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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Samhain
Eingestellt am 04. 07. 2004 13:24


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DarkWriter
Festzeitungsschreiber
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Samhain

Es war diesig an jenem 31ten Oktober. Schwere, mit Wasser gefüllte Wolken hingen über dem Land, und ein ungemütlicher Wind pfiff über die Wiesen und Hügel der Insel. Der Wetterbericht hatte Regen gemeldet, und man brauchte wahrlich kein Prophet zu sein, um an diese Vorhersage zu glauben. Es war – um es auf den Punkt zu bringen – ein beschissener, kalter und nasser Herbsttag. Anders kann man es kaum beschreiben.
Und doch hatte ich es mir nicht nehmen lassen, hinauf auf den Tor zu gehen. Dort, wo der Sage nach Gwyn ap Nydd – der König der Feen - lebte und auf dem man eine schon im Mittelalter zerstörte Kirche erbaut hatte. Einzig der Turm stand noch, und von ihm schaute ich hinüber zu der Ortschaft. Häuser, Geschäfte und Hotels. Eine ganz normale Stadt eben. Mit eigener Homepage im World Wide Web sowie den unvermeidlichen Shops, welche den Touristen mit Andenken und Souvenirs das Geld aus der Tasche zogen.
Es hieß, an klaren Tagen könnte man gut 60 Meilen weit sehen. Schade, dass es kein klarer Tag war. So blieb mir nur der Blick auf das einstige Moor. Früher war Glastonbury eine Insel gewesen. Moore und mit dem Meer verbundene Wasserläufe hatten Boote nötig gemacht, wenn man zu dem Kloster wollte. Inzwischen hatte man die Moore jedoch trocken gelegt. Straßen führten in die Stadt, und von einem nahe gelegenen Bahnhof fuhren Busse in die Stadt. Selbst vom Airport in Bournmouth kam man recht einfach nach Glastonbury. So, wie es sich für ein Touristenzentrum gehört.
Ich selbst war ebenfalls ein Tourist. Zumindest offiziell. Aus Deutschland stammend kam ich jedes Jahr hierher, um auf der Insel das keltische Neujahr zu feiern. Kein Halloween. Obwohl beide Bräuche durchaus verwandt waren. Aber der All Hallow’s Eve war eben kein Samhain. Ganz gleich, wie groß die Gemeinsamkeiten waren.
Jeden 31ten Oktober – seit mehr als zehn Jahren – kam ich her. Mit zwanzig hatte es begonnen. Das Gefühl, mehr über diese Insel erfahren zu müssen. Ihre Sagen und Geschichten. Der Nebel, Artus und Morgaine. Aber nicht nur die Legenden waren es, welche mich faszinierten. Auch die Historie mit all den wahren Begebenheiten. Das Kloster etwa, einst von Josef von Arimathia gegründet und erst 1539 von Heinrich dem VIII geschlossen. Die Kirche auf dem Tor und all die anderen Orte, welche über Kräfte und Energien verfügen sollten.
Schon bei meinem ersten Besuch empfand ich dieses merkwürdige Gefühl, zu Hause zu sein. So, als habe ich mein bisheriges Leben in der Fremde verbracht – nur um nach all den Jahren heimischen Boden zu betreten. Dies war natürlich blanker Unsinn, denn meine Vorfahren lebten niemals in Englang und erst recht nicht auf Glastonbury. Aber auch dieses Wissen half mir wenig. Gefühle sind bekanntlich immer wahr – selbst wenn sie keinen ersichtlichen Ursprung haben. Und mein Gefühl sagte mir, dass ich zu Hause sei. Doch halt – so ganz stimmte es nicht. Ich war zu Hause – so wie man sich schon heimisch fühlt, sobald man den Zug verlässt und bekanntes Terrain betritt. Doch den letzten Schritt, sozusagen über die Schwelle meines Hauses, hatte ich noch nicht getan.
So blieb auch nach neun Jahren ein Sehnen nach diesem Augenblick, der jedoch niemals eintreten konnte. Obwohl ich Glastonbury mittlerweile kannte. Die Kneipen und Hotels der Stadt und auch die eher verschwiegenen Orte im Feengarten. Ja, ich kannte die Insel und vermutlich gab es keinen Ort, an dem ich nicht gewesen wäre. Die Sehnsucht nach diesem einen, letzten Schritt aber verschwand nicht. Dies sowie das Wissen um den Stammbaum meiner Eltern machte mir letztlich klar, dass sich meine Gefühle – so wahr sie auch sein mochten – irren mussten. Vielleicht im Ort, oder aber in der Person. Möglich, dass ich meine Wurzeln noch nicht gefunden hatte. Hier auf Glastonbury aber – und da war ich mir inzwischen sicher – würde ich sie auch nicht finden. Dennoch hatte ich mich auch in diesem Jahr entschieden, auf die Insel zu fahren. Um mit den anderen Verrückten ein Fest zu feiern, welches schon vor Tausenden von Jahren gefeiert wurde und heute längst aus der Mode gekommen war. Kaum einer erinnerte sich an Samhain. Nur Historiker und Interessierte. Zu wenige, um einen Brauch neu aufleben zu lassen. Genug aber, um nicht als einziger Spinner schon am 30ten Oktober im Georges and Pilgrim Hotel abzusteigen.
Wie bereits gesagt – ich stand auf dem Turm der zerstörten Kirche und ließ meinen Blick schweifen. Friede hielt mich umfangen. Ein Friede, wie ich ihn nur hier zu finden vermochte. Trotz des trüben Wetters und des einsetzenden Regens. Fern war der Stress meines Jobs als IT-Kaufmann eines großen Unternehmens. Fern die Auseinandersetzungen mit meiner Mutter – nur weil ich noch immer keine Frau geehelicht und für Enkel gesorgt hatte. Und fern auch das Nörgeln meiner Freundin. Sie verstand nicht, was mich auf diese Insel zog und sie verstand nicht, warum ich mir für diese drei Tage im Jahr eine Auszeit von ihr und all dem andere Ballast nahm, der mein Leben beschwerte. Sie würde es niemals verstehen. Zeit, sich von ihr zu trennen.
Hier oben auf dem Turn erschienen die Dinge in einem völlig klaren Licht. Keine Zweifel, keine Schmerzen bei dem Gedanken an Trennung. Vielleicht war es wirklich die Energie, welche diesem Ort, dieser gesamten Insel innewohnte. Oder es war das Resultat der Freiheit, die ich hier empfand.
Die Sonne, welche sich nicht gegen die Wolken und den Regen hatte durchsetzen können, gab endgültig auf und überließ der Nacht das Feld. Es wurde allmählich dunkel. Die Lichter, die auch am Tage gebrannt hatten, stachen nun deutlicher hervor. Geballt dort, wo sich die Stadt befand. Vereinzelt nur bei den Campern und drüben bei den Höfen der Bauern. Feuer flackerte empor. Rauch kräuselte sich dem finstren Himmel hinauf, um schließlich – jenseits des Feuerscheins – mit der Dunkelheit zu verschmelzen. Es waren die letzten Minuten des täglich wiederkehrenden Kampfes zwischen Hell und Dunkel. Wie passend, sie in dieser Atmosphäre wahrzunehmen. Denn Samhain war nicht nur das keltische Neujahrsfest. Es war auch die Nacht, in der sich die beiden Welten – die der Lebenden und jene der Toten – so nahe kamen, dass sie sich berührten. Niemals im Jahr war die Schicht zwischen diesen beiden Welten dünner.
Stimmen erklangen. Menschen machten sich auf den Weg hinauf auf den Tor. Hier würde die Feier stattfinden. Tanz um ein großes Feuer, welches unweit der Kirche aufgestapelt wurde. Getränke, welche berauschen konnten und Gesänge, um die Götter gnädig zu stimmen. Ein heidnisches Fest – und doch besser als Weihnachten oder Ostern. So zumindest hatte ich diese Abende bisher empfunden.




„Es ist ein besonderer Ort, nicht wahr?“
Erschrocken und aus meinen Überlegungen gerissen fuhr ich herum, sah eine Frau den Turm betreten. Im Zwielicht schimmerte ihre Haut in einem hellen Ton. Schwarzes, langes Haar umrahmte ein weich gezeichnetes Gesicht, betonte ihre Schönheit. Sie trug lediglich ein weißes Gewand, welches bis zu ihren Knöcheln reichte. Ihre schlanken Füße hingegen waren nackt. Ebenso hatte sie auf Schmuck oder Schminke verzichtet. Ihre Lippen schimmerten in einem blassen Rot, ihre Wangen waren von natürlicher Farbe.
„Es war nicht meine Absicht, dich zu erschrecken. Ich hoffe, du kannst mir vergeben.“
Ihre Stimme klang hell wie ein Glöckchen am Heilig Abend. Ein fast schwingendes Timbre verlieh ihren Worten Stärke, während es ihr nicht gelang, einen leisen, spottenden Unterton zu verbergen.
„Oh – ja. Ich war mit meinen Gedanken woanders.“
Es war die idiotischste Erwiderung, zu welcher ich fähig war. Einfältig und fast gestammelt. So, wie ein Teenager geantwortet hätte.
Innerlich wütend über meine Reaktion lächelte ich nach außen hin. Es war schlimm genug, mich durch meine Worte blamiert zu haben. Zumindest die Gestik musste stimmen.
Die Fremde nickte etwas, und ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen. Gleichzeitig kam sie näher, blieb schließlich neben mir stehen und deutete mit ihrer rechten Hand auf die Ruine des Klosters.
„Glastonbury Abbey. Im Jahre 37 wurde sie errichtet. Die Druiden schenkten Josef von Arimathia das Land, auf welchem sie gebaut wurde. Ein gutes Fleckchen Erde mit einem hohen Energiegehalt. Der Geist der Großen Mutter ist dort lebendig. Und doch ignorierten die Christen das eigentliche Geschenk, welches dieser Gabe innewohnte.“
Der Spott war verschwunden. Stattdessen klangen ihre Worte fast… bitter.
„Ja“, erwiderte ich nach ein paar Sekunden. „Twelve Hides wurde das Land genannt, und es ist in der Tat reich an Erd-Energie.“
Für einen Moment herrschte Stille. Wir schauten zu der Ruine. Es war einst das stolzeste Kloster in England gewesen. Kein Wunder, dass sich Heinrich der 8te mit seiner Schließung sehr viel Zeit ließ. Doch letztlich zwang er die Katholiken, der Anglikanischen Kirche beizutreten. Eine wilde Zeit. Der Papst verlor den Kampf, und noch immer ist die Königin von England gleichzeitig das Kirchenoberhaupt der Anglikanischen Kirche. Doch dies nur nebenbei.
„Die Christen wussten nicht, was wir ihnen gaben. Sie nahmen es, wie sie am Ende alles nahmen. Unsere Götter, unsere Feiertage und letztlich unseren Glauben. Was mit den Römern begann, endete mit der großen Teilung.“
Ich wusste, worauf sie anspielte. So wie vermutlich jedes Kind irgendwann mit den Nebeln von Avalon in Kontakt kommt, hatte auch ich die Sage von Artus und seiner Schwester gelesen. Zwölf war ich, oder dreizehn, als es mir meine Großeltern schenkten. Eine Nacherzählung eben, und schön geschrieben. Doch eben nur eine Legende.
„Mein Name ist McCumail. Liaine McCumail.“
Nickend ergriff ich die dargebotene Hand.
„Mike“, erwiderte ich und wurde mir meines deutschen Namens bewusst. „Mike Neumann.“
Sie schaute mich an, und für einen kurzen Augenblick hatte ich das Gefühl, ihre Pupillen würden einem tiefen, unergründlichen Schacht weichen. Ein Schacht, der nicht in ihr Innerstes führte, sondern in eine andere, entrückte Welt. Dann war es vorbei, und ihre Augen waren so, wie sie sein sollten.
Rasch schüttelte ich den Kopf, wollte diese Halluzination aus meinen Gedanken vertreiben. Das Fest hatte noch nicht einmal begonnen. Zu früh, um Feen oder Elfen zu sehen. Dafür würde nach dem vierten oder fünften Drink noch immer Zeit genug bleiben.
„Wir sollten einen Spaziergang machen“, schlug sie vor und griff zu meiner Überraschung nach meiner Hand. Ihre Finger fühlten sich weich an. Weich und warm – ohne die geringste Spur von Feuchte.
Gemeinsam verließen wir den Turm und liefen über den vom Regen durchweichten Boden. Männer waren damit beschäftigt, Benzin auf das ebenfalls nasse Holz zu gießen. Schließlich musste das Feuer trotz des schlechten Wetters brennen.
„Wohin gehen wir?“
Liaine hielt noch immer meine Hand, zog mich regelrecht den Hang hinunter. War es auf dem Berg noch etwas hell, so hatte die Dunkelheit das Tal bereits fest in ihrer Hand. Hier war der Kampf entschieden und würde erst in den frühen Morgenstunden erneut beginnen.
„Vertrau mir, Mike Neumann. Und sei unbesorgt. Von mir droht dir keine Gefahr.“
So merkwürdig es sich anhören mag – aber ihre Worten bestätigten exakt mein Gefühl. Ja, ich traute ihr, denn niemals – ganz gleich, was auch immer geschah – hätte sie mir Schmerzen zugefügt oder mich gar in eine Falle gelockt.
Längst hatten wir den Tor hinter uns gelassen. Bäume und Büsche tauchten aus dem Dunkel auf, sobald wir nur nahe genug an ihnen vorbei gingen.
Schließlich erkannte ich den Weg und wusste, dass wir zum Feengarten gingen. Und selbst wenn mir die Gegend nicht bekannt gewesen wäre, so hätten wir doch nur Sekunden später das leise, aber stetig lauter werdende Plätschern der Quelle gehört, welche hier entsprang. Ein Wasser, welches Kraft und Energie verleihen konnte. Zumindest, wenn man daran glaubte.
Wie sich zeigte, war diese Quelle unser Ziel, denn direkt neben dem nun eingefassten Brunnen ließ sich Liaine nieder und zog mich ebenfalls nach unten in den nassen, matschigen Boden. Obwohl es mir nicht gefiel, in diesem Dreck zu liegen kam ich ihrer Aufforderung nach. Es gab Schlimmeres, und wozu hatte der Mensch die Waschmaschine erfunden? Die Leichtigkeit, welche ich auf dem Turm empfunden hatte, hielt mich noch immer umfangen. Mehr noch – sie schien sich potenziert zu haben. So, als gäbe es nur diesen einen Augenblick. Alles, was jenseits dieser Nacht wartete, verlor an Bedeutung und rückte in den Hintergrund. Ein gutes Gefühl in diesem Moment. Doch die Realität würde mich härter einholen, je mehr ich mich dieser Leichtigkeit hingab.
„Es ist eine besondere Nacht. Spürst du es?“
Liaines Stimme drang gedämpft an mein Ohr. Sie hatte die Frage gehaucht, nicht einmal geflüstert. So, als wolle sie die Magie des Augenblicks nicht erneut zerstören.
„Ja“, erwiderte ich in gleicher Weise. „Es ist großartig.“
Simple Worte, welche nicht einmal annähernd beschrieben, was ich empfand. Doch es gab keine Worte, welche dazu in der Lage gewesen wären. Also musste dieser einfache Satz reichen.
„Liebe mich, Mike Neumann. Liebe mich hier und jetzt. Lass uns den Moment in perfekter Harmonie verbringen.“
Überrascht schaute ich sie an, suchte in ihren Zügen nach einem kleinen Anzeichen für Schalk oder den Willen, mich zu ärgern. Doch ein solches Zeichen gab es nicht. Sie hatte ihre Hände ausgebreitet, regelrecht in den Schlamm gepresst. Ihre Haare umrahmten ihr Gesicht, während der Stoff ihres Kleides auf ihrem Körper lag und ihn einzuhüllen schien.
Vorsichtig strich ich über ihre Wangen. Ihre Augen wirkten so groß, so bittend. Vorsichtig beugte ich mich vor, berührte mit meinen Lippen ihren Mund. Hungrig erwiderte sie den Kuss, schlang unvermittelt ihre Arme um meinen Hals und drückte sich an mich. Nass lief die braune Brühe in den Kragen meines Hemdes. Aber wen störte es? Ihr Körper schmiegte sich weich und warm an mich, weckte heißes Begehren in mir.
Meine Finger fanden den Weg unter den Stoff ihres Gewandes. Ohne über unser Tun nachzudenken strich ich über die zarte Haut ihrer Beine, kroch sie empor und verharrte kurz auf ihrem Bauch, bevor sie sich leicht erhob, damit ich den Stoff in die Höhe und schließlich über ihren Kopf schieben konnte.
Nackt lag sie vor mir. Ihre Brüste hoben und senkten sich bei jedem Atemzug. Wunderschöne Brüste. Weiße Hügel mit kleinen, schokobraunen Knospen. Sie zu berühren stellte eine fast sakrale Geste dar. Erst mit den Fingerkuppen, schließlich mit den Lippen begann ich, ihren Körper zu erkunden. Sie lag noch immer auf dem Rücken, bot sich mir dar. Ihre Augen drückten Hingabe und Verlangen aus, während ihr Atem schneller ging.
Mit der Zunge begann ich, ihren Nabel zu umspielen. Eine Berührung, welche Gänsehaut bei ihr Auslöste und sie leicht seufzen ließ. Doch sie wollte mehr, denn ihre Hände griffen nach meinem Kopf und schoben ihn tiefer. Sie strich über meine Hose, öffneten den Kopf und ließen den Reißverschluss nach unten gleiten.
„Nimm mich. Bitte – nimm mich und lass mich deine Kraft spüren.“
Ihre Worte kamen stoßweise. Rasch streifte ich mein Hemd ab, drehte mich etwas und schaute ihr erneut in die Augen. Ihr Becken schob sich mir entgegen, ihre Beine umschlangen meine Hüften. Das alles merkte ich, doch es fiel mir schwer, zu reagieren. Abermals waren ihre Pupillen verschwunden. Der Schacht in die Tiefe war da, und er wurde größer mit jeder Sekunde, welche verstrich. Fast schon war es, als würde er ihre Augen verlassen.
„Tu es. Tu es jetzt.“
Sie schrie die Worte fast, presste sich an mich. Die Trance, welche mich umfangen hielt löste sich etwas, als wir unser Liebesspiel erneut begannen. Rhythmisch liebten wir uns, während mein Blick noch immer an ihren Augen hing.
Kein Mensch – hämmerte es in meinen Gedanken. Sie war kein Mensch, wie ich es kannte. Der Verdacht verdichtete sich, wurde zu einer Gewissheit. Aber längst war die Lust größer, schaffte es die Erkenntnis nicht, unser Tun zu unterbrechen.
Wir liebten uns in der Dunkelheit des Feengartens. Über uns plätscherte das Wasser der Quelle, ein kalter Wind strich über unsere nackten Körper hinweg und in der Ferne begannen die Gesänge.
Samhain.
Schließlich gelang es mir, meinen Blick von ihren Augen zu lösen. Ich stützte mich ab, schaute hinauf zum Brunnen. Nebel stieg aus ihm auf, sackte jedoch sofort zu Boden und begann, uns zu umwabern. Er roch süßlich. Nach Sommerblumen, Wärme und blauem Himmel. All das lag in diesem Nebel. Nur ein Geruch, der jedoch Assoziationen auslöste. Liaine bewegte sich unter meinen Stößen, stöhnte laut und warf ihren Kopf hin und her. Sie genoss, was ich tat. Und auch mich übermannte die Ekstase. Der Nebel wurde stärker, hielt uns endgültig umfangen. Er war so dicht, dass selbst Liaine teilweise darin verschwand. Er roch so gut, verlieh unserer Lust zusätzliche Flügel. Wilder liebten wir uns, frei von jeglichen Fesseln des Anstandes oder der Moral. Ihre Schreie hallten hinaus in die Nacht, wurden jedoch vom Nebel aufgefangen und zurückgeworfen. Sie in höchster Lust zu sehen, katapultierte auch mich auf den Gipfel. Meine Hände krallten sich in ihre Haut, als es mir kam. Mächtiger als jemals zuvor und auch befreiender.
Minutenlang lagen wir eng umschlungen, hielten die Augen geschlossen und genossen das Gefühl, welches in uns tobte.
Schließlich ebbte die Lust ab. Ich öffnete meine Augen und schaute mich um. Der Nebel war verschwunden. Doch nicht nur er. Auch die Quelle, der Feengarten – und selbst die Nacht. Wir lagen auf einer Wiese, umgeben von bunt blühenden Blumen. Insekten schwirrten umher, ließen sich auf den Blättern nieder und taten, was ihnen die Natur zu tun befohlen hatte. Über uns erstreckte sich ein tiefblauer Himmel. Die Sonne stand etwas schräg, schickte ihre wärmenden Strahlen auf uns hernieder. Bäume hielten ihre Äste über uns, während Vögel in den Wipfeln saßen und ihr Gezwitscher hören ließen.
Es war der perfekteste Ort, den ich mir vorstellen konnte. Und ich teilte ihn in einem perfekten Augenblick mit einer schier perfekten Frau.
Liaine stand auf, und noch einmal konnte ich ihren makellosen Körper sehen. Jetzt, im Licht des Tages, schien er noch viel schöner.
„Du weißt, wo du bist?“
Sie schaute mich fragend an, wollte eine Antwort. Ich nickte, wusste es in der Tat.
„Ich bin zu Hause.“
Ein Lächeln umspielte ihre Lippen, während zwei Männer aus dem Unterholz zwischen den Bäumen hervortraten. Sie waren bewaffnet, doch nicht kriegerisch. Obwohl es Krieger waren. Krieger der Feen - Tuatha De Danann – und die Leibgarde jener Frau, welche ich geliebt hatte. Leibwächter der Lady vom See. Und sie hatte mich an jenen Ort gebracht, zu dem ich aus eigenen Stücken niemals gefunden hätte. Einfach, in dem sie mich die Verbindung mit dem Land erleben ließ.
„Ja“, erwiderte sie sanft und reichte mir die Hand, um mir auf die Beine zu helfen, „du bist zu Hause. Zu Hause auf Avalon.“

Ende

__________________
Quod Me Nutrit - Me Destruit

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Cirias
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Hallo DarkWriter,
ich hätte deine Geschichte in einem anderen Forum besser aufgehoben gesehen. Ich muss sagen, die Liebesszene und auch manch andere Schilderungen sind dir sprachlich gar nicht schlecht gelungen. Aber ich hatte Mühe, mich nach den ersten paar Absätzen, ja eigentlich fast der Hälfte deiner Geschichte, nicht auszuklinken. Das ganze liest sich wie ein Reiseführer- man wird überhäuft mit historischen Fakten, immer wieder unterbrichst du den Erzählfluss, um irgendwelche Informationen einzustreuen, die für die Story, so stellt sich heraus, völlig belanglos sind. Ist es wichtig, dass diese Stadt einen Homepage-Auftritt hat, dass er IT-Manager ist und und und? Das ist einfach zu umständlich, es zieht einen völlig raus aus der Geschichte und ist dann doch sehr auf die erotische Begegnung hin konstruiert. Würdest du all diese Daten und Nebengeschichtchen weglassen, wäre das alles nicht so mühsam zu lesen- und manches würde sich aus der Geschichte heraus erklären. So aber funktioniert die Geschichte zuerst einmal als Fantasy-Story und nicht als erotische Geschichte.
Herzliche Grüße, Cirias

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Zinndorfer
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Hallo Dark Writer!

Also bei diesem Absatz (und es ist leider der erste) habe ich bei jedem Satz gedacht "Nun ist aber genug vom Wetter!" und dann kam noch einer und noch einer.



quote:
Es war diesig an jenem 31ten Oktober. Schwere, mit Wasser gefüllte Wolken hingen über dem Land, und ein ungemütlicher Wind pfiff über die Wiesen und Hügel der Insel. Der Wetterbericht hatte Regen gemeldet, und man brauchte wahrlich kein Prophet zu sein, um an diese Vorhersage zu glauben. Es war – um es auf den Punkt zu bringen – ein beschissener, kalter und nasser Herbsttag. Anders kann man es kaum beschreiben.

Und doch hatte ich es mir nicht nehmen lassen, hinauf auf den Tor zu gehen. Dort, wo der Sage nach Gwyn ap Nydd – der König der Feen - lebte und auf dem man eine schon im Mittelalter zerstörte Kirche erbaut hatte. Einzig der Turm stand noch, und von ihm schaute ich hinüber zu der Ortschaft. Häuser, Geschäfte und Hotels. Eine ganz normale Stadt eben. Mit eigener Homepage im World Wide Web sowie den unvermeidlichen Shops, welche den Touristen mit Andenken und Souvenirs das Geld aus der Tasche zogen.
Es hieß, an klaren Tagen könnte man gut 60 Meilen weit sehen. Schade, dass es kein klarer Tag war. nicht schon wieder das Wetter So blieb mir nur der Blick auf das einstige Moor. Früher war Glastonbury eine Insel gewesen. Moore und mit dem Meer verbundene Wasserläufe hatten Boote nötig gemacht, wenn man zu dem Kloster wollte. Inzwischen hatte man die Moore jedoch trocken gelegt. Moore/Moore/Moore Straßen führten in die Stadt, und von einem nahe gelegenen Bahnhof fuhren Busse in die Stadt. Selbst vom Airport in Bournmouth kam man recht einfach nach Glastonbury. So, wie es sich für ein Touristenzentrum gehört.
Ich selbst war ebenfalls ein Tourist. Zumindest offiziell. Aus Deutschland stammend kam ich jedes Jahr hierher, um auf der Insel das keltische Neujahr zu feiern. Kein Halloween. Obwohl beide Bräuche durchaus verwandt waren. Früher mal? Heute nicht mehr? Aber der All Hallow’s Eve war eben kein Samhain. Ganz gleich, wie groß die Gemeinsamkeiten waren.
Jeden 31ten Oktober – seit mehr als zehn Jahren – kam ich her. Mit zwanzig hatte es begonnen. Das Gefühl, mehr über diese Insel erfahren zu müssen. Ihre Sagen und Geschichten. Der Nebel, Artus und Morgaine. Aber nicht nur die Legenden waren es, welche mich faszinierten. Auch die Historie mit all den wahren Begebenheiten. Das Kloster etwa, einst von Josef von Arimathia gegründet und erst 1539 von Heinrich dem VIII geschlossen. Die Kirche auf dem Tor und all die anderen Orte, welche über Kräfte und Energien verfügen sollten.
Schon bei meinem ersten Besuch empfand ich dieses merkwürdige Gefühl, zu Hause zu sein. So, als habe ich mein bisheriges Leben in der Fremde verbracht – nur um nach all den Jahren heimischen Boden zu betreten. Dies war natürlich blanker Unsinn, denn meine Vorfahren lebten niemals in Englang und erst recht nicht auf Glastonbury. Aber auch dieses Wissen half mir wenig. Gefühle sind bekanntlich immer wahr – selbst wenn sie keinen ersichtlichen Ursprung haben. Und mein Gefühl sagte mir, dass ich zu Hause sei du springst in den Zeiten. Doch halt – so ganz stimmte es nicht. Ich war zu Hause – so wie man sich schon heimisch fühlt, sobald man den Zug verlässt und bekanntes Terrain betritt. Doch den letzten Schritt, sozusagen über die Schwelle meines Hauses, hatte ich noch nicht getan.
Wird es jetzt erotisch? Sag JA!
So blieb auch nach neun Jahren ein Sehnen nach diesem Augenblick, der jedoch niemals eintreten konnte. Nein, noch nicht. Obwohl ich Glastonbury mittlerweile kannte. Die Kneipen und Hotels der Stadt und auch die eher verschwiegenen Orte im Feengarten. Ja, ich kannte die Insel und vermutlich gab es keinen Ort, an dem ich nicht gewesen wäre. Die Sehnsucht nach diesem einen, letzten Schritt aber verschwand nicht. Dies sowie das Wissen um den Stammbaum meiner Eltern ??? machte mir letztlich klar, dass sich meine Gefühle – so wahr sie auch sein mochten – irren mussten. Vielleicht im Ort, oder aber in der Person. Möglich, dass ich meine Wurzeln noch nicht gefunden hatte. Hier auf Glastonbury aber – und da war ich mir inzwischen sicher – würde ich sie auch nicht finden. Dennoch hatte ich mich auch in diesem Jahr entschieden, auf die Insel zu fahren. Um mit den anderen Verrückten ein Fest zu feiern, welches schon vor Tausenden von Jahren gefeiert wurde und heute längst aus der Mode gekommen war. Kaum einer erinnerte sich an Samhain. Nur Historiker und Interessierte. Zu wenige, um einen Brauch neu aufleben zu lassen. Also der Text braucht SCHON SEHR lang, um in die Gänge zu kommen; aber ich halte durch! Genug aber, um nicht als einziger Spinner schon am 30ten Oktober im Georges and Pilgrim Hotel abzusteigen.
Wie bereits gesagt ja – ich stand auf dem Turm der zerstörten Kirche und ließ meinen Blick schweifen. Friede hielt mich umfangen. Ein Friede, wie ich ihn nur hier zu finden vermochte. Das ist natürlich ungünstig, wenn du nur einmal im Jahr hinfährst Trotz des trüben Wetters und des einsetzenden Regens. Fern war der Stress meines Jobs als IT-Kaufmann eines großen Unternehmens. Fern die Auseinandersetzungen mit meiner Mutter – nur weil ich noch immer keine Frau geehelicht und für Enkel gesorgt hatte. Und fern auch das Nörgeln meiner Freundin. Sie verstand nicht, was mich auf diese Insel zog und sie verstand nicht, warum ich mir für diese drei Tage im Jahr eine Auszeit von ihr und all dem andere Ballast nahm, der mein Leben beschwerte. Sie würde es niemals verstehen. Zeit, sich von ihr zu trennen. Und sich eine andere zu angeln? Das wollen wir doch hoffen in diesem Forum! Ich halte durch
Hier oben auf dem Turn erschienen die Dinge in einem völlig klaren Licht. Keine Zweifel, keine Schmerzen bei dem Gedanken an Trennung. Vielleicht war es wirklich die Energie, welche diesem Ort, dieser gesamten Insel innewohnte. Oder es war das Resultat der Freiheit, die ich hier empfand.
Die Sonne, welche sich nicht gegen die Wolken und den Regen hatte durchsetzen können, gab endgültig auf und überließ der Nacht das Feld. Es wurde allmählich dunkel. Die Lichter, die auch am Tage gebrannt hatten, stachen nun deutlicher hervor. Geballt dort, wo sich die Stadt befand. Im Ernst jetzt, das ist zu viel Wetter ... Vereinzelt nur bei den Campern und drüben bei den Höfen der Bauern. Feuer flackerte empor. Rauch kräuselte sich dem finstren Himmel hinauf, um schließlich – jenseits des Feuerscheins – mit der Dunkelheit zu verschmelzen. Es waren die letzten Minuten des täglich wiederkehrenden Kampfes zwischen Hell und Dunkel. Wie passend, sie in dieser Atmosphäre wahrzunehmen. Denn Samhain war nicht nur das keltische Neujahrsfest. Es war auch die Nacht, in der sich die beiden Welten – die der Lebenden und jene der Toten – so nahe kamen, dass sie sich berührten. Niemals im Jahr war die Schicht zwischen diesen beiden Welten dünner.
Stimmen erklangen. Menschen machten sich auf den Weg hinauf auf den Tor. Hier würde die Feier stattfinden. Tanz um ein großes Feuer, welches unweit der Kirche aufgestapelt wurde. Getränke, welche berauschen konnten und Gesänge, um die Götter gnädig zu stimmen. Ein heidnisches Fest – und doch besser als Weihnachten oder Ostern. So zumindest hatte ich diese Abende bisher empfunden.
„Es ist ein besonderer Ort, nicht wahr?“
Erschrocken und aus meinen Überlegungen gerissen fuhr ich herum, sah eine Frau den Turm betreten. Da ist sie ja endlich! Ich hatte es schon aufgegeben Im Zwielicht schimmerte ihre Haut in einem hellen Ton. Schwarzes, langes Haar umrahmte ein weich gezeichnetes Gesicht, betonte ihre Schönheit. Sie trug lediglich ein weißes Gewand, welches bis zu ihren Knöcheln reichte. Ihre schlanken Füße hingegen waren nackt. Ebenso hatte sie auf Schmuck oder Schminke verzichtet. Ihre Lippen schimmerten in einem blassen Rot, ihre Wangen waren von natürlicher Farbe. Okay, die könnte mir gefallen ...
„Es war nicht meine Absicht, dich zu erschrecken. Ich hoffe, du kannst mir vergeben.“ WAS GENAU soll jetzt erschreckt haben?
Ihre Stimme klang hell wie ein Glöckchen am Heilig Abend. Ein fast schwingendes Timbre Es sollte definitiv schwingen! Als Autor immer mutig Entscheidungen treffen! verlieh ihren Worten Stärke, während es ihr nicht gelang, einen leisen, spottenden Unterton zu verbergen.
„Oh – ja. Ich war mit meinen Gedanken woanders.“
Es war die idiotischste Erwiderung, zu welcher ich fähig war. Einfältig und fast gestammelt. So, wie ein Teenager geantwortet hätte. Ja, das ist richtig
Innerlich wütend über meine Reaktion lächelte ich nach außen hin. Der Satz ist zu geschwätzig und hat eins zwei drei vier fünf sechs sieben Worte zuviel Es war schlimm genug, mich durch meine Worte blamiert zu haben. Zumindest die Gestik musste stimmen. Ja und? Durch ein wütendes Lächeln?!
Die Fremde nickte etwas Entscheiden!, und ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen. Gleichzeitig kam sie näher, blieb schließlich neben mir stehen und deutete mit ihrer rechten Hand auf die Ruine des Klosters.
„Glastonbury Abbey. Im Jahre 37 wurde sie errichtet. Die Druiden schenkten Josef von Arimathia das Land, auf welchem sie gebaut wurde. Ein gutes Fleckchen Erde mit einem hohen Energiegehalt. Der Geist der Großen Mutter ist dort lebendig. Und doch ignorierten die Christen das eigentliche Geschenk, welches dieser Gabe innewohnte.“
Der Spott war verschwunden. Stattdessen klangen ihre Worte fast… bitter. Das macht mich ungeduldig, dass du das immer auf mich abschieben willst, was deine Protagonisten fühlen. Fast oder nicht?
„Ja“, erwiderte ich nach ein paar Sekunden. „Twelve Hides wurde das Land genannt, und es ist in der Tat reich an Erd-Energie.“
Für einen Moment herrschte Stille. Wir schauten zu der Ruine. Es war einst das stolzeste Kloster in England gewesen. Kein Wunder, dass sich Heinrich der 8te mit seiner Schließung sehr viel Zeit ließ. Doch letztlich zwang er die Katholiken, der Anglikanischen Kirche beizutreten. Eine wilde Zeit. Der Papst verlor den Kampf, und noch immer ist die Königin von England gleichzeitig das Kirchenoberhaupt der Anglikanischen Kirche. Doch dies nur nebenbei.
„Die Christen wussten nicht, was wir ihnen gaben. Sie nahmen es, wie sie am Ende alles nahmen. Unsere Götter, unsere Feiertage und letztlich unseren Glauben. Was mit den Römern begann, endete mit der großen Teilung.“
Ich wusste, worauf sie anspielte. So wie vermutlich jedes Kind irgendwann mit den Nebeln von Avalon in Kontakt kommt, hatte auch ich die Sage von Artus und seiner Schwester gelesen. Zwölf war ich, oder dreizehn, als es mir meine Großeltern schenkten. Eine Nacherzählung eben, und schön geschrieben. Doch eben nur eine Legende.
„Mein Name ist McCumail. Liaine McCumail.“
Nickend ergriff ich die dargebotene Hand.
„Mike“, erwiderte ich und wurde mir meines deutschen Namens bewusst. „Mike Neumann.“ Jetzt noch mehr
Sie schaute mich an, und für einen kurzen Augenblick hatte ich das Gefühl, ihre Pupillen würden einem tiefen, unergründlichen Schacht weichen. Ein Schacht, der nicht in ihr Innerstes führte, sondern in eine andere, entrückte Welt. Dann war es vorbei, und ihre Augen waren so, wie sie sein sollten.
Du sei mir nicht bös´, aber ich scrolle jetzt mal ein paar Absätze runter, bis was passiert, ja?
Rasch schüttelte ich den Kopf, wollte diese Halluzination aus meinen Gedanken vertreiben. Das Fest hatte noch nicht einmal begonnen. Zu früh, um Feen oder Elfen zu sehen. Dafür würde nach dem vierten oder fünften Drink noch immer Zeit genug bleiben.
„Wir sollten einen Spaziergang machen“, schlug sie vor und griff zu meiner Überraschung nach meiner Hand. Ihre Finger fühlten sich weich an. Weich und warm – ohne die geringste Spur von Feuchte.
Gemeinsam verließen wir den Turm und liefen über den vom Regen durchweichten Boden. Männer waren damit beschäftigt, Benzin auf das ebenfalls nasse Holz zu gießen. Schließlich musste das Feuer trotz des schlechten Wetters brennen.
„Wohin gehen wir?“
Liaine hielt noch immer meine Hand, zog mich regelrecht den Hang hinunter. War es auf dem Berg noch etwas hell, so hatte die Dunkelheit das Tal bereits fest in ihrer Hand. Hier war der Kampf entschieden und würde erst in den frühen Morgenstunden erneut beginnen.
„Vertrau mir, Mike Neumann. Und sei unbesorgt. Von mir droht dir keine Gefahr.“
So merkwürdig es sich anhören mag – aber ihre Worten bestätigten exakt mein Gefühl. Ja, ich traute ihr, denn niemals – ganz gleich, was auch immer geschah – hätte sie mir Schmerzen zugefügt oder mich gar in eine Falle gelockt.
Längst hatten wir den Tor hinter uns gelassen. Bäume und Büsche tauchten aus dem Dunkel auf, sobald wir nur nahe genug an ihnen vorbei gingen.
Schließlich erkannte ich den Weg und wusste, dass wir zum Feengarten gingen. Und selbst wenn mir die Gegend nicht bekannt gewesen wäre, so hätten wir doch nur Sekunden später das leise, aber stetig lauter werdende Plätschern der Quelle gehört, welche hier entsprang. Ein Wasser, welches Kraft und Energie verleihen konnte. Zumindest, wenn man daran glaubte.
Wie sich zeigte, war diese Quelle unser Ziel, denn direkt neben dem nun eingefassten Brunnen ließ sich Liaine nieder und zog mich ebenfalls nach unten in den nassen, matschigen Boden. Obwohl es mir nicht gefiel, in diesem Dreck zu liegen kam ich ihrer Aufforderung nach. Es gab Schlimmeres, und wozu hatte der Mensch die Waschmaschine erfunden? Die Leichtigkeit, welche ich auf dem Turm empfunden hatte, hielt mich noch immer umfangen. Mehr noch – sie schien sich potenziert zu haben. So, als gäbe es nur diesen einen Augenblick. Alles, was jenseits dieser Nacht wartete, verlor an Bedeutung und rückte in den Hintergrund. Ein gutes Gefühl in diesem Moment. Doch die Realität würde mich härter einholen, je mehr ich mich dieser Leichtigkeit hingab.
„Es ist eine besondere Nacht. Spürst du es?“
Liaines Stimme drang gedämpft an mein Ohr. Sie hatte die Frage gehaucht, nicht einmal geflüstert. gedämpft, gehaucht, geflüstert - nicht den Leser nerven mit zu feinen Unterschieden So, als wolle sie die Magie des Augenblicks nicht erneut zerstören.
„Ja“, erwiderte ich in gleicher Weise. „Es ist großartig.“
Simple Worte, welche nicht einmal annähernd beschrieben, was ich empfand. Doch es gab keine Worte, welche dazu in der Lage gewesen wären. Also musste dieser einfache Satz reichen. Das ist immer so eine Sache, dem Leser einzugestehen, dass man über Unsagbares schreibt. Schließlich ist das dein JOB als Autor.
„Liebe mich, Mike Neumann. Liebe mich hier und jetzt. Lass uns den Moment in perfekter Harmonie verbringen.“ Okay, wir sind bereit!
Überrascht schaute ich sie an, suchte in ihren Zügen nach einem kleinen Anzeichen für Schalk oder den Willen, mich zu ärgern. Doch ein solches Zeichen gab es nicht. Sie hatte ihre Hände ausgebreitet, regelrecht in den Schlamm gepresst. Ihre Haare umrahmten ihr Gesicht, während der Stoff ihres Kleides auf ihrem Körper lag und ihn einzuhüllen schien.
Vorsichtig strich ich über ihre Wangen. Ihre Augen wirkten so groß, so bittend. Vorsichtig beugte ich mich vor, berührte mit meinen Lippen ihren Mund. Hungrig erwiderte sie den Kuss, schlang unvermittelt ihre Arme um meinen Hals und drückte sich an mich. Nass lief die braune Brühe in den Kragen meines Hemdes. Aber wen störte es? Ihr Körper schmiegte sich weich und warm an mich, weckte heißes Begehren in mir.
Meine Finger fanden den Weg unter den Stoff ihres Gewandes. Ohne über unser Tun nachzudenken strich ich über die zarte Haut ihrer Beine, kroch sie empor du als Ganzes?und verharrte kurz auf ihrem Bauch, bevor sie sich leicht erhob, damit ich den Stoff in die Höhe und schließlich über ihren Kopf schieben konnte.
Nackt lag sie vor mir. Ihre Brüste hoben und senkten sich bei jedem Atemzug. Wunderschöne Brüste. Weiße Hügel mit kleinen, schokobraunen Knospen. Sie zu berühren stellte eine fast sakrale Geste dar. Nicht pathetisch werden .... Erst mit den Fingerkuppen, schließlich mit den Lippen begann ich, ihren Körper zu erkunden. zu abgegriffen Sie lag noch immer auf dem Rücken, bot sich mir dar. Ihre Augen drückten Hingabe und Verlangen aus, während ihr Atem schneller ging.
Mit der Zunge begann ich, ihren Nabel zu umspielen. Eine Berührung, welche Gänsehaut bei ihr Auslöste und sie leicht seufzen ließ. Doch sie wollte mehr, denn ihre Hände griffen nach meinem Kopf und schoben ihn tiefer. Sie strich über meine Hose Was, wie? Wo ist denn die Hose grade? Meinen Berechnungen zufolge in Knöchelhöhe öffneten den Kopf Sie streicht über die Hose und öffnet den Kopf? Da stimmt was nicht und ließen den Reißverschluss nach unten gleiten.
„Nimm mich. Bitte – nimm mich und lass mich deine Kraft spüren.“ Aaaaaaaaaargh ...
Ihre Worte kamen stoßweise. Rasch streifte ich mein Hemd ab, drehte mich etwas und schaute ihr erneut in die Augen. Ihr Becken schob sich mir entgegen, ihre Beine umschlangen meine Hüften. Das alles merkte ich, doch es fiel mir schwer, zu reagieren. Abermals waren ihre Pupillen verschwunden. Der Schacht in die Tiefe war da, und er wurde größer mit jeder Sekunde, welche verstrich. Fast schon war es, als würde er ihre Augen verlassen.
„Tu es. Tu es jetzt.“ JA! Ich bin noch dabei!
Sie schrie die Worte fast, presste sich an mich. Die Trance, welche mich umfangen hielt löste sich etwas, als wir unser Liebesspiel erneut begannen. Rhythmisch liebten wir uns, während mein Blick noch immer an ihren Augen hing.
Kein Mensch – hämmerte es in meinen Gedanken. Sie war kein Mensch, wie ich es kannte. Der Verdacht verdichtete sich, wurde zu einer Gewissheit. Aber längst war die Lust größer, schaffte es die Erkenntnis nicht, unser Tun zu unterbrechen.
Wir liebten uns in der Dunkelheit des Feengartens. Über uns plätscherte das Wasser der Quelle, ein kalter Wind strich über unsere nackten Körper hinweg und in der Ferne begannen die Gesänge.
Samhain.
Schließlich gelang es mir, meinen Blick von ihren Augen zu lösen. Ich stützte mich ab, schaute hinauf zum Brunnen. Nebel stieg aus ihm auf, sackte jedoch sofort zu Boden und begann, uns zu umwabern. Er roch süßlich. Nach Sommerblumen, Wärme und blauem Himmel. All das lag in diesem Nebel. Nur ein Geruch, der jedoch Assoziationen auslöste. Liaine bewegte sich unter meinen Stößen, stöhnte laut und warf ihren Kopf hin und her. Sie genoss, was ich tat. Und auch mich übermannte die Ekstase. Der Nebel wurde stärker, hielt uns endgültig umfangen. Er war so dicht, dass selbst Liaine teilweise darin verschwand. Er roch so gut, verlieh unserer Lust zusätzliche Flügel. Wilder liebten wir uns, frei von jeglichen Fesseln des Anstandes oder der Moral. Ihre Schreie hallten hinaus in die Nacht, wurden jedoch vom Nebel aufgefangen und zurückgeworfen. Sie in höchster Lust zu sehen, katapultierte auch mich auf den Gipfel. Meine Hände krallten sich in ihre Haut, als es mir kam. Mächtiger als jemals zuvor und auch befreiender.
Minutenlang lagen wir eng umschlungen, hielten die Augen geschlossen und genossen das Gefühl, welches in uns tobte.
Schließlich ebbte die Lust ab. Ich öffnete meine Augen und schaute mich um. Der Nebel war verschwunden. Doch nicht nur er. Auch die Quelle, der Feengarten – und selbst die Nacht. Wir lagen auf einer Wiese, umgeben von bunt blühenden Blumen. Insekten schwirrten umher, ließen sich auf den Blättern nieder und taten, was ihnen die Natur zu tun befohlen hatte. Über uns erstreckte sich ein tiefblauer Himmel. Die Sonne stand etwas schräg, schickte ihre wärmenden Strahlen auf uns hernieder. Bäume hielten ihre Äste über uns, während Vögel in den Wipfeln saßen und ihr Gezwitscher hören ließen.
Es war der perfekteste Ort, den ich mir vorstellen konnte. Und ich teilte ihn in einem perfekten Augenblick mit einer schier perfekten Frau.
Liaine stand auf, und noch einmal konnte ich ihren makellosen Körper sehen. Jetzt, im Licht des Tages, schien er noch viel schöner.
„Du weißt, wo du bist?“
Sie schaute mich fragend an, wollte eine Antwort. Ich nickte, wusste es in der Tat.
„Ich bin zu Hause.“
Ein Lächeln umspielte ihre Lippen, während zwei Männer aus dem Unterholz zwischen den Bäumen hervortraten. Sie waren bewaffnet, doch nicht kriegerisch. Obwohl es Krieger waren. Krieger der Feen - Tuatha De Danann – und die Leibgarde jener Frau, welche ich geliebt hatte. Leibwächter der Lady vom See. Und sie hatte mich an jenen Ort gebracht, zu dem ich aus eigenen Stücken niemals gefunden hätte. Einfach, in dem sie mich die Verbindung mit dem Land erleben ließ.
„Ja“, erwiderte sie sanft und reichte mir die Hand, um mir auf die Beine zu helfen, „du bist zu Hause. Zu Hause auf Avalon.“

Ende

Hust ... na ja, also Avalon. Also das muss noch deutlich origineller werden, die Sexszene ist reichlich schematisch und zusammengehauen ... und dafür habe ich jetzt bis zum Schluss durchgehalten ... knurrige Grüße, Zinndorfer

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DarkWriter
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Ursprünglich veröffentlicht von Zinndorfer
Hallo Dark Writer!

Also bei diesem Absatz (und es ist leider der erste) habe ich bei jedem Satz gedacht "Nun ist aber genug vom Wetter!" und dann kam noch einer und noch einer.
quote:

Ja, der ganze Abschnitt ist dem Wetter gewidmet. Da dieser Abschnitt aber nicht sehr lang ist, sehe ich da auch kein Problem drin. In meinen Augen ist es ein guter Einstieg.


quote:
Hust ... na ja, also Avalon. Also das muss noch deutlich origineller werden,
quote:

Was ist dir denn an Avalon nicht originell genug? Im Grunde, das gebe ich zu, weiß schon recht früh jeder, der sich nur etwas in diesen Sagen auskennt, worum es geht. Glastonbury = Avalon. Da aber keltische Mythologie mein Hauptthema ist und mich Avalon fasziniert, ist es auch sehr naheliegend. Findest du nicht? Zudem - wer sich nicht mit keltischwer Mythologie auskennt, kommt auch nicht gleich auf die Verbindung Glastonbury - Avalon - auch wenn allein schon der Titel auf das Keltische hindeutet.

quote:
die Sexszene ist reichlich schematisch und zusammengehauen

Sie ist auch nicht die Hauptaussage, sondern würzt nur. Die "Verbindung mit dem Land" - bei der eine Priesterin mit einem Mann schlief - war bei den Insel-Kelten ein spiritueller Akt, der gewisse Dinge bewirken sollte. Man konnte damit Fruchtbarkeit für das Land erbitten, jemanden an sich binden (wenn man das wollte, was aber nicht oft vorkam) oder andere Dinge bewirken. In dieser Geschichte öffnet die "Verbindung mit dem Land" für den Protagonisten die Pforte nach Avalon. Darum überhaupt die erotik - eben weil es sich in die Welt der Kelten einfügt. Sicherlich hätte ich die Erotik blumiger ausschmücken können - aber warum?

quote:
... und dafür habe ich jetzt bis zum Schluss durchgehalten ... knurrige Grüße, Zinndorfer



Da hat dich aber keiner zu gezwungen - so wenig, wie irgendwelche Kommentare in den Text einzufügen, die vielleicht geistreich sein sollen. Ich gehe da im Einzelnen nicht drauf ein. Auch wenn du an anderer Stelle meinst, nur weil jemand nicht auf deine Kommentare reagiert, sei er nicht an deiner Meinung interessiert. Nun - Kritik hat auch selten den Sinn, eine Diskussion loszutreten. Es ist etwas von einem Leser an den Autor. Der Autor schaut sich die Sache durch und nimmt sie an oder nicht - das ist ihm überlassen.
Meinung ist ohnehin subjektiv, irgendwelche Äußerungen wie "Aaargh..." nicht sonderlich hilfreich und auch vielleicht geistreich gemeinte Kommentare wie "Wird es schon erotisch" helfen keinem. Dir ist es nciht erotisch genaug, andere sehen hier Grenzen.
Ich gebe zu, dass diese Geschichte bei "Erotik" nicht unbedingt passend ist, aber nachdem ich sie in einem anderem Forum unter "Mystik" einstellte und dann angepflaumt wurde, warum sie nicht unter "Erotik" steht damit man weiß, dass Sex drin vor kommt, wollte ich hier auf Nummer Sicher gehen.

So, nun hast du einen Kommentar zu deinem Kommentar, der dir ja offenbar wichtig ist. Für hilfreiche, konstruktive Kritik bin ich immer offen - beantworte sie jedoch meist nicht, da - wie bereits gesagt - Kritik nicht als Diskussionsgrundlage dienen muss.

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Zinndorfer
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Holla, hast du da nicht jemandem übersprungen? Da hat noch jemand was gesagt. Ich hätte es auch anders ausdrücken können ... du verwechselst das Wetter mit der Natur ... deine Story ist zu langatmig ... die Erotikszene wenig gelungen ... und der Leser hat Probleme, durchzuhalten. Selbst Genre-Writing könnte doch spannend sein. Ich habe Avalon gern gelesen ... es hat etwas Geheimnisvolles.

quote:
Für hilfreiche, konstruktive Kritik bin ich immer offen - beantworte sie jedoch meist nicht, da - wie bereits gesagt - Kritik nicht als Diskussionsgrundlage dienen muss.

Das schien mir ein recht sinnentleerter Satz zu sein.

Gruß Zinndorfer

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DarkWriter
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Hallo,

quote:
Für hilfreiche, konstruktive Kritik bin ich immer offen - beantworte sie jedoch meist nicht, da - wie bereits gesagt - Kritik nicht als Diskussionsgrundlage dienen muss.

Das schien mir ein recht sinnentleerter Satz zu sein.



warum? Kritik muss nicht beantwortet werden, um ihr Ziel zu erreichen. Ganz im Gegenteil - es gibt Gelegenheiten, bei denen Kritik nicht mal beantwortet werden darf. In einem Seminar mit Rollenspielen wird die Kritik im Nachgang niemals von den Akteuren beantwortet, kein Trainer wird Kritik beantworten, die ihm am Ende eines Seminars zugetragen wird (meist in einer Abschlussrunde)und so weiter. Kritik ist für den Kritisierten und nur für ihn. Er kann sie annehmen, muss aber nicht.
Beispiel: Jemand schreibt, Samhain sei zu langatmig und mit zu vielen Umschreibungen versehen. Das ist die subjektive Meinung dessen, der die kritik schrieb. Andere teilen diese Meinung, andere vielleicht nicht. Was also erwartest du, soll ich als Autor nun tun? Zustimmen? Widersprechen? Mich enthalten? Erklären, warum ich etwas so und so geschrieben habe?
Ich bin heute auf deine Kritik eingegangen und habe erklärt, warum die Erotik nicht ausgeschmückt wurde und warum ich den Einstige über das Wetter benutzt habe. Ich hätte auch deiner Vorschreiberin erklären können, warum ich es wichtig fand, dass er IT-Fachmann ist - aber geändert hätte das weder etwas an ihrem Gefühl, dass es unpassend ist noch daran, dass ich es schrieb wie ich es schrieb. Oder hat sich deine Einstellung geändert, nun da du weißt, warum ich die Erotik so und nicht anders abgehandelt habe? Ich kann höchstens deine Sicht jetzt ändern, nicht aber jene, die du beim Lesen hattest. Wenn meine Botschaft beim ersten Lesen nicht ankam, dann habe ich mein Ziel verfehlt. Das kam vermutlich daher, dass ich sehr tief in der Mythologie stecke und manche Sichtweisen einfach voraussetze - was ich als Autor eben nicht darf.
Also noch einmal - in meinen Augen ist Kritik etwas, das konstruktiv für den Autor sein kann - aber nicht von ihm beantwortet werden muss. Ich kann mir sagen - okay, den ersten Abschnitt musst du kürzen - oder ich kann mir sagen - nö, den finde ich als Autor gut und der bleibt so. Wozu aber das mit dem Kritiker diskutieren? Damit er mich von seiner Meinung überzeugen kann? Oder ich ihn von meiner? Um einen Konsens zu finden? Kritik soll nicht beantwortet werden – man soll sie annehmen und schauen, ob man sie umsetzt oder eben anderer Meinung ist als der Kritiker. Mehr nicht.
Hättest du nicht an anderer Stelle um Stellungnahmen zu deinen Kritiken gebeten, hätte ich heute gar nicht geantwortet.

ga

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