicht gedacht.

Dank denen, die sich bisher mit dem Text auseinander gesetzt haben, also Dank an: Ellen, MarenS, petrasmiles, Heidrun D. und Leise Wege.

Gr├╝├če
gareth

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