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Leselupe.de > Kurzprosa
River Quai
Eingestellt am 09. 03. 2006 14:03


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HFleiss
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Heute störte ihn die Durchsage des Bahnhofslautsprechers. Er hielt ihre Hand, sie entzog sie ihm nicht. „Du hĂ€ttest mir deinen HaustĂŒrschlĂŒssel geben sollen“, sagte er. Sie schwieg. „Dann wĂ€re ich nicht in die Roxybar gegangen und hĂ€tte die Nutte nicht mitgeschleppt.“ Sie erwiderte noch immer nichts. „Ich wĂ€re in deinem schneeweißen Heiabettchen gelandet, Herzchen.“ Sie öffnete den Mund. „Sag nichts. Es ist vorbei.“ Er ließ ihre Hand los. „Du wolltest es ja nicht anders.“ Der Zug fuhr ein. Wieder dröhnte der Bahnhofslautsprecher. Er störte ihn nicht mehr. Pfeifend verließ er den Bahnhof. Schade, mit Conny hĂ€tte er es eine Weile aushalten können. Warum aber fiel ihm bei jedem Abschied immer nur das eine Lied ein, der „Riverquaimarsch“?


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Inu
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Liebe Hanna. Ich hÀtte die Gliederung etwas verÀndert, um dem kurzen Text mehr Struktur zu geben.

Heute störte ihn die Durchsage des Bahnhofslautsprechers. Er hielt ihre Hand, sie entzog sie ihm nicht.
„Du hĂ€ttest mir deinen HaustĂŒrschlĂŒssel geben sollen“, sagte er.
Sie schwieg.
„Dann wĂ€re ich nicht in die Roxybar gegangen und hĂ€tte die Nutte nicht mitgeschleppt.“
Sie erwiderte noch immer nichts.
„Ich wĂ€re in deinem schneeweißen Heiabettchen gelandet, Herzchen.“
Sie öffnete den Mund.
„Sag nichts. Es ist vorbei.“
Er ließ ihre Hand los: „Du wolltest es ja nicht anders.“

Der Zug fuhr ein. Wieder dröhnte der Bahnhofslautsprecher. Er störte ihn nicht mehr. Pfeifend verließ er den Bahnhof. Schade, mit Conny hĂ€tte er es eine Weile aushalten können. Warum aber fiel ihm bei jedem Abschied immer nur das eine Lied ein, der „Riverquaimarsch“?

*


Eine sonderbare AffÀre. Ein extrem lockerer Typ. Dieser ist selbst um die dÀmlichste Ausrede nicht verlegen.

Verstehe ich das recht: Sie gab ihm den HaustĂŒrschlĂŒssel nicht, daraufhin kam er in der Nacht, lĂ€utete bei ihr, hatte eine Nutte im Schlepptau. HĂ€tte sie ihm den SchlĂŒssel aber gegeben, wĂ€re sozusagen fĂŒr ihn erreichbar gewesen, hĂ€tte er mit ihr vorlieb genommen in ihrem weißen Himmelbett und es hĂ€tte der 'Nutte' nicht bedurft.
Wirklich eine komische Geschichte. Lebensnah??


Gruß
Inu

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HFleiss
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River Quai

Inu, du hast mir die Geschichte wiedererzÀhlt, und nun bin ich beruhigt, es ist eine Geschichte. Mal abgesehen vom Inhalt, um den ging es dabei nicht, der hat Heftchennivau, und ich vergess ihn ganz schnell. Jedenfalls ist es der Beweis, dass man in einer sehr kurzen Geschichte den Hintergrund einer sehr langen Geschichte erzÀhlen kann. Und darum ging es mir.

Gruß
Hanna

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HFleiss
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River Quai

Jetzt hab ich mir noch mal durchgelesen, was ich dir geschrieben habe, und du wirst noch nichts verstehen. Ich muss dir das ein bisschen ausfĂŒhrlicher erklĂ€ren. Es geht um folgendes: Zwei Leute haben eine "Kurzprosa" eingestellt, ich hab ihnen geschrieben, dass mir da einiges fehlt, nĂ€mlich die Geschichte, die dem Abschied (das ist das Thema) vorausging. Dann wurde ich unsicher, weil Warne so sehr auf seinem Standpunkt beharrte, von der anderen Autorin auch was von kĂŒnstlerischer Freiheit geredet wurde, hab noch mal in meine Studienunterlagen geguckt, und siehe da: Es stimmt, Kurzprosa ist ein eigenes Genre, sie heißt nicht Kurzprosa, weil die Texte kurz sind, sondern weil der Inhalt eigentlich lĂ€ngerer Texte in wenigen SĂ€tzen komprimiert wird. Nun weiß ich nicht, ob nicht inzwischen alles ĂŒber den Haufen geworfen wurde (meine Unterlagen stammen aus den neunziger Jahren). Jedenfalls hab ich mich hingesetzt und es ausprobiert, und siehe da, es ging, man muss nĂ€mlich am gĂŒnstigsten mit Dialog arbeiten, der die Geschichte transportiert, aber nicht nur. Dass dabei auf die Schnelle der kĂŒnstlerische Wert unter Null sank, vergiss es. DemnĂ€chst mach ich eine richtig edle Geschichte mit allem Pipapo. Versprochen.

Lieben Gruß
Hanna

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