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Leselupe.de > Ungereimtes
Schicksal
Eingestellt am 18. 04. 2001 12:58


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Bernd
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Wieder einmal
hast du,
Gott,
den W├╝rfel
├╝ber den Tisch gerollt,
und er fiel -
ins n├Ąchste Universum,
ein W├╝rfel,
dem ich nicht folgen konnte,
nicht einmal
in Gedanken.

Wie soll ich die Augen erkennen?
Wie nur?
Alle Zeit der Welt
reicht nicht.

Doch trotz allem
bist du es
der betrogen ist,
denn mein W├╝rfel
zeigt immer eine sechs.
Auch dort.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Jasmin
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denn mein W├╝rfel ...

Hallo Bernd,

ein sehr interessanter Text. Er zeigt eine andere Seite von dir, die ich noch nicht kenne.


<<Doch trotz allem
bist du es
der betrogen ist,
denn mein W├╝rfel
zeigt immer eine sechs.
Auch dort.>>


Blasphemie? Wie kann Gott betrogen sein? Warum? Vielleicht zeigt er dir die Sechs. Vielleicht hast du die Sechs von ihm verdient.
Du kannst Gott nicht betruegen, denn du bist kleiner als er.


Liebe Gruesse

Jasmin
__________________
Jasmin

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Bernd
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Liebe Jasmin

Gott tut ja wenigstens so, als ob. Denn er ist allm├Ąchtig und deshalb in der Lage, einiges von dem nicht zu wissen, was er wei├č.

Ich bin ein Teil Gottes und er ist ein Teil von mir.

Zumindest in der Lyrik.
__________________
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Jasmin
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Gott und die Welt

Lieber Bernd,

Gott tut? Und auch noch als ob? Nein, das geht nicht, denn er ist kein Mensch.
Und wenn er allmaechtig ist, dann ist er auch allwissend, weiss also alles, auch von dir, denn du bist seine Figur.

"Das All ist Geist, das Universum ist geistig."
"Kybalion"

LG

Jasmin
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Bernd
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Liebe Jasmin,

Gott tut tats├Ąchlich etwas, er schafft. Darin sind sich (fast) alle Religionen einig.
Ob er dem Menschen ├Ąhnelt? Die Bibel sagt, ja. Das aber ist eher ein poetisches Prinzip.
Wenn Gott auch alles wei├č, so wei├č er es doch nicht immer alles gleichzeitig, denn sonst w├╝├čte er gar nichts. Er w├Ąre nichts als ein Laplacescher D├Ąmon, ohne jede Willensfreiheit.

Zum "als ob" -- das gilt f├╝r die literarische Gestalt.
Ich ma├če mir nicht an, Gl├Ąubigen irgendeiner Richtung vorzuschreiben, wie sie ihren Gott sehen wollen.

In gewisser Hinsicht ist also in diesem Gedicht Gott meine Figur, w├Ąhrend ich gleichzeitig seine bin. Immer sechs ist symbolisch daf├╝r, da├č er mich nicht verlieren l├Ą├čt, oder da├č ich nicht verlieren kann. Denn in seiner G├╝te spielt er das Spiel nach meinen Regeln mit, die er zuvor aufgestellt hat.

Und jetzt beginnt alles in meinem Kopf zu kreiseln.

Liebe Gr├╝├če von Bernd
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Jasmin
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Immer noch Gott...

Lieber Bernd,



<<Gott tut tats├Ąchlich etwas, er schafft. Darin sind sich (fast) alle Religionen einig.>>

Er hat geschaffen. Meinst du, er schafft noch?




<<Ob er dem Menschen ├Ąhnelt? Die Bibel sagt, ja. Das aber ist eher ein poetisches Prinzip.>>

Ich glaube nicht, dass er dem Menschen aehnelt. Warum auch?




<<Wenn Gott auch alles wei├č, so wei├č er es doch nicht immer alles gleichzeitig, denn sonst w├╝├čte er gar nichts. Er w├Ąre nichts als ein Laplacescher D├Ąmon, ohne jede Willensfreiheit.>>


Nun gut, so weit kann ich nicht denken. Und ich persoenlich stelle ihn mir nicht als Person, sondern als reinen Geist, reine Energie vor.





<<Denn in seiner G├╝te spielt er das Spiel nach meinen Regeln mit, die er zuvor aufgestellt hat.>>



Das klingt sehr lieb. Diese Idee kam mir auch in den Sinn...so ungefaehr, dass Gott es gut mit dir meint...





<<Und jetzt beginnt alles in meinem Kopf zu kreiseln.>>


Und das Kind lacht und spielt weiter mit seinen Glasperlen...

__________________
Jasmin

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