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Leselupe.de > Humor und Satire
Sächsische Unabhängigkeitserklärung
Eingestellt am 01. 06. 2003 11:00


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Bernd
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Sächsische Unabhängigkeitserklärung

Am ersten April 2003 hat unser Sächsischer Ministerpräsident, Herr Milbradt, die Unabhängigkeit Sachsens erklärt, wie auch der MDR berichtete.
Ich will versuchen, die sich überstürzenden Ereignisse in Kürze darzustellen.
Seit Sachsen unabhängig wurde, hat sich die Weltpolitik sehr schnell entwickelt. Grußbotschaften von Tony Blair und George W. Bush noch am ersten April wurden von rascher diplomatischer Anerkennung durch Großbritannien am 6. April und durch die USA am 7. April 2003 gefolgt.
Bereits eine Woche später erkannte auch Polen das unabhängige Sachsen an.
Die Bundesrepublik protestierte und versetzte die Bundeswehr in verstärkte Alarmbereitschaft. Die sächsischen Soldaten wurden vorläufig unter Arrest gesetzt. Die meisten der in Sachsen lebenden Bundeswehrangehörigen blieben, nachdem ihnen freigestellt wurde, das Land zu verlassen.
Die Lage in Sachsen war angespannt, aber ruhig.
Am Straßburger Platz fand in Dresden eine große Kundgebung statt, in der zahlreiche Bürger Milbradt beglückwünschten und bejubelten.
Etwa 100 Demonstranten, die stören wollten, wurden vorläufig festgenommen, aber noch am gleichen Abend wieder freigelassen.

Das Parlament tagte ununterbrochen.

Soweit die ersten Berichte.


Rundfunkansprachen (Real Audio-Format) des Ministerpräsidenten und erste Reaktionen aus Brüssel sowie von weiteren Repräsentanten und Bürgern findet ihr unter folgendem Link des Mitteldeutschen Rundfunks:

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Bernd
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Dresden:
Nach der Sächsischen Unabhängigkeitserklärung trafen zahlreiche Glückwünsche ein.

Görlitz:
Wie soeben bekannt wurde, hat ein sogenannter Sorbischer Konstitutionsrat die Autonomie der sorbischen Teile Sachsens beschlossen. Sie soll nach einer Volksabstimmung in Kraft treten.

Berlin:
Die Bundesregierung tagt hinter verschlossenen Türen. Aus der Krisensitzung wurde bekannt, dass über einen Einmarsch in Sachsen diskutiert wurde.

Washington:
Der Präsident der Vereinigten Staaten protestierte energisch gegen sogenannte Einmarschpläne der Bundesrepublik Deutschland in Sachsen.

Hardhöhe:
Der Verteidigungsminister begab sich zum Badeurlaub.

Sachsen:
Die Republik Sachsen beantragte die Aufnahme in die Europäische Union. Mitteilungen, dass der Gulden wider eingeführt werden solle, dementierte der Sprecher des Sächsischen Außenministeriums.

Steuersenkung
Eine der ersten Maßnahmen der Sächsischen Staatsregierung war bekanntlich eine drastische Senkung der Steuern.
Es wurde ein einheitlicher Steuersatz von 10% eingeführt.
Die Kirchensteuer wurde ebenfalls auf 10 Prozent festgesetzt. Den Kirchenzehnt brauchen aber nur Mitglieder der Kirche zu bezahlen.

Großer Zustrom an den Grenzen
Zahlreiche ehemalige Sachsen aus allen Teilen der Welt strömen nach offiziellen Angaben in Richtung der Sächsischen Republik.

MDR
Der MDR hat beschlossen, vorerst seine Strukturen nicht zu verändern.

SZ
Die Sächsische Zeitung ist bundesweit geworden. Nach zahlreichen Neuabbonements ist erstmalig eine Auflagenhöhe von zwei Millionen erreicht worden. Die Betriebsleitung gibt zusammen mit dem Betriebsrat ein Fest. Dabei werden in einer Sonderausstellung gerettete Fotos aus dem Archiv der SZ gezeigt, die nach der Flutkatastrophe unwiederbringlich verloren erschienen.


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Bernd
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Büro Berghofer
Das Büro Berghofer dementiert Berichte, dass Berghofer sich für das Amt des Sächsischen Ministerpräsidenten bewerben wolle. Zur Frage, ob das auch für das Amt des Präsidenten gelte, wurden keine Angaben gemacht.

Wettin
Das Haus Wettin gibt bekannt, dass es keinerlei Bestrebungen zeige, die Monarchie wieder zu errichten. Man wäre aber bereit, wenn das Sächsische Volk rufe.


Eigener Bericht:
Die Regierung der Republik Sachsen beruft sich auf

quote:
Artikel 25
[Völkerrecht und Bundesrecht]
Die allgemeinen Regeln des Völkerrechtes sind Bestandteil des Bundesrechtes. Sie gehen den Gesetzen vor und erzeugen Rechte und Pflichten unmittelbar für die Bewohner des Bundesgebietes.

Artikel 26
[Verbot der Vorbereitung eines Angriffskrieges; Kriegswaffenkontrolle]
(1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.



Der Sächsische Außenminister, Dr. Pohlhardt, ruft die Bundesregierung auf, von bewaffneten Maßnahmen abzusehen.

Der Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Josef Fischer, erklärt seine Nichtzuständigkeit in diesen Fragen, da es sich nicht um Außen- sondern um Innenpolitik handele. Außerdem weist er jedes Gerücht zurück, dass Vorbereitungen für den Bau einer Mauer entlang der Grenze Sachsens liefen.

"Wir wollen Häuser bauen, keine Mauern!", erklärte er.

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Wie es begann:
1. April 2003

MDR1 Radio Sachsen berichtet über großen Zuspruch.
(http://193.22.36.128/mdr1-radio-sachsen/programm/643397.html)

quote:
Ministerpräsident Georg Milbradt hatte sich am Morgen in einer persönlichen Rede an die Hörer des meist gehörten Senders in Sachsen gewandt: "Ich habe mich zu diesem tief greifenden Schritt entschlossen, weil ich glaube, dass nur ein unabhängiges Sachsen seine volle wirtschaftliche und kulturelle Kraft entfalten kann." Die Entscheidung sei Konsequenz aus der verfehlten Politik der rot-grünen Koalition, die die Zukunft des Landes gefährde und insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung Sachsens verhindere. "Durch die Gründung der Republik Sachsen ergeben sich völlig neue Perspektiven, um Sachsen in seinem neuen, alten Glanze erstrahlen zu lassen." Erste Gespräche über die Aufnahme Sachsens in die Europäische Union und die UNO seien bereits geführt worden.

Die aufsehenerregende Nachricht blieb nicht ohne Folgen. Die Telefone im Dresdner Funkhaus standen nicht still. Über 500 Hörer beteiligten sich am Vormittag an der regen und teilweise sehr emotionalen Diskussion. In den Großstädten Dresden, Leipzig und Chemnitz kamen bereits seit den frühen Morgenstunden hunderte begeisterter Lokalpatrioten an die Infostände des Heimatsenders, um durch ihre Unterschrift eine "unabhängige Republik Sachsen" zu unterstützen.






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flammarion
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na,

denn gratuliere ick mal janz herzlich. ihr sachsen seid wohl größenwahnsinnig, was? ach so, april, april . . .
jedenfalls mal wieder was zum schmunzeln. ganz lieb grüßt
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Old Icke

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Bernd
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Liebe Flammarion,

ja, wahrscheinlich war es zunächst als Aprilscherz gedacht, Historiker werden sich damit beschäftigen. Jetzt aber ist der Prozess voll im Gange. Denn es war Tarnung. Klar wurde es am 1. April noch nicht ernst genommen. Heute aber denken das Saarland, Bayern und Niedersachsen bereits über ähnliche Schritte nach.
Die Rest-BRD versucht natürlich, die Emanzipation der Bundesstaaten zu verhindern, durch die sehr schnelle Anerkennung aber steht sie vor vollendeten Tatsachen. Was nun?

Die Sächsische Verfassung ist nunmehr in Kraft. In dieser ist das Recht auf Arbeit verankert und kann nicht mehr durch das Grundgesetz ausgehebelt werden.

Allerdings versucht die Rest-BRD nun, die Republik Sachsen zu isolieren.

Freundliche Grüße

Hutschi Modo
Historiker

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Bernd
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TASS
Die russische Nachrichtenagentur zeigt in einigen Kommentaren ihre Missbilligung der Abspaltung Sachsens.
Der russische Ministerpräsident Putin gratuliert offiziell Dr. Milbradt, dem Sächsischen Amtskollegen. Allerdings weist er darauf hin, dass eine Anerkennung der Republik Sachsens noch großer diplomatischer Bemühungen bedürfe, insbesondere sehe er dabei die Rolle Sachsen-Anhalts, Niedersachsens und der Siebenbürger Sachsen als ungeklärt.



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