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Leselupe.de > Feste Formen
Schenken
Eingestellt am 22. 10. 2011 19:11


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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 860
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Schenken

Die Kunst, das richtige Geschenk zu finden,
Erfordert stets die Ă€ußerste Finesse
Und lÀsst gar manchen Schenker schier sich winden
Vor seiner Liebsten. Wie er sich vermesse,

Ihr solchen Schund zu schenken, zu verkĂŒnden,
Sie brÀuchte dieses Puder, sei so blass,
Sie sei doch wohlgebrĂ€unt! Und welche SĂŒnden
Der Kerl vor ihr verstecke, das sei krass!

Ich schweige still und lass mich von ihr schinden.
Warum? Ich kann's nicht sagen. Ich vergaß
Noch jede ihrer SĂŒnden. Anzubinden
Vermochte ich sie nie, auch nicht als Spaß.

Warum bin ich beim Schenken immer schuld?
Doch jetzt verlier ich endlich die Geduld!


Rezitation:

Version vom 22. 10. 2011 19:11
Version vom 01. 11. 2011 17:52

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gitano
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Herbert!
...diesmal also englisch.
MĂ€nner beschenken Frauen...Fallstricke und geschlechterspezifische (PrĂ€gungen?)InkompatibilitĂ€t in der Aufassung von Freude ĂŒber Geschenke...Ja, die Weihnachtszeit rĂŒckt wieder nĂ€her!

Ich persönlich bin ein Freund der verdichteten und der argumentierenden (Hintergrund erhellend) Sonettsprache...Freund William lĂ€ĂŸt grĂŒĂŸen!
Ja ich wĂŒrde sogar soweit gehen daß ich die (rhethorisch) argumentierende Sprache als eine typische Sonettsprache sehe verstehe.

In diesem Sinne ist S3 fĂŒr mich eine Freude.
In S1 lese ich weniger Esprit und erzÀhlend..ab Z2
Die Sichtweise in S2 im Sinne von MißverstĂ€ndnissen: also "uminterpretierte Bedeutungen" von Geschenken, ist eine schöne inhaltliche Idee aus der sich sicher mehr machen lĂ€ĂŸt (Dichte, Witz...,Klang)

Der Schluß will daher auch noch nicht so recht zĂŒnden...obwohl er passen könnte wenn die Rede davor die Spannung aufbaut. Ein Korkenknall wĂ€re dann schön

Über Ă€ußere Formalia mĂŒssen wir hir nicht lange debatieren - die kennst Du.

...und die Kritik der inneren Aspekte des Textes zeigt Dir sicher an, daß meine Kritik eher auf die Optimierung der Freude gerichtet ist - in einer Textform die wir lieben.

GrĂŒĂŸe aus dem Taunus
gitano

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Lieber gitano, lieber Walther,

ĂŒber die Anregungen muss ich zunĂ€chst mal in Ruhe nachdenken.

Auf jeden Fall Danke fĂŒr die Kommentare!

Liebe GrĂŒĂŸe

Herbert

PS: ugs. ist "das Puder" ist m.W. OK.... und es soll sich ja nach gesprochener Rede "anhören" . Ausserdem ist "der Puder" nach meinem VerstĂ€ndnis eher die sĂŒddeutsche Variante .
__________________
© herberth - all rights reserved

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Label
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Lieber HerbertH

schönes Thema, das obendrein noch die geschlechtsspezifischen Vorurteile streichelt

Eugen Roth hat gedichtet "Das Rechte nach Bedarf zu schenken, macht's immer nötig scharf zu denken"

Mir fiel auf, dass die Quartette aus der Sicht eines Beobachters
sind, danach ist da plötzlich ein LyrI.
Beabsichtigt?
Mir gefiele es besser, wenn alles aus der Beobachtersicht wÀre.
Schau mal:

Die Kunst, das richtige Geschenk zu finden,
Entbehrt nicht jeder nötigen Finesse
Und lÀsst gar manchen Schenker schier sich winden
Vor seiner Liebsten. Wie er sich vermesse,

Ihr solchen Schund zu schenken, zu verkĂŒnden,
Sie brÀuchte dieses Puder, sei so blass,
Sie sei doch wohlgebrĂ€unt! Und welche SĂŒnden
Der Kerl vor ihr verstecke, das sei krass!

Er schweigt ganz still und lÀsst sich von ihr schinden.
Warum? Ich kann's nicht sagen. Er vergaß
Noch jede ihrer SĂŒnden. Anzubinden
Vermochte er sie nie, auch nicht als Spaß.

Doch jetzt verliert er endlich die Geduld!
Warum ist er beim Schenken immer schuld?

mit lieben Gruß
Label
__________________
sie lasen soeben die buchstabenfolge, zensiert nur von eigener meinung

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Liebe Label,

danke fĂŒr den mitfĂŒhlenden Kommentar und Deinen Vorschlag. Ich habe eine Weile darĂŒber nachgedacht. Die dritte Person gefĂ€llt mir nicht so gut wie die erste. Denn als LyrI kommt das zunehmende Aufbegehren gegen diese schreiende Ungerechtigkeit stĂ€rker heraus, denke ich.

Eugen Roth wusste anscheinend auch, wovon er schrieb

Liebe GrĂŒĂŸe

Herbert
__________________
© herberth - all rights reserved

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