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Leselupe.de > Erotische Geschichten
SWALLOW-Die Wahrheit...
Eingestellt am 13. 10. 2016 17:49


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KathrinPirolla
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Registriert: Oct 2016

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Venedig

Die Reise nach Venedig rĂŒckte nĂ€her. Am Abreisetag morgens packte ich meinen Koffer und lies mich von Anna zum Flughafen fahren. Mit dem Kunden hatte ich mich noch per mail ausgetauscht. Darin erörterte er mir genau, wie ich am besten und schnellsten zum Hotel kĂ€me. Er habe eines der besten auf Lido gebucht. Lido, eine der Inseln bei Venedig gilt eher als der ruhigere Teil dieser Region; weg vom hektischen Treiben Venedigs. Ich hoffte nur, dass mir, wĂ€hrend meines Aufenthaltes, noch genug Zeit bleibt, ein wenig Venedig zu erkunden bevor mein Flieger nach zwei Tagen wieder zurĂŒckgeht.
Mit Norm hatte ich nicht mehr darĂŒber gesprochen und somit hatten wir auch keinen Treffpunkt ausgemacht. Irgendwie hoffte ich auch, ihn nicht zu sehen. Zumindest nicht am Flughafen. Ich wollte das alles fĂŒr mich genießen. Leider war mir das nicht vergönnt, denn bereits am CheckIn-Schalter sah ich ihn stehen. NatĂŒrlich stand er nicht in der Warte-Schlange der economy class wie ich, sondern am first class-Schalter. Er stand natĂŒrlich auf dem roten Teppich und wurde bereits bedient. Er schob der Dame am Schalter seinen Ausweis hin und drehte dabei seinen Kopf in meine Richtung. Er zwinkerte mir kurz zu um sich dann schnell wieder um seine Angelegenheiten zu kĂŒmmern. Schon alleine diese Art, wie er da selbstgefĂ€llig stand und mich frech anzwinkerte machte mich schon wieder wĂŒtend. Dieser eingebildete Fatzke. Als ich endlich an der Reihe war, tippte die Stewardess meine Daten in den Computer und fragte mich ganz verwundert, warum ich mich denn nicht am First Class Schalter gemeldet hĂ€tte. Mein Ticket wĂ€re auf First Class gebucht und somit wĂ€re es doch dort viel schneller gegangen. Ich bekam einen hochroten Kopf und meinte zu meiner Verteidigung nur, ich hĂ€tte gar nicht mehr daran gedacht. Auf der einen Seite hatte ich mich ĂŒber mich geĂ€rgert, weil mir das nicht aufgefallen ist, auf der anderen Seite aber Ă€rgerte ich mich noch mehr darĂŒber, dass der Typ sich einen Spaß daraus gemacht hatte, mich dort in der Schlange stehen zu sehen. Er wusste genau, dass ich falsch anstand und zwinkerte mir noch frech zu. Genau wegen solchen Spitzen von ihm wollte ich alleine fliegen.
Als wir mit allem fertig waren und ich meine Papiere an mich genommen hatte, ging ich direkt durch die Sicherheitskontrolle.
WĂ€hrend ich mich umsah, suchte ich nicht nur den Weg zum richtigen Terminal. Nein, ich fing an, mich nach ihm umzusehen. Weit und breit konnte ich ihn nicht entdecken. Ich versuchte dabei möglichst unauffĂ€llig zu wirken. Ob es mir gelungen ist, weiß ich nicht. Meine Laune wurde zusehends schlechter. In mir fing es an zu brodeln. Er machte mich wahnsinnig. NatĂŒrlich wollte ich alleine fliegen. Aber wenn ich alleine geflogen wĂ€re, hĂ€tte ich gewusst, er ist nicht da und alles wĂ€re gut gewesen. Nun bin ich zwar alleine auf dem Flughafen, weiß aber dass er irgendwo herumlungert und ich ihm jederzeit ĂŒber den Weg laufen könnte. Das war nicht entspannend und machte mich nervös. Es waren zwar noch 20 Minuten bis zum Boarding, hatte aber keine Lust mehr rumzulaufen und setzte mich auf eine der BĂ€nke. Ich beobachtete die anderen FluggĂ€ste, immer dabei nach ihm Ausschau haltend.
Unser Flug wurde pĂŒnktlich aufgerufen und in kurzer Zeit bildete sich vor dem Schalter eine lange Schlange. Das ist ein PhĂ€nomen das, glaube ich, besonders bei Deutschen vorkommt. Oft habe ich mir ĂŒberlegt, ob es sich um eine Urangst handelt, die in den Menschen schlummert und dann aktiviert wird, wenn irgendwo Einlass gewĂ€hrt wird. Wenn eine Bus- oder ZugtĂŒr geöffnet wird, wenn die Tore zur Oper auffliegen oder wenn der eigene Flug aufgerufen wird. Dann hĂ€lt es keinen mehr in den StĂŒhlen, alle springen auf und stellen sich an. Dabei wird auch keine RĂŒcksicht darauf genommen, wenn extra Reihen aufgerufen werden, die zuerst an Bord sollen oder wenn Familien mit kleinen Kindern mitfliegen. Das ist eine Unart der Menschen, wegen der ich mich wirklich sehr oft fremd schĂ€me.
Auf der anderen Seite habe ich mir dann zur Verteidigung dieser angstgesteuerten Menschen ĂŒberlegt, wenn sich keiner anstellt, kann auch keiner einsteigen.
Dann spĂ€ter, wenn das Flugzeug im Landeanflug ist und das Fahrgestell der Maschine den Boden berĂŒhrt hat hört man schon die ersten KlickgerĂ€usche aufspringender Gurte. Sobald das Flugzeug steht, springen die meisten Passagiere mit Gang-PlĂ€tzen hoch, reißen hektisch die GepĂ€ck-Klappen auf um ihr teilweise sehr großes HandgepĂ€ck rauszuholen. Das eigentlich GefĂ€hrliche am Fliegen sind die Koffer, die dir dabei auf den SchĂ€del knallen könnten.
Dann stehen die Leute noch mindestens zehn Minuten im Gang rum bis sie endlich aussteigen können. Ich frage mich ernsthaft, was da gerade in den Köpfen der Leute vorgehen mag. Haben die Angst, nicht rauszukommen? Haben sie Angst, dass das Flugzeug explodiert? Ich wĂŒsste es wirklich gerne.
Noch immer konnte ich ihn weit und breit nicht entdecken. Mein Platz war in der 2. Reihe am Fenster. Die nĂ€chsten Minuten waren mit wildem Verstauen der GepĂ€ckstĂŒcke und PlĂ€tze finden gefĂŒllt. So langsam beruhigte sich alles im Passagier-Raum und die Leute saßen grĂ¶ĂŸtenteils alle. Als ich schon die Möglichkeit in Betracht zog, er habe vielleicht einen anderen Flieger genommen, kam er rein. In diesem Moment, als ich ihn sah, klopfte mein Herz um einiges schneller. Er blieb vor meinem Sitzplatz stehen, öffnete, die von mir vorher verschlossene GepĂ€ck-Ladeklappe, wieder und verstaute seinen silbernen Hartschalen-Samsonite darin. Er fragte mich, ob denn der Platz neben mir noch frei sei. Ich antwortete „Sehr witzig, Norm“.
Da es sich um eine kleinere Maschine handelte, bestanden die Reihen jeweils nur aus zwei Sitzen nebeneinander. Er setzte sich also neben mich, drehte seinen Oberkörper leicht in meine Richtung, beugte sich nach vorne, so dass sein Gesicht sehr nah an meinem war. Zusehends wurde ich nervöser. Ich musste ja mittlerweile mit allem rechnen und nie konnte ich vorbereitet genug sein fĂŒr das, was er eventuell wieder vorhaben könnte.
„Du hast den Termin morgen Vormittag, richtig?“ flĂŒsterte er mir zu. „Richtig“ antwortete ich ebenfalls leise. Zum GlĂŒck hatte ich leise gesprochen, denn so hat er vermutlich gar nicht bemerkt, dass ich das mehr krĂ€chzend als alles andere sagte. Dort im Flugzeug, wo alle dicht beieinander saßen, wollte ich auf keinen Fall auch nur ansatzweise ein GesprĂ€ch, das in die falsche Richtung gehen könnte, mit ihm fĂŒhren. Ich hoffte nur, dass er nicht gerade jetzt ein peinliches Spiel mit mir spielen möchte. Sollte es darauf hinauslaufen war flĂŒchten keine Option. Ich musste einfach mal auf ein wenig Respekt seinerseits hoffen.
„Warum wirkst du so nervös?“ hörte ich ihn sagen. „Ich bin nicht nervös.“ konterte ich trotzig. „Na, dann können wir ja ein bisschen ĂŒber den Ablauf unseres Aufenthaltes in Venedig plaudern.“ sagte er meines Erachtens eine Spur zu laut und lachte dabei. Ich lief rot an. „Ich möchte nicht“ nuschelte ich vor mich hin.
„Naja, wie dem auch sei. Ich bin dir ja noch eine ErklĂ€rung schuldig.“ Ich dachte bei mir: ÂŽOh nein, bitte fang jetzt nicht mit irgendeinem Sex-Ding an. Bitte erzĂ€hle mir, dass du auch nur einen Termin dort wahrnehmen musst und es sich zufĂ€llig so ergeben hat.ÂŽ Hat er natĂŒrlich nicht. Er sprach jetzt zwar relativ leise aber ich blickte trotzdem dauernd in alle Richtungen um zu sehen, ob ihn außer mir noch jemand hören könnte. Das schien ihn gar nicht zu stören, denn er redete munter drauf los „Ich bin mitgeflogen, weil ich dabei sein möchte. Ich möchte, dass du eine kleine Kamera aufstellst, wĂ€hrend du es meinem italienischen Freund besorgst. Ich bin nebenan im Zimmer und schaue euch dabei zu, wie ihr es treibt.“ Meine Blicke zuckten noch nervöser durch die Gegend, hatte aber das GefĂŒhl, dass es zum GlĂŒck wohl keiner mitbekommen hatte. Aber wer weiß das schon. Ich wĂŒrde auch nicht direkt zu den Leuten hin starren, wenn ich so ein GesprĂ€ch mithören könnte.
Im Gegenteil, ich wĂŒrde mich wahrscheinlich schlafend stellen. So paranoid wie ich mittlerweile schon war, Ă€nderte dieser Gedanke direkt meine Sichtweise auf die
einzelnen Leute um mich herum. Schlief jemand? Kramte jemand zu offensichtlich in seinen Taschen rum?
Nachdem ich erneut eine Kontrollrunde mit meinen Augen beendet hatte, widmete ich meine Blicke wieder ihm. Ich schaute ihn nur unglĂ€ubig an, tippte mir mit meinem Zeigefinger auf meine Stirn und zeigte ihm den Vogel. KopfschĂŒttelnd sagte ich „Das kannst du komplett vergessen. Deine Reise ist wohl umsonst - tut mir leid. Aber das werde ich auf keinen Fall erlauben. Niemals. Du hast schon genug gegen mich in der Hand. Das reicht ja wohl. Und komm mir jetzt nicht damit, dass du es nicht filmen oder keine Bilder davon machen wolltest. Ich kann dir jetzt schon sagen, auf das Versprechen scheiß ich.“ Ich merkte dabei gar nicht, dass ich mich in Wallung geredet hatte und auch meine Stimme dabei immer lauter wurde. „Schade, aber ok - ich muss das ja wohl respektieren.“ antwortete er, lehnte dabei seinen Kopf zurĂŒck und schloss die Augen.




Wenn wir nicht in einem Flugzeug gesessen hĂ€tten, ich wĂ€re hochgegangen wie eine Furie. Ich war so sauer, dass ich ihm am liebsten meine AbsĂ€tze in seine Waden gerammt hĂ€tte. Diese Art ist es, die mich so provoziert. Erst mit einem Vorschlag ankommen, bei dem sich einem die FußnĂ€gel einrollen und dann so tun als wĂ€re das das Normalste der Welt gewesen. Das Schlimmste aber ist diese gleichgĂŒltige Art und Weise, wie er meine Abfuhr hinnahm. Als wĂŒrde ihm das rein gar nichts ausmachen. Vielleicht macht es ihm ja auch rein gar nichts aus. Was weiß ich, was in seinem kranken Kopf vorgeht. Den Rest des Fluges redeten wir nichts mehr miteinander. Wie auch, er ist dann direkt nach unserem kurzen Wortgefecht eingeschlafen. Erst als der Flieger zur Landung ansetzte, wachte er wieder auf. „Das Nickerchen hat gut getan. Hast du auch etwas geschlafen?“ fragte er mich. Mit großen Augen sah ich ihn an. „Nein“ sagte ich kurz. „Schade, denn der Schlaf hĂ€tte dir sicherlich auch gut getan. Zumal ich dich auffordere, heute Abend um 20 Uhr in mein Zimmer zu kommen. Ich möchte wieder gutmachen, dass ich dich vorhin so verĂ€rgert habe.“ Ich runzelte meine Stirn, kniff die Augen zusammen und sah ihn so von der Seite an. „Was heckst du jetzt wieder aus? So nett bist du mir noch unheimlicher. Das ist nicht deine Art und ehrlich gesagt, passt die auch nicht zu dir“ meinte ich. „Ich bin doch gar nicht so ein Monster wie du immer denkst. Ich habe wirklich nichts vor. Komm einfach nur vorbei und dann wirst du schon sehen.“ sĂ€uselte er in einer mir befremdlichen Tonart.
Mittlerweile, wie sollte es auch anders sein, standen schon wieder die ersten auf dem Gang um als erster aus dem Flieger zu kommen. „Lass uns schnell ein Taxi zum Hotel nehmen. Ich brauche was zum essen.“ war das erste VernĂŒnftige, was er heute von sich gegeben hatte.
Wir fuhren zum Piazza di Roma. Von dort aus mussten wir in eine Wassertaxi umsteigen, welches uns zum Hotel in Lido bringen sollte. Die Fahrt habe ich sehr genossen. WĂ€hrend der Überfahrt sprachen wir kein Wort, was ich sehr willkommen hieß, denn ich wollte die EindrĂŒcke aufsaugen und mir meine alten Erinnerungen an diese wunderschöne Stadt zurĂŒckholen. Wenn die HĂ€user, so wie man sie hier grĂ¶ĂŸtenteils sehen kann, bei uns in einer Stadt stehen wĂŒrden, wĂŒrde man sie als verfallen und unbewohnbar einstufen. Hier am Wasser hat es einen dermaßen romantischen Touch dass man heulen könnte. Am schönsten ist es immer abends bei Sonnenuntergang oder nachts. Diese Romantik ist schon fast unertrĂ€glich kitschig.
Es hat schon eine ganz besondere AtmosphÀre, die Fahrt auf dem Kanal, die HÀuser, die im Wasser stehen, die Gondeln, der Duft von Fischerdörfern und Seeluft. Es ist auch schwer zu beschreiben, wenn man es selbst noch nicht erleben durfte.
Nach 20-minĂŒtiger Bootsfahrt kamen wir am Anlegeplatz des Hotels an. Ein Hotelpage empfing uns direkt und nahm uns unsere Koffer ab.
Mir sind solche Dinge immer eher unangenehm. Ich lass mir nicht gerne den Arsch hinterhertragen. Aber da die Herren ja meinten ein 5 Sterne Haus auswĂ€hlen zu mĂŒssen, fĂŒgte ich mich also erst mal wieder meinem Schicksal. Wir holten uns jeder an der Rezeption unsere ZimmerschlĂŒssel und verabschiedeten uns wĂ€hrend wir unsere nebeneinander liegenden Zimmer aufschlossen, voneinander.
Dieses Hotel hatte seine besten Jahre wohl in den 70igern. Es mutete alles sehr orientalisch an. Die große Empfangshalle, in der Marmor dominierte mit einem großen Brunnen in der Mitte. Die endlos hohen Decken mit ihrem Stuck. Der barocke flauschige, blaue Teppichboden in der Hotelbar, der so gar nicht mit der Tapete kommunizieren wollte. Die Tische, die nicht zu den StĂŒhlen passten. Die Sofas, die nicht zur, mit hellblauem Stoff ĂŒberzogener, Theke passten. Der FrĂŒhstĂŒckssaal mit seinen ĂŒberdimensionalen Kronleuchtern und Hochzeitsdekorationen an den Tischen und StĂŒhlen. FĂŒr meinen Geschmack war das alles ein wenig zu viel des guten. WĂ€re ich eine Prinzessin und das Hotel das MĂ€rchenland, wĂŒrde ich mich hier richtig fĂŒhlen.
Auch die Zimmer waren großzĂŒgig geschnitten mit hohen Decken. Ein schwere grĂŒne Tagesdecke lag faltenfrei auf dem Kingsize-Bett. Die LĂ€mpchen aus mundgeblasenem blauem Glas verliehen dem Ganzen wieder diesen orientalischen Anstrich, den ich nicht besonders mag und auch nicht gemĂŒtlich finde. DafĂŒr war das Badezimmer aber sehr ansprechend. Es war ebenfalls groß und sauber, die Dusche hatte einen großen Duschkopf. Dusche und Badewanne waren getrennt vorhanden. Das passte und gefiel mir auch ganz gut. Auch der Ausblick aus dem Fenster war wirklich schön. Das Hotel lag direkt am Strand, so dass ich einen wunderbaren Blick auf das Meer hatte. Das war ein schöner Kurzurlaub. Bis ich zu ihm rĂŒber musste, waren es noch ein paar Stunden. Vielleicht sollte ich mich wirklich eine Weile ausruhen, dachte ich mir. Ich rief zu Hause kurz an, nahm ein herrliches warmes Bad und kuschelte ich mich direkt danach ins Bett. Es dauerte nicht lange, da ĂŒberfiel mich der Schlaf.

Nach knapp 3 Stunden tiefen Schlaf wachte ich auf. Draußen begann es bereits zu dĂ€mmern und eine fast unheimliche AtmosphĂ€re umgab das Zimmer. Alles wirkte wirklich aussergewöhnlich. Es herrschte absolute Stille und durch die bereits eingetretene Dunkelheit konnte ich nur die Umrisse des Zimmers und dessen Einrichtung wahrnehmen, das Fenster war halb geöffnet so dass der leichte Vorhang sich im Wind bewegte. Ich kuschelte mich noch kurz richtig ein und ließ das alles auf mich wirken. Nach einigen Minuten pellte ich mich aus der warmen Decke und ging ins Badezimmer um mich frisch fĂŒr den Abend zu machen. Ich hatte mir noch gar keine Gedanken ĂŒber mein heutiges Outfit gemacht. Viel hatte ich fĂŒr die zwei Tage sowieso nicht eingepackt, so dass mir die Entscheidung relative leicht fallen mĂŒsste. Schließlich entschied ich mich fĂŒr eine hellblaue Jeans, eine dunkelblaue Seidenbluse und weiße Turnschuhe. Die Haare band ich locker zu einem Dutt zusammen. Da ich ĂŒberhaupt keine Lust hatte mich zu schminken, ließ ich es sein und verließ, wieder eine Spur zu aufgeregt, mein Zimmer um nach nebenan zu gehen. Ich klopfte 3 mal an seine Zimmer-TĂŒre bevor er mir öffnete.
Er hatte anscheinend ebenfalls geduscht, denn seine Haare waren noch feucht und er hatte noch den blĂŒtenweißen Hotelbademantel an. Mich durchfuhr ein warmes Kribbeln, meine Bauchmuskeln zogen sich zusammen. Dieses GefĂŒhl kannte ich bereits gut genug, denn ich spĂŒrte es mittlerweile des Öfteren bei ihm. Noch immer stand ich im Zimmer und wusste nicht, wie der Abend weiter verlaufen wĂŒrde. Ich malte mir bereits die heißesten Situationen aus. Ich wollte ihn und ich wollte dass er mich nimmt, egal wie und wo. Es sollte nur bitte bald geschehen, denn meine Gedanken erregte mich noch mehr. Nachdem er mir die TĂŒr geöffnet hatte, drehte er sich wieder um und verschwand noch mal im Badezimmer.
Als er wieder herauskam, befahl er mir, im Sessel Platz zu nehmen. Ich wollte widersprechen, da ich mich eigentlich nicht setzen wollte aber ich sah an seinem Gesichtsausdruck, das Widerspruch zwecklos war. Er ist bereits wieder in seiner dominanten Rolle und ich hatte keine Chance mehr - schon gar nicht in meinem momentanen aufgewĂŒhlten, angeheiztem Zustand. An diesem Abend sagte er nur noch einen Satz zu mir „Du bleibst heute die ganze Zeit in diesem Sessel sitzen und rĂŒhrst dich nicht von Stelle, hast du verstanden? Egal was du tun möchtest, du bleibst sitzen!“ Ich schaute ihn an und nickte. In diesem Moment hatte ich mir nur gedacht, egal was er verlangt, Hauptsache er macht irgendetwas mit mir.
Das MöbelstĂŒck war sehr bequem so dass es mir gar nicht so schwer fallen wĂŒrde, sitzen zu bleiben. Er ging um den Sessel rum und stand nun hinter mir. Mein Herz fing an schneller zu schlagen, mein Puls stieg bereits erneut an und aus dem anfĂ€nglichem Reißen wurde ein stĂ€rkeres Ziehen im Unterleib. Diese GefĂŒhle wurden noch schlimmer, als ich seinen warmen Atem neben meinem rechten Ohr spĂŒrte. Er sagte nichts wĂ€hrend er mir mit einem Tuch die Augen verband. Obwohl ich diese Situation bereits mit ihm schon einmal durchlebt hatte, fand ich sie aufs Neue extrem erotisch. Das machte sich auch in meinem Schritt bemerkbar. Als ich mit meinem Po ein bisschen hin und her rutschte, merkte ich, wie ich unten bereits feucht wurde. Ich wusste, wenn er dich jetzt auch nur kurz da anfassen wĂŒrde, wĂ€re es um mich geschehen. Es mĂŒssen nur ein paar Minuten gewesen sein. So da sitzend, erregt und mit verbundene Augen, kommen einem Minuten wie Stunden vor. Als ich hörte, wie er die TĂŒr aufmachte und eine andere Frauenstimme ihn begrĂŒĂŸte, wĂ€re ich beinahe in Ohnmacht gefallen, so heftig erschrak ich. Ich weiß gar nicht, ob ich nicht sogar irgendwelche Laute von mir gab. Wenn ja, hat es anscheinend keiner im Raum wahrgenommen. Die Frauenstimme sprach sehr leise und verfĂŒhrerisch. Sie hatte eine rauchige Stimme, sprach eine andere Sprache.
Es war kein italienisch wie ich anfangs vermutete. Ich ordnete die Sprache eher in den Osten ein. Eine sehr harte, erotische Aussprache mit einer wirklich sehr angenehmen Stimme.
Ihn hörte ich gar nichts sagen. Vielleicht gab er ihr Handzeichen damit ich nichts mitbekam, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall gurrte sie ihm laufend irgendetwas zu - vermutlich etwas Versautes, so hörte es sich zumindest in meinen Ohren an.
Mein ganzer Körper stand auf Bereitschaft. Ich rechnete damit, jeden Moment von warmen und weichen FrauenhĂ€nde angefasst zu werden. Das wĂŒrde zu dem von ihm im Flugzeug geĂ€ußerten Wunsch passen, mir dabei zusehen zu wollen. Warum nicht auch mit einer Frau. Viele MĂ€nner stehen doch darauf, dabei zusehen zu können, wenn sich zwei Frauen lieben. Ja, das macht Sinn, dachte ich so fĂŒr mich und entspannte ein wenig bei diesem Gedanken. Mit einer wildfremden Frau Sex zu haben, wĂ€re zwar etwas völlig Neues fĂŒr mich aber ich war nicht abgeneigt. Schon gar nicht in meinem momentan erregten Zustand.
WĂ€hrend vor meinem inneren Auge bereits der Film ablief, bemerkte ich nicht, dass jemand neben mir stand um mir die Augenbinde abzunehmen. Er war es, der mich davon wieder befreite. FĂŒr einen kurzen Moment musste ich meine Augen zusammenkneifen, denn trotz schummriger Beleuchtung, mussten sich meine Augen erst einmal wieder an das Sehen gewöhnen. Zuerst fiel mein Blick auf ihn. Er bewegte sich Richtung Bett und da sah ich sie. Die Frau zu der sexy Stimme. Sie war nackt und rĂ€kelte sich auf der Matratze.
Sie hatte dunkelbraune, lange, sehr glĂ€nzende Haare. Sie war gut gebaut, hatte einen ziemlich großen Busen und eine schmale Taille. Diese und mehr Details konnte ich in den darauffolgenden zwei Stunden sammeln. Er hatte nur seinen BademantelgĂŒrtel geöffnet. Nun stand er am Bettrand, als die Frau ein bisschen ihren Oberkörper erhob und ihn an sich zog. Als er nun so halb auf ihr lag, kamen sie auch direkt zur Sache. Sie fingen an sich heftig zu kĂŒssen. Ich sah nur noch HĂ€nde, die ĂŒberall gleichzeitig zu sein schienen. Ich kam mir so ausgeschlossen, so abgegrenzt vor. Ein echt ĂŒbles und demĂŒtigendes GefĂŒhl.
Auch wenn ich mich nicht gut dabei fĂŒhlte, wollte ich doch die ganze Zeit zusehen. Es war eine so neue, extrem exotische Erfahrung, dass ich nicht anders konnte, als hinzusehen. Also saß ich da, und sah den beiden zu, wie sie sich fast gegenseitig auffraßen. Als seine Hand, die gerade noch eine ihrer großen BrĂŒste bearbeitete, langsam nach unten in Richtung Ihres Lustzentrums glitt, wurde ich so eifersĂŒchtig, dass ich am liebsten geschrien hĂ€tte, sie sollen sofort aufhören. Dass er gerade seinen Finger in sie reinsteckte, merkte ich, weil sie das dementsprechend mit lautem Stöhnen quittierte. In diesem Moment schloss ich kurz meine Augen und genoss das heftige Ziehen und Pulsieren meiner Vagina. Es war zum VerrĂŒcktwerden. Da ich aber auch nichts verpassen wollte, öffnete ich sie direkt wieder. Sie drehte sich auf den Bauch und hob ihr GesĂ€ĂŸ in seine Richtung. Er steckte seinen steifen Schwanz auch ohne Umschweife direkt in sie rein. Sie quiekte und stöhnte, was mir eher ĂŒbertrieben vorkam aber vielleicht ist dass das Empfinden wenn man nur Zuschauer ist und dazu noch ein eifersĂŒchtiger. Ich habe ihr das einfach nicht gegönnt und wĂ€re selbst gerne an ihrer Statt gewesen. Er nahm sie ziemlich heftig und ging nicht zimperlich mit ihr um. Auch diese Sichtweise mag an meiner Aussenseiter-Position gelegen haben. Nach vielen StĂ¶ĂŸen hörte er abrupt damit auf und zog ihn wieder heraus. Da er ja sichtlich noch nicht fertig war, wusste ich, dass ich noch immer nicht erlöst bin und ich dieser mentalen Folter noch weiter ausgesetzt sein werde. Sie hatte sich bereits wieder auf den RĂŒcken gelegt, wĂ€hrend sein Gesicht zwischen ihren Beinen verschwand. Er leckte sie zum Höhepunkt. Das scheint er wirklich drauf zu haben, denn sie schrie wie eine Irre. Ich hingegen musste mich zusammenreißen um nicht gleich mit zu schreien, da ich auch bereits kurz davor stand zu implodieren. Die Dame beruhigte sich wieder relativ schnell und fing anschließend sofort an, seinen Schwanz zu lutschen. Ich bezeichne es so, denn genau das tat sie. Mit einer Inbrunst verschlang sie sein Glied.
Auch er schien mittlerweile nicht mehr lange die Stange halten zu können, denn er spritzte nach nicht allzu langer Schleckerei ihr quer ĂŒbers Gesicht. Auch dabei stöhnte sie wieder laut auf, was ich ja nicht so wirklich verstand aber anscheinend war sie entweder eine ziemlich gute Porno-Darstellerin oder eine Prostituierte die ihr Fach verstand. Oder sie fand es wirklich total geil, angespritzt zu werden und ich war einfach nicht ganz normal in dieser Hinsicht. Vielleicht werde ich es ja noch irgendwann erfahren, wer diese geheimnisvolle Schöne war.
Kurz noch mal zurĂŒck zu dem Punkt als sie anfing ihn zu bearbeiten. Ich konnte nicht mehr lĂ€nger an mich halten und fing an meine Finger in meine Hose zu schieben. Es brauchte nur ein paar Fingerbewegungen ĂŒber meine Klitoris als ich sofort kam. In den nĂ€chsten Minuten kam ich einige Male hintereinander. Erst als die beiden voneinander abließen, tat ich es ihnen gleich und zog meine klitschnassen Finger aus meiner Hose. Mein ganzer Körper fĂŒhlte sich feucht und klebrig an. Die Kleidung klebte an mir und mir war heiß.
Der Rest des Treffens lief dann eher nĂŒchtern ab. Sie zog sich wieder an, verabschiedete sich ohne großes Aufhebens mit einem kurzen Kuss auf die Wange bei ihm und verschwand aus dem Zimmer. Mir wĂŒrdigte sie keines Blickes, so als wĂŒrde ich ĂŒberhaupt nicht existieren - wie ein Geist, der den beiden unbemerkt beim Vögeln zusehen dĂŒrfte.
WĂ€hrend er noch mit dem Zubinden seines Bademantels zugange war, warf er ein „Und?“ in den Raum. „Was und? Was willst du jetzt hören? Toll? Blöde Frage!“ Daraufhin grinste er spöttisch und meinte nur „Ich habe einen Mörderhunger. Ich gehe jetzt was essen, kommst du mit?“ Am liebsten wĂ€re ich aufgestanden und hĂ€tte ihm wie schon so oft, gerne eine gelangt, tat es natĂŒrlich nicht sondern antwortete nur „Ja, aber ich muss mich vorher noch duschen. Also wenn dein Hunger so groß ist, dann gehst du am besten alleine. Ansonsten wie gesagt, dauert es noch 20 Minuten.“
„Wieso musst DU eigentlich duschen? Hattest du gerade geilen Sex oder ich? Oder hat dich das so angemacht dass du am Ende noch mental mit gevögelt hast?“
„Ach, halt doch deinen Mund“ motzte ich in seine Richtung, stand auf und ging hastig aus dem Zimmer. Warum lasse ich mich immer so provozieren und demĂŒtigen? Auf dem Weg in mein Zimmer fiel mir spontan dann auch noch der Song von den Ärzten ein „Manchmal, aber nur manchmal haben Frauen ein kleines bisschen Haue gern
.“ Toll, das passt ja dachte ich und verschwand unter der Dusche.

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Ralph Ronneberger
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Hi Kathrin, du prĂ€sentierst hier einen Ausschnitt aus einem Werk. Nehme ich an. Ansonsten hĂ€tte Anna keinen Sinn. Über die erfahren wir nichts, da kannst du die Namensnennung auch lassen.

Boarding. Hast du in den letzten Jahren, Jahrzehnten etwas ĂŒber das Einsteigen in ZĂŒge oder Taxen gelesen? Kennt der Mensch, braucht keiner und sowieso hat da jeder seine eigene Strategie. Boarding: da ist entschieden, wer wo sitzt. Das ist der Unterschied zur Straßenbahn. Es hat keinen Sinn sich anzustellen, es sei denn, mann möchte den Duft des anderen einatmen (wĂ€re eine helfende ErklĂ€rung fĂŒr die Textstelle). Fliegen kann inzwischen jeder. FĂŒr 28,- EUR nach Barcelona. Oder Rom. Warum ist dir wichtig, die Szene so sehr zu gewichten?

ErzĂ€hlen kannst du, ohne Frage. Und auch den Konflikt hast du sauber herausgearbeitet. Viele FĂŒllungen kannst du streichen, das hilft dem Text und deinen Leser/innen. Beispiel:

quote:
WĂ€hrend ich mich umsah, suchte ich nicht nur den Weg zum richtigen Terminal. Nein, ich fing an, mich nach ihm umzusehen. Weit und breit konnte ich ihn nicht entdecken. Ich versuchte dabei möglichst unauffĂ€llig zu wirken. Ob es mir gelungen ist, weiß ich nicht. Meine Laune wurde zusehends schlechter. In mir fing es an in mir zu brodeln. Er machte mich wahnsinnig.

Und Kommasetzung ist nicht deine StÀrke, was? Meine auch nicht.
GrĂŒĂŸe von wipfel

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KathrinPirolla
???
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Kammas und Co.

Hallo Wipfel,
erste einmal: Vielen Dank fĂŒr deine konstruktive Kritik und Meinung.
Ja, es handelt sich um ein Kapitel aus meinem Buch. Anna spielt zwar nur eine Nebenrolle, ist aber fĂŒr die komplette Story unverzichtbar. Ich wollte den Text nicht verĂ€ndern. Es war mir wichtig, dass der Leser (genauso wie ich) komplett in die Geschichte mit allem Drum und Dran eintauchen kann.
Die Geschichte mit dem Boarding gehörte fĂŒr mich irgendwie dazu...vielleicht weil (man) oder ich, auch dazu neigt, eigene Erfahrungen oder Meinungen beim Schreiben mit einzubringen.
Die Kommas, die Kommas.....tja, das ist so ein Thema. Ich will mich da jetzt gar nicht rausreden, aber da habe ich mich vielleicht zu sehr auf das Lektorat verlassen. Und ganz ehrlich: Ist wirklich nicht meine StÀrke.
Ich habe versucht, so wenig Kommas wie möglich hier anwenden zu mĂŒssen und hoffe, nicht versagt zu haben :-))))
Viele GrĂŒĂŸe
KP
__________________
KP

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Susi M. Paul
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Jo, schon. Das gefĂ€llt mir. Ein guter Einstand hier, finde ich. NatĂŒrlich aus einem Zusammenhang gerissen, den wir nicht kennen, aber das kann ja noch kommen. Von der Schreibe her ist das auf jeden Fall vielvrsprechend.

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