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Leselupe.de > Gereimtes
Scheitelpunkt
Eingestellt am 05. 05. 2009 15:49


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Walther
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Scheitelpunkt


Mein Leben ist wie Shampooschaum,
Ich sage es und glaub es kaum,
Wie die Frisur, die doch nicht hÀlt,
Weil sie im Nu zu Stroh zerfÀllt.

Ich hab es wieder nicht geschafft,
Mit Tonnen von Dreiwettertaft,
Dass meine Haare richtig halten.
Ich trotze gerne den Gewalten,

Selbst Dauerwellen helfen nicht:
Der Scheitel fÀllt mir ins Gesicht,
Am Hinterkopf, da wellen Dellen:
Das kann das Dasein schon vergÀllen!

Ich nehm den Spiegel und den Kamm:
Der Kopf, bewehrt mit einem Damm
Geordnet so wie die Bewegung
Des Kamms, verweigert sich der Hegung:

Die Fratze ist mein Spiegelbild.
Ich fĂŒhr nichts Gutes mehr im Schild.
Mein Leben will ich jetzt beenden.
Kein grader Scheitel wird’s noch wenden.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 05. 05. 2009 15:49

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MarenS
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Das Fratze? Verschreiber oder bin ich denkbefreit?

GrĂŒĂŸe von Maren

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presque_rien
???
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Hahaha, gefÀllt mir auch richtig gut!

Besonders:

"Mein Leben ist wie Shampooschaum" - Assoziation zum altbekannten "TrÀume sind SchÀume", aber originell geneuert.

"Weil sie im Nu zu Stroh zerfĂ€llt." - Assoziation zum strohigen Haar und diesem Spiel wo man die einzelnen StĂ€bchen vorsichtig rausziehen muss, ohne dass das Ganze zerfĂ€llt... Mist, wie heißt das nochmal??

"Mit Tonnen von Dreiwettertaft"

"Selbst Dauerwellen helfen nicht:
Der Scheitel fÀllt mir ins Gesicht,
Am Hinterkopf, da wellen Dellen:
Das kann das Dasein schon vergÀllen!" Meine Lieblingsstrophe - herrlich!

"Der Kopf, bewehrt mit einem Damm"


Fragen:

"Geordnet so wie die Bewegung
Des Kamms" - hab ich nicht kapiert

"Ich trotze gerne den Gewalten,
Selbst Dauerwellen helfen nicht:" - Diese Verse, mit einem Komma verbunden, passen fĂŒr mich nicht zusammen. Es mĂŒsste "doch selbst" heißen - aber dann passt das Versmaß wieder nicht. hmmmm


Lg presque

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Walther
Routinierter Autor
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Hallo Presque-rien,

ich habe Deine Frage nicht vergessen! Zuerst lieben Dank, daß Du diesem bösen Text die lakonische GehĂ€ssigkeit angesehen hast. Ich habe an den Damen und Herren eben kein gutes Haar lassen wollen.

Zu Deiner Frage: Die Bewegung des Kamms ist bei der "normalen" Frisur "geordnet", der Strich geht in die Richtung, in die die Widerspenstigen gezĂ€hmt werden sollen. Dabei tĂŒrmen sich gelegentlich "DĂ€mme".

Dauerwellen haben, das liegt in der Natur ihres Eingebranntseins, einen hohen Widerstandswert gegen Wind und Wetter. Sie springen, nachlassend allerdings, immer wieder in die alten Korkenzieherlock.enform zurĂŒck. Sie selbst trotzen den Gewalten insofern, daß glatte Haare die Innentendenz zur GlĂ€ttung haben, egal welcher Damm und welche Lockenkunst sich wie auf.wellen.

Das mit dem "Doch" verstehe ich nicht, weil es in diesem Vers ein FĂŒllwert wĂ€re, das der Dichter in seiner Freiheit auch weglassen kann - meiner unmaßgeblichen Meinung nach.

Danke fĂŒr Deine Hineise und alles Gute.

LG W.

Liebe Marie-Luise,

das LyrIch spielt mit dem Gedankengang, fĂŒhrt ihn aber nicht aus. Es hatte das nie vor. Also keine Angst, hier ist das Wort böse Satire, der Humor rabenschwarz.

Danke fĂŒr Dein MitgefĂŒhl, aber es galt einem Text, der eigentlich mit einigen TodsĂŒnden jongliert hat, mit dem Ziel, sie ad absurdum zu fĂŒhren.

Bester Gruß W.

Lb. Vera-Lena,

Gemeinhin mordet man sich gerne
Ja in nicht allzu weiter Ferne.
Denn eines will man nicht vermissen:
Die Umwelt, diese fĂŒhle sich beschissen.

Also: Der AnkĂŒndigung wird jedenfalls vorerst keine Tat folgen.

Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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