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Leselupe.de > Ungereimtes
Schattenfrauen
Eingestellt am 19. 11. 2005 12:44


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Inge Anna
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Schattenfrauen


Schattenfrauen
f├╝gen sich -
in eingegrabener Bescheidenheit -
meist ergeben
dem Glanzlos
ihnen zugedachter
Nebenrollen.
__________________
Die ├╝ber Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

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Prosaiker
Guest
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wieso bescheidenheit? und wieso ist sie auch noch eingegraben? und was ist mit den armen schattenm├Ąnnern? und wieso f├╝gen sie sich und was k├Ânnte man dagegen tun?
wer wie was ...
liebe gr├╝├če,
Prosa.

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NewDawnK
???
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Hallo Inge Anna,

die gesellschaftliche Anerkennung von Frauen, egal ob sie im Schatten oder im Rampenlicht stehen, ist in der Tat oft recht bescheiden. In dem Punkt hast Du Recht.
Sehr sch├Ân das Wort "Glanzlos" - f├╝r breite Gesellschaftsschichten ist meiner Ansicht nach die Kleinschreibung angebrachter.
Schattenfrauen oder -m├Ąnner sollte man indes nicht untersch├Ątzen. Manchmal regulieren sie recht einseitig die Gef├╝hlshaushalt derer, die ihnen die Sonne nehmen, und manchmal ist gerade deshalb ihre wahre Macht schwer kalkulierbar.
Es kommt immer darauf an, von welcher Seite man gesellschaftliche Klischees betrachtet.

Gru├č, NDK

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebe Inge Anna,

das Wort "Glanzlos" hier in doppelter Bedeutung gef├Ąllt mir gut. Einmal bezeichnet es den fehlenden Glanz, zum anderen das Los, das sie sich gezogen haben.

Sie haben sich selbst eingegraben zusammen mit ihrer Bescheidenheit.

Ja, ich kann Dir zustimmen, ehemals kamen solche Schicksale ├Âfter vor. Heute ist es, glaube ich, eher die Ausnahme. Die Weiblichkeit ist selbstsicherer geworden, und wenn eine Frau wei├č, was sie kann, dann m├Âchte sie daf├╝r auch Anerkennung erhalten.

Allerdings gibt es auch heute noch weibliche Seelen, die hinter einem Mann zur├╝ckstehen.
Bestes Beispiel Ingrid Stampa, die Haush├Ąlterin von Kardinal Joseph Ratzinger, dem derzeitigen Papst.
Sie war Professorin wie er, allerdings in einer anderen Sparte. Sie unterrichtete nicht Theologie sondern an der Musikhochschule das Fach Gamba und war selbst auf dem Wege eine ber├╝hmte Solistin zu werden, als die Schwester von Joseph Ratzinger gestorben war, die ihm bis dahin den Haushalt gef├╝hrt hatte. An Ingrid Stampa erging die Bitte, dieses Amt zu ├╝bernehmen. Sie hat ihre Laufbahn komplett aufgegeben, kocht f├╝r den Papst, musiziert mit ihm, ├╝bersetzt die polnischen Schriften von Johannes Paul II ins Italienische. Sie ist also keine Haush├Ąlterin im ├╝blichen Sinne. Jeder wei├č auch, dass die Beiden wie zwei verwandte Seelen miteinander umgehen, aber in seinem Schatten steht sie dennoch seit nunmehr 15 Jahren, allerdings glaube ich, dass sie sich dabei wohl f├╝hlt.

Ich glaube hier findet man Beides. Die Bescheidenheit und die Freude, nicht selbst im Mittelpunkt stehen zu m├╝ssen.

In Hinblick auf diese Schattenfrauen, die es wirklich einmal in gro├čer Zahl gegeben hat, finde ich Deinen Text sehr gelungen.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena
PS. Danke f├╝r Deine Mail!
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Inge Anna
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Schattenfrauen

Hallo Prosa,
Dein wer-wie-was l├Ąsst mich nachdenken.
Danke f├╝rs Trotzdem-Lesen.
Lg
Inge Anna
__________________
Die ├╝ber Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
(Heinrich Heine)

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Inge Anna
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Schattenfrauen

Hallo NDk,
danke f├╝r Deine Ausf├╝hrungen zu meinem Kurztext. Schreibt sich dieses Glanzlos wirklich klein? - text-angepasster - so meinst Du es wahrscheinlich.
Lieben Gru├č von
Inge Anna
__________________
Die ├╝ber Nacht sich umgestellt, zu jedem Staate sich bekennen, das sind die Praktiker der Welt; man kann sie auch Halunken nennen.
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