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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Schattengestalten
Eingestellt am 14. 10. 2002 16:09


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Meyra
Wird mal Schriftsteller
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Schattengestalten

Mein Name ist Kathrien. War er auf jeden Fall einmal. Jetzt, jetzt wei├č ich nicht mehr, was er ist. Vielleicht habe ich jetzt keinen Namen mehr. Wahrscheinlich sogar.
Einmal im Leben kommt der Tag, an dem du die Grenze ├╝berschreitest. Bei mir passierte dies, als ich 9 Jahre alt war. Die Folge dessen war, dass ich nun nur noch ein Schatten meiner Selbst bin. Manche w├╝rden dazu "der Geist" sagen, andere "die Seele" und wahrscheinlich haben beide recht. Und es gibt wiederum andere, die denken, das wir die Schatten der Verstorbenen sind. Dass wir selbst im Leben lebten, als Schatten. Und dieses Bild wechselt, wenn der dazugeh├Ârige Partner verstirbt, die Existenzform. Wird zu etwas, wie einem Geist, einem Gespenst. Was auch stimmen mag, es ist mir gleich. Es ist sch├Ân hier, als Geist oder Gespenst. Was auch immer. Du kannst schweben, fliegen, zuschauen, ohne gesehen zu werden und du kannst tun und lassen was du willst, ohne das dir jemand die Schuld daf├╝r gibt. Denn sie sehen dich nicht.

Ihr wollt wissen, wie es passierte? Wie ich umkam? Als ob das noch wichtig ist. Es passierte einfach. Ob es nun ein Unfall war, ein Auto mich ├╝berfuhr oder ich sogar ermordet wurde. Es kommt doch das Gleiche dabei heraus. Ich bin tot! Aber dass, was wichtig ist, wollt ihr wahrscheinlich nicht wissen. Wie es mir geht! H├Ąttet ihr gefragt? Wahrscheinlich nicht. Weshalb auch? Ihr lebt - und ich bin tot! Tote k├Ânnen nichts f├╝hlen! Und trotzdem weint ihr an meinem Grab. Sagt Worte wie: "Und dies und jenes kann sie nicht mehr tun." Obwohl das doch unwichtig ist. Wer sagt, dass ich das nicht kann und wer sagt, dass ich das ├╝berhaupt noch will? Ihr trauert doch nicht um mich. Ihr trauert ├╝ber euch selbst. Wenn ihr diese Worte sagt, meint ihr doch eigentlich: "Ich kann ihr nicht mehr zusehen, wenn sie dies und jenes macht". Dar├╝ber trauert ihr. Nicht ├╝ber mich. ├ťber euch! Und ihr sagt: "Ich vermisse sie". Und m├╝sstet doch eigentlich wissen, das ich immer bei euch sein werde. Dass ich euch nicht verlassen w├╝rde. Ich bin hier! Ihr seht mich nicht, aber ist das wichtig? Ihr k├Ânnt mit mir reden, mit mir lachen, obwohl ihr doch nie mehr wieder ein Wort von mir h├Âren werdet. Aber ich h├Âre euch. Ich h├Âre zu. Und ist es nicht das, was ihr wollt, wenn ihr an mein Grab kommt? Das ich euch zuh├Âre? Ich kann dies tun, aber wollt ihr das auch?

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Sergey
One-Hit-Wonder-Autor
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Danke

Hallo !

Ich bin sprachlos. Die Geschichte geht echt unter die Haut. Sie hat so viele Aspekte, mit denen ich mich idenifizieren kann. Eine interessante Idee aus der Perspektive eines Toten zu schreiben. Bis auf einige "dass" Fehler, die problemlos ├╝berarbeitet werden k├Ânnen, eine klasse Kurzgeschichte.

Ich freue mich mehr davon zu lesen

Gru├č

Sergey
__________________
Ab und zu erscheinen uns offensichtliche Dinge so fremd und kompliziert, dass wir ├╝ber das Simple darin hinwegsehen und verkrampft nach einer der h├Âheren Logik gem├Ą├čen L├Âsung suchen

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Michael Schmidt
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Liest sich etwas spr├Âde, k├Ânntest du dran feilen.

Kannst du mir folgenden Abschnitt erl├Ąutern:
Und es gibt wiederum andere, die denken, das wir die Schatten der Verstorbenen sind. Das wir selbst im Leben lebten, als Schatten. Und dieses Bild wechselt, wenn der dazugeh├Ârige Partner verstirbt, die Existenzform. Wird zu etwas, wie einem Geist, einem Gespenst.

Verstehe ich nicht.

Ach ja sch├Âner Name dieser Kathrien

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Meyra
Wird mal Schriftsteller
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@ Sergey:
Ach ja, meine "dass" Fehler... *g* Eigentlich kann ichs ja (m├╝sste es auf jeden Fall). Aber bei mir ist es so, dass ich immer das Gegenteil vom Richtigen mache. Also versuch ich immer wiederrum das Gegenteil zu machen... ist ja klar, dass ich dann immer wieder alles verdrehe und das dann so was rauskommt... *seufz* Ich werd noch mal schaun, vielleicht schaff ichs ja noch... *g*

@Michael Schmitt:
Spr├Âde? Was willst du denn damit sagen???

>Und es gibt wiederum andere, die denken, das wir die Schatten der Verstorbenen sind. Das wir selbst im Leben lebten, als Schatten. Und dieses Bild wechselt, wenn der dazugeh├Ârige Partner verstirbt, die Existenzform. Wird zu etwas, wie einem Geist, einem Gespenst.

Ich wei├č jetzt nicht, was du daran nicht verstehst... also der Schatten; vom Licht halt; wenn Licht auf einen Menschen f├Ąllt, dann kommt da hinten doch so n Schatten raus...
Ich kann nicht gut erkl├Ąren, dass ist mir schon klar, aber soo schwer hab ich mir diesen Absatz nicht vorgestellt, zu lesen... (Sollte jetzt keine Beleidigung sein!)

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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
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Mit spr├Âde meine ich, du k├Ânntest noch etwas am Leseflu├č feilen. Siehst du auch am herauskopierten Absatz.

Zum Absatz:
Wer denkt sie sind Schatten? Oder sind sie Schatten?
Wie kann man als Schatten leben? Und wo ist der Unterschied in der Existenzform? Nur das Schweben und Umherfliegen? Wo fliegen sie her?

Der Ansatz der Geschichte ist ganz nett, du solltest nur deine "Welt" etwas mehr ausformulieren.

Gru├č,
Michael Schmidt

( mit dt, rheinischer Adel)

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Meyra
Wird mal Schriftsteller
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Nun, sie kennt ja ihre Welt selbst nicht einmal richtig. Oder besser gesagt, ich kenne sie nicht. Wie kann ich dann etwas scheiben, von dem ich keine Ahnung habe? Wie soll ich die Welt anmalen, wenn ich nicht wei├č, welche Farben sie hat?

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