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Leselupe.de > Kurzprosa
Ritter und Knappe
Eingestellt am 11. 03. 2003 16:58


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verkalkt
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Mar 2003

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Ritter und Knappe

Ritter, so war es von alters her, stellt dem Dienstmann sein Gewand. Magd und Knecht und noch der Narr beh├Ąngt von seinen Bildern. Den Knappen steckt der edle Ritter bald auch in seine Kleider hinein. Die Ma├če zuvor im Schein der Kerze mit scharfem Auge genommen. Geschaffenes Abbild, einseitiger Blick, gibt er weiter zu dem Schneider, Stoff in die rechte Figur zu bringen.
Mit dem gefertigten Wams begibt es sich aber, dass es sich nicht ├╝berall schmiegt, zu klein ist und dennoch zu gro├č. Auf Beutezug reibt er am K├Ârper sich, Haut ├╝ber Fleisch beginnt zu platzen. Der Knappe gen├╝gsam ertr├Ągt den Schmerz, h├Ąlt zur├╝ck seine wunden Glieder. Sein Schrei erstickt ungeh├Ârt im Hals, k├Ânnt kundtun damit seine Qual.
Lange Streife durch die Gezeiten, ertr├Ągt er den Druck nicht mehr. Verformt haben sie sich, doch passen, nie, zu starr ist der Stoff dem K├Ârper. Sein Leiden vermehrt die Narben, sind gleich Zeichen f├╝r das, was sein soll. Das eigene Schweigen h├╝llt ihn ein, verwirrt die Gedanken, bet├Ąubt die Sinne, versagt seinem Blick die Farben. Schwarz wei├č sieht der Knappe nur noch den Ritter, wie der jene beim ma├čnehmen ihn. Der Nebel vor├╝ber, Enge gibt Auftrieb, dann aber taugt das Gewand nicht mehr.
So kommt die Zeit, da sich die Wege trennen, die Kleider sind dem Ritter. Dem Knappen bleiben rosige Bilder aus Narben, Vergangenheit wie Zukunft ihm hinterlassend. Mag sein was will, Knappe wird doch nur, wem ein J├╝ngling des Weges kommt. Hoch zu Ross mit genauem Blick, der ein Gewand ihm fertigen l├Ąsst.

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Rainer
???
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hallo verkalkt,

erstmal hallo auf der leselupe.

also ich wei├č nicht so recht. viele deiner bilder erschlie├čen sich dem geneigten betrachter mit der zeit, doch manches will sich nicht erkl├Ąren. z.b.:
"Schwarz wei├č sieht der Knappe nur noch den Ritter, wie der jene beim ma├čnehmen ihn."

ich glaube, das wort jene ist zu viel - oder ich verstehe den sinn nicht. schwarzwei├č zusammen und ma├čnehmen bitte gro├č schreiben.

"Der Nebel vor├╝ber, Enge gibt Auftrieb, dann aber taugt das Gewand nicht mehr."

dieser satz bleibt mir verschlossen, vor allem wegen der auftrieb gebenden enge.

ich hoffe, andere verstehen mehr als ich, bewerten kann ich deinen text leider nicht.

gr├╝├če

rainer

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ist meine, und damit nur EINE Meinung

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flammarion
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hm,

der text l├Ą├čt die gehirnwindungen knacksen. er scheint eine allegorie zu sein. kompliziert, kompliziert, mein lieber, aber mach mal so weiter. lg
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Old Icke

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