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Leselupe.de > Kurzgeschichten
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Eingestellt am 12. 10. 2003 13:25


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elocin
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2001

Werke: 14
Kommentare: 4
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Kennst du das Gef├╝hl,
wenn sich der Boden unter deinen F├╝├čen wegzieht & du glaubst, dass dir jedermann schaden will?
Du wei├čt, wie es ist allein zu sein und niemand ist da, der hinter dir steht. Glaubst du an Rettung? Und in welcher Form sollte sie auftreten? Und wer oder was sollte dir helfen? Wenn da kein „jemand“ ist...
Stupide Festlegungen einerseits...
Krankhafte Manie andererseits...
Du hast schon verloren, als du geboren wurdest.
Just in diesem Moment warst du verurteilt...
Verurteilt zur Einzigartigkeit,
Gleichg├╝ltigkeit in hohem Ma├č...
Wer sollte dir schon beibringen zu leben?
Mit ihrem Hab und Gut kauften sie dich,
zumindest versuchten sie es...
Aber was ist Liebe und was ist Angst?
Angst kannten sie nicht,
denn Angst zeigt nur der Schwache...
Angst vor Strafe?
Brauchten sie nicht,
denn sie hatten genug Geld und Macht...
„Was Liebe ist?“, fragte ich sie eines Tages...
Sie lachten nur und sagten:
„Mit Liebe kommst du nicht weiter, Liebe versetzt keine Berge, Liebe behindert deinen Geist, Liebe macht dich abh├Ąngig und schwach...“
Also packte ich meine Koffer, verga├č jede Art von Gef├╝hl f├╝r sie, legte ein Zwischenstopp ein und erinnerte mich langsam wieder an das alte Versprechen von damals:

„Such denjenigen auf Erden, der dich so liebt, dass er bereit ist zu sterben, damit es f├╝r dich Hoffnung gibt!“

Die Frage ist, ob ich ihn schon l├Ąngst in dir gefunden habe?! Und ob ich die Zeichen einfach ├╝bersehen habe, in den vielen Jahren, die so schnell verflogen sind. Fast 2190 Tage ist es her, als wir uns das letzte Mal sahen. Ich kann mich kaum noch an dich erinnern... Es w├╝rde wohl auch immer noch allzu sehr schmerzen...
Ich wei├č, du wolltest nicht sterben,
du wolltest nur tot sein...
Ich kenne diese Gedankenwege und all die Gef├╝hle, die dabei eine fast ├╝bergewichtige Rolle spielen...

Als Gott dich einlud in sein K├Ânigreich konntest du nicht wiederstehen,
als Gott dir versprach, dass seine Welt besser und sch├Âner ist als diese hier...
Als Gott dir sagte, dass deine Schmerzen und dein Leid verschwinden werden,
da warst du Feuer und Flamme...
Und du plantest,
Mit ungeheurer Gewalt verfolgtest du dein Ziel…
Mit nicht sichtbaren Tr├Ąnen erz├Ąhltest du mir in tausend N├Ąchten wie unertr├Ąglich alles ist...
Je n├Ąher deine Reise kam, desto unruhiger wurde ich...
Ich stie├č dich zur├╝ck, in der Hoffnung, dass meine Liebe f├╝r dich nachl├Ąsst...
Ich habe mich geirrt...
Sie fehlt mir, deine Liebe, deine N├Ąhe, deine G├╝te...
Das Gef├╝hl, auch ohne Worte zu wissen, was der andere denkt.
Was ich am meisten vermisse?
Deine sch├╝tzende Hand, die Gewissheit in dir ein St├╝ck meiner „wahren Familie“ gefunden zu haben...
Deine Umarmung in schweren Zeiten...
Wir sind f├╝r diese Welt nicht gemacht,
ich wei├č...
Aber ich lebe noch...
Ich habe nicht vor mich fr├╝hzeitig von der B├╝hne zu verabschieden...
Mein Vorhang fiel schon einige Male, aber irgendein d├╝nnes St├╝ck, ein durchsichtiges Band, hielt ihn noch ├╝ber dem Boden...
Er schleifte, aber er ├╝berlebte...
Ich ├╝berlebte...
Jedes Mal aufs Neue.
Manchmal verfluche ich es...
Was hat er denn noch mit mir vor?
Unbeantwortete Fragen werden bleiben,
so ist das im Leben,
wahrscheinlich ist es im Tod nicht anders.
Aber wer wei├č das schon?
Wenn du noch hier w├Ąrst,
w├Ąre vieles anders.
Vielleicht w├Ąre mein Leben nicht so schief gelaufen.
Vielleicht h├Ątten wir es gemeinsam schaffen k├Ânnen.
Mit ein wenig mehr Kraft und ein wenig mehr Liebe...
Einzeln reicht sie nicht aus...
Gemeinsamkeiten verbinden...
Es gibt keinen Menschen, mit dem ich mehr teilte an Liebe, Mut, St├Ąrke, Angst, Hoffnungslosigkeit, Schw├Ąche...

Am Anfang ist immer das Wort,
wir brauchten keine Worte, wir brauchten nur das Wissen um den anderen...
Du fehlst mir, mehr als es Worte auf diesem Papier ausdr├╝cken k├Ânnen...


__________________
Leider ist er gestorben. Ich habe ihn stets nur vorw├Ąrts gehen sehen. Niemals sah ich ihn bei Erreichtem stehenbleiben.
(Konfuzius)

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