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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Saxonia - oder Leipziger Blaskonzert
Eingestellt am 05. 05. 2002 23:48


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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
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Saxonia oder Leipziger Blaskonzert

Mit unsanftem Ruck kam der Ă€chzende Fahrstuhl zum Stehen. Friedhelm betrat die kleine, in schmuddeliges Grau getauchte Tiefgarage. Einen Moment lang ließ er seine wĂ€ssrig blauen Augen forschend umher wandern. Sein kĂ€siges Gesicht erschien noch eine Spur blasser als sonst, und das lag nicht nur am Ă€rmlichen Licht der verstaubten Neonröhren, die hier vergeblich gegen die ewig scheinende DĂ€mmerung anflackerten.
Erst nachdem Friedhelms Blick selbst die dĂŒstersten Winkel der Halle durchforscht hatten, genehmigte er sich ein kurzes Aufatmen. Außer ihm schien niemand hier zu sein. Entschlossen richtete er seine Krawatte, gab sich dann einen Ruck und ging, um einen selbstsicher federnden Gang bemĂŒht, die wenigen Schritte bis zu der Parknische, wo sein bereits leicht angejahrter „Vectra“ stand.
„Blödmann“, murmelte er und meinte damit den Unbekannten, der seinen Wagen so dicht geparkt hatte, dass Friedhelm sich nur mĂŒhsam durch den TĂŒrspalt zu zwĂ€ngen vermochte. Beunruhigt musterte er seine taubenblaue Anzughose, stellte aber dann erleichtert fest, dass sie die SchlĂ€ngeltour unbeschadet ĂŒberstanden hatte. Nicht auszudenken, wenn er sich hier eingesaut hĂ€tte. Schließlich hatte ihm Hildegard nur diesen einen Anzug mitgegeben.
„FĂŒr die drei Tage reicht das“, hatte sie festgelegt und die Schlösser des kleinen Köfferchens zuschnappen lassen.
Scheiße. Jeans und ein leichtes Sporthemd wĂ€ren fĂŒr das, was er jetzt plante, auf alle FĂ€lle passender gewesen. Aber erstens fiel es ihm stets schwer, sich Hildegards Anweisungen zu widersetzen, und zweites hatte er zu diesem Zeitpunkt mit keiner Silbe daran gedacht ... Dieser Floh war ihm von Olly, seinem jungen Kollegen, ins Ohr gesetzt worden.
„Das musst Du ausnutzen. Wer weiß, wann dich der Alte mal wieder zur Messe schickt.“
Friedhelm hatte seufzend genickt. Es erschien ihm ohnehin schon wie ein Wunder, dass der Chef diesmal gerade ihn, den farblosen Sachbearbeiter, mit in das Team der Standbetreuer eingereiht hatte. Friedhelm war klar - dies wĂŒrde das erste und letzte Mal gewesen sein. Viel zu linkisch stellte er sich im Umgang mit Besuchern und Kunden an. Nein - so eine Chance bot sich ihm so schnell nicht wieder.

Er steckte den SchlĂŒssel ins ZĂŒndschloss und startete den Motor.
Draußen empfing ihn die trotz AbenddĂ€mmerung noch immer vor Hitze glĂŒhende Innenstadt. Friedhelm ordnete sich in den dicht fließenden Verkehr ein und versuchte sich zu orientieren. Er hatte eine geschlagene Stunde ĂŒber dem Leipziger Stadtplan gebrĂŒtet, um sich den Weg zu der von Olly bezeichneten Straße einzuprĂ€gen.
„Autostrich!“
Bisher kannte er diesen Begriff nur vom Hörensagen.
Als er nach einigem Suchen ziemlich unerwartet die Straße gefunden hatte, bekam er einen leichten Schreck, als er die ersten Damen im eindeutigen Outfit an der Seitenscheibe vorbeihuschen sah. Fast wĂ€re er einem weißen BMW hinten drauf geknallt, weil der plötzlich das Tempo verringerte und am Straßenrand anhielt. Fluchend trat Friedhelm auf die Bremse und nahm den Blick erst wieder von den vor ihm aufleuchtenden Bremslichtern, als auch sein Wagen stand.
An der aufgerissenen BeifahrertĂŒr seines rĂŒcksichtslosen Vordermannes lehnte ein schlankes MĂ€dchen, die den Kopf tief ins Innere des BMW gesteckt hatte. Das grelle Scheinwerferlicht des „Vectra“ knallte voll auf ihren hoch aufgereckten Hintern.
Friedhelm fĂŒhlte seinen Mund trocken werden. Solche Szenen kannte er nur aus der Sendung „Wa(h)re Liebe“, die er manchmal heimlich guckte, wenn sich Hildegard migrĂ€negebeutelt vorzeitig ins Bett verkroch.
Und jetzt? Jetzt war er mittendrin!
Atemlos stierte er nach vorn und sah, wie dieser blickaufsaugende Wahnsinns-Po unruhiger wurde, um schließlich aus dem Blickfeld zu verschwinden. Das MĂ€dchen war blitzschnell in den Wagen geglitten. Schon zog der Vordermann sanft an.
WĂ€hrend sich Friedhelm noch darĂŒber wunderte, wie schnell das gegangen war, drang plötzlich ein Schwall schwĂŒlwarmer Luft in den klimatisierten Innenraum. Soeben war die BeifahrertĂŒr aufgerissen worden. Mit bis zum Hals klopfendem Herzen und angehaltenem Atem wandte Friedhelm den Kopf.
Im TĂŒrrahmen erkannte er die Gestalt einer Frau, die sich nun weit zu ihm hinab beugte. Ein dunkler Schopf, ein paar matt glĂ€nzende Rehaugen, ein breiter sinnlicher Mund und ein StĂŒck tiefer - zwei hauchzart ĂŒbertĂŒllte Halbkugeln, an deren Perfektion Friedhelm nie geglaubt hĂ€tte, wenn sie sich nicht gerade ĂŒberdeutlich, vor seinen Augen leicht schwingend, prĂ€sentiert hĂ€tten.
Herrlich - und so nah! Er hĂ€tte nur einen Arm auszustrecken brauchen, um diese Pracht in die Hand nehmen zu können. Aber er tat es nicht. Seine plötzlich schweißnassen HĂ€nde verharrten hilflos ans Lenkrad gepappt.
Die tiefroten Lippen öffneten sich, und zwischen den sÀuberlich in Reih und Glied stehenden ZÀhnen huschte eine verspielte Zungenspitze.
„Naaa?“, kam es gedehnt aus diesem mit einem Mal so verheißungsvoll lĂ€chelnden Mund. Was sonst noch folgte, ging in dem gewaltigen Rauschen, das plötzlich in seinen Ohren wĂŒtete, nahezu unter. Er glaubte irgendwelche Zahlen- und Zeitangaben vernommen zu haben, die ihn zum Portemonnaie greifen ließen und merkte nur an der wechselnden Spannung seiner Nackenmuskulatur, dass er wohl am Nicken war.
Plautz! Die BeifahrertĂŒr war ins Schloss gefallen und die Frau saß neben ihm. Jetzt rĂŒckten auch die durch schwarze NetzstrĂŒmpfe in aufregende Form gebrachten Beine in seinen Gesichtskreis.
Dieser Anblick, verbunden mit dem sinnlich schweren Duft, der die Fahrgastzelle ausfĂŒllte, verstĂ€rkte das Dröhnen in seinem Kopf. Noch immer erschien alles so unwirklich. Sein verschleierter Blick verfing sich in dem Nebel, der auf einmal ihren Kopf einhĂŒllte. Und da vernahm er durch das Rauschen hindurch die anklagende Stimme seiner Frau:




„Friedhelm! Was tust Du da?“
‚Ja, was tu ich hier?' ging es ihm durch den Kopf. ‚Ich bin dabei, dich mit einer Prostituierten zu betrĂŒgen.'
WĂ€hrend er in leises Kichern verfiel, drang beißender Qualm in seine Nase und ließ ihn husten. Der Nebel zerriss und er erkannte, dass das Objekt seiner Begierden genĂŒsslich an einer Zigarette sog.
„Na los! Woroff wards'n noch!“, kam es ein wenig gereizt aber nicht unfreundlich aus ihrem schönen Mund.
„Wohin?“, fragte Friedhelm und schluckte. Er ahnte: Er hatte „A“ gesagt und musste nun das „B“ folgen lassen.
„Isch saach schon Bescheed. Fahre nur erschd ma los!“
FĂŒr einen Moment blickte Friedhelm sie entgeistert an. Wie konnte sich eine so schöne Frau eines solch fiesen Dialektes bedienen?
Verwirrt drehte er den ZĂŒndschlĂŒssel um und merkte erst an dem fĂŒrchterlich kratzenden GerĂ€usch, dass der Motor ja noch lief. Leise fluchend legte er den Gang ein und ließ den Wagen anrollen.
„Nerwees?“
Friedhelm nickte.
„Ja, ein wenig schon. Sie mĂŒssen wissen, ich mache so etwas zum ersten Mal.“
Und etwas mutiger setzte er hinzu:
„Ich bitte also um etwas Nachsicht, wenn ich mich ...“.
Sie lachte ein dunkles Lachen.
„Isch bin och gee Broofie. Mache das blos wĂ€hrn'd dor Messe. Aushilfe - sozesachen.“
Diesmal klang ihr Lachen eine Spur heller.
„Bisde och Messegasd?“
„Standbetreuer bei Opel“, sagte Friedhelm nicht ohne Stolz und war obendrein froh, ein Thema gefunden zu haben, wo er sich auskannte.
„Ob'l?“
„Ja Opel. Ich bin schon ...“.
„Ob'l iss gud. Ich habb nĂ€mlisch so'n gleen Gorsa. MĂ€hr gann'sch mor im Momend nich leis'dn. Un desderwĂ€hschen mach'sch ahmd's och den Schobb hier ... Heh! Da vorne an der Amb'l, gradde nibber ibbor die Greizung un dann glei schoarf rĂ€chds rum.“
„Bitte?“
Zum GlĂŒck vermochte er sich im letzten Moment noch zusammenzureimen was sie meinte und bog in die bezeichnete Straße ein. Er ließ sich noch ĂŒber mehrere Kreuzungen und um einige Ecken dirigieren, bis sie schließlich in eine stille Gegend kamen. Auf der rechten Straßenseite erkannte Friedhelm hinter VorgĂ€rten versteckte Villen, deren verspielte Fassaden noch aus der GrĂŒnderzeit stammten. Linker Hand erstreckte sich ein ausgedehnter Park.
„Dord driem gannsde anhald'n.“
Sie wies auf einen kleinen, von wuchtigen BĂ€umen umsĂ€umten Parkplatz. Nur eine Handvoll Autos stand dort und Friedhelm nahm erleichtert zur Kenntnis, dass das Licht der wenigen Straßenlaternen kaum durch das dichte Blattwerk zu dringen vermochte.
„So, da wollmor ma. Mach ma de RiggenlĂ€hne e bissel schrĂ€hschor un schieb dein Sitz zerick. Sondsd schdoßsch mor laufn'd de Berrne am Lenkrad. Un e bissel gemiedlich soll's scha ooch sein.“
Friedhelm tat wie ihm geheißen und ruckelte und zuckelte mit immer stĂ€rker klopfendem Herzen so lange am Sitz, bis sie es fĂŒr gut befand. Sie hieß ihn sich zurĂŒck zu lehnen und zu entspannen.
„Iss schon richt'sch, dass de dich fiers Blasen endschiedn hasd. Bei dĂ€r Hidze hĂ€dd' mor uns abor sonsd velleischd een abgehecheld.“
Friedhelm hatte zwar wieder nur die HĂ€lfte verstanden, aber er nickte ergeben. Als ihre Hand nach dem Reißverschluss an der guten taubenblauen Anzughose suchte, zuckte er ungewollt ein wenig zurĂŒck. Da der Verschluss nicht gleich aufging, zog sie ein wenig heftiger. Gerade wollte er unterstĂŒtzend eingreifen, da ratschte das störrische Ding dann doch auseinander. Keinen Widerspruch duldend schob sie seine Hand zur Seite.
„Nimm de Floss'n weg, das iss mei Schob“, sagte sie energisch und knöpfte nun auch noch den Hosenbund auf.
Friedhelm hörte sich aufseufzen. Endlich schien er bereit, sich gÀnzlich dem Tun dieser herrlichen Frau mit der grÀsslichen Sprache hinzugeben.
Ganz anders sein Kompagnon eine Etage tiefer. Anstatt sich ihren grazilen Fingern lustvoll entgegen zu werfen, hielt er sich irgendwo tief in einer Falte der Feinripp-Unterhose versteckt.
Ihre Finger zogen sich zurĂŒck und schon fĂŒhlte er, wie sie mit beiden HĂ€nden seinen Hosenbund umkrallte.
„Heb mal dein Bobsor.“
„HĂ€h?“
Sie antwortete nicht, sondern zog Ă€chzend an Hose und Unterhose. Nun wusste er, dass er den Hintern anzuheben hatte. Ein Ruck - geschafft. Die Beinkleidung reichte nur noch von unten bis an die Knie. Friedhelms DĂ€umling lag nun völlig frei und fĂŒhlte sich den neugierigen Blicken dieser Frau ausgesetzt, die nun obendrein noch glucksend zu lachen anfing.
„Ach mei Goddchen - iss dĂ€r niedlisch! So e gleenes Gerlch'n aber och. Nee, so e budz'sches Schniebelsch'n - was es nich alles gibbd.“
Vorsichtig betastete sie den Kleinen. Doch es war, als hĂ€tte sie die FĂŒhler einer Schnecke berĂŒhrt, denn fast blitzartig kroch das WĂŒrmchen noch mehr in sich zusammen.
„DĂ€r scheind vor mir Angsd zu hamm“, murmelde sie und ihre großen dunklen Augen drĂŒckten Verwunderung aus.
„Tut mir Leid. Ich weiß auch nicht, was plötzlich los ist“, stammelte Friedhelm und spĂŒrte den Schweiß mit Macht auf seine Stirn treten. Vorhin - im Hotelzimmer - da hĂ€tte er noch einen vollen Wassereimer anhĂ€ngen können. Und jetzt ... diese Blamage! Am liebsten wĂ€re er im Erdboden versunken.
„Nu mach dor ma geene Bladde. Den griesch mor schon noch hochgebĂ€bbeld.“
Damit begann sie, den Widerwillen des Kleinen einfach ignorierend mit erfahrenen HĂ€nden ein Spiel, dem auch der störrischste MĂ€nnerstolz nicht ewig zu widerstehen vermag. Nach und nach gewann er Zutrauen. Und unter ihren sanft streichelnden und einfĂŒhlsam massierenden Fingern begann er zunĂ€chst schĂŒchtern, aber dann immer mutiger werdend, allmĂ€hlich den Kopf zu heben.
„Na bidde. Ich habb's doch gesaachd. Das griesch mor hin. Iss doch brav, der Gleene.“
Schwupp - das war es dann auch schon. Die eben im AufblĂŒhen begriffene Pracht drohte wieder zwischen ihren Fingern dahin zu schrumpfen.
„DĂ€r iss abbor hardnĂ€gg'sch“, konstatierte sie, und Friedhelm war am Verzweifeln. Hilfesuchend fuhr sein Blick zu der Frau und blieb geradezu magisch an ihrem Mund hĂ€ngen. Er hörte nicht mehr die Worte, die aus diesem Mund kamen, sondern verfolgte nur noch das aufregende Spiel der Lippen. Wenn den Streikenden noch etwas aufrichten konnte - dann musste es dieser Mund sein. Unbewusst fasste er mit einer Hand ihren Hinterkopf und begann einen leichten Druck damit auszuĂŒben. Sie verstand sofort.
„Nee, nee, mei Gudsdor. Das lass mor erschte ma scheen bleim. Ohne Gummi werd da nischd. Von Eeeds brauch'sch dor ja nischt zu erzĂ€hln.“
Sie schaute demonstrativ auf die Uhr am Armaturenbrett, seufzte ein wenig und brubbelte dann:
„Na, een Vorsuch hamm mor noch.“
Friedhelm sackte vor Scham in seinem Sitz zusammen. Wieder wĂŒnschte er sich weit weg. Er nahm kaum wahr, wie sie immer noch vergeblich an seinem besten StĂŒck herum werkelte. Sollte sie doch! Schließlich hatte er dafĂŒr bezahlt. In spĂ€testens einer Viertelstunde wĂŒrde diese Peinlichkeit vorĂŒber sein. Und in einer Stunde wĂ€re der ganze Reinfall vergessen. Er wĂŒrde dann wieder im Hotelzimmer sitzen und ein langes Telefonat mit Hildegard fĂŒhren.
‚Nein - ich bin nicht der Mann, der seine Frau mit einer Dirne betrĂŒgt', dachte er und empfand plötzlich so etwas wie Stolz darĂŒber. Eine eigenartige Ruhe ĂŒberkam ihn.
Völlig entspannt und fast ein wenig amĂŒsiert verfolgte er ihr Tun. Er sah die schwingenden BrĂŒste dicht vor seinen Augen. Ein eigenartiger, all die kĂŒnstlichen GerĂŒche ĂŒberlagernder Duft schien von ihnen auszugehen. Unbewusst rĂŒckte er den Kopf ein wenig nĂ€her heran, sog dieses so noch nie erlebte, sinnliche Odeur tief in sich hinein. Und nun streckte er doch eine Hand aus. Ungeschickt befĂŒhlten seine HĂ€nde die dunklen, allmĂ€hlich hĂ€rter werdenden Brustwarzen. Er spĂŒrte ein leises Kribbeln unter der Kopfhaut. Er bemerkte, wie es am RĂŒckenmark hinunter zu rieseln begann, um endlich auch in die Spitze des immer noch fĂŒrsorglich gestreichelten WĂŒrmlings zu schießen.
Vergessen war der Gedanke an eheliche Treue, vergessen die Scham, vergessen ... vergessen ... vergessen.
Er stöhnte auf. Sein Unterleib stemmte sich gegen ihre HÀnde und stimmte in deren Rhythmus ein.
WĂ€hrend sie eine Hand betreuend zurĂŒck ließ, wĂŒhlte sie mit der anderen in der GĂŒrteltasche. Dann eine kleine Pause. Irgend etwas knisterte leise, dann fĂŒhlte er, wie sie das PrĂ€servativ gekonnt ĂŒberzog.
„Kleenere gibd's nich“, grinste sie, rollte den Gummi ab und zog pedantisch ein paar Falten glatt.
Verdammt! Dieses Gebrabbel bedrohte erneut sein Stehvermögen. Doch jetzt war er nicht mehr bereit, sich seufzend seinem aus Unvermögen resultierenden Schicksal zu ergeben. Auf keinen Fall wĂŒrde er jetzt noch verzichten. Jetzt nicht mehr!
„Könntest Du nicht wenigstens fĂŒr ein paar Minuten die Klappe halten?“, Ă€chzte er daher gereizt.
„Iss scha schon guud“, knurrte sie zurĂŒck, ehe sie den Kopf tief hinab beugte, um ihre Lippen siedend heiß ĂŒber den sich lustvoll Windenden herfallen zu lassen.
Friedhelm entfuhr ein unartikulierter Laut.
‚Endlich ... endlich ... endlich ...', pochte es im Rhythmus dieses so wahnsinnige Wonne bereitenden Spiels durch seinen Kopf. Fast zwanzig lange Ehejahre war ihm dies verwehrt geblieben. Endlich durfte er das erregende Auf und Ab blutvoller Lippen durchkosten, das kribbelnde Spiel der Zungenspitze bis in die Haarwurzeln wirken lassen und das nach vorn peitschende Massieren assistierender HĂ€nde in vollen ZĂŒgen genießen. Seine Finger glitten fahrig durch ihr dichtes Haar. Sie begannen sich mehr und mehr darin zu verkrallen, je nĂ€her er sich dem erlösenden Höhepunkt entgegen getrieben fĂŒhlte.
„Gleich ... gleich ... ja ... gleich!“
Abrupt hörte der Druck der Lippen auf. Ein paarmal riffelten noch die ZĂ€hne sanft ĂŒber den Gummi, dann hob die Frau den Kopf. Ihr Atem ging schwer.
„Tschuld'schung. Gehd glei weider. Bei mir iss e Schnubb'n im Anzuche. Da griesch ich eefach nich genuch Lufd dorsch de Nase“, keuchte sie.
Vor Minuten hÀtte ihn das erneut aus dem Konzept gebracht. Aber jetzt vernahm er kaum was sie sagte. Noch ehe sie wieder soweit zu Atem gekommen war, um sich erneut hinab zu beugen, hatten ihre nach wie vor aktiven HÀnde den Rest erledigt.
Friedhelm zerbarst.
FĂŒr Augenblicke nahm er die Umwelt nicht mehr wahr. Erst allmĂ€hlich fand er wieder zu sich, begann sich zu orientieren und seine Sinne wieder auf die Außenwelt zu richten. Und dann vernahm er auch ihre Stimme, dunkel - fast schon ein wenig mĂŒtterlich.
„Na siehsde - mei Gudsdor. Hammor's doch noch geschaffd. War abbor nich leichde - mussde zugĂ€hm. WĂ€r abbor och schade gewĂ€s'n, wenns nich geglabbd hĂ€dde. Bisd nĂ€mlich e ganz nedder Gerl. Blos e bissel maulfaul - das muß'sch schon sach'n.“
Er hörte kaum hin, lĂ€chelte glĂŒcklich, schaute sie mit immer noch leicht verklĂ€rten Augen an und meinte schließlich:
„Weißt Du eigentlich, dass Du einen ganz reizenden Dialekt hast?“
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Renee Hawk
???
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*lach brĂŒll gröll*

köstlich, das war köstlich *lach* "reizender Dialekt" *lach*


Ach Ralph, das war, nein das ist eine sehr gut erzÀhlte Geschichte. Ich habe dich vorlesen gehört.

liebe GrĂŒĂŸe
ReneĂš


PS.: ein paar Interpunktionsfehlerchen sind drin, aber der Dialekt hat alles wett gemacht. *zwinker*

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niclas van schuir
Guest
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Mann merke sich, der sÀchssche DiaLECKT hat was!
Mit GrĂŒĂŸen, Nic

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
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Hallo ReneĂš,

schön dich hier [so was Blödes - wo sonst? ;-)] zu treffen. Schön auch, dass ich dir ein paar SchmunzelgrĂŒbchen ins Gesicht zaubern durfte.
Kleine Fehler? Stimmt. Das kommt davon, wenn man mit der heißen Nadel strickt.
Lesen? Na ja - vielleicht trau ich mich bei Gelegenheit. Aber keinesfalls auf dem Kahn!! :-))


Hallo niclas,

eigentlich wollte ich als gebĂŒrtiger Sachse nur mal etwas fĂŒr meine selbst ĂŒber Deutschlands Grenzen hinaus wegen ihrer Sprache so arg diskriminierten Landsleute tun. Dass dieser bierernst gemeinte Beitrag so in die Hose geht und wieder nur GelĂ€chter auslöst - das habe ich wirklich nicht gewollt.
;-))

Gruß Ralph
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Deminien
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Dec 2001

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Hallo Ralph,

die Story ist einfach köstlich!


Gruß
Deminien

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Ole
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2001

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Hallo Ralph,

um nicht erneut das Wort "köstlich" zu benutzen, möchte ich die Geschichte mal als "amĂŒsant" einstufen. Weitere VorschlĂ€ge von "Shift-F7" wĂ€ren da: "appetitlich" und "prachtvoll".... da spare ich mir einen Kommentar :-) NatĂŒrlich habe ich die Ernsthaftigkeit der Rahmenhandlung bereits in den ersten Zeilen erkannt. Das Zauberwort "Vectra" verlieh meinem Körper einen ungeahnten Adrenalinstoß. Gibt es denn keine Gegend, die vor Deinen Blicken und spitzen Bleistift sicher ist?

Es war fĂŒr mich keineswegs ĂŒberraschend, daß diese 3 Seiten mein Zwerchfell enorm beanspruchten. Ein echter "Ronneberger" eben!
Danke fĂŒr das LesevergnĂŒgen!

P.S.: mit dem Kahn wird bei mir leider nischt (was sich fĂŒr die Anreise hoffentlich nicht problematisch gestaltet!), wĂŒrde aber gern zur "Abschlußkundgebung" dazu stoßen.

Gruß Ole.

__________________
"...Wir sitzen mit unsern GefĂŒhlen
meistens zwischen zwei StĂŒhlen --
und was bleibt, ist des Herzens Ironie..."

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