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Leselupe.de > Feste Formen
Schattenbild (Sonett)
Eingestellt am 11. 06. 2010 11:05


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Walther
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Schattenbild


Ich war es, der Dich aus der Ferne gr├╝├čte,
Mein Schattenbild entfloh aus fremder Welt,
Ich kam und ging und war nicht mal bestellt.
Und, was ich hinterlie├č, ist leere W├╝ste.

Es war mein Schrei, der aus dem Echo gellt.
Und glaube nicht, dass ich nicht alles w├╝sste!
Ich segelte entlang der schroffen K├╝ste
Und flog im Holl├Ąnder am Himmelszelt:

Ich war Pirat der niedersten Gel├╝ste.
Mein Herzgesicht ist widerlich entstellt.
Es war die Todesbraut, die mich fr├╝h k├╝sste,

Als ich durch wilden Sturm und Hagel d├╝ste:
Du bist mein Licht, weit weg von Ruhm und Geld,
Mein Trost, der selbst mein Scheitern mir vers├╝├čte.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 11. 06. 2010 11:05
Version vom 14. 06. 2010 18:54

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Marlene M.
Guest
Registriert: Not Yet

das ist ein tolles Werk, lieber walter, an dem man noch ein wenig feilen m├╝sste.
Die Aussage, der ewige Schatten des Selbst, dass alles, was man tut, auf einen zur├╝ck f├Ąllt, ist sehr gut beschrieben.
Mir f├Ąllt dazu ein Mann ein, der seinen Weg egoistisch ging und seine Geliebte nicht "mitnahm".
Er fand eine andere, die Todesbraut, die ihm das Leben vers├╝├čte, ihm aber doch die Schuldgef├╝hle nicht nehmen konnte.
Todesbraut wurde sie, weil sie die andere Beziehung zerst├Ârte.

Im Sonett sind einige Stellen, die ich gerne markieren und verbessern w├╝rde, wenn du magst. Zeile 1 schon:
Das Ich soll betont werden, ist es aber nicht durch die Metrik.
Ich war es, der Dich aus der Ferne gr├╝├čte,
Mein Schattenbild entfloh aus fremder Welt,
besser:
mein Schattenbilkd entfloh aus fremder Welt
und gr├╝├čte dich...
es sei denn, dass du bereits hier differenzieren willst zwischen dem Schatten-ich und dem wahren Ich...
Wenn du willst, schreibe ich noch mehr, aber ich bin mir nicht sicher, ob du es willst.
Aus diesem Werk k├Ânnte man ein sehr gutes Sonett machen...
LG von Marlene

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Walther
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Lb. Marlene,

gegen Vorschl├Ąge bin ich durchaus nicht immun, bitte aber zu beachten, da├č die Architektur des Sonetts gewahrt bleiben mu├č. Darauf lege ich in diesem Fall einigen Wert. Es war schwer genug, das lesbar in dieser Form zu gestalten, ohne da├č der Eindruck vermittelt wird, hier erschl├╝ge die Form den Inhalt.

Danke f├╝r Deine Vorschl├Ąge im Voraus. Ich bin schon ganz gespannt.

LG W.
__________________
Walther
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Rhea_Gift
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Hi Walther -

gef├Ąllt mir, aber

Es war mein Schrei, der aus dem Echo gellt.

Vght. + Ggwt.?

IST es nicht der Schrei, der aus dem Echo gellt...?
Oder war er es, der gellte...?
Einfacher ist sicher die 1. Version ins Gedicht einzupassen...

Und - "d├╝ste" - ist zwar witzig, passt aber nicht zum restlichen Sprachstil, des Gedichts - das kommt mir sonst wenig humorig r├╝ber? Da w├╝rd ich was anderes suchen...

Vielleicht:

und heut noch k├╝sst, wenn ich mich tapfer r├╝ste -
Du bist mein Licht (...)

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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HerbertH
???
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quote:
Du bist mein Licht, abseits von Ruhm und Geld,

Hallo Walther, da ich "abseits" auf der ersten Silbe betone,
holpert es hier ein wenig.

Vielleicht f├Ąllt Dir ja hier noch etwas anderes ein

Inhaltlich gef├Ąllt es mir gut.

lG

Herbert
__________________
┬ę herberth - all rights reserved

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Walther
Routinierter Autor
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Lb. Herbert,

selten bezweifle ich Deine Eintr├Ąge, hier schon.

(1) Das Abseits (Fu├čballregel) wird in der Tat, wie Du schreibst, betont.

(2) Ich stehe abseits, im Sinn von entfernt, wird aber auf der zweiten Silbe betont.

Daher ist meine Betonung korrekt, denke ich.

Danke und Gru├č W.

Lb. Rhea_Gift,

der Schrei ist bereits geschrien worden, wenn das Echo gellt, denn jenes kommt eindeutig sp├Ąter.

Danke und Gru├č W.

Lb. Ivor,

das mit den Zeiten ist eine komplexe Angelegenheit.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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