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Leselupe.de > Anonymus
Rippers Lied an den Mond
Eingestellt am 21. 04. 2008 22:23


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Rippers Lied an den Mond

Lieber Mond, du scheinst so milde
und verständig auf mein Haupt,
dass mir dünkt, du seist der Einz’ge,
der an meine GĂĽte glaubt.

O ich liebe deinen sanften
leichentuchverwandten Glanz,
wenn er aufreiĂźt dunkle Wolke
nach des Todes schnellem Tanz.

Besser seh’ ich dann mein Messer,
vollbeschmiert mit Hurenblut,
und ich dank dem Freund am Himmel,
und ich denk’: der ist mir gut.

Weit wird mir die Brust, ein Engel
streichelt meine Wange zart,
wenn des toten Körpers Seele
aufnimmt ihre Himmelsfahrt.

Am Kanale gehts nach Hause,
übernächtigt schlaf ich ein.
Träume glücklich von der nächsten
Tat im fahlen Mondenschein.

Und am Morgen schreit es Zeter!,
Mordio! und Wahnsinn! laut,
weil ich rettete Verruchtes,
vor es ward des Teufels Braut.

Immer wieder gibts Schlagzeilen
wegen eines Fingerleins,
das ich abschneid’ zum Beweise
meines sorgend-tät’gen Seins.

Ja, ich schlitzte manche Dame,
zählte manchen Finger ab.
Aber du, mein Mond, gehst stille
und du schweigst bis an das Grab.


Version vom 21. 04. 2008 22:23

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