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Leselupe.de > Kindergeschichten
Rumpel, der Neue
Eingestellt am 02. 05. 2013 10:26


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molly
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Rumpel, der Neue

In der Nacht begannen die Kuscheltiere zu streiten. Das weiße Schaf fĂŒrchtete sich vor dem spitzen Schnabel des Raben. Der Rabe krĂ€chzte empört, weil die Tigerkatze mit den scharfen Krallen nach ihm schlug. Die Tigerkatze fauchte, denn der braune Hund knurrte. Er wollte nicht lĂ€nger neben dem Schaf liegen. Sie stritten so lange, bis der alte BĂ€r laut brummte und befahl, endlich still zu sein. Er saß allein in einer Ecke, sein linkes Ohr fehlte. So ging das jeden Abend, bis Rumpel, der neue PlĂŒschelefant, zu den Stofftieren ins Kinderzimmer kam. Die Katze fauchte: „Du hast uns gerade noch gefehlt! Es sind genug Tiere da!“ Der Hund bellte: „Du bist zu dick, du brauchst zuviel Platz im Regal!“ Das Schaf blökte: „Jetzt wird das Kind nur noch mit dir spielen wollen. Und niemand streichelt mich!“ Der Rabe krĂ€chzte: „Hau bloß ab, ich mag keine Elefanten!“
Die Tiere rĂŒckten bedrohlich nĂ€her. Rumpel versuchte sich klein zu machen. Plötzlich flog ihm der Rabe auf den Kopf, der Hund knurrte. Die Katze zeigte ihre Krallen. Und das Schaf stampfte auf. Rumpel ging einen Schritt zurĂŒck. Dabei trat er dem alten Teddy auf die FĂŒĂŸe. Rumpel entschuldigte sich hastig. „Ist schon gut, du hast ja hinten keine Augen“, stöhnte der Teddy und rieb vorsichtig seine FĂŒĂŸe . Rumpel setzte sich neben ihn und sagte: „Ich kann dir eine Geschichte erzĂ€hlen, dabei vergisst du deine Schmerzen!“ Der BĂ€r blinzelte ihm dankbar zu und Rumpel erzĂ€hlte die Geschichte vom Zooelefant.
Der Elefant lebte allein in einem Zoo und hieß Zollifant. Eines Tages hatte er es satt, nur eingesperrt im Zoo zu leben. Zuerst trompetete er so laut, dass die Affen von den BĂ€umen fielen.
Danach wirbelte er Staub auf und die Kamele nebenan erstickten beinahe daran. Zuletzt stampfte er ein riesengroßes Loch in den Boden. Er legte sich hinein, machte die Augen zu und begann zu trĂ€umen.
Auf seiner Traumwolke schwebte er in das ferne, warme Land nach Afrika, dahin, wo der Steppenwind sang und viele wilde Tiere frei lebten. Er trĂ€umte von einer großen Elefantenherde, mit der er durch die Gegend zog.
Jeden Tag trĂ€umte der Zollifant von diesem schönen Land. Aber er wusste auch, dass er niemals dahin reisen konnte. Er wurde immer trauriger, bis eines Tages der Zirkus Schmu in die Stadt kam. Davon ahnte der Zollifant nichts, er lag in seinem Loch und hatte die Augen geschlossen. Gerade, als er an Krokodile dachte, traf ihn ein heftiger RĂŒsselstoß. Der Zollifant vergaß den Traum, denn vor ihm stand der Elefant vom Zirkus. Dieser streichelte nun den Zollifant mit dem RĂŒssel. Er fragte: „Darf ich ein wenig bei dir ausruhen? Ich habe es so satt, von Stadt zu Stadt zu ziehen und durch die große Welt zu reisen.“ Der Zollifant rĂŒsselte: „ Du hast es gut, du bist nicht eingesperrt und kennst sogar Afrika.“
Der Zirkuselefant erzĂ€hlte dem Zollifant von den fernen LĂ€ndern und von seinem Zirkusleben. Der Zollifant berichtete von seinen TrĂ€umen und dem Leben im Zoo. Sie vergaßen ihren Zorn und wurden gute Freunde.
Im Regal der Kuscheltiere war es ganz still geworden. Als Rumpel fertig war schnurrte die Katze: „Du hast uns wirklich noch gefehlt! Denn Geschichten erzĂ€hlen kann bei uns keiner.“

FĂŒr Kinder ab 4 Jahren



Version vom 02. 05. 2013 10:26
Version vom 05. 05. 2013 16:11
Version vom 16. 06. 2013 19:46

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