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Leselupe.de > Humor und Satire
Samba im Blut.
Eingestellt am 16. 12. 2002 11:44


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pleistoneun
One-Hit-Wonder-Autor
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Ingemar der Landwirt, nicht Ingemar der bekannte der Schistar, also Ingemar der 58-jĂ€hrige scheue Landwirt hatte Probleme mit der Wahl einer Frau fĂŒr sein Gehöft. Seine Vorstellungen von einer Frau waren alt und hergebracht: arbeiten wie ein Tier, fĂŒrsorglich wie Mama und was zum Herzeigen. Auf seine streng formulierten Inserate antwortete nie jemand. Da die Lebenserwartung von verhĂ€rmten Landwirten wegen der harten Lebensweise generell etwas niedriger bemessen war als die der Restbevölkerung, wurde der schweigsame Ingemar langsam etwas nervös.

Es passierte auf der Fahrt von seinem Gehöft zum GemĂŒsemarkt. Denn es begab sich, dass auf der Überlandstraße ein Touristenbus mit rauchendem Motor Panne machte. Mit dörflicher Freundlichkeit bot Ingemar seine Hilfe an. Zuerst hatte er nur Augen fĂŒr den Motor, doch dann wurde sein Blick von einer reinrassigen Brasilianerin abgelenkt, die aus dem Bus stieg. Ingemar traf ein sĂŒdamerikanischer Blitz. Obwohl er jetzt sogar Kabelfernsehen schaute, hatte er noch nie in seinem Leben eine solche Frau gesehen. Man gefiel sich, sie ihm, weil sie "so anders" war, wie er sagte und er ihr, weil er so "Ă©l es reservado naturalmende" war.

Die große Gemeinsamkeit war schnell gefunden, nicht die Arbeit, sondern das pure TanzvergnĂŒgen. Doch als Ingemar die undurchschaubaren Schrittfolgen seiner neuen Partnerin verfolgte, wurde ihm schnell schwindelig und stĂŒrzte gar unglĂŒcklich, sodass der Dorfarzt kam und diagnostizierte, dass zu dĂŒnnes Blut der gute Ingemar im Kreislauf hĂ€tte. Im Spital dann durfte unser Landwirt zwischen Blutkonserven unterschiedlicher NationalitĂ€ten wĂ€hlen und tippte wohlĂŒberlegt auf das SĂ€ckchen mit dem Etikett "Herkunftsland Brazil". Und als er dann so angeschlossen am Transfusionsbett lag und langsam das sĂŒdlĂ€ndische Blut in seine Adern floss, begann der sonst so wortkarge Ingemar plötzlich zu plappern und erzĂ€hlen von diesem und jenem und unterhielt die Krankenpfleger mit amĂŒsanten Witzen unter der GĂŒrtellinie.

Ingemar hatte brasilianisches Blut in den Adern und damit die flammende Leidenschaft und den Rhythmus getankt. Der ehemals so scheue Ingemar tanzt heute heißblĂŒtig mit seiner brasilianischen Partnerin den Samba seines Lebens.

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vetiver
Guest
Registriert: Not Yet

lieber pleistoneun,

nach marie und dr. mĂ€ander bin ich jetzt neugierig geworden auf deine geschichten. aber diese hier fĂ€llt irgendwie ein bisschen ab. na ja, lieber samba im blut als blut im stuhl, gell? ausserdem heisst es DIE samba, und nicht DER samba, aber ich nehm mal an, du bist österreicher, da kannst du halt nicht so gut deutsch. und ĂŒber meine austrian connection erfahre ich grad, dass du bei stermann und grissemann von fm4 geklaut hast bei der schönen ohrfeigengeschichte. die ist aber trotzdem schön.

vetiver

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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

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Ich finde, der erste Teil ist echt gut, witzig und spritzig, wenn es dann um das brasilianische Blut geht, lĂ€ĂŸt die Geschichte etwas nach.

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