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Leselupe.de > Gereimtes
Schattendasein
Eingestellt am 03. 05. 2010 13:48


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Dany
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Apr 2008

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Schattendasein

Kalt und grausam kann er sein,
der Sonne gnadenloser Schein.
Wirft Hohn und Spott auf dunkle Schatten,
und lÀsst sie in dem Licht ermatten.

Eingesperrt im tiefsten Kerker
trifft der Brand sie nur noch hÀrter.
Winden sich in dĂŒstren Ecken.
Letzte Hoffnung: sich verstecken.

Leise schluchzt der kleine Schatten,
zwischen feuchten, kalten Platten.
Doch der Fels kann ihn nicht schĂŒtzen
vor den grÀsslich hellen Blitzen.

Zwingt das Licht ihn aus den Spalten.
Sagt, er solle sich entfalten.
Darf nicht mehr im Schwarz verweilen.
Muss sofort nach draußen eilen.

Grell und böse lacht der Schein:
„Wie jĂ€mmerlich! Und ganz allein?“
Und dann spricht das fiese Licht:
„Ich schenke dir jetzt ein Gesicht.“

„Ein Geschenk? Wie lieb von dir.“
sagt der Schatten zum Vampir,
der sich still ins FĂ€ustchen lacht.
„Eile dich. Es wird bald Nacht!“

Voller Hoffnung traut er blind,
wie ein naives kleines Kind.
Blickt empor zu dem PrÀsent.
Schweigsamkeit fĂŒllt den Moment.

„Dieser Mensch gehört jetzt dir,
und du hĂ€ngst fĂŒr immer hier.“
Spricht der Schein und lacht gemein.
Weiß er um des Schattens Pein.

Geblendet von des Menschen Blick,
glaubt der Schatten sich im GlĂŒck.
Will ihn lieben und berĂŒhren,
doch kann jener es nicht spĂŒren.

Sieht der Mensch doch nur das Licht
und seinen eigenen Schatten nicht.
WĂŒsste er um dessen Pein,
wÀr der Schatten dann allein?

Doch so lebt das dunkle Wesen
eingesperrt vom Glanz des Bösen.
Kann nicht fliehen, kann nicht schreien,
kann sich nicht vom Mensch entzweien.

Bleibt auf Ewig angekettet,
und vom Hoffnungslicht verspottet.
Und so bleibt ihm nur die Qual.
Denn seiner Lichtgestalt ist er egal.

Nur des Nachts kann er entfliegen
und behutsam bei ihm liegen.
Doch sobald der Tag sich zeigt
ist der Mensch ihm abgeneigt.

Letztlich fĂŒgt der Schatten sich
seinem Schicksal, ewiglich.
Und der Mensch, er sieht es nicht,
wie sein Schatten dran zerbricht.

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