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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Schicksal
Eingestellt am 27. 06. 2002 14:56


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Zimbra18
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2001

Werke: 8
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Irgendwo zwischen hier und dort liegt in greifbarer Nähe das Geheimnis zu einem neuen Anfang. Vielleicht liegt dies ja hinter dem Horizont, fern ab dieses Moments. Irgendwo zwischen hier und dort liegt die Hoffnung auf ein Leben, welches dem Nichts entfliehen kann, welches die Kraft besitzt, dem Absurden seine Macht streitig zu machen.
Leben – nein, wir leben nicht! Lebendig k√∂nnen wir nicht sein, denn wir sind gefangen im Netze unseres naiven Ichs, sorgf√§ltig gesponnen durch unser Schicksal, durch unseren Glauben, etwas zu bedeuten. Nichts bedeutet etwas, das Nichts ist allm√§chtig, bel√§chelt den Menschen, der vergebens versucht, den Kampf aufzunehmen. Wie nutzlos alles Bestreben, wenn Gef√ľhle ein Nichts sind, wenn Werte ohnehin ungebraucht im Sande versinken.
Tod – nein, tot sind wir nicht! Tot k√∂nnen wir nicht sein, denn ohne unser l√§hmendes Dasein, ohne Existenz g√§be es das Nichts nicht. Es w√ľrde ewig in den Tiefen des Ozeans schlummern und zwecklos warten, bis es irgendwann aufgrund seiner Nichtigkeit seinen letzten Atemzug nimmt. Doch das Nichts kann nicht nicht existieren.
Sein – ja, wir sind!! Im Angesicht des Todes versuchen wir, nach Leben zu streben. Be√§ngstigende Vorstellung, weder leben noch sterben k√∂nnen wir. Wir m√ľssen sein, auf ewig verdammt, auf ewig ungl√ľcklich, ein z√§hes Werden. Doch wenn wir uns der Sinnlosigkeit unseres Wesens stets bewusst sind, wenn wir uns als Mittel zu einem gro√üen Zweck sehen, aus dem wir keine Fr√ľchte ernten k√∂nnen, sind auch wir in der Lage, in der Stunde unseres Todes das Gl√ľck zu erhaschen. Neuer Anfang. Hinter dem Horizont. Wir sind. Das Nichts lebt. Schicksal.

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soleil
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Hallo Zimbra,

das ist ein ausgezeichneter, kleiner philosophischer Essay, aber keine Kurzgeschichte, zumindest nicht nach meinen Kriterien, auch wenn ich diese weit fasse.

Liebe Gr√ľ√üe
Soleil

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