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Leselupe.de > Kurzprosa
Samstags in der Bahn
Eingestellt am 28. 04. 2008 19:07


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solastyear
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Registriert: Mar 2008

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Samstags in der Bahn

Samstags geschahs. Verliebt. Ja, verliebt war sie. Zum ersten Mal. In einen h√ľbschen jungen Mann:
W√§hrend sie m√ľde, ersch√∂pft, nichtsahnend und eigentlich sogar schlecht gelaunt ihrem Zuhause entgegen fuhr, stieg eben jener junge Mann zu. Nicht alleine, - nein - denn in der N√§he seiner F√ľ√üe stieg ein Sch√§ferhund mit ihm ein.
Irgendwie schien es als w√ľrde nicht er den Hund, sondern dieser ihn kontrollieren und leiten, aber sie k√ľmmerte sich nicht weiter darum. Sie war ihm ganz und gar verfallen, beobachtete jeden seiner Schritte, die seinen selbst durch die Jacke muskul√∂s wirkenden K√∂rper langsam fortbewegten, und sein ungew√∂hnlich lange Absuchen des von ihm ausgew√§hlten Sitzes. Da sa√ü er nun - wenige Pl√§tze von ihr entfernt. Sie atmete schwer, schaute immer wieder verlegen zu ihm hin√ľber.
"Schau mich an! Los. Schau mich an!" - wiederholte sie murmelnd und hoffte so, den ach so wichtigen ersten Blickkontakt herstellen zu können, von denen ihre Freundinnen immer berichteten. Männer anzusprechen war jedoch nie ihr Fall gewesen. "Das Ansprechen ist ja eigentlich auch Männersache.", dachte sie sich und starrte nervös auf den von ihr aus der viel zu großen Handtasche gezogenen Schminkspiegel.
Der erste Blick entscheidet, hei√üt es. Zitternd r√ľckte sie ihren Pony zurecht und schmiss den Spiegel zur√ľck in die Tasche.

Der Zug rauschte von Ort zu Ort, √ľber Berge und Br√ľcken. Und sie, sie rauschte lediglich von Traum zu Traum. Zusammen mit ihm, dem jungen Mann.
"Ob er diese h√ľbsche Sonnenbrille wohl immer trug? Naja, geheimnisvoll .."
Ehe sie ihren Satz beenden konnte, stand er auf, bewegte sich in ihre Richtung, zog die Brille kurzzeitig aus dem Gesicht und schaute sie an.
Das war er: Der gew√ľnschte Blickkontakt. Und da war er: Der starre, leere Blick seiner tr√ľben Augen.
Verzweifelt und unwissend, was nun zu tun sei, blickte sie schnell zu Boden. Er lief zur T√ľr und stieg aus. Der Mann ihrer Tr√§ume verlie√ü sie, ohne dass sie ein einziges Wort gewechselt hatten.

Benommen sah sie aus dem fahrenden Zug schauend, wie er seine Lederjacke auszog und eine gelbe mit schwarzen Punkten versehene Binde zum Vorschein kam, die seinen Arm umgab ..

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Hakan Tezkan
Guest
Registriert: Not Yet

hallo solastyear,

der plot ist zwar nicht sonderlich originell, aber dennoch nett und niedlich. der erz√§hlton ist mir ob der schwere des themas zu flapsig. desweitern denke ich, dass der text arg gewinnen w√ľrde, wenn nicht bereits ab zeile 5 klar w√§re, dass es sich um einen blinden handelt. dadurch katapultierst du dich auf verlorenen posten. es dir nun unm√∂glich, spannung aufzubauen. du hast sie ja l√§ngst eliminiert. ich w√ľrde die hinweise sp√§ter und subtiler in das geschehen einflechten.
auch die beschreibung des mannes h√§tte detailverliebter sein k√∂nnen, denn worte wie "h√ľbsch" und "muskul√∂s" zeichnen bei mir nur einen kitschigen stereotypen, nichtssagend, blass...
doch du siehst: viele grobe fehler wurden begangen, man kann die wogen aber mit geschick, fleiß und zeit glätten.
w√§re gespannt auf eine √ľberarbeitung.
falls du fragen hast, erläutere ich dir meine kritik auch gerne näher am text...

lg,
hakan

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