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Leselupe.de > Erotische Geschichten
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Eingestellt am 13. 05. 2010 14:18


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Shihaya
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2010

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„Er macht es schon wieder!“ Ich spürte wie der Ärger in mir hoch kochte – und gleichzeitig wie ich in tiefe Depression zu verfallen drohte.
Irgendwie hilflos blickte ich auf den Tisch, den ich so liebevoll gedeckt hatte. Heute war unser Jahrestag! Vor genau einem Jahr hatten wir uns kennen gelernt.
„Er hat versprochen pünktlich zu sein!“ Ich spürte, wie mir Tränen in die Augen stiegen.
Den ganzen Nachmittag hatte ich in der Küche gestanden und alles vorbereitet. Sein Lieblingsessen! Und jetzt kam er nicht! Schon vor einer Stunde hätte er da sein sollen!
„Ich hasse dich!“ Nein, das stimmte nicht! Ich liebte ihn! Ich betete ihn an! Ich war ihm verfallen!
Meine Gedanken gingen zurück zu diesem Tag im März, dem Tag, der mein Leben so entscheidend veränderte.
Ich saĂź damals in meiner Stammkneipe. Sie war in der Szene noch nicht so bekannt und deshalb auch noch nicht so ĂĽberlaufen. Man konnte dort noch in Ruhe sitzen und ein Bier trinken, ohne dauernd angemacht zu werden.
Ich war erst seit einem Monat wieder solo und genoss es Gesellschaft zu haben und doch in Ruhe gelassen zu werden. Also saĂź ich an der Bar, ein Bier in der Hand und horchte einfach in den Raum hinein, als er herein kam.
Bis heute war mir immer noch nicht wirklich klar, was mich auf ihn aufmerksam machte, aber ich denke es war einfach seine Ausstrahlung. Es gibt Menschen, die haben einfach eine gewisse Aura und er hatte eine. Er war ein Mann – ein ganzer Mann!
Jonas, der ihn mitgebracht hatte, verblasste neben ihm, wie der Mond neben der Sonne. Herrmann, so hieß er, wie ich später erfuhr, überstrahlte ihn mühelos.




Er war groß, aber nicht übermäßig groß. Er war kräftig, aber nicht muskelbepackt. Aus seinem dunkel gebräunten Gesicht strahlten zwei grau-blaue Augen hervor wie Edelsteine.
Ich merkte, wie ich mich unwillkĂĽrlich in Position brachte, als er sich umblickte.
„Sitz grade!“, ermahnte ich mich innerlich. „Brust raus, Bauch rein!“
Nervös schluckte ich.
Ich bin keine Schönheit! Dafür esse ich zu gerne und man sieht es mir an. Ich bin nicht wirklich dick, aber doch etwas zu klein für mein Gewicht.
Es gab hier viele Schönere als mich.
Hastig drehte ich mich um, um diesem hypnotisierenden Blick zu entkommen, der mich durch den ganzen Raum hindurch aufzuspieĂźen schien. Das Bier rann durch meine Kehle, als ich den Rest des Kruges auf einmal herunterstĂĽrzte.
„Noch eins!“ Es war nur ein heiseres Krächzen. Was war mit mir los?
Verwirrt blickte ich in den Spiegel hinter der Bar und erstarrte. Er kam genau auf mich zu und stellte sich genau neben mich.
„Ein Bier!“ Seine Stimme ging mir durch und durch, kroch mir die Wirbelsäule hoch und kitzelte meinen Nacken. Meine Schultern zuckten.
„Ist dir kalt?“ Er lächelte mich an.
„Ich … Ja … Nein…“, stammelte ich. „Sorry! Ich muss mal eben.“
Ich flĂĽchtete aus dem Schankraum zur Toilette. GlĂĽcklicherweise war sie gerade leer und ich konnte mich erst einmal wieder beruhigen, stand vor dem Waschbecken und spritzte mir Wasser ins Gesicht. Wie konnte mich ein Mann nur so aus der Fassung bringen?
Da hörte ich die Tür und er kam herein. Ich drückte mich an die Wand, aber er blieb direkt vor mir stehen. Seine Hände stützten sich rechts und links neben meinem Kopf ab. Sein Gesicht war mir ganz nahe. Ich konnte sein Aftershave riechen.
„Du willst es doch auch!“ Das war keine Frage, sondern eine Feststellung. Und er hatte Recht! Ich hätte aber auch keine Zeit gehabt mich zu wehren, denn er küsste mich – und ich schmolz dahin wie ein Eis in der Sonne.
Ich war zu allem bereit und wir machten es. Es war ein Rausch und ich weiß nicht mehr wie lange es dauerte und was wir alles machten. Ich war total fertig aber es war wundervoll gewesen – und das auf einer öffentlichen Toilette. Aber das war mir in diesem Moment vollkommen egal.

Eine Woche später zog er bei mir ein!

Das Leben mit ihm war Himmel und Hölle zugleich. Er war ein Macho! Sein Name war Programm. Er war ein Herr – ein Mann. Er nahm sich, was er brauchte und ich gab es ihm und noch mehr. Dann kam der Sex und ich schwebte im 7. Himmel. Es war göttlich. Es wog alles wieder auf. Er war mein Meister und ich genoss es ihm zu dienen. Er war zärtlich und ich liebte ihn dafür. Er war grob und ich wollte es. Er war zerknirscht und ich verzieh ihm – Alles!
Aber eins fehlte mir: Nie sagte er es! So oft ich ihm sagte: „Ich liebe dich!“ Nie gab er es zurück.
Nie sagte er: „Ich liebe dich, Klaus!“


Version vom 13. 05. 2010 14:18

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Rechtschreibfetischistin
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Kommata

Nach neuer Rechtschreibung muß kein Komma vor einem "und" stehen, das zwei Hauptsätze verbindet, das war nur in der alten Rechtschreibung so, insofern sind mir jetzt auch keine Kommafehler in Deinem Text aufgefallen, jedenfalls nicht als störend.

Dem Kommentar von Lesemaus kann ich mich keinesfalls anschlieĂźen. Das ist ein typischer Heterokommentar. Was bei Heteros normal ist, ist dann auch bei Schwulen und Lesben uninteressant, oder wie? Kommt mal von Eurem Heteroross runter. FĂĽr uns ist vieles anders, und Ihr habt keine Ahnung davon.

Jedenfalls fand ich den Gag am Ende schön, auch wenn schon zu vermuten war, daß es sich um zwei Männer handelt, denn welche Frau stürzt schon den Rest eines ganzen Kruges Bier in einem Zug herunter?

Sicherlich könntest Du den Text auch ganz von vorn als schwule Geschichte schreiben, das wäre auch schön, aber dieses kleine Geheimnis bis zum Schluß ist dann doch sehr nett.

Und ja: Ich würde mich auch aufregen, wenn meine Macho-Freundin nie "Ich liebe dich" zu mir sagen würde. Ich habe einen ganzen Roman darüber geschrieben, daß eine der beiden Frauen es nicht sagen kann und die andere daran verzweifelt. Also das ist schon tragfähig. Der Roman hat fast 100000 Wörter und viele Leserinnen lesen ihn gerade deshalb, weil das eben so ein Problem ist, das viele Beziehungen belastet.

Heterofrauen finden sich damit vielleicht einfach ab, aber für uns ist – wie ich oben schon sagte – eben alles ein bißchen anders. ))

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nachts
???
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„Er macht es schon wieder!“ Ich spürte wie der Ärger in mir hoch kochte – und gleichzeitig wie ich in tiefe Depression zu verfallen drohte. Beides gleichzeitig schließ sich aus und tiefe Depression ist ein heftiges Krankheitsbild
Irgendwie hilflos entweder hilflos oder nicht blickte ich auf den Tisch, den ich so liebevoll gedeckt hatte. Heute war unser Jahrestag! Vor genau einem Jahr hatten wir uns kennen gelernt.
„Er hat versprochen pünktlich zu sein!“ Ich spürte, wie mir Tränen in die Augen stiegen.Das nächste Spüren - wie wärs mit Tränen stiegen mir ...
Den ganzen Nachmittag hatte ich in der Küche gestanden und alles vorbereitet. Sein Lieblingsessen! Und jetzt kam er nicht! Schon vor einer Stunde hätte er da sein sollen!
„Ich hasse dich!“ Nein, das stimmte nicht! Ich liebte ihn! Ich betete ihn an! Ich war ihm verfallen!
Meine Gedanken gingen zurück Ich dachte tät reichen zu diesem Tag im März, dem Tag, der mein Leben so entscheidend veränderte.
Ich saĂź damals in meiner Stammkneipe. Sie war in der Szene noch nicht so bekannt und deshalb auch noch nicht so ĂĽberlaufen. Man konnte dort noch in Ruhe sitzen und ein Bier trinken, ohne dauernd angemacht zu werden.
Ich war erst seit einem Monat wieder solo und genoss es Gesellschaft zu haben und doch in Ruhe gelassen zu werden. Also saĂź ich an der Bar, ein Bier in der Hand und horchte einfach in den Raum hinein, als er herein kam.
Bis heute war ist mir immer noch nicht wirklich klar, was mich auf ihn aufmerksam machte, aber ich denke es war einfach seine Ausstrahlung. Es gibt Menschen, die haben einfach eine gewisse Aura und er hatte eine. Er war ein Mann – ein ganzer Mann!Das mit der Aura ist ein bischen profan
Jonas, der ihn mitgebracht hatte, verblasste neben ihm, wie der Mond neben der Sonne. Der Mond is n schlechtes Beispiel für was blasses - weil er n mächtiges Symbol ist Herrmann, so hieß er, wie ich später erfuhr, überstrahlte ihn mühelos. Das Überstrahlen haste schon gesagt, mit deiner Sonne.
Er war groß, aber nicht übermäßig groß. Er war kräftig, aber nicht muskelbepackt. Aus seinem dunkel gebräunten Gesicht strahlten zwei grau-blaue Augen hervor wie Edelsteine.Hervorstrahlen?
Ich merkte, wie ich mich unwillkĂĽrlich in Position brachte, als er sich umblickte.umhersah oder so - umblicken ist nach hinten
„Sitz grade!“, ermahnte ich mich innerlich. „Brust raus, Bauch rein!“
Nervös schluckte ich.
Ich bin keine Schönheit! Dafür esse ich zu gerne und man sieht es mir an. Ich bin nicht wirklich dick, aber doch etwas zu klein für mein Gewicht.
Es gab hier viele Schönere als mich.
Hastig drehte ich mich um weg, um diesem hypnotisierenden Blick zu entkommen, der mich durch den ganzen Raum hindurch aufzuspieĂźen schien. Das Bier rann durch meine Kehle, als ich den Rest des Kruges auf einmal herunterstĂĽrzte.
„Noch eins!“ Es war nur ein heiseres Krächzen. Was war mit mir los?
Verwirrt blickte ich in den Spiegel hinter der Bar und erstarrte. Er kam genau auf mich zu und stellte sich genau neben mich.
„Ein Bier!“ Seine Stimme ging mir durch und durch, kroch mir die Wirbelsäule hoch und kitzelte meinen Nacken. lGing durch, kriecht dann und kitzelt? Fehlt noch der Salto - das ist zuvieMeine Schultern zuckten.Schulterzucken?
„Ist dir kalt?“ Er lächelte mich an.
„Ich … Ja … Nein…“, stammelte ich. „Sorry! Ich muss mal eben.“
Ich flĂĽchtete aus dem Schankraum zur Toilette. GlĂĽcklicherweise war sie gerade leer und ich konnte mich erst einmal wieder beruhigen, stand vor dem Waschbecken und spritzte mir Wasser ins Gesicht. Wie konnte mich ein Mann nur so aus der Fassung bringen?
Da hörte ich die Tür und er kam herein. Ich drückte mich an die Wand, aber er blieb direkt vor mir stehen. Seine Hände stützten sich rechts und links neben meinem Kopf ab. Sein Gesicht war mir ganz nahe. Ich konnte sein Aftershave riechen.
„Du willst es doch auch!“ Das war keine Frage, sondern eine Feststellung. Und er hatte Recht! Ich hätte aber auch keine Zeit gehabt mich zu wehren, denn er küsste mich – und ich schmolz dahin wie ein Eis in der Sonne.
Ich war zu allem bereit und wir machten es. Es war ein Rausch und ich weiß nicht mehr wie lange es dauerte und was wir alles machten. Ich war total fertig aber es war wundervoll gewesen – und das auf einer öffentlichen Toilette. Aber das war mir in diesem Moment vollkommen egal.

Eine Woche später zog er bei mir ein!

Das Leben mit ihm war Himmel und Hölle zugleich. Er war ein Macho! Sein Name war Programm. Er war ein Herr – ein Mann. Er nahm sich, was er brauchte und ich gab es ihm und noch mehr. Dann kam der Sex kam doch schon vorher, dachte davon schreibst du oben und ich schwebte im 7. Himmel. Es war göttlich. Es wog alles wieder auf. Er war mein Meister und ich genoss es ihm zu dienen. Er war zärtlich und ich liebte ihn dafür. Er war grob und ich wollte es. Er war zerknirscht und ich verzieh ihm – Alles!
Aber eins fehlte mir: Nie sagte er es! So oft ich ihm auch sagte: „Ich liebe dich!“ Nie gab er es zurück.
Nie sagte er: „Ich liebe dich, Klaus!“


hab n paar Sachen angemerkt,
wenn du was davon brauchen kannst, okay ansonsten vergiß es. Insgesamt kommts noch ziemlich hölzern daher, find ich, und die Formulierungen und Bilder erscheinen schon oft gelesen- viele Ich und Er Sätze, da sollteste ein wenig variieren sonst ermüdet es arg und wirkt wie ne Aufzählung - statt zum Beispiel "da hörte ich die Tür" - die Tür öffnete sich mit ... usw. Gäb sicher noch mehr ...
LG Nachts
- viel SpaĂź beim Schreiben
__________________
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kakadu
???
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Hallo Shihaya!

Mal etwas ausfĂĽhrlicher:

Mit "kreativ" meine ich Bilder und Formulierungen, die Deiner eigenen Fantasie entspringen. Etwas, das ich nicht schon mehrfach irgendwo gehört oder gelesen habe. Ich geb Dir mal ein paar Beispiele aus Deinem Text.

quote:
Jonas, der ihn mitgebracht hatte, verblasste neben ihm, wie der Mond neben der Sonne.

Aus seinem dunkel gebräunten Gesicht strahlten zwei grau-blaue Augen hervor wie Edelsteine.

...und ich schmolz dahin wie ein Eis in der Sonne

Ich bin nicht wirklich dick, aber doch etwas zu klein fĂĽr mein Gewicht.

Das ist alles nicht neu. Nach der Kennenlern-Geschichte beschreibst Du dann die Rollenverteilung in der Beziehung, bietest aber keinen Lösungsansatz. Die Thematik ändert sich jedenfalls nicht dadurch, dass es sich um zwei Männer handelt.

Nachdem Du im einleitenden Teil ein Szenario aufgebaut hast - alles ist für den Jahrestag vorbereitet, warten auf Hermann - erfahre ich am Schluss nur, dass der Protagonist Klaus heißt und frage mich: was macht Klaus denn nun aus dieser Situation? Isst er alleine alles auf? Kommt Hermann doch noch ohne Entschuldigung und ohne Blumenstauß und lässt sich bedienen? Vielleicht geht Klaus ja völlig gefrustet in die Stammkneipe, dann kommt Herman rein und der Kreis schließt sich?

Das "hinein" hatte ich nicht wegen der Dopplung im Satz moniert, sondern weil es heiĂźt: hereinkommen, hineingehen.

Nachts hat Dir ja bereits einiges korrigiert. Vielleicht hast Du ja Lust, Dich nochmal ranzusetzen. Ich bin gespannt!

Liebe GrĂĽĂźe
Claudia

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