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Leselupe.de > Kurzprosa
Scheinmonster
Eingestellt am 13. 09. 2005 21:02


Autor
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Sun Kiss
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jun 2005

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Gestresst von einem langen Schultag bahne ich mir den Weg durch die Menschenmassen. Ich schreite davon, Hauptsache so schnell wie m├Âglich nach Hause. Doch pl├Âtzlich bleibe ich stehen. Betrachte die Menschen um mich herum. Noch nie ist mir das aufgefallen.
Sie sind Monster. Scheinmonster.
Jeder von ihnen tr├Ągt eine Maske, will sein wahres Gesicht nicht an die Sonnenstrahlen bringen, die am heutigen Tage so sch├Ân auf der Haut prickeln. Ich schaue sie mir genau an. Alles scheint perfekt zu sein. Doch was verbirgt sich dahinter?
Die Neugierde packt mich. Ich erw├Ąhle mir ein Opfer. Jetzt will ich das einfach wissen. Ich laufe ganz unscheinbar in seine Richtung und dann versuche ich ihm die Maske abzurei├čen. Doch mit aller Kraft schl├Ągt er mich von sich und schreit mich an. Schlussendlich l├Ąuft er dann schnell fort. Ich liege auf dem Boden, keiner hilft mir wieder hoch.
M├╝hsam rackere ich mich auf und laufe Richtung Stra├čenbahn. Auch da bietet sich mir das gleiche Schauspiel. Vor was haben die Menschen Angst? Pl├Âtzlich f├╝hle ich mich hier auf dieser Welt unglaublich unwohl. Was soll ich von diesen Menschen halten?
Endlich, hier muss ich aussteigen. Ich eile nach Hause, wenigstens dort kann ich mich sicher f├╝hlen. Endlich bin ich an der T├╝r angelangt, schlie├če sie auf. Dann gehe ich ruhig Richtung Gaderobe.

Unachtsam lasse ich den Schl├╝ssel fallen,

als mein Blick in den Spiegel f├Ąllt.
__________________
Du hast die Wahl: Entweder du entscheidest dich f├╝r den leichten - oder den richtigen Weg.

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nachtsicht
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2005

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Hi Sun Kiss.

Versuchs mal ohne die vielen adjektivierten Verben. "Eilig schreite" und so weiter. Klingt nicht gut. Spricht niemand aus, daf├╝r aber dann Dinge wie "Na dann, vielen Dank.", das passt nicht zusammen.

Nachtsicht.

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Sun Kiss
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jun 2005

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Hallo!
Danke f├╝r den Hinweis. Ich habe das "Na dann, vielen Dank." gestrichen, jedoch brauche ich dieses "Eilig" gerade an dem Punkt ja. Sonst h├Ârt es sich nicht gut an. Au├čerdem will ich damit ja betonen, dass ich zwar schnell nach Hause will, aber dass ich dann etwas entdeckt habe, das mir es Wert schien, stehen zu bleiben.
Abgesehen davon habe ich auch nur noch ein adjektiviertes Verb gefunden, das etwas zu ├╝berzogen klang, der Rest ist denke ich so okay.
Danke.

Sun Kiss
__________________
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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

wow! ich konnte mich genau wiederfinden in dem text.

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Anhalli
Hobbydichter
Registriert: Sep 2005

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Scheinmonster

Hallo Sun Kiss,

ein sch├Âner Text, der teilweise surrealistische Elemente zeigt. Drei Sachen st├Âren mich, aber ich denke, die kannst du ├╝berarbeiten, wenn du m├Âchtest. 1.Kann jemand eilig schreiten? Ich glaube kaum, dies ist schon ein Widerspruch in sich.Wenn du schreibst "Schnell nach Hause, Hauptsache nach Hause" treibt das die Handlung schon genug voran.
2.Fast rennend eilen, ist auch eine ungl├╝ckliche Aktion. Ich w├╝rde in einem solch kurzen Text auf Wiederholungen unbedingt achten(eilen). Es gibt f├╝r jedes Verb ein anderes, wenn nicht sogar besseres.
3."Ist Perfektion wirklich so wichtig, dass man sein wahres Gesicht nicht zeigen mag?" Klingt f├╝r mich nach Autorenkommentar.Wir alle wissen, dass Menschen sich maskieren, egal aus welchen G├╝nden.
Gelungen finde ich den Schluss, sehe ich richtig angedeutet, dass du dich im Spiegel auch als Monster erkennst?
Das passt gut zum gesamten Text.
"Umachtsam" ist ├╝berfl├╝ssig, wie w├Ąre es mit "der Schl├╝ssel f├Ąllt mir aus der Hand, als ich in den Spiegel blicke."
Kannst du damit etwas anfangen?
Anhalli

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Sun Kiss
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jun 2005

Werke: 34
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Hi Anhalli,
du hast recht, ich habe den Text deswegen noch nen bisschen ausgebessert. Das 'Unachtsam' will ich da aber stehen lassen...
Ja, hast richtig erkannt.
Dankesch├Ân.

Sun Kiss
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sohalt
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

Werke: 49
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Bisschen abgegriffen, das Bild. Aber h├╝bsches Ende.
__________________
.A mesure qu'on a plus d'esprit, on trouve qu'il y a plus d'hommes originaux. Les gens du commun ne trouvent pas de diff├ęrence entre les hommes. (Pascal)

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