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Leselupe.de > Ungereimtes
Scheinbar getrennt
Eingestellt am 02. 08. 2005 19:42


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Vera-Lena
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Scheinbar getrennt

Als ein Tropfen
bin ich
aus dem Kelch
deiner Liebe
gesprungen
nicht achtend
wohin
ich fallen werde
aber immer
wissend
dass ich
nicht
verloren bin




__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Rhea_Gift
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Hi Vera-Lena,

wirklich gelungenes Bild - sehr knapp und doch schön auf den Punkt gebracht. Und ohne dem Schöpfer/der Schöpferin einen Titel zu verleihen - läßt Gottlosen wie mir dies Bild auch gefallen, da ich nicht zwanghaft "Gott" einsetzten muss...

LG, Rhea

PS: Mußte somehow Rilke gedenken, das alte Kelchbild einfach immer wieder schön, wie ich finde...
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...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Vera-Lena
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Liebe Rhea,

das freut mich, dass der Text ankommt, auch wenn das DU nicht definiert ist.

Bei Rilke muss ich gleich einmal nachschlagen. So Vieles fällt mir bei ihm ein, aber an den Kelch erinnere ich mich nicht.

Danke für Deine Antwort,die mir bestätigte, was ich erhofft hatte.

Dir noch einen schönen Abend!
Liebe Grüße von Vera-Lena
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Rhea_Gift
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Meinte auch nicht "Kelch" als Titel, sondern als Bild, dass auch er gerne benutzte... Viel Spaß beim Suchen *grins*

Netten Abend + WE,

LG, Rhea
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Perry
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Hallo Vera-Lena,
ein wunderschönes zartes Liebesgedicht, an dem mich allerdings 3 Kleinigkeiten ein wenig stören:
"scheinbar getrennt"ist mir zu sachlich,
"gesprungen" für einen Tropfen eher unüblich und
"deine Fülle" könnte auch zweideutig sein.
Vorschlag:
Aufgefangen

Als ein Tropfen
bin ich
aus dem Kelch
deiner Liebe
gefallen
wohl wissend
dass mich
dein Mund
wieder
auffängt
LG
Manfred

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Vera-Lena
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Lieber Manfred,

es ist schon so, wie Rhea-Gift es auch geselesen hat, das Wort "Gott" also die nähere Bezeichnung des "DU" hatte ich vermieden.

Geschrieben habe ich es aus dem Empfinden von Gottesnähe heraus. Als es fertig war, dachte ich, Liebe ist Liebe ob nun zwischen Gott und Mensch oder zwischen Menschen untereinander und es könne auch als "Liebesgedicht" verständlich sein.

Aber nun sehe ich, dass es damit nicht so einfach ist.

Aus dem Kelch der Liebe Gottes habe ich extra geschrieben, bin ich "gesprungen", denn nicht Gott wollte, dass ich mich von Ihm entferne, sondern ich wollte das absichtlich, nämlich um ihn aus einer gewissen Distanz heraus besser betrachten zu können.

Nun lebe ich in dieser "Entfernung" und leide, was alle Menschen leiden müssen, aber ich weiß, dass Er mich eben nicht hat fallen lassen, sondern dass ich Ihn sogar hier und jetzt wahrnehmen kann, wenn ich mich darauf konzentriere, weil er der Eine in Allem ist, also die ganze Fülle des Seins, und deshalb sogar in mir selbst anwesend ist. So kann ich mir selbst tröstend sagen: ich bin nur scheinbar von Ihm getrennt, obgleich ich natürlich doch sehr entfernt bin von Ihm.

So weit die theologische Seite. Wenn man es als ein "Liebesgedicht" ansehen will, würde ich sofort deine Version übernehmen. Sie sagt aus, dass der Liebende und Geliebtwerdende sich nicht absichtlich, sondern durch irgendwelche Umstände, besonderen Situationen aus dem Geliebtwerden herausgenommen hat aber nur so weit von Kelchrand bis Mund, so dass eigentlich gar kein Gedanke aufkommen kann, dass diese Liebe zerstört werden könnte.
Es ist fast so wie eine Neckerei zwischen Liebenden, und dann passt der Titel überhaupt nicht, da hast Du recht.

Ja, es ist etwas ganz Neues entstanden und man müsste einen neuen Titel finden.

Jetzt sehe ich, du hast ja auch schon einen Titel gefunden. da das Wort "auffangen" schon als letztes Wort vorkommt, müsste man vielleicht doch noch etwas Anderes finden. Wie wäre es mit "Unverloren", obgleich das "un" auch nicht so schön ist.

Ja, was nun???
Dein Gedicht gefällt mir, muss ich jetzt unbedingt sagen.

Leider kann ich es nicht anstelle des ursprünglichen übernehmen, weil ich doch diese religiöse Aussage von Gottesnähe und Gottesferne machen wollte.

Schade, schade!

Danke, dass du mir diesen schönen Text geschenkt hast. Er sagt mir auch etwas und ich finde ihn sehr schön. Kelch und Mund, auf die Idee war ich überhaupt nicht gekommen, dabei ist es so naheliegend.

Ich danke Dir herzlich.
Dir noch einen schönen Abend und ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße von Vera-Lena




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