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Leselupe.de > Ungereimtes
Rosenrauch
Eingestellt am 21. 08. 2011 23:19


Autor
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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

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Rosenrauch

f├╝r sergeRobert


seit nicht mehr ich
mein Herz an prallen Bl├╝tenbr├╝sten
dumm, durstig und welk schlage
nicht mehr begreife
als der Dornen rotes Gesp├╝r
f├╝r den Hunger phantastender H├Ąnde
bleibt allenfalls ├Ąuglings
der Griff nach Jenem
nach diesem bestechenden
Sch├Ân vereinzelter Sterne


am Firmament
der Neuen N├╝chternheit


                                                                                so sie das Ausufern
                                                                            der Katzenjammertage
                                                                    seltsam mittelos benachtet


st├╝rzen ab
kurz vor Elf
die jungen Worte
von den Umlaufbahnen
wollen alle nur noch
Sputnik hei├čen



Roter Mond, was atmest du schwer am Rauch der verruchten Rosen



┬ę elke nachtigall
August 2011

__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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lapismont
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Elfenzeit ist voller Abst├╝rze. Wie wahr.


Ganz sch├Ân sperriges Gedicht, das sich windet und die Ern├╝chterung auch als Textbild pr├Ąsentiert.

Bei den Metaphern bin ich etwas ins Stolpern geraten. Benachtete N├╝chternheit - da muss man sich erst einmal ├╝berlegen, wie man zu diesem emotionalen "n├╝chtern" steht, um das "seltsam mittelose" Benachten gedanklich aufbrechen zu k├Ânnen.
├ťberhaupt schwelgst Du in Neusch├Âpfungen.
Seltsamerweise finde ich das gar nicht gek├╝nstelt sondern eher elegant. Eine Wortspirale, die sich in den Boden dreht, wie eine Schraube oder eine T├Ąnzerin im roten Bolerokleid.

Du ├╝berraschst als Lyrikerin immer wieder!
__________________
Kunst passiert.

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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liebe Elke,

hinter den eindringlich sch├Ânen metaphern stiegen nach dem dritten oder vierten lesen bilder auf, die mir das gef├╝hl gaben, vielleicht ein kleinwenig verstanden zu haben. Ein lyrI, verletzt von den dornen verg├Ąnglicher gef├╝hle, dem die worte durch den kopf wirbeln wie satelliten, auf der suche nach abstand , und das schlie├člich seine klage dem abendmond und den gestirnen entgegen schleudert.

Liebe Gr├╝├če

Herbert
__________________
┬ę herberth - all rights reserved

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Fettauge
Guest
Registriert: Not Yet

Rosenrauch

Hallo Elke Nachtigall,

ich stehe diesem Gedicht etwas gespalten gegen├╝ber: auf der einen Seite begr├╝├če ich Neusch├Âpfungen von W├Ârtern, sofern sie ein oftmals ge- oder vielmehr missbrauchtes Wort ad├Ąquat "├╝bersetzen", wie ich ├╝berhaupt ein Freund von lyrischen Metaphern bin. Tun das aber zum Beispiel die "phantastenden" H├Ąnde? Auf der anderen Seite habe ich aber doch ein wenig den Eindruck, dass du hier auf Teufel komm raus dich an Neubildungen versuchst, um "originell" zu wirken. Das verleidet mir am Ende doch ein wenig den ├Ąsthetischen Genuss des Gedichts, das durchaus seine sprachlichen Sch├Ânheiten hat, die ich zu sch├Ątzen wei├č. lg Fettauge

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

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@ GerhardBakenfalter,

ich habe mich sehr ├╝ber Deinen Beitrag gefreut.

@ Phiebi,

dumm: ich habe hier das Wort im Sinne von "wider besseres Wissen, aus Nachl├Ąssigkeit, unvern├╝nftig" gebraucht. Es sei nicht so abwertend gemeint, wie umgangssprachlich oft interpretiert.
Auch ein herzliches Danke f├╝r Dein Feedback.

@ Karl,

danke, f├╝r die Begl├╝ckw├╝nschung und das gro├če Lob.

@ revilo,

danke, Oli, auch Dir, dass Du Deine Begeisterung gleich in die Tasten gehauen hast.

@ Franke,

gern geschehen, Manfred. Ob das Kunst oder gek├╝nstelt liegt letzlich im Empfinden des Lesers.
Ich wollte einfach etwas zum Ausdruck bringen.

Euch allen einen lieben Gru├č,

Elke



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Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebe Elke,

das Firmament der N├╝chternheit ist dem Lyri zu g├Ânnen, nachdem die angebliche "Rosenzeit" so viel Leid brachte in der ersten Strophe.

Die Sterne stehen unverr├╝ckbar am selben Platz und manchmal kommt ein Komet vorbei und splittert kurz vor elf einige Teilchen funkelnd herab, aber das Lyri l├Ąsst sich nicht mehr beeindrucken von dieser Leuchtkraft, diesem aufgebauschten Getue, wenn jedes Splitterchen vort├Ąuscht, dass es doch die Raumstation sei, die allerdings auch gerade ├╝ber den Himmel gleitet. Nein, nein, inzwischen hat das Lyri den Blick gesch├Ąrft.

Und auch der Mond wei├č, wie oft er mit Liebesschw├╝ren bel├Ąstigt wird, die morgen schon nicht mehr wahr sind.

"Das bestechende Sch├Ân" vereinzelter Sterne bringt die Rettung aus vergeblichen Anl├Ąufen zum Gl├╝cklichsein in den Rosenzeiten.

Die vergangenen Abende mit diesem Sternschnuppenregen und die sichtbare Raumstation haben Dir m├Âglicherweise diesen gekonnt geschriebenen Text entlockt. Vielleicht hattest Du aber auch andere Inspirationen. Wie auch immer, die Aussage bleibt dieselbe und war f├╝r mich (allerdings nur wegen der Gedankenverbindung zu diesen Himmelserscheinungen ) leicht zu entziffern.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena




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Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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