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Leselupe.de > Ungereimtes
Rückkehr
Eingestellt am 18. 12. 2004 10:54


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Nachtigall
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Rückkehr

Fremd sind sie mir geworden,
die engen geteerten Gassen,
die Gesichter der Menschen,
ihre gepflegten Kinder.

Nur die vielen Geranien,
sie waren schon immer da,
auch die mächtige Linde,
die der Blitz gespalten hat.

Wir waren immer struppig,
immer ein wenig schmutzig,
spielten in kalten Pfützen
auf holpriger Dorfstraße.

Ein alter Mann spricht mich an:
"Bist du nicht die Tochter vom...?"
"Nein", sage ich, "mir ist alles fremd."
Er lächelt und geht davon.





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Stoffel
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liebe Nachtigall,
meine Gedanken dazu:
Das eine ist fremd geworden.Ok.
Wieso das "Nur"?
Das andere war doch sicher auch schon immer da. (z.B. die "geteerten Gassen")
Dann müsste es heißen: "Nur die Geranien nicht" So ala, sie sind immer und bleiben immer vertraut.(?)

Eine "mächtige Birke". Nun, wenn der Blitz sie gespaltet hat, dann wird sie das nicht mehr sein. Solche Bäume sterben doch ab?

"Nein sage ich.
Das war einmal".

Würde mir persönlich so - eher gefallen.

Nur mal meine Gedanken dazu.
DU weißt was war, wie es ist, aber ich der Leser nicht. Ich kanns hier nur erahnen.(weil ich Fantasie habe und auch meine Erfahrungen, weiß ich natürlich, was Du aussagen willst.)

"Fremd sind sie mir geworden,
die engen geteerten Gassen,
die Gesichter der Menschen
mit/und ihren
gepflegten Kindern.

Liebe Grüße
Sanne

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Nachtigall
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Danke liebe Stoffel für Deinen Kommentar.
Hmmm, was hast Du eigentlich gelesen?
Also wir spielten als Kinder auf holpriger mit Löchern übersäten Dorfstraße (zumindest habe ich das geschrieben) und die Birke war eine Linde. Diese Bäume sterben nach einem Blitzschlag nicht ab, die werden tausend Jahre alt.

Ansonsten kann ich nichts dazu sagen, da Du von Dingen schreibst, die nicht in meinem Text stehen.

Ratlose Grüße aber zumindest eine schöne Weihnachtszeit
Alma Marie


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Stoffel
gesperrt
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Hupps...

entschuldige, ich mag Birken so sehr und heute sahen die mit einem halben Meter Schnee wieder so toll aus...
Ok, eine Linde.
Nun, ich habe oft schon Bäume gesehen, denen der Blitz traf und sie sahen nicht mnehr gut aus
Nachvollziehen kann ich das ja alles.
Kein Thema.
Aber die Geranien...nun, ich gärtel gern und viel. Geranien hält man einen Sommer lang, dann kommen sie weg.
Dort eben ist das Bild für mich nicht mehr stimmig.
Ich will nicht kleinlich sein, gerade weil ich weiß, wie es ist, mit all den Bildern, wenn man zurück kehrt.

Waren ja auch nur Gedanken zu dem Text.*smile*

Schönen 4.Adventabend noch
lG
Sanne

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Nachtigall
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Liebe Stoffel,

in vielen Dörfern gehören Geranien an den Fenstern zur Tradition.
Nach 35 Jahren hat ein Dorf natürlich sein Gesicht verändert. In meiner Jugend wurden immer noch die Kriegsschäden repariert und Flüchtlinge wohnten in Baracken. Manches ändert sich jedoch nicht. In diesem Fall die Geranien an den Fenstern und Häusern.

Ich spreche ja nicht von den gleichen Geranien.

Freundliche Grüße
Alma Schneider

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Klopfstock
Guest
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Liebe Alma Marie,
wenn man nach Jahren, vielleicht Jahrzehnten in einen Ort kommt,in welchem man früher gewohnt, gelebt hat, dann merkt man die Dampfwalze der Zeit, die über fast alles gefahren ist.Manchmal, hier und dort, hat sie etwas übersehen und dieses steht dann, als Überbleibsel der Vergangenheit - ein liebgewohntes Überbleibsel an das man seine Erinnerungen hängen kann.Hier ist es die mächtige Linde, unter der man vielleicht als Kind gespielt hat. Man schaut sie an und die Erinnerung holt ihr Bilderalbum heraus. Man ist plötzlich ein Kind, ein wenig schmutzig und spielt auf einer holprigen, kopfsteinpflastrigen Dorfstraße. Dann geht man weiter, und sieht Dinge welche sich auch über Jahrzehnte nicht verändert haben. Aus bürgerlicher Tradition vielleicht - man stellt fest, daß es solche Dinge wohl
immer geben wird (hier sind es die Geranien)
Dann noch weiter trifft man jemanden aus alter Zeit,
jemanden der einen noch zu kennen glaubt, den man aber
selber schon vergessen hat. Auf seine Frage "Bist du nicht.... die....und die....möchte man zuerst mit "ja" antworten, doch das "nein" drängt sich einem von selbst auf die Lippen. Man kann nicht "ja" sagen, denn man ist es nicht mehr - man ist nich mehr die Tochter von.....
man ist nicht mehr das Kind des Dorfes - man ist ein
Fremdling. Von der Zeit herausgeschleudert, geht man
durch Bekannt-Unbekanntes, welches einem nur noch
ein Name ist, ein Name und eine Hand voller Erinnerungen ist. Eine Reise in die Schein-Vergangenheit (in die echte
Vergangenheit kann man leider nicht reisen) -
eine solche Reise ist immer oder meistens eine Enttäuschung,
denn die Zeit.... die Zeit ist eine Schnitterin - selten bleibt etwas von ihrer Sense verschont und bleibt es doch verschont, dann nur scheinbar, denn auch dieses haben wir ganz anders in Erinnerung.

Liebe Alma Marie, Dein Gedicht spricht mich sehr an!!!

Liebe Grüße
Klopfstock

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