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Leselupe.de > Kurzgeschichten
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Eingestellt am 05. 07. 2001 09:19


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edward varelans III.
Hobbydichter
Registriert: Jul 2001

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Ich gehe zu Steve und der hockt bei sich auf dem Bett und liest irgendeinen dicken Wälzer, was deutsches, Rudolf Mann oder sowas. Und Ina ist auch da, die alte Nutte. Oder Monique. Sie kommt auch von dort und hat Steve wahrscheinlich diese Schwarte aufgeschwatzt. Sie nervt ihn ständig und steckt ihm die ganze Zeit über, während ich mit ihm reden will, ihre lange Zunge ins Maul. Und als ich in die Küche gehe und im Kühlschrank nichts als Saft und Katzenfutter finde, da kommt sie erwartungsgemäss hinterher.
"Nimm deine dumme Pfote von meinem Arsch" meine ich lustlos, aber sie interessiert es nicht. Es ist egal und ich trinke Saft. Sie zündet sich eine an und zieht sich etwas zurück. Ihre Nasenlöcher sind so rot, dass sie im Dunkeln leuchten möchten. Sie sieht mich an und sagt dann, dass Steve total fertig ist. Sie glaubt, dass ich sein Freund bin und es mich interessiert. Aber ich weiss, was sie meint.
Zuerst denke ich, dass sie selbst fertig ist, so, wie sie aussieht, dann denke ich mir, dass ich es selbst wohl nicht so lange mache. Aber das denke ich nur und trinke noch Saft, billiges Scheisszeug.
Sie steht auf und schmeisst einen Stuhl um und lässt ihn liegen. Ihr Träger fällt über ihre nackte Schulter und ich sage mir, dass sie eigentlich ziemlich hässlich ist. Ihre fleischige Nase widert mich an.
Steve brüllt irgendwas aus der Stube. Als wir wieder rüber kommen, liegt er schon auf dem Boden und zuckt und zappelt. Er hat sich seinen verfluchten Drink quer über die ganze Fresse gekippt und hält das leere Glas immer noch eisern fest. Ina oder Monique oder wie die heisst fängt an zu schreien und reisst mich am Arm und dann rennt sie zur Tür raus. Ich höre sie oben oder unten im Treppenhaus irgendwo klopfen und sehe Steve dabei lange an. Monique kommt wieder mit einem vierschrötigen Kerl und einer hübschen Schwarzen und gemeinsam zerren sie Steve hoch. Die Schwarze sagt was von 40 Fieber und beginnt, Steve aus zu ziehen. Sie ist ganz ruhig dabei, aber Ina oder Monique ist schon kurz vor dem Wegflippen.
Sie schleppen Steve ins Bad und legen ihn nackt in die Wanne. Dann schickt die Schwarze Ina und den Typen los, damit sie viel Eis besorgen sollen. Mich schreit sie an, ich soll gefälligst endlich einen Notarzt rufen. Ich geh zum Telefon und rufe einen Arzt an. Er hat eine quäkige Stimme und will irgendwelche Symptome von mir wissen. Ich trinke noch etwas Saft und erkläre ihm, was mit Steve ist.
Dann gehe ich wieder ins Bad. Die Schwarze hat eiskaltes Wasser aufgedreht. Sie beugt sich sehr tief nach vorn und sagt, dass sie Mirabelle heisst und dass mein Freund gleich ins Gras beisst, wenn nichts passiert. Ich sage, dass Mirabelle ein schöner Name ist, da fängt Steve an, wie wild um sich zu schlagen. Mirabelle fängt sich was ein und fällt halb in die eiskalte Brühe. Ich helfe ihr raus und Ina und der andere Typ kommen und kippen einen grossen Plastesack voll Eis in die Wanne. Und Steve ist schon am Durchdrehen. Er will raus und rutscht in der Wanne und gerät unters Wasser und verschluckt sich andauernd. Er zittert wie ein Schwein und ist knallrot geworden. Er bekommt die Augen kaum noch auf.
Später kommt dann der Arzt und beruhigt Steve und nimmt ihn gleich mit. Er erklärt, dass Steve so einen Scheissschock auf irgendwas hat und noch ein paar andere Sachen. Sie karren ihn auf so einer wackligen Pritsche raus und ich denke, dass ich Ina nun mitnehmen könnte. Aber ich will nicht mehr. Ina flüstert: "Steve" und sagt dann, dass sie mitfährt. Sie ist verheult und schwarz verlaufen im Gesicht. Als sie weg sind, frage ich die schokoladenbraune Mirabelle, was sie nun tun will. Sie hat keine Zeit, sagt sie und geht wieder runter in ihre Wohnung.
Ich trinke noch den Saft aus und dann gehe ich runter und klingle bei ihr. Sie gibt mir eine Zigarette und ich gehe in ihr Wohnzimmer und schaue mir ihre CDs an. Marley und REM und n Haufen alter Scheiss, den sie da gesammelt hat. Sie sagt, dass sie keine bestimmte Richtung hört, dann zieht sie an meiner Zigarette und steckt sie mir wieder in den Mund und beginnt zu bügeln. Ich lege mich auf ihr Bett und sehe ihr eine Weile zu und dann sage ich ihr, dass ich vorhin im Bad ihre Brüste sehen konnte. Und dass sie sehr schön sind. Mirabelle antwortet, dass ich krank bin, total fertig sagt sie. Ob es mir nicht zu denken gibt, dass mein Freund fast krepiert ist. Ich antworte ihr, dass ich nur Zeug von ihm kaufe und dass ich jetzt was einwerfen will.
Sie beugt sich wieder über mich und zieht noch mal, dann steckt sie mir die Kippe ins Maul und sagt, dass ich jetzt gehen soll.
"Komm später mal wieder."
Unten auf der Strasse ist es arschkalt und ich schlage meinen Kragen hoch und suche nach meinem Parkplatz. Ich fahre noch raus nach Caostas. Irgendwo hin zum Strand.
__________________
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Aleksandar
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Hallo Ed!
Dein Vater ist Vorstand eines Pharmakonzerns?
Wenn dann aber in good old America,
er ist 1964 in Los Angeles geboren,
Abolvent des Bennington College, Vermont
und lebt heute in New York.
Wie klein die Welt doch ist...

p.s. Schönen Gruß an Clay

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edward varelans III.
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Hey Al, rechne doch mal nach. In meinem Profil steht m, 31. D.h. ich bin Jahrgang 70, nicht wahr? Da hat mein Dad mit 6 Jahren wohl nicht lang gefackelt, was? Er hat übrigens ein Haus in Delaware. Und Bennington hat eigentlich gar keinen guten Ruf mehr. Aber ich nehme an, du kennst das aus Büchern...
Also mal ernsthaft: Wo ist dein Problem in meinem Text?
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Aleksandar
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B.E.E.

Profile sind Schall und Rauch...
Anhand deines Textes, lässt sich gut nachvollziehen,
welche Literatur du dir so reinziehst.

p.s. Schönen Gruß an Pat

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edward varelans III.
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Big Al, du gehst mir ein bisschen auf den Keks. Ich habe doch nie geleugnet, dass ich Bücher lese. Sicher bin ich mehr oder weniger bewusst von einigen Autoren beeinflusst. Was passt dir daran nicht? Hast du die Literatur neu erfunden?
Im übrigen schlage ich vor, du schickst Clay und Pat und wer da auch immer noch kommen mag ein paar hübsche E-Cards, weil ich nämlich nicht deine Privatpost bin. Äußer dich zur Qualität meines Textes oder aber lass mich in Ruhe.
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ElsaLaska
Guest
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ist es o.k, edward,

wenn ich kurz nachfrage, welche schriftsteller du bevorzugst und in welcher tradition du stehen möchtest? wenn nicht tradition, dann eventuelle vorbilder?
würde mich interessieren und du musst auch niemandem was ausrichten;-)
freundliche grüsse
elsa

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