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Leselupe.de > Anonymus
Rosen im Himmel
Eingestellt am 18. 08. 2008 10:44


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Es war Winter,
jedes Tier hatte seinen Platz,
jeder Mensch sein Zuhause,
wo es warm und gem├╝tlich war.

Balthasar lag am Feuer,
starrte in seinen Schein,
der ein Bild in seinen Kopf entwarf,
tr├Ąumte vor sich hin.

Er bemerkte nicht,
wie die T├╝r sich hinter ihm ├Âffnete,
selbst den kalten Luftzug sp├╝rte er nicht,
so war er in seine kleinen Welt verhaftet,
die vor ihm lag,
wie der Schneeteppich vor der Haust├╝r
nur ein paar Schritte entfernt,
der nun hineinwehte,
langsam und unmerklich eine Decke webte,
die Balthasar in seinen Traum legte.

Er sp├╝rte, dass ihm kalt wurde,
die Bilder erz├Ąhlten ihm von einer n├Ąchtlichen Schlittenfahrt,
die Pferde schnaubten wei├če W├Âlkchen,
die auch nun vor seine Nasenfl├╝gel traten.

Das Feuer war schon l├Ąngst ausgegegangen,
aber Balthasar tr├Ąumte weiter,
die Nacht h├╝llte ihn nun in einen eisigen Schauer,
er legte die imagin├Ąre Decke um sich,
die er aus dem R├╝cken der Kutsche griff,
so wie er jetzt hinter sich fasste,
um in den immer h├Âher wehenden Schnee zu langen,
der schon seinen R├╝cken und seine Beine bedeckte.

Ihm fror und trotzdem wachte er nicht auf,
hoch oben am Himmel glitzerten die Sterne,
sie kamen ihm vor, wie Blumen in einem herrlichen Garten,
er konnte schon fast ihren Duft riechen.

Der Schlitten hob ab und mit ihm Balthasar,
eine wohlige W├Ąrme ummantelte ihn,
er sah sie, die Rosen, wie sie r├Âtlich schimmerten,
sp├╝rte ihre Dornen, jetzt, immer fester
und schrie vor Schmerzen laut auf.

"Balthasar, Balthasar", rief eine Stimme von Ferne: " Balthasar, wach auf."
Etwas warmes klatschte ihm hart ins Gesicht,
er fiel vom Himmel, der Schlitten st├╝rzte mit ihm in den tiefen Schnee.

Der Aufprall war so hart, sein Gesicht entflammte r├Âtlich,
kurz war er weg getreten,
dann schlug er die Augen auf.
"Balthasar, Balthasar, was machst Du nur", erhob sich ├╝ber ihm eine Stimme.

Er lag vor seinem Kamin, ein lustiges Feuer brannte wieder in ihm, sein K├Ârper unter mehreren Decken gebettet, sein Haupt in den Armen seines Freundes Emanuel.
Tausend Stiche durchzuckten seinen K├Ârper, ein tierischer Schmerz zerriss ihn und schrill schrie er auf.

" Es ist ja gut", sagte Emanuel,"es ist ja alles wieder gut."

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