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Leselupe.de > Ungereimtes
Scheideweg
Eingestellt am 17. 07. 2004 22:40


Autor
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Cyrano
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jun 2004

Werke: 18
Kommentare: 12
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Scheideweg

Auf der in grau
geh├╝llten Br├╝cke steht
mit sorgdurchfurchtem Gesicht
ein Alter.

Er steht, ganz unger├╝hrt,
an der Stelle,
die auf die andere Seite f├╝hrt.
In seiner Brille spiegelt sich
das warme Sonnenlicht.

"Dort willst du hin?"
so fragt er dich,
"und was willst du erreichen?
Haben sie auch andere Namen,
sind die St├Ądte
doch die gleichen.
Ich, ich halt dich nicht,
geh doch nach dr├╝ben!
Suche dort dein Gl├╝ck
Ist, als sei┬┤st du hiergeblieben,
kommst dann vielleicht zur├╝ck."

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

lieber Cyrano,

das ist ein sch├Ânes Gedicht und passt wunderbar in Lebenszeiten, denn genau das sind Gedanken, die man sich in einsamen Stunden ├╝ber das Leben macht.
Der alte Mann, der Scheideweg, das ist ein sehr stimmiges Bild. Denn am Ende unseres Lebens werden die Fragen bestimmt nicht weniger.
Der Reim wird von dir sehr sporadisch gesetzt und wirkt ein wenig halbherzig.

LG
Sandra

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Wilhelm Riedel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 73
Kommentare: 172
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Hallo Cyrano,
ohne Zweifel ein sch├Ânes Gedicht, das du geschrieben hast. Altersweisheit.
Aber ist das wirklich Weisheit, was der alte Mann verk├╝ndet. Es lohnt nicht, sich zu bewegen. Man findet ├╝berall dasselbe, was man hier hat.
Selbst wenn es wirklich so ist, dr├╝ckt sich darin nicht Weisheit aus, sondern Niedergeschlagenheit. Das zeigt sich auch darin, dass das Gesicht des Alten von Sorgen durchfurcht ist.
Du hast also ein sch├Ânes Gedicht dar├╝ber geschrieben, dass es sich nicht lohnt zu leben.

Gr├╝├če von Wilhelm.
__________________
Wilhelm Riedel

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Gabriele
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2004

Werke: 90
Kommentare: 271
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Hsllo Cyrano,
dieses Werk gef├Ąllt mir gut, es besticht vor allem inhaltlich und durch die knappe Wortwahl, finde ich.
Ein paar Kleinigkeiten haben mich beim Lesen aber doch gest├Ârt; zum Teil lag das auch nur an den Zeilenumbr├╝chen und Beistrichen, die ich etwas anders setzen w├╝rde, z.B. so:

"Auf der in grau
geh├╝llten Br├╝cke steht
mit sorgdurchfurchtem Gesicht
ein Alter.

Er steht, ganz unger├╝hrt,
an der Stelle,
die auf die andere Seite f├╝hrt.
In seiner Brille spiegelt sich
das warme Sonnenlicht.

"Dort willst du hin?"
so fragt er dich,
"und was willst du erreichen?
Haben sie auch andere Namen,
sind die St├Ądte
doch die gleichen.
Ich, ich halt dich nicht,
geh doch nach dr├╝ben!
Suche dort dein Gl├╝ck
Ist, als sei┬┤st du hiergeblieben,
kommst dann vielleicht zur├╝ck."

Was mich noch irritiert hat:

das Wort sorgdurchfurcht - vielleicht sorgenzerfurcht?

statt "und was willst du erreichen?" vielleicht "was willst du dort erreichen?"

Ist, als sei┬┤st du hiergeblieben,
kommst dann vielleicht zur├╝ck."

Dieser Schluss hinkt, wenn ich ihn lese, ein bi├čchen; vielleicht findest Du da noch eine besser L├Âsung?
Ansonsten Kompliment!
Gru├č, Gabriele

__________________
Be yourself - no matter what they say!

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Perle
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo cyrano,

ich kann Gabriele nur zustimmen, auch mir gef├Ąllt es gut und doch komme ich auch nach mehrmaligem Lesen immer noch ins Gr├╝beln. Wer steht hier am Scheideweg? Er sagt: " dort willst du hin, so fragt er dich", meint er sich , dich, oder den Leser? Ich finde es sehr interessant, dass so viele Deutungsm├Âglichkeiten gegeben sind.

"Sorgdurchfurcht" empfinde ich ├╝brigens als sehr getroffen, w├╝rde es nicht ├Ąndern.

Mit dem Schlu├č dagegen habe ich so meine Probleme:
"Suche dort dein Gl├╝ck
ist als sei`st du hiergeblieben
kommst dann vielleicht zur├╝ck"

Wieso ist er "hiergeblieben",wenn er doch geht? Muss man da nicht ein Teil von sich zur├╝cklassen (Wie es in einem Lied so sch├Ân hei├čt: Ich hab noch einen Koffer in Berlin.), um einen Grund zu haben wiederzukommen?

Dar├╝ber muss ich noch weiter nachdenken. Werde als dein Gedicht sicher noch mal lesen.
Danke daf├╝r
sagt Perle


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Cyrano
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jun 2004

Werke: 18
Kommentare: 12
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Vielen dank f├╝r die vielen ( und dann auch noch positiven:-) Antworten...

Die Zeile "Und was willst du erreichen" werde ich ├Ąndern, mir gef├Ąllt "was willst du dort..." ebenfalls
besser.

Das Ende sagt f├╝r mich aus, dass es letztendlich wahrscheinlich keinen Unterschied macht, ob man jetzt hier oder dort lebt, nicht unbdingt r├Ąumlich betrachtet, logischerweise. Warum also die letzte Zeile, dass m├Âgliche Zur├╝ckkommen? Die Antwort liegt f├╝r mich darin, dass es eben nur wahrscheinlich egal ist.Ich h├Ątte statt der m├Âglichen R├╝ckkehr ebenso das einschlagen eines neuen Weges setzen k├Ânnen, dann w├Ąre aber wohl der Klang des Gedichtes dahin gewesen. Man kann eben nicht zu 100% sicher sein, dass es letztlich egal war, wo man gelebt, und was man gedacht, oder gemacht hat.Derzeit sieht es f├╝r mich oftmals so au├č, und entsrechende Grundtendenzen weist das gedicht auf, ein Endg├╝ltiges Urteil kann man sich aber erst erlauben, wenn man sein Leben zum letztm├Âglichen Zeitpunkt r├╝ckblickend betrachten k├Ânnte.Vorher zu behaupten, es g├Ąbe keinen Sinn, w├╝rde bedeuten, ohne Komplette Kenntnisse wenigstens der eigenen Sachlage ein vernichtendes Urteil abzugeben... wahrscheinlich wird man auch am Ende zu keinem Ergebnis kommen, aber auszuschlie├čen ist es nicht.

So, um nicht weiter abzuschweifen, beende ich meinen Beitrag jetzt mal...

mfg

Cyrano

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